12 Variationen über eigenes Thema

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    • 12 Variationen über eigenes Thema

      <p>Hallo an alle!</p><p>Ich bin nach 3,5 Jahren tatsächlich wieder da und wage, ein Klavierwerk zu veröffentlichen, s. o.. </p><p>Hier ist der Link: "Datei von filehorst.de laden". <br></p><p>Ihr müsst leider erst ein download machen. Direkt anhören geht nicht. Aber man kann ja wieder löschen. Ich hoffe, es klappt.</p><p>Habe nach vielen Liedern mich jetzt wieder den Klavierkompositionen zugewandt und ein altes Werk vollendet.</p><p>Lasst es auf euch wirken und urteilt bitte erstmal nur vom Anhören her. Noten kommen evtl. später. Bitte keine Kommentare in der Art: "Du solltest erstmal Unterricht im Komponieren nehmen" sondern nur werkbezogene Aussagen. Ob ich Unterricht brauche, alt oder jung bin etc. soll hier bitte keine Rolle spielen. Ansonsten bin ich sehr dankbar für konstruktive Kritiken.</p><p>Übrigens gibt es noch eine Schlussphantasie dazu. Ich hänge sie gleich dran.</p><p>Viel Spaß!<br></p>
    • Hab mir jetzt mal die Mühe gemacht, das Ding runterzuladen.

      Das ist halt das Elend: Der Komponist investiert Tage, Wochen, Monate. Und der Konsument beklagt sich über 30 Sekunden Mehraufwand, bis das Werk "endlich" erklingt.

      Mein Eindruck: Gutes Handwerk. Mangels Qualifikation gehe ich nicht auf Fehlersuche. Das mache ich übrigens weder bei Mozart noch bei Bushido.

      Das Werk klingt ganz ordentlich. Was vielleicht fehlt, ist der Spannungsbogen, also eine gewisse Entwicklung von der ersten bis zur letzten Variation. Aber man wird als Konsument für solche Werke so oder so kein Geld ausgeben. Musik dieser Art gibt es massenhaft von Komponisten mit klangvolleren Namen.

      Mit anderen Worten: Du bist fähig. Falls du anstreben solltest, ein Publikum für deine Werke zu gewinnen, solltest du über Live-Auftritte nachdenken. Da könnten Variationen dieser Art durchaus eine Wirkung erzielen. Vielleicht mit einer Gegenüberstellung eines eigenen und eines bekannten Themas. Da wäre einiges machbar...


      Thomas
    • Live-Auftritte?

      Hallo lieber Thomas,
      vielen Dank für deine positive Reaktion. Ich denke, das stimmt auch mit dem fehlenden Spannungsbogen. Aber was stellst du dir mit Live-Auftritten vor. Ich kann das Teil zwar spielen bis auf die 10. Variation, aber Spielen und Vorspielen ist ein großer Unterschied! Und einen echten Pianisten finden, kann man eh vergessen.

      Noch eine Frage an alle: Kann man mir einen upload-service empfehlen, wo man anhören kann ohne speichern zu müssen. Ich glaube, viele werden abgeschreckt, wenn sie downloaden müssen. Und ich habe noch viele Stücke und 3 lange Sonaten. Also, für einen Tipp wäre ich sehr dankbar! (der von vor 3,5 Jahren funktioniert nicht)

      Und wie macht man hier Absätze ohne dass dieses p und <> erscheint? Jürgen
    • Hallo Jürgen,

      Plattformen zum Streaming wären zB Soundcloud oder Bandcamp. Die eckigen Klammern sind Formatier-Befehle, die sollten nicht angezeigt werden, wahrscheinlaich waren die doppelt oder es fehlte ein Zeichen,dann gibt es Mischmasch.

      Zur Musik: was soll das für ein Instrument sein? Klavier? Cembalo? Hammerklavier? Leider ist der Klang bescheiden, womit hast du das aufgenommen? Ist das Sibelius, das einen Klang der Computer-Soundkarte steuert? Mir gefällt es recht gut, ich denke, es könnte noch mehr Dynamik vertragen, und mir fehlt auch der Spannungsbogen. Ich bin auch nicht so der Freund von arpeggierten Dreiklängen (4:38-5:00) oder nachgeschobenen Stakkato-Akkorden, das hat man schon so oft gehört.
      Schöne Grüße, Helli


      ...ich mag alle Farben. Nur schwarz müssen sie sein.
    • Hallo Helli,
      vielen Dank für die Zeilen! Werde soundcloud und bandcamp mal anschauen. Der Klang kommt von Finale-printmusic. Dass er so schlecht sein soll, höre ich zum 1. Mal. Da kommt mir gleich die nächste Frage an alle:

      Welches Notenprogramm liefert den besten Klavierklang?



      Denn vieles ist zu schwierig zum echten Einspielen (Schubert konnte seine Wanderer-Phantasie auch nicht spielen).

      Hat jemand auch mal die Schlussphantasie angehört?
    • Ich bin Laie, kann nicht mal Noten lesen und von daher maße ich mir kein Urteil an, sondern kann nur meinen unmaßgeblichen Eindruck schildern: Beide Stücke hören sich »nett« an, sind eingängig, aber vielleicht doch etwas brav. Sie kommen mir aber nicht wie Musik vor, die heute geschrieben worden ist. Ich bin da wohl nicht das richtige Zielpublikum. Was den Spannungsbogen angeht, so habe ich den bei den Variationen eigentlich nicht vermisst (eher bei der Schlussphantasie, aber das kann auch an der Reihenfolge des Anhörens liegen und umgekehrt wäre es mir genauso gegangen).
      Das ist mein größter Einwand gegen Musik, dass Österreicher darin exzelliert haben.
      (Arno Schmidt: Das steinerne Herz)
    • Hallo Jürgen

      Jürgen Terborg schrieb:

      Welches Notenprogramm liefert den besten Klavierklang?

      Hat jemand auch mal die Schlussphantasie angehört?
      ein Notenprogramm liefert keinen Klavierklang. Dazu brauchst du entweder ein Notationsprogramm mit VST-Einbindung, oder du speicherst ein Midi-File in Finale ab und lädst das in eine beliebige Audio-Workstation, wo du dann beliebige Klangerzeuger benutzen kannst, oder du hast ein großes Paket mit allen Komponenten.

      Vielleicht wäre Steinberg Dorico etwas für dich, das gibt es für Finale-Besitzer günstiger. Aber es gibt eine Menge Software, guhgel mal "notation software vst".

      Kostenlose Variante: VSTHost von Hermann Seib mit Bitsonic Keyzone Classic als Klavier-VST, dann darüber das Midi abspielen.

      Und ja, ich habe auch die Schlussphantasie gehört, für die das gleiche wie für die Variationen gilt.
      Schöne Grüße, Helli


      ...ich mag alle Farben. Nur schwarz müssen sie sein.
    • Jürgen Terborg schrieb:

      Lasst es auf euch wirken und urteilt bitte erstmal nur vom Anhören her.
      rein vom Anhören fiel mir auf, daß es ziemlich viel in der Tiefe grummelt - vielleicht manchmal in den tieferen Oktaven die Akkorde weniger dicht setzen... und daß mir manchmal die Abwechslung im Klang gefehlt hat, also daß mal die mittlere "Normallage" überschritten wird, der Bass zum Tenor wird oder so. (in der Schlussphantasie passiert das, was mir vorher gefehlt hat: plötzlich erklingt alles in einer hohen Lage. Erfrischend fürs Ohr, und gut gegen Ermüdung.)

      Ecclitico schrieb:

      Was vielleicht fehlt, ist der Spannungsbogen, also eine gewisse Entwicklung von der ersten bis zur letzten Variation
      Die rhythmische Vielfalt macht schon was her. Vor allem im hinteren Drittel. Könnte man aber noch zuspitzen - also z.B., wo es nach Tango klingt im Rhythmus, auch noch mehr tangotypische Setzweisen einbauen - ebenso in dem walzerigen Teil. Für Charaktervariationen klingts manchmal noch alles zu ähnlich.
      Die langsame Variation kam mir harmonisch zu sparsam vor - dieselbe Akkorddichte langsamer gespielt, da müßte irgendwas die Spannung halten, denn die Akkorde sind da schon bekannt und als Ereignis nicht mehr tragend. Könnten natürlich auch ausdrucksvolle Figurationen sein oder irgendwas ganz anderes - so trägts nicht so recht.

      Dieter Stockert schrieb:

      Sie kommen mir aber nicht wie Musik vor, die heute geschrieben worden ist.
      ja, es klingt ein bißchen wie Stilkopien gemischt... manchmal barockig, manchmal romantisch, manchmal dezent angejazzt...

      Mein Tip wäre ganz klar: die verschiedenen Stile mehr zuspitzen, in ihren Eigenarten kenntlich machen, was vor Allem die jeweilige Begleitung betrifft, aber auch die Art, wie in verschiedenen Stilebenen Melodien rhythmisch, aber auch harmonisch daherkommen. Den Ansatz und die formale Gesamtanlage finde ich ganz gut.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • Vielen Dank , Helli und Philmus,
      da waren schon interessante Tipps! Muss mich schon noch damit beschäftigen, denn wichtig ist, dass man versteht, was der andere meint. Wenn das tiefe Grummeln nicht so toll ist, kann das natürlich auch an dem besagten dürftigen Klang liegen, den mein Notenprogramm liefert (es ist so, das Programm macht es).
      Ich denk jetzt aber, es ist Zeit, die Noten euch zu geben. Wer einigermaßen spielen kann, kann es spielen (nur die 10. Variation ist ziemlich schwierig, zumindest in dem Tempo). Also, wer Lust dazu hat:

      Die Variationen: Datei von filehorst.de laden
      Die Schlussphantasie: Datei von filehorst.de laden

      Viel Spaß!
      Gruß, Jürgen
    • Jürgen Terborg schrieb:

      Wenn das tiefe Grummeln nicht so toll ist, kann das natürlich auch an dem besagten dürftigen Klang liegen, den mein Notenprogramm liefert (es ist so, das Programm macht es).
      da kannst Du froh sein, daß es das macht: ist nämlich realistisch.
      Hör Dir mal einen Dreiklang in enger Lage in den verschiedenen Oktaven an, und Du wirst feststellen, daß schon eine große Terz in den ganz tiefen Bereichen nicht konsonant klingt. So pi mal Daumen: je höher die Lage, desto dichter können die Töne beieinander sein, ohne "komisch" zu klingen - wie sie auch in der Obertonreihe nach oben hin immer dichter werden. Darum sind ja auch im Fundamentalbass traditionell nur Oktaven-, Quinten- und manchmal Quart-Abstände zu hören, spielen Celli und Bässe bis ins 19.Jh hinein in Oktaven "unisono" etc...

      (Man kann das natürlich auch einsetzen, manchmal soll es ja auch "grummeln"....)
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      daß Alles für Freuden erwacht
    • Ja, Du hast recht! Danke für den Tipp! Hab auch schon ein paar tiefe überflüssige Töne gestrichen.
      Und es ist mir jetzt auch bei anderen Sachen aufgefallen. Ein paar Terztöne z. B. rausnehmen ist ja auch kein Problem.

      Dieter Stockert schrieb:

      Sie kommen mir aber nicht wie Musik vor, die heute geschrieben worden ist
      Stimmt! Das ist kein Stil von heute! Und wenn ich stilmäßig schwer einzuordnen bin, dann finde ich das ganz gut. :)
      Es gibt übrigens auch heute namhafte Komponisten, die im Stil des 19. Jhdts. komponiert haben und Erfolg hatten! ("neuromantischer Stil") Z. B. Thomas Schmidt-Kowalski, der vor 2-3 Jahren gestorben ist. Ich kannte ihn persönlich und er fand meine Sachen gut. Allerdings gäbe es Tonsatzfehler. Hab diesbezüglich inzwischen ein bisschen was gemacht.
      (sorry phimus, ich hab mich wieder nach oben katapultiert :D )