Friedrich II. und seine Jugendoper "Irmina, regina di germania"

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    • Lieber Palisander,

      hast völlig Recht mit Deiner Bemerkung zur Einleitung: Die soll natürlich nicht in die Aufnahme, bzw. auf die CD. Bei einer Aufführung kommt die Vorgeschichte elegant ins gedruckte Programm und bei einer CD noch eleganter ins gedruckte Booklet. :) Bei Youtube habe ich sie nur "musikalisch" voran gestellt, weil sich das speziell bei der Video-Präsentation so anbot. Dadurch wird die Aufführung bereits 5 Minuten kürzer und man könnte ja tatsächlich Deinem Hinweis folgen, die eine oder andere Arie zu streichen. Nur tut es mir selbstverständlich um jede Note leid. Heul.

      Deinen Hinweis als "Außenstehender", es werde nicht deutlich genug, dass es sich hier um eine Fiktion handelt, nehme ich mir natürlich zu Herzen: Als Autor mit seiner Innensicht merkt man das ja nicht immer, da man das Projekt täglich vor Augen hat.

      Und ganz vor allem freuen ich mich Deine positiven Anmerkungen zum Stück selbst riesig. Darauf war ich ja hauptsächlich sehr gespannt. Weißt Du, ich war seinerzeit (während des Studiums) lange Regieassi, also "Lehrling" bei dem großen Kurt Hübner, der als Lehrer aller großen Regisseure von Stein bis Zadek das Nachkriegstheater in Deutschland geprägt hat wie kein zweiter. Und ich war ihm in tiefer Freundschaft bis zu seinen letzten Tagen sehr herzlich verbunden. (Er hat wohl väterliche Gefühle für mich entwickelt – für mich war und ist er jedenfalls DIE prägende Vaterfigur, da ich im Nachkriegsdeutschland ohne Vater aufwachsen musste.) Kurt wäre jetzt sehr stolz auf mich, wenn er Deinen Beitrag lesen könnte! :)
    • P.S. An Deinen Kommentaren merke ich, wie innig und konstruktiv Du Dich in das Projekt hineingedacht hast. Leider ist das ja nicht allen Künstlern beschieden – umso dankbarer bin ich für diese Chance, die Irmina hier im Forum präsentieren und auf sachdienliche Anmerkungen hoffen zu dürfen. Am Ende unseres Diskurses werde ich mir alle Deine Punkte herausschreiben und sehr tief in mir bohren, wie ich das alles umsetze.

      Ich wüsste gerne Deinen Realnamen, wenn Du mir den mitteilen möchtest, Palisander. Natürlich intern über PN. (Ich glaube, ich habe jetzt genügend Beiträge beisammen, um auch am forumsinternen PN-Verkehr teilnehmen zu dürfen.)

      Mein Realname ist tatsächlich Vincent Kluwe-Yorck. Teilweise zuminzt. :rolleyes:
    • Vincent Kluwe-Yorck schrieb:

      .......und man könnte ja tatsächlich Deinem Hinweis folgen, die eine oder andere Arie zu streichen.
      Äh Moment. Dass habe ich nicht gesagt. Ich habe in die jeweiligen Musikstücke nur kurz reingehört, weil ich davon ausgegangen bin, dass diese schlussendlich durch die unveröffentlichten Arien ersetzt werden. Deshalb habe ich mich mit den Stücken nicht weiter befasst als nur kurz reinzuhören. Aber die Auswahl ist schön (ist die Einleitung von Händel ?) Ich wollte in erster Linie die Geschichte kennenlernen.

      Vincent Kluwe-Yorck schrieb:

      Deinen Hinweis als "Außenstehender", es werde nicht deutlich genug, dass es sich hier um eine Fiktion handelt, nehme ich mir natürlich zu Herzen: Als Autor mit seiner Innensicht merkt man das ja nicht immer, da man das Projekt täglich vor Augen hat.
      Ich habe mir halt vorgestellt wie das Youtube Demo auf mich wirken würde wenn ich von der Diskussion hier nichts wüsste. Insbesondere die Einleitung vermittelt den Eindruck dass hier wirklich eine 300 Jahre alte Oper durch Zufall wiederentdeckt worden ist. Es ist wirklich sehr realistisch geschrieben. Ich jedenfalls hätte euch jedes Wort geglaubt.

      Hm. Kannst Du vielleicht mal eine Auflistung der Stücke machen, die unter Youtube zu hören sind ? Das würde mich schon sehr interessieren.

      VG

      Palisander
    • Hupps. Das mit dem Streichen hab ich verwechselt. Ich kenne Euch ja noch nicht so gut.
      Und zu Deinen Fragen: Na klar - natürlich Händel! :) Die Stücke habe ich auf meiner Flickr-Präsenz aufgelistet, weil sie für Youtube zu lang ist.
      Unter dem Video steht der Begleittext, den Du ja schon gesehen hast. Und am Ende des Begleittextes steht der Link zu der Liste aller Musikstücke.
      Aber hier zur Sicherheit nochmal: flickr.com/photos/48146833@N05…/album-72157688510333405/

      Und zur "Echtheit" der Oper: Natürlich spiele ich mit der Ambivalenz und lasse diese Frage ein Stück weit in der Schwebe - das ist ja gerade der Reiz. Sonst wäre es doch nur ein weiteres "normales" Opern-Pasticcio. Und als dramaturgisches Stilmittel erhöht es natürlich die Spannung. Umso wirksamer sind die buffoesken Stilmittel, die ich mit Bedacht gestreut habe. Nicht nur Furcht (vor dem Ungeheuer und vor dem fiesen Schurken) und Mitleid (mit dem Held in dieser ungeheuren Gefahr und mit der Heldin, die um das Leben des Geliebten bangt), sondern auch befreiendes Lachen (über die Scherze, die ich auf intellektuell unterschiedlichen Anspruchsebenen von derb-rustikal bis hinterfotzig-verdreht in den Text gedrechselt habe) sollen neben der einfach nur wunderschönen Musik zum Vergnügen des Publikummers beitragen. Am Ende lasse ich ja keinen Zweifel, ob die Oper "echt" oder nachempfunden ist.