Neue geistliche Musik - Messen, Oratorien, Passionen u.ä.

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    • Neue geistliche Musik - Messen, Oratorien, Passionen u.ä.

      Hallo Kirchenmusikfreunde,

      seit mehr als fünzig Jahren gibt es nicht nur eine Menge NGLs, neue geistliche Lieder, die mehr und mehr einen festen Platz neben den alten Kirchenliedern einnehmen. Auch großformatige Werke wie Messen, Oratorien, Passionen werden in einer überraschenden Fülle produziert und aufgeführt.
      Die Zeit scheint günstig: Wenn selbst in der musikalischen Avantgarde wieder "alles erlaubt" ist, kann man kaum noch Anstoß daran nehmen, wenn die "modernen" Kirchenmusikkomponisten ihren Platz überwiegend zwischen Romantik und Popularmusik suchen und finden.
      Gleichzeitig brauchen die Kirchen dringend neue Impulse auch was die Musik betrifft.
      Jedenfalls staune ich immer wieder, wie viel neues es gibt, und nicht alles ist einfach nur "Gebrauchsmusik", bei der die künstlerische Qualität Nebensache ist.
      Als nebenberuflicher Kirchenmusiker bin ich mittendrin im Geschehen. Orgelmusik von Johannes Matthias Michel oder Gunther Martin Göttsche ist für mich schon unverzichtbar geworden.

      Hier soll es aber um die großformatigen Werke gehen, die ein Konzertpublikum (kirchengebunden oder nicht) ansprechen.

      Aus aktuellem Anlass empfehle ich das Passionsoratorium "Jerusalem" von Gunther Martin Göttsche anzuhören, das am Karfreitag 2017 uraufgeführt wurde, vor Kurzem seine zweite Aufführung in Berlin erlebt hat und kostenlos im Internet anzusehen und zu hören ist (Konzert der Uraufführung):

      vimeo.com/221579671

      Wer sich erst mal einen Einblick verschaffen will, kann am besten zu den letzten 15 Minuten springen, da werden nach und nach alle Register gezogen. Obwohl überwiegend Laien am Werk sind, ist das Ergebnis ziemlich beeindruckend, finde ich.

      Wem gefällt so etwas?
      Wer hat ähnliche Tips?

      Lieben Gruß,
      Khampan
    • Mit geistlicher Musik der letzten Jahrzehnte bin ich wenig vertraut. Ein Werk allerdings fällt mir ein, und das schätze ich hoch: das Requiem von Michel Chion. Der 1947 geborene französische Komponist hat sich um elektronische Musik und die Musique concrète verdient gemacht. Hierzu gehört auch das vermutlich 1973 entstandene Werk (Dauer ca. 37'), das ich faszinierend finde, obwohl mir sonst elektronische Musik nicht so nah ist. Von Michel Chion kenne ich sonst auch nichts.

      Auf LP gibt es


      Anscheinend auch als CD, vgl.
      amazon.com/dp/B0026RVFUO/sr=8-…me=&qid=1522226052&sr=8-1

      Zum Hören:
      youtube.com/watch?v=Q4XfD3yrYHI

      Außerdem:
      dangerousminds.net/comments/mi…crete_masterpiece_requiem

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
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      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
      Künstler und Schwein gelten erst nach dem Tode etwas.
      Max Reger