Eben gehört - Songs, Chansons, Liedermacher, Lieder aus aller Welt, anspruchsvolle Schlager, nicht ganz so krass

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    • Ach so, das weiss ich auch nicht..... Ich bin selber nicht daher, mein Mann ist aus Belgrad,1991 desertiert und über Slowenien abgehauen.

      Also, was ich an U-Musik aus Ex-Yugo kenne, ist sehr gut. Natürlich ist es schon von Zoran gefiltert. Ich bin erstaunt, was es da alles gibt, was man international nicht kennt, wie eben Balasevic, aber auch Ekatarina Velika (Rock) , oder Leb i Sol aus Macedonien mit dem super Gitarristen Vlatko Stefanovski.
      Ich habe das Gefühl, dort gibt es viel musikalisches Talent, was leider nicht weiter zum Zug kommt. Überhaupt generell sehr viel Talent.
    • Ekaterina Velika habe ich seinerzeit live gehört.
      Meine Verbindungen zum ehemaligen Jugoslawien, die damals sehr eng waren, sind auch 1991 abgebrochen. Seither habe ich zwar ab und zu Kontakte mit Leuten von dort (meine Physiotherapin z.B. aus Sarajevo) aber selbst bin ich erst 2011 wieder für eine Woche in Belgrad gewesen und später für ein paar Stunden aus Rumänien nach Bela Crkva.
      Was ich dort erlebt habe, hat mich davon überzeugt, Erinnerungen als Erinnerungen zu bewahren. Ich möchte sie nicht vom Kontakt mit der heutigen Realität platzen lassen.
      Deshalb hat Balašević wieder Erinnerungen geweckt.
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Gestern noch:



      Reinhard Mey:
      Das Haus an der Ampel

      Ich finde: Ein großartiges Alterswerk! Vieles ist sehr persönlich und vermag den, der dafür offen ist, tief zu berühren. Mich sprechen einmal mehr die ernsteren Lieder besonders an, das eröffnende Lebensherbstlied Im Hotel zum ewigen Gang der Gezeiten, das konkret autobiografische über acht Minuten lange sehr bewegende Titellied Das Haus an der Ampel, Der Vater und das (behinderte) Kind im Konzertpublikum, das auch unter die Haut gehende neue Liebeslied Bleib bei mir, oder das traurige Ende der Geschichte von Gerhard und Frank. Als geborener Wiener spricht mich klarerweise auch Meys Wien-Lied ganz speziell an.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Gehört das hierher?
      Gibt es einen Thread für "sozialistische Lieder"?
      Ich poste es mal hier, denn es gefällt mir gut, dieses fröhliche und auch klassisch klingende Lied:

      "Vom Frieden singen unsere Lieder"
      "https://www.youtube.com/watch?v=Gj53VzJEn9c"

      Stammt hieraus, da sind noch andere schöne Lieder dabei, die ich als "Wessi" gar nicht kannte.
      Manches auch genau so, wie man sich "sozialistisch-positive" Lieder vorstellt, mit der stets präsenten Trompete ;)

      Das Bild erscheint nicht, also so:
      "https://www.amazon.de/gp/product/B07C3JMGX5/ref=dm_ws_sp_ps_dp"

      auch in der Tube auffindbar

      :wink:

      amamusica
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Gestern noch, statt live in Karlsruhe...



      Konstantin Wecker und die Bayerische Philharmonie unter der Leitung von Mark Mast:
      Weltenbrand

      Poetische und politische Lieder und Texte von Konstantin Wecker, großteils in Orchesterarrangements, incl. Goethe- und Brecht-Vertonungen sowie auch das "Lied der Lieder" von Mikis Theodorakis und "Caruso" von Lucio Dalla, dazu Texte von Kästner, Mühsam, Rilke und Brecht.

      Nächster Liveversuch: 9.10.2021...
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • @AlexanderK:
      Konstantin Wecker ist live immer wieder ein Erlebnis. :verbeugung1: Ich drücke die Daumen, dass es nächstes Jahr klappt ...

      Ich mache da mal mit und höre mir mal wieder die "Raritäten"-CD aus der Jubiläums-Edition "Poesie und Widerstand" zu Weckers 70. Geburtstag an (2017). In dem Jahr habe ich ihn auch zuletzt live erleben dürfen. Wunderbar auch die sehr frühen Aufnahmen mit Wecker als "Knabensopran". :love:

      Oder das wunderbare Lied "Die Stadt wird kalt", das leider nicht an Aktualität verloren hat:
      "... Städte können ruhig veröden, Bürger können gern verblöden ... Man fragt stur: Wer braucht Kultur? … Die Musikanten sind vertrieben, die Garanten sind geblieben … Wozu noch Premierenfieber? Unser Stammtisch ist uns lieber. Diese Künstler sollen schweigen. Welcher Mensch braucht heut noch Geigen? Volksmusik und derbe Zoten: ja, da freuen sich die Idioten … Kids, die in den Discos tanzen lasten nicht auf den Bilanzen … Wozu denn noch Experimente? Wir brauchen Stars und nicht Talente …".

      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • ''Der Bagger von Rheinbraun'' + ''Wricked Game''

      Trotz des eindeutigen politischen Statements, mit dem diese 11min. - nicht das Lied selbst! - schließ(en)t, plädiere ich dafür, diesen Beitrag stehen zu lassen!! Den Umständen entsprechend (means Aufnahmeort Fußgängerzone!!) finde ich (i) dieses Arrangement wirklich außerordentlich (so manches hochdotierte Folk-Album mag es geben, dass da nicht mithalten kann!) (ii) die Tonqualität mehr als nur o. k. !! --- verstehen tut man freilich kaum ein Wort, was aber sowieso das technische Problem bei dieser Art Aufnahmen zu sein scheint...

      Hier denn also einige Sätze draus: Ich steh in der Landschaft, verschluckt und verwüst, / die der hungrige Bagger hinter sich ließ...
      ...schließlich zwei Tote, die beiden Alten - / die taten mit Würde ihre Häuschen verwalten!
      Der eine, der sagte nur immerfort: Nein! / Da taten sie ihn in die Klapsmühle rein - / dort ist er krepiert, und der andere sollt rein
      In Quadrat - Ichendorfs Altenheim: / da schloss der Alte von innen zu / und legte sich hin zur letzten Ruh...
      <= schon klar, Urheber-Gerechtigkeit und so, aber der Text ist irgend wo bei facebook nicht vom Verfasser selbst eingestellt -
      mit dem ausdrücklichen Vermerk ''Danke an Klaus!'': also ich denke, das geht klar hier.....

      Klaus der Geiger - "Der Bagger von Rheinbraun" - YouTube

      Klaus der Geiger - 1940 als Klaus von Wrochem in der sächs. Schweiz geboren, seit 1960 Violinstudent bei Max Rostal in Köln, Aushilfe in diversen Sinfonieorchestern....während und nach einer USA-Reise Mitte der 60er hat er sich dann konsequent vom gutbürgerlichen Leben verabschiedet.... Auch zu Zeiten, als er einen bestens gefüllten Auftrittskalender hatte, war er immer mal wieder in diversen Fußgängerzonen zu finden: ganz offensichtlich starke back to the roots - Bedürfnisse, der Mann - ja sicher: kaum sonst wo als bei Spontan-Acts in Fußgängerzonen nähern wir uns derart der Urform einer jeden Art von Live-Darbietung an - mutmaßt jedenfalls der Soziologie in mir...

      + da ich grade mal hier bin - hier noch (die von mir hier an andere Stelle vor ein paar Wochen schon mal gewürdigte) KARO mit ihrer Version von Chris Isaak's ''Wricked Game'' KARO - Wicked Game (Live Session) ••• perlenTV 074 - YouTube - wozu braucht's da irgend ein Schlagzeug, also ehrlich ;)

      :wink:
      Das Schlimmste ist Konsequenz >Bruno Maderna< Fleiß ist gefährlich >Henning Venske ''Inventur''< Majo ist ätzend >Gus Van Sant ''Paranoid Park''<
    • Konstantin Wecker: Utopia (2021)



      Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen nicht allzu hoch waren und ich dachte, es sei im Grunde schon alles gesagt.
      Bin nun umso positiver überrascht ... :fee: ^^ Ach, was für schöne Utopien ... Tut einfach nur gut! :)
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)