W. A. Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur KV 622

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    • Neidich/Orpheus und eine der neueren (vermutlich mit Abbado/EMI) mit Sabine Meyer verwenden auch eine (moderne) Bassettklarinette. Es geht hier eigentlich "nur" um zwei? Töne, die zu tief für eine normale moderne Klarinette sind. Bloß hat der unbekannte Herausgeber der üblichen Fassung für A-Klarinette eben alle Läufe und Figuren, die diese tiefsten Töne verwenden, einfach in die höhere Oktave umgebrochen, so dass unschöne und unlogische Sprünge entstehen und es ergibt sich natürlich auch ein etwas anderes Klangbild. Schon bei der alten (ersten?) HIP-EInspielung mit Pay/Hogwood wird eine Bassettklarinette verwendet. Wenn ich keine in einer Box/Anthologie übersehen habe, besitze ich Neidich, Pay, W. Meyer/Harnoncourt, die unten gezeigte mit Sabine Meyer und Leister/Kubelik. D.h. letztgenannte ist anscheinend meine einzige auf einer normalen Klarinette.

      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Sabine Meyer hatte schon in ihrer ersten Aufnahme 1990 mit der Staatskapelle Dresden und Dirigent Hans Vonk eine Bassettklarinette gespielt.

      Gruß, Frank

      Edit: Sie spielte es heute Abend übrigens mit dem Kammerorchester Basel und Antonini. So bezeichnet: "Programm : W. A. MOZART, Konzert für Bassettklarinette und Orchester A-Dur, KV 622". Morgen könnte Hudebux sich das in der Tonhalle anhören. :) Es gibt noch viele weitere Termine, auf ihrer Homepage verzeichnet.
    • Agravain schrieb:

      das Dirigat des Meisters leider stark zwischen Ennui und James-Last-Ästhetik pendelnd
      :megalol: :megalol: :megalol:

      Eben deshalb höre ich wahnsinnig gern diese nüchterne, trockene Stockhausen-Aufnahme. James-Last-Ästhetik kann man dieser Aufnahme nun wahrlich nicht vorwerfen.
      "Mir ist noch nie ein solches Talent begegnet. Sie ist einzigartig unter den Pianisten unserer Zeit."
      (Martha Argerich über Gabriela Montero)
    • Schon seltsam, wie die Wege manchmal gehen: die obige CD mit Ferdinand Steiner ist die Einzige, die ich jemals bewußt gekauft habe; alle anderen, die ich eben beim Durchforsten entdeckte, sind entweder in Boxen drinne oder günstige Flohmarkt-Käufe gewesen. Man kann also sagen, daß ich nie auf KV 622 fixiert war, aber dennoch gut bestückt bin:
      • Harmen de Boer / Nieuw Sinfonietta Amsterdam / D: Lev Markiz (Vanguard 1995)
      • Thomas Friedli / Zürcher Kammerorchester / D: Edmond de Stoutz (Claves 1984)
      • Sharon Kam / Württembergisches Kammerorchester Heilbronn / D: Jörg Faerber (Teldec 1998)
      • Karl Leister / Berliner Philharmoniker / D: Rafael Kubelik (DG 1968)
      • Karl Leister / Academy of St. Martin-in-the-Fields / D: Neville Marriner (Philips 1989)
      • Ralph Manno / Staatskapelle Weimar / D: George Alexander Albrecht (Arte Nova 1997)
      • Oskar Michallik / Staatskapelle Dresden / D: Siegfried Kurz (Eterna 1984)
      • Alfred Prinz / Wiener Philharmoniker / D: Karl Böhm (DG 1974)
      • Ferdinand Steiner / Salzburg Solisten / D: Andreas Steiner (Extraplatte 2006)
      • Richard Stoltzman / English Chamber Orchestra / D: Richard Stoltzman (RCA Victor 1991)
      • Leopold Wlach / Wiener Philharmoniker / D: Herbert von Karajan (EMI 1950)
      Besonders gefallen mir Steiner und Sharon Kam.


      Ich weiß nicht mehr, wann ich das Konzert zum ersten Mal komplett gehört habe. Es kann sein, daß ich es schon vor zwanzig Jahren auf einem Sampler hatte (nur Satz II), aber da nahm ich es kaum wahr. Dennoch sind mir einige Motive im Kopf verblieben, wodurch ich es gut wiedererkennen kann. Wirklich bewußt beschäftigt hatte ich mich mit dem Konzert erst mit der Anschaffung der Steiner-Aufnahme vor drei Jahren. Es ist ein schönes Werk, auch wenn ich es nicht sehr regelmäßig höre - es kommen immer andere Sachen dazwischen.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Bei diesem Konzert bin ich so ignorant wie bei kaum einem anderen Werk. Ich höre es seit Jahrzehnten immer wieder einmal, begegnete ihm auch mehrfach in Konzert, habe mich aber nie weiter mit ihm beschäftigt, weil es mir immer genügte, es „nur“ zu hören. Tatsächlich weiß ich nicht einmal, was eine Bassetklarinette ist.

      Hier ein entsprechend unqualifizierter, höchst subjektiver Schnelldurchgang durch meine Aufnahmen, die ich anlässlich der Threaderöffnung mindestens angespielt habe:

      Münch/Goodman 1956: Offen gesprochen weiß ich nicht, weshalb ich mir diese Aufnahme nochmals anhören sollte. Goodman spielt mit einem vergleichsweise undifferenzierten, eckigen, bisweilen gar scharfen Ton, der stark mit dem weich grundierenden Orchester kontrastiert, das über eine plüschige Hintergrundmusik kaum mal hinauskommt.

      Bernstein/Schmidl 1966: Die Wiener Philharmoniker stellen demgegenüber 1966 ihren beeindruckend prächtigen Orchesterklang heraus – wie man es heute nicht mehr macht. Verliert für meine Ohren schnell seinen Reiz.

      King/Tate 1985: Die Aufnahme Tates mit King ist meine Sozialisationsaufnahme. Über viele Jahre hatte ich nur diese und ich habe mich bis heute nicht an ihr satt gehört. King verweist die bisherigen Solisten-Konkurrenten in meinen Ohren deutlich auf die Plätze. Das mag auch mit dem anderen Instrumentenklang zu tun haben, hängt aber wesentlich mit der deutlich differenzierteren Spielweise zusammen, die auf mich den Eindruck erweckt, King weiß vielfältiger zu gestalten.

      Abbado/Meyer 1998: Höchste Spielkultur, toll. Insgesamt deutlich süßer und geschlossener im Klang als King/Tate, mir aber deutlich zu schnell, schon überhastet. Diese Schönheit sollte man mehr auskosten, meine ich. Meyer spielt großartig!

      Fröst/Fröst 2010: Es mag daran liegen, dass es sich um die jüngste meiner Aufnahmen handelt. Von der Spielweise her fühle ich mich hier am meisten abgeholt. So sollte man das spielen, denke ich oft. Allerdings, wenn Fröst das erste Mal einsetzt, empfinde ich seinen Ton stets als etwas heiser. Das legt sich schnell und Fröst beeindruckt mich mit seinem Vermögen durchaus. Ich bleibe beim Zuhören aber immer wach im Sinne von Weiß-noch-nicht-ob-mir-der-gefällt. Ein beglücktes Entspannen, wie es bei King der Normalfall ist, erlebe ich bei Fröst nicht.
    • Knulp schrieb:

      Münch/Goodman 1956: Offen gesprochen weiß ich nicht, weshalb ich mir diese Aufnahme nochmals anhören sollte. Goodman spielt mit einem vergleichsweise undifferenzierten, eckigen, bisweilen gar scharfen Ton, der stark mit dem weich grundierenden Orchester kontrastiert, das über eine plüschige Hintergrundmusik kaum mal hinauskommt.
      So hart würde ich es insgesamt zwar nicht formulieren, aber nachvollziehen kann ich Deine Meinung schon irgendwie, Meister Knulp. Der Plüsch scheint mir die größere Crux, nicht der Solist. Der Solist ist halt ein altmodischer Jazzer par excellence, aber das Orchester spielt nur altmodisch. Vielleicht gefällt mir die Aufnahme doch primär nur wegen der spezifischen Exotik ( ;) ) des Solisten-Namens. Mag sein. :)

      Ich denke, man kann das Werk mit Goodman gut kennenlernen, aber nicht vertiefen.

      Knulp schrieb:

      Bei diesem Konzert bin ich so ignorant wie bei kaum einem anderen Werk.
      Ach ja ... die falsche oder eben doch echte Demut des begeisterten Liebhabers. Je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, wie wenig ich weiß. Oder weniger philosophisch formuliert: Je mehr Musik ich kenne, desto weniger kann ich sie aufwärmen oder ihre Zutaten verdauen. Je mehr ich als Konserve besitze, desto mehr Konserven will ich haben und hören. Und woher die Zeit nehmen?

      Falls Du aber primär fischen wolltest, gebe ich meine Angel dazu ... :P :)

      Hugh.

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Das neue Einhören in dieses unbeschreibliche Musikwerk, mein erstes vergleichendes verschiedener Aufnahmen, hat bei mir auch wieder einmal unvergessliche Erinnerungen wachgerufen, durfte ich es doch am 30.8.1987 im Salzburger Großen Festspielhaus sowie am 1. und 2.9.1987 im Wiener Konzerthaus bei den Aufzeichnungen vor Publikum (wochentags am Vormittag!) für CD und das Fernsehen mit Peter Schmidl und den von Leonard Bernstein dirigierten Wiener Philharmonikern live erleben. Insofern war die DVD Sichtung für mich gestern etwas sehr Persönliches.



      Danach weiter bei den mir zur Verfügung stehenden Aufnahmen:




      Ernst Ottensamer
      Wiener Philharmoniker
      Sir Colin Davis
      1992

      Ja, die tieferen Passagen fallen schon auf in der Bassettklarinettenversion, das Werk wird so wie ich es da empfinde (habe die Philips-Erstauflage) schon eine Spur dunkler damit. Der Wiener Philharmomiker Klang ist so wie ich ihn auch bei anderen Aufnahmen dieses Orchesters bei diesem Label (Previn, Haitink, Ozawa) höre etwas transparenter, silbriger als bei den dickflüssigeren DGG Aufnahmen. Bei Prinz/Böhm und Schmidl/Bernstein dauert der 2. Satz jeweils über 8 Minuten, die haben sich da ganz ausgebreitet. Ottensamer/Davis ziehen ihn in 7:00 Minuten durch, ja, das ist deutlich straffer, bestimmter, aber genauso innig. es geht für mich so oder so, ich höre beides gerne.



      Sabine Meyer
      Staatskapelle Dresden
      Hans Vonk
      1990

      Bei Sabine Meyers Aufnahme (gehört aus der DIE ZEIT Klassik-Edition) sind es nur mehr 6:35 Minuten beim 2. Satz, geht auch gut so finde ich. Bei dieser Aufnahme war mein Eindruck, sie ist auf den Star zugeschnitten. Hatte ich von den Wiener Aufnahmen das Dialogische des Werks als selbstverständlich in Erinnerung, steht hier die Solistin akustisch durchgehend im Vordergrund, und das vollblütig disponierte Orchester zieht das Werk als Begleitorchester straff durch. Bei Meyer ist mir die etwas dunklere Färbung der Bassettklarinettenversion nicht so deutlich geworden, wahrscheinlich müsste ich mit Partitur mitlesen, um da genauer aufzupassen.

      Aufs Werk selbst werde ich nun immer neu-süchtiger, mir geht diese Musik ungemein nahe, die nächsten Spätabende darf ich noch weitere Aufnahmen wieder- bzw. neu entdecken.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Josquin Dufay schrieb:

      entweder in Boxen drinne oder günstige Flohmarkt-Käufe
      Superanstoß, danke! (Dadurch zwei weitere Aufnahmen entdeckt...)



      Leopold Wlach
      Wiener Philharmoniker
      Herbert von Karajan
      1949

      Höre ich lebendig, gut aufgezogen, großsymphonisch, eine klassische Wiener Monoaufnahme. Der damalige Plattenmarkt dürfte mit dieser Aufnahme aus Wien Anfang der 50er Jahre repräsentativ bedient worden sein.
      Heute lerne ich später noch die Prinz/Münchinger Aufnahme kennen, in einer anderen Box entdeckt.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Mit ein wenig Ermunterung mein Beitrag:


      Mozart ist ohnehin nicht so mein Fall, schon gar nicht diese so seltsam schlichten Werke wie die späten.
      Wenn da nicht manchmal Interpretationen wären, die das alles in den Hintergrund rücken lassen.

      Höre aber gerade einen Mitschnitt mit Eric Hoeprich und Frans Brüggen aus dem Jahre 2005.
      Auf CD sogar erhältlich bei Glossa als "The last Concert", eine Rekonstruktiuon des letzten Auftritts Mozarts, allerdings nur wenig authentisch in der Programmauswahl.


      Was mich an Brüggen und Hoeprich so fasziniert ist, dass sie das Werk so "aus der Zeit fallend" lesen. Da darf es Momente des völligen Stillstands geben, endlos scheinende Pausen, beredtes Schweigen wie es unter Menschen möglich ist, die einander so gut kennen, dass sie schweigend kommunizieren.

      Andererseits spielt Hoeprich Verzierungen, die nicht in den Noten stehen, manchmal sogar ahnt man Volksmusik im Hinterkopf. Ja, albern Brüggen und Hoeprich sogar ein wenig gemeinsam mit dem Werk?

      Ist also weder das Vergeistigte, Plüschige oder Ordinäre jeweils vordergründig, aber von allem immer im Unterton etwas anklingend- und nach diesen 29 Minuten Musik habe ich immer den Eindruck, eine kleine Weltreise gemacht zu haben.

      Aber zur Ergänzung noch ganz sachlich:
      als Knirps von irgendwas um zehn Jahren hörte ich mit meinem Opa zusammen (er starb 1983) im Radio eine Sendung auf dem RIAS mit Karl Bernhard Sebon, dem Flötisten. Welcher eine Flötenfassung von KV622 entdeckt hatte. Nicht von Mozart, aber aus dessen Dunstkreis. Spannend dabei, dass in der Flötenfassung die Oktavierungen nicht nötig waren, die vorgenommen werden müssen für die "normale" Klarinette.
      Auf dieser Basis erstellte Sebon also die Fassung für die Bassettklarinette.

      Kennt jemand als Hundefreund eigentlich das witzige Cover zu Mozarts Bassett- Werken mit den Klarinettisten von Brüggens Orchester? Die Trios und Divertimenti, auf dem Bild sind eine Reihe Bassets abgebildet, also diese lustig- traurig- tolpatischig- liebenswerten Hunde.

      Hoeprich spielt denn auch eine originale Bassettklarinette, verziert wie gesagt, und scheut sich nicht, die drei Stimmlagen des Instruments auszukosten.
      Manchmal hat das was Clarinenes, manchmal etwas von der Vorfreude aufs Saxophon- und manchmal ist der Klang vom Instrument völlig losgelöst und macht das, was Mozart ausmacht, wenn er schlicht komponiert: es hebt ab.
      Das sind solche Momente, in denen Mozart unbeschreiblich wird.

      Herzliche Gruße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • Hempel schrieb:

      Mit ein wenig Ermunterung mein Beitrag: [...]
      :top: ;)

      Hempel schrieb:

      Höre aber gerade einen Mitschnitt mit Eric Hoeprich und Frans Brüggen aus dem Jahre 2005.
      Ja, das klingt auch in meinen Ohren richtig gut! Danke für den Hinweis!

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Hempel schrieb:


      Kennt jemand als Hundefreund eigentlich das witzige Cover zu Mozarts Bassett- Werken mit den Klarinettisten von Brüggens Orchester? Die Trios und Divertimenti, auf dem Bild sind eine Reihe Bassets abgebildet, also diese lustig- traurig- tolpatischig- liebenswerten Hunde.


      [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/917R%2B1hShTL._SL1500_.jpg]
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Ich habe natürlich auch die oben genannte Aufnahme mit Benny Goodman (es war meine erste), und auch die genannte mit Sharon Kam und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. (Beide auf der normalen A-Klarinette.)

      Meine Favoriten sind aber



      Beide werden mit der Bassettklarinette gespielt. Die Aufnahme mit Sharon Kam finde ich einfach perfekt (und sie enthält zudem noch das schöne Quintett, ebenfalls mit Bassettklarinette). Martin Fröst spielt ein wenig mehr virtuos und (zumindestens gefühlt) schneller. Beide Einspielungen finde ich "leicht" und elegant. Sollte ich mich für eine entscheiden müssen, so wäre es wohl die mit Sharon Kam.

      Hat man das Konzert und auch das Quintett einmal mit Bassettklarinette gehört, möchte man sie (die Bassetttöne) nicht mehr missen. (Stärker empfinde ich das sogar beim Quintett.)

      Sabine Meyer habe ich mal im yt Video gesehen, mit Bassettklarinette. Es war natürlich technisch perfekt. Aber mir gefiel nicht so der "fettere" Klang, und wenn ich mich recht erinnere, empfand ich so manche Verzierung etwas übertrieben.


      maticus
      Bartolo hatte Recht. --- Andreas März
      This is Bartolo, King of the King of Wines. --- Alan Tardi
    • music lover schrieb:

      Beim Stockhausen-Verlag
      stockhausencds.com/
      als CD Nr. 39 zu erwerben. Mit im Paket sind das Trompetenkonzert Es-Dur von Haydn (mit Markus Stockhausen) und das Flötenkonzert G-Dur KV 313 von Mozart (mit Kathinka Pasveer). Allesamt mit Kadenzen von Karlheinz Stockhausen und dirigiert von Karlheinz Stockhausen.
      Das finde ich sehr interessant, lieber music lover. Stockhausen hat ja viel auch für das Bassetthorn (sic!) geschrieben, und speziell für Suzanne Stephens. Von dieser Website habe ich nichts gewusst. Werde da wohl mal was bestellen...

      maticus
      Bartolo hatte Recht. --- Andreas März
      This is Bartolo, King of the King of Wines. --- Alan Tardi
    • Kurz gefasst Höreindrücke der letzten Tage:

      Die Wiener Philharmoniker Aufnahmen:

      Leopold Wlach
      Herbert von Karajan
      1949 (Abb. weiter oben)
      Großsymphonisch, aus Wien kommende repräsentative Monoaufnahme.



      Alfred Prinz
      Karl Münchinger
      1962 (gehört allerdings aus der Wiener Philharmoniker Decca Orchestral Edition Box)
      Feingliedriger, weicher, gelöster und entspannter, klar und differenziert, ausgespielte Wiener Klangkultur, brillanter Decca-Stereosound

      Alfred Prinz
      Karl Böhm
      1972 (Abb. weiter loben)
      Noch weicher, abgeklärt, harmonisierend, ausgleichend, eingeebnet.

      Peter Schmidl
      Leonard Bernstein
      1987 (CD und DVD, Abb. weiter oben))
      Auch sehr wienerisch, aber beweglicher, beredter als Prinz/Böhm.

      Ernst Ottensamer
      Colin Davis
      1992 (Abb. weiter loben)
      Orchesterklang transparenter als bei den DGG Aufnahmen, silbriger, die Konturen sanft geschärft. Der Grundton etwas dunkler (Bassettklarinette!).

      Außerdem gehört:

      Sabine Meyer
      Hans Vonk
      Staatskapelle Dresden
      1990 (Abb. weiter oben)
      Auf den Star zugeschnitten, der zieht´s professionell durch, das Orchester macht mit.



      Wolfgang Meyer
      Nikolaus Harnoncourt
      Concentus Musicus Wien
      1998
      Akzente geschärft, Nebenstimmen tlw. hervorgehoben, vielfach "hinweisende" Überzeichnung, aber doch immer herzliche Musikantik. Bewusstes Phrasenabschwingen mit Neuansatz gewöhnungsbedürftig.



      Matthias Schorn
      Innviertler Symphonie Orchester
      Nicholas Milton
      2012
      Für mich DIE Entdeckung des Hörvergleichs: energetisch frisch, suggestive Power, ohne mutwillig forciert zu wirken, erzählerisch intensiv, voller positiver Energie, kraftvoll durchblutet.



      Matthias Schorn
      Accademia Allegro Vivo
      Bijan Khadem-Missagh
      2013
      Das Orchester hier geradliniger, ein typisches Straight ahead Orchester, zielgerichtet, aber genau zuhörend und auf den Solisten eingehend. Schorn fast noch persönlicher, inniger. Den 2. Satz höre ich hier besonders heilig.

      Was für unbeschreibliche Musik.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK