Eben gehört 2018/2019

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  • Hier - über den Tag verteilt - Nächtiges:

    Richard Wagner: Tristan und Isolde

    Tristan - René Kollo
    Isolde - Margaret Price
    Brangäne - Brigitte Fassbaender
    Kurwenal - Dietrich Fischer-Dieskau
    Marke - Kurt Moll

    Rundfunkchor Leipzig
    Staatskapelle Dresden

    Carlos Kleiber



    Nach Bernsteins Meditationen fand ich diese Aufnahme hinreißend, was die Gestaltung der Zeit, der Farben und der Intensitäten angeht. Wahnsinn.

    Mit der Lebensleistung von Dietrich Fischer-Dieskau im Blick, wäre es sehr schmerzhaft, etwas zu den vokalen Darbeitungen zu sagen. Mit Margaret Price und René Kollo kann ich angesichts der Gesamtwirkung gut leben, dies sei noch bemerkt.

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Noch so'n Ereignis. Cosi mit Jacobs, Tristan mit Carlos Kleiber, Bruckner mit Celi/SWR, das versaut ganz schön ...

    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

    SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart
    Sergiu Celibidache
    live 8. Juni 1971



    Im Jahr 1971 stand das Jubiläumskonzert zum 25jährigen Bestehen des SWR Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart an. Die Position des Chefdirigenten war allerdings seit 1969 vakant, so dass man keinen kanonischen Dirigenten für die Feierlichkeiten hatte.

    Durch mehrmalige Zusammenarbeit mit Sergiu Celibidache (seit 1958) kannte man den rumänischen Dirigenten gut und trug ihm die Leitung des Jubiläumskonzertes an, dies mit dem Programmwunsch nach Hindemiths Sinfonie "Mathis der Maler" und Bruckners 7. Sinfonie. Damit erfüllte man, ohne es zu wissen, einen tiefen Wunsch Celibidaches - Bruckner mit einem deutschen Orchester aufzuführen.

    Das Konzert wurde ein großer Erfolg, das Orchester nahm es als besonderes Ereignis wahr. Man verpflichtete Celibidache im Nachgang als Chefdirigenten, eine Ägide, die mehr als zehn Jahre dauerte.

    Wir dürfen uns glücklich schätzen, via Konserve wenigstens einen Abglanz der Sternstunde von 1971 erhaschen zu können.

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)

  • (AD: Dezember 1985, St. Elisabethkapel, Antwerpen)

    Wolfgang Amadeus Mozart:
    Quintett Es-Dur, KV 452 für Pianoforte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

    Ludwig van Beethoven:
    Quintett Es-Dur. op. 16 für Pianoforte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

    Jos van Immerseel, Pianoforte (Albert und Chris Maene nach Wiener Modellen um 1790)
    Octophoros (Paul Dombrecht, Oboe / Elmar Schmid, Klarinette / Piet Dombrecht, Naturhorn / Danny Bond, Fagott)


    Armin
    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
  • In Demonstrationsqualität der frühen 1950er Jahre.

    Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

    Philharmonia Orchestra
    Herbert von Karajan
    November 1951



    Im Vergleich mit Toscanini deutet sich an: Der Präzisionswunsch des Italieners scheint eher den punktuellen Ereignissen zu gelten, während Karajan darüber hinaus die rhythmische Hierarchie auch in größeren Zeiteinheiten suchte und realisierte; in den Akzentverhältnissen innerhalb eines Taktes, im Verhältnis zweier Takte zueinander, in der Anordnung der Gewichte von benachbarten viertaktigen und achttaktigen Phrasen usw. Das Ergebnis ist die Wahrnehmung hoher Geordnetheit und damit Klassizität. Perfekt, aber auch perfektionistisch.

    Geradezu aufrüttelnd und verstörend wirken dann die kleinen Inseln der relativen Freiheit, z. B. der von einer aufsteigenden Tonleiter der Solooboe eingeleitete Abschnitt in der Reprise des Kopfsatzes.

    Das hohe Ebenmaß des Ablaufs hat halt auch etwas Maschinenhaft-Mechanisches.

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Tastenrabe schrieb:

    Moin moin,

    da schließe ich mich an, wenn auch unter Klemperer (1955, die Fünfte vorweg)
    Moin,

    die kommt übermorgen dran - wenn nichts dazwischen kommt ... :D ... vorher noch Erich Kleiber mit dem Concertgebouw. Aber die Klemperer-Aufnahme habe ich aus der Membran-Box in guter Erinnerung!

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Seit gestern geistern mir die Schumann-Sinfonien im Kopf herum .... beim Kooperationspartner bin ich auf das SFSO unter Michael Tilson Thomas gestoßen ... mit der Aufnahme liebäugele ich, ohne mich durchringen zu können .... Prokofiev steht mit den Sinfonien und den Klavierkonzerten noch auf der Liste der "Infranailburner" ... ick weet nich so recht ....

    jetzt erstmal Schumanns Frühlingsbote - Sinfonie Nr.1 .... rechtzeitig zum beginnenden Herbst *g*

  • Das erste Werk, das ich aus dem 18 CD umfassenden Stapel mit Lyrita CDs aufgelegt habe, ist die 4. Symphonie des walisischen Komponisten Daniel Jones. Geboren am 7.12.1912 in Pembroke und verstorben am 23.4.1993 in Swansea hat Daniel Jones die meiste ZEit seines Lebens in seiner Heimat verbracht. Seit Schultagen war er eng mit dem berühmten walisischen Dichter Dylan Thomas befreundet, zu dessen preisgekrönten Theaterstück/Hörspiel Under the milk wood er die Musik beisteuerte.
    Thomas starb 40-jährig 1953 in New York an einer Lungenentzündung und seinen Alkoholexzessen. Die ein Jahr später vollendete 4. Symphonie ist seinem Andenken gewidmet. Das dreisätzige Werk beginnt mit einem mahlernahen Trauermarsch Maestoso und ist insgesamt ein eher ernstes Werk, auch wenn das Scherzo mit Bezug zum Forum (Allegro capriccioso) auch bitter-heitere Züge aufweist. Jones schreibt in einem weitgehend tonalen Stil, der vor allem von Mahler beeinflusst zu sein scheint, auch wenn die Musik nicht direkt mahlerartig klingt.
    Jones schrieb insgesamt 14 Symphonien und 8 Streichquartette (die auch auf Tonträger vorliegen und in meiner Sammlung stehen). Dies ist die erste Symphonie von ihm, die ich kennenlerne, weitere werden folgen.

  • Hier wieder großes Opernvergnügen.

    Giuseppe Verdi: Falstaff

    Falstaff - Giuseppe Taddei
    Ford - Rolando Panerai
    Fenton - Francisco Araiza
    Dr. Cajus - Piero de Palma
    Bardolfo - Heinz Zednik
    Pistola - Federico Davia
    Alice - Raina Kabaivanska
    Nannetta - Janet Perry
    Mrs. Quickly - Christa Ludwig
    Mrs. Meg Page - Trudeliese Schmidt

    Wiener Staatsopernchor
    Wiener Philharmoniker

    Herbert von Karajan



    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Nun gab es wieder Bruckner.

    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

    Wiener Philharmoniker
    Karl Böhm
    ca. 1976?



    Die Wiener klingen für meine Ohren in dieser Aufnahme ganz wunderbar. Wenn die Wiener Hörner im langsamen Satz das "ne confundar" in hoher Lage spielen, klingt das schon einzigartig.

    Bisweilen fällt das ganze Orchester vor der Zeit in die nächste "1". Wirkt auf mich irritierend. Jedenfalls fiel mir das im Kopfsatz auf, das Finale scheint mir diesbzgl. besser organisiert zu sein.

    Trotzdem eine tolle Aufnahme.

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)


  • Zwei der drei Klavierkonzerte des (meines Erachtens) wenig bekannten englischen Komponisten William Mathias (1934 - 1992) sind enthalten - für mich eine kleine Neuentdeckung. Es handelt sich um ansprechenden Neoklassizismus. Das zweite würde ich dem ersten Konzert vorziehen, was vielleicht auch daran liegt, dass mich die Lyrizismen der Ecksätze frappierend an den Stil Michael Tippetts erinnern. Ebenso wage ich zu behaupten, dass Tippetts Landsmann dessen Klavierkonzert im Ohr hatte. Nun - mich stört das keineswegs.
    :cincinbier: Wolfgang
    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.