Eben gehört 2018/2019

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  • Hier Schwersinfonisches - und doch nicht ...

    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

    Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
    Kurt Sanderling
    1999



    Bruckner-Experte Benjamin-Gunnar Cohrs spricht bei dieser Aufnahme von einem "weihevollpathetischen Bruckner-Stil". Ich mag da nur bedingt folgen - es sei denn, man würde diesen zärtlich-sanften Zugang "weihevoll " und "pathetisch" nennen wollen. - Es ist jedenfalls bei diesem behutsamen Konzept nur logisch, dass der berühmte Beckenschlag samt Triangelklingeling wegfällt. - Alle Facetten des Werkes scheinen mir bei diesem Ansatz nicht zur Geltung zu kommen (aber welcher Ansatz würde das schon leisten), doch was zu hören war, fand ich sehr hörenswert.

    "Bruckner-9-cum-Giulini"-Aficionados finden in der rechts abgebildeten Doppel-CD weiteres Futter.

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Premiere:



    Ernest John Moeran
    Symphony in g minor
    Overture for a masque
    Rhapsody for piano & orchestra*
    Margaret Fingerhut (Klavier)*
    Ulster Orchestra
    D: Vernon Handley
    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux
    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul
  • Bei van Beinum hängengeblieben . Die Erste von Brahms war so etwas wie die Spezialität des Hauses ( 1959 , ein Jahr nach Entstehung dieser Aufnahme , verstarb er bei einer Probe eben dieser Sinfonie) , und von den Philips-Technikern in glorreichem Stereo eingefangen ist sie von seinen Ersten( 47,51&58) für mich die No. 1 . Überdies ist auch noch die Alt-Rhapsodie mit Aafje Heynis mit drauf . Da überspringe ich die Haydn-Variationen . War schon gut , der van Beinum . Auch seinen Bruckner sollte man auf der Rechnung haben .

    Verlinkung geht mal wieder nicht (ätzend!) ASIN B00000E3M5 amazon.de/s/ref=sr_pg_3?rh=n%3…um&ie=UTF8&qid=1536502741

    Auch hier enthalten :

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
  • Beim Schlendern auf dem Streaming-Abenteuerspielplatz bin ich hier hängengeblieben:

    Sergej Rachmaninoff: Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30

    Boris Giltburg, Klavier
    Royal Scottish National Orchestra
    Carlos Miguel Prieto



    Den Worten von Matthias Kornemann in FF 10/2018 stimme ich vorsichtig zu: " ... Er kultiviert Lyrismus, Klangkultur und eine neben Korstick zunächst fast betulich wirkende, virtuose Effekte dämpfende Deutlichkeit, um das Werk von billiger Überwältigungsrhetorik zu reinigen. Vom ersten Takt an wird der Vorwärtszug nachdenklich gebremst, wird aussingend innegehalten. ..." - Jedenfalls fand ich das Werk in dieser Darstellung hörenswert. Ja, es bläst Dich nicht so an die Wand wie bei Horowitz, Ashkenazy, van Cliburn, aber es wirkt dennoch stellenweise dichter. Was da alles unter der "verdammt viele Noten in verdammt kurzer Zeit"-Oberfläche steckt. Womit ich nicht sagen will, dass die vorgenannten nur diese Oberfläche dargestellt hätten.

    Hoffentlich ist die Korstick-Aufnahme bald verfügbar. Zu der ist von "fiebrigem Drang" und "motorisch immer aufgeladeneren Entwicklungsstadien" die Rede. Sozusagen das Komplement zu Giltburgs Aufnahme.

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Well ...

    Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

    Münchner Philharmoniker
    Sergiu Celibidache
    20. Januar 1989



    Der Mehraufwand an Zeit schien mir in keinem rechten Verhältnis zum Mehr an Erkenntnis und Erlebnis zu stehen.

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)


  • Franz Schubert: Klaviertrio Es-Dur D 929 (Op. 100)
    Andreas Staier, Daniel Sepec, Roel Dieltiens

    Das ist natürlich ein sehr schönes Werk, besonders der 2. Satz (Andante con moto). Allerdings mag ich (kompositorisch) den ziemlich tumben Marsch im 3. Satz nicht. (Ist das Absicht?) Dagegen ergreifend der Moment, wenn im 4. Satz wieder das Andante con moto Thema erscheint.

    Bei solchen Werken von Schubert frage ich mich immer ein wenig -- trotz des Gefallens und Schwelgens --, ob sie dermaßen lang sein müssen. Ist vielleicht ein bischen wie bei Mahlers Sinfonien.


    maticus
    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
  • Marsch? Das ist doch ein 3/4-Scherzo (tatsächlich eines meiner Favoriten der Schubert-Scherzi), warum "tumber" als im 1. Trio oder sonstwo bei Schubert?

    Oder meinst Du den ersten Teil des Finales?
    Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
    (B. Pascal)
  • Ja, ich meine den 3. Satz (Scherzando). Bei meiner Aufnahme zum ersten mal ab 2:48, danach noch ein- oder zweimal. Eher wie eine Art Tusch, ein Stampfen, ein Tschingderassabumm. Evtl. das Trio? Klingt für mich ziemlich albern-pathetisch.

    maticus
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  • maticus schrieb:

    Ja, ich meine den 3. Satz (Scherzando). Bei meiner Aufnahme zum ersten mal ab 2:48, danach noch ein- oder zweimal. Eher wie eine Art Tusch, ein Stampfen, ein Tschingderassabumm. Evtl. das Trio? Klingt für mich ziemlich albern-pathetisch.
    Klar, das ist das Trio. Ich finde das ein ziemlich originelles Stück, zunächst bewusst grob und stampfend als Gegensatz zum eher graziösen Scherzo-Hauptteil, dann im Mittelteil mit der Cellokantilene ins Tänzerische gewendet, am Schluss mit einer hübschen Diminuendo-Rückleitung ins Scherzo. Das in Halben abwärtsgehende Thema beziehe ich auf das Hauptthema des Kopfsatzes, die Tonrepetitionen im Mittelteil des Trios auf das Seitenthema des Kopfsatzes und den ersten Seitensatz des Finales.

    :wink:
    Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
  • Nun gut. Heute der erste Schritt nach dem zweiten.



    Franz Schubert: Klaviertrio B-Dur D 898 (Op. 99)
    Nocturne Es-Dur D 897 (Op. 148)

    Andreas Staier, Daniel Sepec, Roel Dieltiens


    maticus
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  • Mit leichtem Ton, aber nicht leichtgewichtig.

    Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 58

    Gewandhausorchester Leipzig
    Herbert Blomstedt



    Schaut her, der Beethoven ist doch gar nicht so kompliziert ... wir wollen den doch nur spielen ... scheint Herr Blomstedt dem Hörer zuzurufen. Und dann isses doch so'n Brett. Bin sehr angetan von diesen unprätentiös-entspannten Aufnahmen, welche die Größe des Werkes dann trotz aller vordergründigen Leichtigkeit klar aufzeigen.

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Hier wieder Beethoven. Nicht, dass der Eindruck entsteht, ich verträte hier den Dirigenten ... wo ist der eigentlich?

    Ludwig van Beethoven

    Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
    Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

    Philharmonia Orchestra, 1955 (op. 92) bzw. Wien live 1960 (op. 93)
    Otto Klemperer



    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Mauerblümchen schrieb:

    wo ist der eigentlich?
    Meinst Du mich?
    Ich lese mit großem Vergnügen und habe eigentlich genug über Klemp im Forum geschrieben. Allerdings haben wohl außer mir kaum welche seine Großtaten der 50iger (1955 - 1958) Jahre in Amsterdam gehört und können darüber berichten
    Gruß heute mal aus Berlin
    Manchmal tue ich so, als wäre ich normal. Doch dann wird mir langweilig und ich bin wieder ich selbst.
  • Doc Stänker schrieb:

    Mauerblümchen schrieb:

    wo ist der eigentlich?
    Meinst Du mich?
    Ich lese mit großem Vergnügen und habe eigentlich genug über Klemp im Forum geschrieben. Allerdings haben wohl außer mir kaum welche seine Großtaten der 50iger (1955 - 1958) Jahre in Amsterdam gehört und können darüber berichten
    Gruß heute mal aus Berlin
    Nein, nein, ich meine den Forianer mit dem Usernamen "Dirigent" mit der Vorliebe für HvK und das zyklenweise Durchhören der Beethoven-Sinfonien.

    Gruss heute mal von der Startposition nach Berlin
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Hier läuft gerade diese:


    Prokofiev: 1. Symphonie für zwei Klaviere bearbeitet
    Tchaikowsky: Nussknacker-Suite für zwei Klaviere bearbeitet
    Schostakowitsch: 2. Klaviertrio e-moll, op. 67
    Brahms: 3. Violinsonate d-moll, op. 108
    Schubert: 1. Klaviertrio B-Dur, op.99
    Schumann: Klavierquintett Es-Dur, op. 44
    Schumann: Violinsonate a-moll, op. 105
    Dvorak: Klavierquartett Es-Dur op. 87

    Alles Schmuckstücke. Besonders bei den ersten Beiden bin ich immer wieder überrascht, wieviel da aus der Orchesterpartitur in die Transskription "hinübergerettet" wurde.


    :wink: