Eben gehört

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    • Braccio schrieb:

      Barnabás Kelemen mit der Solosonate für Violine von 1944.
      Auf dem Cover steht "original version". Heißt das, Kelemen spielt die Vierteltöne im letzten Satz?

      (Höre mich zur Zeit nämlich selbst durch meine Aufnahmen dieses Werks, 2 x Tetzlaff und 1 x Hölscher.)

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Das Streichquintett K 515 von Mozart gehört zu meinen liebsten Kammermusikwerken . Ganz oben steht bei mir die Aufnahme des Griller Quartets mit William Primrose , und dazu gesellte sich die Einspielung der Lindsays mit Louise Williams . -
      Aber die Archive öffnen sich . Und hatte ich noch an anderer Stelle geschrieben , die DG Aufnahme des Amadeus Quartets käme für mich nicht in Frage , so muss ich diese Aussage revidieren . Mir war nur die Stereo-Version aus den 60ern bekannt . Für die gilt mein Verdikt weiterhin . Aber zwischenzeitlich ist die 53er Mono - Aufnahme mit Cecil Aronowitz erschienen . Und das ist eine betörende Aufnahme . Einmal gehört und weg war ich . Spannenderweise gibt es inzwischen auch eine RIAS - Aufnahme mit den selben Verdächtigen , ebenfalls aus 1953 , und die ist eine schöne Ergänzung . Im Rundfunkstudio ist nämlich der 1.Satz nur knappe 9 Minuten lang - wie auch bei der Stereo - und der Kölner Rundfunkaufnahme . Wohingegen es bei der alten DG Aufnahme fast 13 1/2 Minuten zu hören gibt . Ich nehme an , alle Wiederholungen wurden gespielt , habe aber keine Partitur um das zu überprüfen . ( Die Lindsays brauchen etwa annähernd so lang ) . Und so habe ich mir eine CD-Rom gebrannt , auf der Mono DG und RIAS Aufnahme friedlich versammelt sind . Also , meine Empfehlung : mal die '53 Einspielung des Amadeus Quartets mit Aronowitz anhören - die waren zu dem Zeitpunkt schon gut !

      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • Gurnemanz schrieb:

      uf dem Cover steht "original version". Heißt das, Kelemen spielt die Vierteltöne im letzten Satz?
      Ja, wohl schon. Bei dem Tempo sind es ja meist eher trillerartige Figuren, die da herauskommen, und ich habe kein annähernd absolutes Gehör, aber es klingt auch danach. Für die Pizzicato-Doppelgriffe über zwei Oktaven in der Fuge (T. 65) greift der Schelm allerdings auf eine der Varianten zurück. :D
    • Braccio schrieb:

      Ja, wohl schon. Bei dem Tempo sind es ja meist eher trillerartige Figuren, die da herauskommen, und ich habe kein annähernd absolutes Gehör, aber es klingt auch danach.
      Auch ich habe kein absolutes Gehör, meine aber den Unterschied zu hören. Mit Vierteltönen klingt es wuselnder, summender. In meinem Reclam-Kammermusikführer finden sich Notenbeispiele (beide Fassungen).

      Braccio schrieb:

      Für die Pizzicato-Doppelgriffe über zwei Oktaven in der Fuge (T. 65) greift der Schelm allerdings auf eine der Varianten zurück. :D
      Aha. Auf eine nähere Diskussion (wolltest Du nicht? :pfeif: ) würde ich mich freuen. Vorhin habe ich mir über Fernleihe Noten der Urfassung bestellt.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Braccio schrieb:

      Der Herbst ist noch lang und derzeit gibt es viele neue Hörimpulse, ich warte noch ab.
      Gut Ding braucht Weile! :)

      Auch ich warte noch ab; momentan bin ich am Erwägen, ob ich einen Übersichtsthread über Kompositionen für Violine solo eröffne (da ist Bartók natürlich dabei), aber das nur nebenher. Hier soll schließlich weiter eben gehört werden.

      :tee1:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Heute gab es diese:

      P. I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 ("Pathétique")

      Wiener Philharmoniker
      Claudio Abbado



      Vielleicht keine Aufnahme, die man unter allen Umständen im Regal haben müsse, aber ... verdammt gut. Aus meiner Sicht unsentimental, sogar im zweiten Thema des Hauptsatzes, gut strukturiert, gute Zeitgestaltung ... auch so ein "Normalnull", welches die Individualitäten anderer Aufnahme aufzeigen mag.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Neu

      Konkret krass, Alder ....

      P. I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 ("Pathétique")

      New York Philharmonic Orchestra
      Leonard Bernstein



      Over the top. M. E. hörenswert, aber nicht allein seligmachend.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Neu

      Die erste CD nach Harnoncourt:

      Franz Schubert (1997-1828)
      Lieder in der Orchesterfassung von Johannes Brahms und Anton Webern



      Tränenregen (Die schöne Müllerin, D 795, Nr. 10) - Anton Webern
      Der Wegweiser (Winterreise, D 911, Nr. 20) - Anton Webern
      Memnon (D 541) - Johannes Brahms
      Geheimes (D 719) - Johannes Brahms
      Ihr Bild (Schwanengesang, D 957, Nr. 9) - Anton Webern
      Gruppe aus dem Tartarus (D 583) - Johannes Brahms
      Du bist die Ruh (D 776) - Anton Webern

      Florian Boesch (Bassbariton)
      Concentus Musicus Wien
      Stefan Gottfried



      Berühren schön!


      Gruß
      Josquin
    • Neu

      Hallo zusammen,

      bei mir beginnt das Wochenende musikalisch mit Puccini.



      Tosca - eine Aufnahme aus dem Jahr 1953 - Chor und Orchester der Scala unter Victor de Sabata.

      Tosca - Callas, Cavaradossi - di Stefano, Scarpia - Gobbi, Angelotti - Calabrese, Spoletta - Mercuriali

      Liebe Grüße
      Maggie
      Wenn Einer kümmt un tau mi seggt, Ick mak dat allen Minschen recht, Dann segg ick: Leiwe Fründ, mit Gunst, O, liehr'n S' mi de swere Kunst. - Fritz Reuter
    • Neu

      Geile Überraschung vom Player in der Morgenstunde:

      DLF-Kultur-Mitschnitt:

      Hanns Eisler: Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben

      Friedemann Eichhorn, Violine
      Madeleine Caruzzo, Viola
      Jing Zhao, Violoncello
      Hagar Shahal, Flöte
      Pascal Moraguès, Klarinette
      Giuseppe Guarrera, Klavier

      Leitung: Yuval Zorn

      YMCA West-Jerusalem; Aufzeichnungen vom 04.-08.09.2018

      Bisher kam mir diese mega-fetzige Eislerei noch nie so süffig-zart, sirenenartig-lockend und transparent in die Lauscherchen.
      Mitschnitt + Mucke = super-tolles Petit Four
      => Stammplatz im Eisler-Mitschnitts-Kader.
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Neu

      1949 spielte im britischen Sektor der Stadt Wien , genauer im Mozartsaal des Konzerthauses , das passend benannte Konzerthaus Quartett , verstärkt durch Ferdinand Stangler an der Viola , das Streichquintett No.6 K 614 von W.A.Mozart ein . Der Klang ist für das Alter der Aufnahme beachtlich . Und die Ausführung ist für mich " wienerisch " . Was das sein soll , kann ich nicht benennen . Aber dieses letzte vollendete Kammermusikwerk Mozarts mit seinen heiteren , dann doch wieder ein wenig melancholischen Passagen ist irgendwie "wienerisch" , daher passen Werk und Interpretation so gut zusammen . Kann ja auch jeder anders hören , besonders die Wiener . Hauptsache , sie hören es mal .
      Enthalten in der großen Scribendum - Box :



      Nachhören : youtube.com/watch?v=xH0AaobpxWQ
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    • Neu

      Und gleich nochmal . Prag ist , aus der k.u.k Tradition heraus und durch die Bezüge im Leben Mozarts , wohl die zweitwichtigste Stadt für ihn gewesen . Und aus dieser Stadt stammt das Talich Quartett , das 1995 mit Karel Rehak in der Kirche von Sion seine Sicht des Quintetts No.6 einspielte . So klingt es noch wieder anders . Wie ? Kann man hier hören :



      youtube.com/watch?v=TEPFhBYiQI…1mNSIp-31lOyoipLjzQ9y5pME und folgende .
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    • Neu

      Heute begehen die Evangelischen Kirchen in Deutschland den drittletzten Sonntag im Kirchenjahr. Bei Bach gab es den noch nicht, man hat die Sonntage nach Trinitatis bis zum Sonntag vor dem 1. Advent durchgezählt. Darum ersatzweise diese im ersten Leipziger Jahr Bachs zum 24. Sonntag nach Trinitatis komponierte Kantate:

      Johann Sebastian Bach: "O Ewigkeit, du Donnerwort" BWV 60

      Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
      Bach Collegium Japan
      Masaaki Suzuki

      " ... O Schwert, das durch die Seele bohrt, ..." - klingt nach schmerzlicher Selbsterkenntnis.



      Gruß
      MB

      :wink:
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      Dazu passend:

      Alban Berg: Violinkonzert ("Dem Andenken eines Engels")

      Isabelle Faust, Violine
      Orchestra Mozart
      Claudio Abbado



      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.