Beethoven: Die neun Symphonien – Gesamteinspielungen und Gesamtausgaben

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    • Ingo Richter schrieb:

      Weiss jemand, wie LvB das in der Partitur im Kopfsatz der Eroica notiert hat?
      Habe grad mal bei IMSPL nachgeschaut: Die Exposition wird wiederholt. Die beiden Eingangsakkorde nicht: Das Hauptthema (Vc + Kb), das beim ersten Mal klar von diesen Akkorden abgesetzt beginnt, ist in der Wiederholung zunächst noch kurz überlagert von anderen Stimmen; es scheint daraus hervorzuwachsen. Es gibt also einen Unterschied beim Einstieg ins Hauptthema, was natürlich nur hörbar wird, wenn die Wiederholungsvorschrift beachtet wird.

      Ob das wichtig ist oder nicht, möchte ich hier allerdings offenlassen. Ich tendiere dahin, die Wiederholung hören zu wollen, aber da gibt es offensichtlich unterschiedliche Prioritäten. Ist ja auch nur ein Detail.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • ... hmm, gar nicht so einfach: Beim Kegel bin ich mir echt nicht so sicher, ob in der Exposition wiederholt wird oder nicht. Vielleicht habe ich einfach nur ein wenig Orientierungsprobleme wegen der offensichtlichen bereits in der Wiederholung vorliegenden Variation?

      Muss da mal direkt eine Interpretation definitiv mit Wiederholung parallelhören - interessant!
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    • Ingo Richter schrieb:

      Beim Kegel bin ich mir echt nicht so sicher, ob in der Exposition wiederholt wird oder nicht
      Eigentlich ganz einfach: innerhalb der ersten 7-8 Minuten des Kopfsatzes müssen die 6 Staccato-Töne zweimal erklingen; das wäre dann mit Wiederholung.
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    • Ich habe den ersten Satz von Kegel gerade bei idagio gehört, er wiederholt die Exposition nicht, sondern geht ab 3:30 weiter zum Satzteil der zum Höhepunkt bei 6:07 führt. Barenboim dagegen wiederholt bei vergleichbaren Tempi die Exposition und erreicht den Höhepunkt 3 min später. Deshalb dauert der Satz bei ihm auch 19:10 statt 15:30 bei Kegel.
      Die absoluten Zeiten verraten aber nicht immer alles. Gielen braucht auch nur 15:50 für den ersten Satz aber mit Wiederholung, denn er geht viel zügiger zu Sache. Die Exposition ist bei ihm schon bei 2:45 zu Ende.
    • OK, danke - hab ich also doch richtig gehört, nun mir gefällt es so.

      Dennoch werde ich mir die von LvB notierte Form, also mit Wiederholung zulegen.

      Eine Frage in die Runde: Welche Aufnahme ist Empfehlenswert ? Bernstein ?

      Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar.

      Dennoch: Kegels Dirigat der Dresdner Philharmoniker werde ich weiter lieben.

      Aber eine zweite Version dieses Klasse Albums eben sinngemäss des Meisters wäre schon noch interessant.
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    • Ingo Richter schrieb:

      Welche Aufnahme ist Empfehlenswert ?
      Wenn Du wie ich schnelle Tempi bei Beethoven schätzst: Die Aufnahmen, die ich oben (# 349) erwähnt habe, würde ich alle empfehlen. Vgl. auch dort: Beethoven: Symphonie Nr. 3 in Es-Dur, op. 55 "Eroica" – Werk und Aufnahmen.

      :wink:
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      ---
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      Helmut Lachenmann
    • Ingo Richter schrieb:

      Eine Frage in die Runde: Welche Aufnahme ist Empfehlenswert ? Bernstein ?
      Die Aufnahme von Leonard Bernstein ist eine meiner (wenn nicht sogar die) Lieblingsaufnahme. Und zwar die aus New York, die hat noch mehr Power als die spätere aus Wien, wo der Kopfsatz schon eine Minute länger dauert. Er wiederholt die Exposition und zwar so, dass man es sofort hört.

      Zur Zeit am Gebrauchtmarkt für sehr wenig Geld zu haben. Und klingt nach über 50 Jahren noch richtig gut.