Peter Tschaikowski: Symphonie Nr. 4 f-Moll, Op. 36

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    • putto schrieb:

      Ja, das Ding ist sozusagen in der Mitte zwischen Programmmusik und absoluter Symphonie. Man könnte ja glatt auf die Idee kommen, dass diese Synthese zur Entstehungszeit eine hochaktuelle Problemstellung war, und Tschaikowski daran mitwirkte, die Sinfonik weiterzuentwickeln, weshalb er als einer der bedeutendsten Komponisten des späten 19. Jahrhunderts gilt.
      hm. Die "Mitte zwischen Programmmusik und absoluter Symphonie" sehe ich da schon mal nicht. Da es sich um eine Symphonie mit ganz normalen italienischen Tempoangaben als Satzbezeichnungen handelt und das "Programm" nur aus Briefen bekannt ist und nicht explizit zum Werk gehört, gehe ich davon aus, daß es so komponiert ist, daß es aus sich selbst verständlich ist. Ob es das ist, ist schwer ermittelbar, weil das "Programm" so sehr Gemeingut geworden ist, daß man schwer die Assoziationen aus dem Kopf kriegt.
      Also weniger "Programmmusik" als die betitelten Symphonien von Mahler, und die (auch wieder an Mahler gemahnenden) formalen Neuerungen finden auch erst in der 6. statt mit dem Adagio als Schlusssatz...
      Worin jetzt die "Weiterentwicklung" der Symphonik genau besteht, müsste man doch näher bestimmen. Ich höre eher eine unheimliche emotionale Aufladung und einen Haufen origineller Ideen, ziemlich souverän ausgeführt.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht