Cello-Talk

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    • Liebe Cello-TalkerInnen!

      Mia Wallace schrieb:

      Ich weiß nicht, ob es noch interessiert, doch ich habe den Ungarn nun tatsächlich gekauft :D
      @Mia: da gratuliere ich Dir aber sehr herzlich zum Kauf - ich denke, da ist wohl ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Da kann Deinem feurigen Spiel ja nichts mehr im Wege stehen ;+) :thumbup: .

      Falstaff schrieb:

      "da-da -- daaaaa-da".
      @Falstaff: ich musste sehr lachen, über Deine Beschreibung des Stücks - kann Dir aber auch nicht weiterhelfen - auf den ersten Blick wäre mir Beethovens 5te eingefallen - aber das letzte "da" ist dafür einfach zu kurz ;+) ;+) ;+) :hide: - verzeih mir das musste jetzt sein und ist nicht böse gemeint :yes:

      Falstaff schrieb:

      Welche bzw. wie viele der nicht Cello spielenden Forums-Mitglieder hören gelegentlich Werke für Cello ohne Begleitung?

      Maldoror schrieb:

      Die Bach-Suiten gehören für mich zu den Werken, die mich ganz tief berühren
      Da schließe ich mich Maldorors Posting an - mir geht es genau so und ich bin mit der Zeit an absoluter Fan der Bach'schen Suiten :love: geworden. Das ist für mich so ein Schlüsselwerk auf welches ich immer wieder gerne zurück komme. Hier finden meine Ohren die manchmal notwendige Ruhe und Entspannung, die ihnen auf der Reise durch die zeitgenössischen Werke nicht immer zuteil wird. Die Suiten haben für mich auch einen starken, meditativen Charakter.

      Aber auch Brittens Cello-Suiten seien hier genannt, die ich ebenfalls sehr gerne mag - obwohl deren etwas spröde Schönheit sich erst durch mehrmaliges Hören entdecken lässt (zumindest ist das meine Erfahrung) ;+) .

      Liebe Grüße

      Peter
    • Neben den Bach'schen Suiten, die ich regelmäßig höre, schätze ich besonders die Sonate für Cello solo op. 8 von Kodaly - ein tolles Stück! Auch die Suiten von Reger und Britten finden bei mir, wenn auch selten, Gehör.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • So, nun haben wir also unsere Generalprobe erfolgreich hinter uns gebracht, sogar überraschend gut!

      Da wir doch viel weniger Leutchen bei dem Konzert morgen sind, als wir dachten, haben wir einige Stimmen neu besetzt und dafür haben wir richtig gut geklungen!!! (Das meinte übrigens auch der Handwerker, der zufälligerweise vorbei kam, um eine Lampe neu aufzuhängen :D )

      Wir haben sehr viel gelacht, noch viel mehr gespielt und uns noch viel viel mehr bemüht.

      Da kann es morgen einfach nicht schief gehen....

      LG Mia

      Edit: kennt ihr das Stück "Bulgar 22"???? Es ist ein Stück, das so gute Laune verbreitet, dass wir uns heute vor Lachen auf unseren Stühlen geschüttelt haben :mlol: , ich kann es nur jedem Orchester zum Schaffen einer guten Stimmung empfehlen :D

    • Jetzt wirds gemischt:

      O mistress mine, where are you roaming?
      O stay and here your true love's coming
      That can sing both high and low.
      Trip no further, pretty sweeting,
      Journeys end in lovers' meeting
      Ev'ry wise man's son doth know.

      What is love? 'tis not hereafter
      Present mirth hath present laughter,
      What's to come is still unsure.
      In delay there lies no plenty
      Then come kiss me, sweet and twenty
      Youth's a stuff will not endure.

      Warum dies in diesem Thread? Für Cello solo gibt es von diesem Lied (und den anderen Liedern des Narren der Zwölften Nacht) eine schöne Vertonung für Cello solo.Sehnsuchtsmelodie im tiefsten sonoren überzeugenden Grundbass allenfalls bis in die Baritonlage. Selbstverständlich gestrichen. Und zwischendurch ein flottes Pizzgedudel in Sechszehnteltriolen quer übers Griffbrett. Hoch und tief. Fast ein bisschen wie Jimmy Hendrix. Man sollte beim Spiel das Cello dann quer gitarrenartig übers Knie legen, wenn denn der Wechsel so schnell klappen würde...

      Paulus
    • Ich stellle immer wieder fest, dass ich doch viele Komponisten weniger durchs Passivhören, dafür auf eine sehr aufregende Weise durchs Spielen ihrer Stücke kennenlerne. So geschehen in der letzten Orchesterprobe, in der wir von Mozart (von dem ich nur die kleine Nachtmusik kannte und die Zauberflöte) "Alleleuja" und ein Menuett spielten. Ebenfalls neu im Repertoire: Scarlatti: Sonata in d (K 52).

      Auch Telemann und Karl Maria von Weber und viele andere kenne ich nur von Stücken, die ich selber spiele. Ich hatte vorher nichts von ihnen gehört und finde es sehr spannend, sie mir über die gespielte Musik zu erschliessen.

      Geht es anderen ausübenden Laien-Musikern auch so, dass sie einige Komponisten durch die aktuellen Stücke kennenlernen??

      Das Allelulja von Mozart gefällt mir übrigens ausnehmend gut. Das letzte Stück in unserem Orchester, das mich so begeistert hat, war eine Ausschnitt aus "Fairy Queen" von Purcell, doch den kannte ich auch schon vorher und liebe ihn sehr...

      LG Lotte

    • Liebe Charlotte, ich habe zum Beispiel das Operettenrepertoire lange nur durchs Selber-Singen kennengelernt- denn am Hören hatte ich da bis Rideamus mich (teilweise) bekehrte kein Interesse. Es wâre doch traurig und ein Armutszeugnis, wenn man immer nur das spielen oder singen würde, was man schon kennt und wenn man Menschen in den Chören/Orchestern oder Ensembles hat, die zu Neuentdeckungen animieren und begeistern- umso besser. Ein guter Chef muss genau das als seine vornehmste Aufgabe betrachten, finde ich.
      Spielt ihr das Mozart Alleluja als Gesangsbegleitung? Und dann die ganze Motette oder nur diesen Ausschnitt?
      Ich habe am 6.3. eine Gesangsprüfung und als Oratoriums-Arie (Oper, Lied und Oratorium muss vorkommen) wurde das Alleluja ausgesucht. Ja, das ist tolle Musik und macht auch Riesenfreude zu singen! Wenn ich dabei nun an dich denke, hab ich vielleicht dann noch mehr Schwung, bestes Mittel gegen Prüfungsstress. :wink:

      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Liebe Fairy Queen,

      vielen Dank für deine Antwort.

      Ich denke auch, dass man als ausübender Musiker den Vorteil hat, neue Komponisten oder Musik kennenzulernen, die man sonst nicht für sich entdecken würde.

      Nein, wir spielen es nicht mit Gesangsbegleitung, die Geigen und Flöten übernehmen diesen Part. Es ist rein instrúmental von den Stimmen gesetzt. Wir spielen auch nur diesen Teil, nicht die ganze Motette.

      Es freut mich sehr, wenn dir der Gedanke an unser kleines Orchester noch mehr Schwung in der Prüfung verleiht, ich wünsche dir viel, viel Glück dazu!!!

      LG Lotte

    • FairyQueen schrieb:

      Ich habe am 6.3. eine Gesangsprüfung und als Oratoriums-Arie (Oper, Lied und Oratorium muss vorkommen) wurde das Alleluja ausgesucht.
      Au, sch*****! Das ist eine schwere Aufgabe, scheint mir! In Mozarts Musik stehen die Stimmen immer so herausgehoben da, da bist Du - in gewisser Weise - alleine. (Wahrscheinlich lieben Prüfer deshalb Mozart besonders).

      FairyQueen schrieb:

      Ja, das ist tolle Musik und macht auch Riesenfreude zu singen!
      Das kann ich nachvollziehen, und deshalb packst Du das auch :!: :!: :!:

      Schon mal vorab alle Daumen :thumbsup: drückend,
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Danke! Ihr seid wirklich bienfaisants (kann man schlecht übersetzen, "wohltuend" stimmt nur fast) :kiss:

      Mozart hat bei aller vokalen Virtuosität und "Nacktheit" aber einen grossen Vorteil: er komponierte ausserordentlich gesanglich und auch musikalisch ist das wesentlich leichter als z.B. eine Bach-Arie im gleichen Genre (Oratorium). Wenn man die gemeinen Koloraturen einmal draufhat und die Sache auswendig kann, sind bis auf einige wenige Riesenintervalle, die mal abrutschen können, kaum noch böse Überraschungen zu erwarten. Zumal diese jubilierende Hoch-Stimmung des Ganzen psychologisch für Prüfungen serh vorteilhaft ist. Ich hätte Bachs Nummer 51"Jauchzet Gott in allen Landen" ehrlich gesagt viel schlimmer gefunden und Händels "Bright seraphim" oder "Rejoice" wären im Endeffekt auch schwieriger gewesen. In meinem Stimmfach ist das Allelluja im letzten Studeinabschnitt noch halbwegs glimpflich , drunter konnte ich kaum wegzukommen hoffen.
      Beim Lied hat's mich mit Debussy jedenfalls schlimmer erwischt :hide: und meine Opernarie aus Donizettis "Linda di Chamonix" hab ich überhaupt erst kurz vor Weihnachten zum ersten Mal gesehen und wenn unser Streifenpeter mir den Inhalt nicht so schön erklärt hätte....... :fee:
      Das bis zum 6. März auswendig und mit allen Verzierungen etc zu schaffen, ist der grössere Bauchwehverursacher als das Alleluja. :faint: :o:
      Eine etwas schwerstimmigere Kollegin von mir in selben Studienjahr hat jedenfalls "Mercé, dilette amiche" aus den Vespri von Verdi "Ich will Dir meine Herze schenken" von Bach und auch Debussy und nichts davon bisher näher gekannt- gerecht sind die immerhin schon .........

      Aber, und damit kriege ich wieder die Kurve zum ON Topic: so lernt man sogar durch Prüfungen neues Repertoire kennen- man sollte also als Hardcore-Musikliebhaber vor ncihts zurückschrecken, um den Horizont zu erweitern. :D Das Alleluja rein instrumental hab ich jedenfalls auch noch nie gehört.
      Falls dieses OT hier ins Sängerforum verschoben werden sollte, bin ich nciht böse, nur Löschen find ich meistens sehr un-nett.
      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Liebe Fairy,

      Gesang und Cello gehören doch engstens zusammen, insoweit bist Du doch im Cellotalk völlig richtig! Meine besten Wünsche für Deine anstehenden Prüfungen; wobei das auswendig Gelernte ja auch ernorme Sicherheit verschafft. Wenn ich einmal ein Stück auswendig drauf habe, ist das ein wunderbares Gefühl: Man klebt nicht mehr am Notentext sondern kann sich dem Stück ganz hingeben, jede Note ist einem bewusst, so dass man sich völlig der Gestaltung widmen kann. Ich spiele daher selbst gern auswendig und bewundere all die Interpreten, die nicht nur ihren eigenen Notentext "drin" haben, sondern auch den der begleitenden Instrumente und ihn jederzeit ebenfalls spielen (oder singen) könnten.

      Liebe Grüße

      Paulus
    • [Die folgenden Beiträge stammen aus J. S. Bach - Sechs Suiten für Violoncello Solo BWV 1007 - 1012, wo sie OT waren.
      :wink:
      Gurnemanz]


      Amfortas09 schrieb:

      Momentan einer der Top-Favoriten unter den Cello-Suiten-Quälern
      na, na ;+) :D

      Amfortas09 schrieb:

      Capiccios Next Topmodel unter den Musikern, dann bekäme Zuill Bailey meinerseits die absolut höchste Punktzahl

      Wenn ich dieses Cover sehe, mag ich es kaum glauben. Ist das nicht vielleicht doch einer aus dem Versandhauskatalog von Quwalle oder Neckerfrau???

      Truls Mork möchte ich kurz O.T. immer empfehlen. Ich habe hier eine wunderbare Sammlung seiner Cellokonzerte von Haydn, Dvorak, Tchaikovsky, Prokoviev, Miaskovsky, Shotakovich und Kernis. Das ist Poesie und Ausdruck am Cello.



      LG
      corda vuota
    • Zitat von »Amfortas09«

      Capiccios Next Topmodel unter den Musikern, dann bekäme Zuill Bailey meinerseits die absolut höchste Punktzahl
      Wenn ich dieses Cover sehe, mag ich es kaum glauben. Ist das nicht vielleicht doch einer aus dem Versandhauskatalog von Quwalle oder Neckerfrau???
      doch, doch der is echt :yes: :yes: :yes: .. warum soll nicht auch mal ein Musiker so richtig gut + schön aussehen ... :thumbup:
      Truls Mork möchte ich kurz O.T. immer empfehlen. Ich habe hier eine wunderbare Sammlung seiner Cellokonzerte von Haydn, Dvorak, Tchaikovsky, Prokoviev, Miaskovsky, Shotakovich und Kernis. Das ist Poesie und Ausdruck am Cello.
      und genau so ist mein bisheriger Eindruck seiner Spielweise der Bachschen Cellosuiten... werde in Zukunft stärker auf den Namen Truls Mørk achten....
      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • werde in Zukunft stärker auf den Namen Truls Mørk achten....

      Ich hoffe, daß er irgendwann überhaupt wieder spielen kann........
      Er hatte vor vielleicht zwei Jahren einen Zeckenbiss und leidet seitdem an einer Nervenerkrankung(jetzt fragt mich nicht nach dem Namen....) , welche es Ihm unmöglich macht, zu spielen.
      Angeblich ist er auf dem Wege der Besserung, sagt aber nach wie vor alle Konzerte ab.

      Ich hoffe sehr, daß er wieder gesund wird, das scheint ein sehr schwerer und langer Weg zu sein.

      Gruß,
      Michael
    • Ich zitiere mal Wikipedia, Stand heute:

      en.wikipedia.org/wiki/Truls_M%C3%B8rk


      In April 2009, Mørk experienced an infection of the central nervous system, presumably caused by a tick bite he received in the United States in 2006, with subsequent encephalitis, and paralysis in the shoulder muscles of the left arm. In the autumn of 2009 he expressed concern that he might never be able to perform again. As of January 2011, Mørk is back on stage, returning also to the studio with a recording of concertos by C. P. E. Bach.


      Matthias
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)
    • diese Message ist in der Tat deprimierend, vor allem wenn man dabei ist, seine wundervolle Einspielung der Bachschen Cellosuiten sich reinzuziehen... Übrings Edgar Meyers Kontrabass-Einspielung der Suiten (2, 1 und 5) ist nicht unähnlich der von Truls Mørk im Ausdruck, in den Emotionen ....
      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Liebe Mørk-Freund/innen, vor wenigen Wochen habe ich den Cellisten in Frankfurt mit dem Elgar-Konzert erlebt; er war gut in Form. Das hier war es:

      hr-online.de/website/rubriken/…tandard_document_39456311

      [Und jetzt als Moderator: Die letzten OT-Beiträge verschiebe ich demnächst in den Cello-Talk.

      Nachtrag: Hiermit geschehen.]

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Das freut mich!
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)