The Beatles

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    • Aufhänger aus meiner Sicht für diesen Parallelthread zum bestehenden John Lennon - Thread:

      Ingo Richter schrieb:

      ... Die verstrichene Zeit ist einfach mal ausreichend lang, um die musikgeschichtlich epochale Bedeutung von den drei Perlen Sgt Pepper... ; Abbey Road und Let It Be objektiv wahrnehmen zu können. :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:

      Feuer frei X/
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • Ich fand die Beatles schon immer gut, aber es gab stets Interpreten, die mich mehr interessierten bzw. auf die ich dann meinen Fokus setzte. Wenn man hier mal eine "All time favourites"-Liste erstellen würde, also die Lieblingssongs aller Zeiten, wären die Beatles auf meiner Liste jedoch gleich mehrfach vertreten. Vor zwei Jahren war ich dann mit einer Freundin, die die frühe Beatles-Zeit noch hautnah erlebt hat, im Kinofilm "Eight Days a Week - The Touring Years". Gleich am Folgetag bestellte ich mir das "Red Album" (2 CDs) und "Abbey Road". Das "Red Album" ist ein tolles Album mit wunderbarer Unterhaltungsmusik. "Abbey Road" hingegen ... ja, man muss sich darauf einlassen, aber es lohnt sich. Hat, wie ich finde, einfach mehr Tiefe.

      Für alle, die den wunderbaren Film noch nicht kennen (Trailer enthalten):



      Selbst meine Freundin fand ihn hochinteressant, obwohl sie schon meinte, viel über die Beatles zu wissen. :thumbup: Einfach großartig! Ich überlege gerade, ob ich mir die DVD nicht bestelle. Ist eh recht günstig. Nachdem wir aus dem Kino gingen, waren wir jedenfalls total geflasht. :verbeugung1:
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • RPD schrieb:

      Mmh, da fehlt mir Revolver als bestes Album :D
      Gruß
      Ralf
      Mit diesem Album beginnt die Evolution ihrer Musik. So sehe ich das jedenfalls.

      Zugegeben eine steile Parallele: Während LvB in seiner Debut-Symohonie noch ganz auf Mozarts und Haydns Spuren wandelt betritt er in seiner Folgesymphonie - insbesondere im langsamen Satz eine vorher nie dagewesene Ausdrucksweise.

      Seine Eroica dann ist dann sein Sgt Pepper ...

      Beide Werke bilden für mich einschneidende Evolutionen in der Musikgeschichte.

      Bei der Eroica ist es der seiner Zeit weit voraus auch heute noch regelrecht modern anmutende atemberaubende zweite Satz. Bei Sgt Pepper ist es A Day In The Life, aber auch Welcome To The Benefit Of Mr Kite - Gänsehaut ...
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    • Oh Schande über mich, den hab ich gar nicht :versteck1:

      Aber die Remasters habe ich. Und auch die Original LPs von damals, bei Sgt Pepper als Kind leider die Gimmicks vom Cover zerspielt.

      Zu Welcome Of The Benefit Of Mr Kite kann man sich gerne Mal das Booklet in Sachen soundtechnische Umsetzung anschauen. :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:

      Das Orgelnde beim Kirmessound ist noch kein Mellotron, wie später bei Magical Mystery Tour so gekonnt eingesetzt.

      • Ach ja: She's so heavy von Abbey Road - auch sehr evolutionär, man ich komme Mal wieder so richtig ins Schwärmen. Was für unschätzbar wertvolle musikalische Juwelen :clap: :clap: :clap:
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    • Mein erster Kontakt mit den Beatles war dies:



      Meine Schwester hatte beide Doppel-Alben in ihrem Besitz, und ich war begeistert, als ich was daraus hörte. Später hatte ich beides auf Kassette aufgenommen und andauernd gehört - dazu kamen später dann eigene Käufe. In meiner Jugend hatte ich die Beatles rauf- und runtergehört, und es verlor sich erst, als ich endlich meinen musikalischen Horizont erweitern konnte. Da wurden sie zu einer von vielen Bands, die ich dann hörte.

      Wenn ich heute ihre Musik höre, dann sind sie wie Freunde, Vertraute, mit denen ich eine Zeitlang zusammen war. Tatsächlich gehört ihre Musik zu jener seltenen Gruppe, die erstaunlich gut gealtert ist, die immer noch was Frisches an sich hat, die sich vor allem eine Unmittelbarkeit erhalten hat, wie ich sie selten erlebe. Das war damals handwerklich großartig produziert worden, doch das Songwriting hatte ebenso ein hohes Niveau gehabt. Da die Tonbänder seit damals wie Schätze gehütet werden, ist auch stets ein hochwertiges Klangerlebnis vorhanden gewesen.

      Für mich zerfällt der künstlerische Werdegang der Beatles in zwei Phasen, die lustigerweise durch die beiden oben geposteten Doppel-Alben am Besten repräsentiert werden: die erste Phase - die Rote Phase ( :D ) - besitzt etwas Unbekümmertes, Leichtes; Vieles hat noch starke Einflüsse von anderen Künstlern, ist auch recht simpel umgesetzt, die Texte treffen einen Nerv, der andererseits auch noch stark an einer Oberfläche klebt - mit den diversen Liebesschwüren und Stories, die sich immer wieder um GirlsGirlsGirls drehen. Es ist die Phase, die ich als Vorlauf ansehe, wo die vier Liverpooler ihre Zeit noch zwischen Aufnahmestudio, Tournee und Interviews verteilen und hungrig ihre Fertigkeiten vertiefen, bis sie ihre zweite Phase angehen.

      Es ist nämlich nicht so, daß die Beatles frei von Einflüssen sind, auch im Laufe ihrer Karriere nicht - ich hatte es früher so empfunden, zumal ich es auch so mal gelesen hatte; es zeigt sich 1966, als Pet Sounds von den Beach Boys herauskam, welches wiederum von den Beatles befruchtet wurde. Dann gaben sie in jenem Jahr auch ihre Tourneetätigkeit auf, was allzu verständlich war: wer hat schon Lust, Musik vor einem kreischenden Publikum zu machen, wenn man sich selber nicht mehr spielen hören kann? Sicherlich war es auch nur ein Grund unter vielen - ich kann mir gut vorstellen, daß nach vier Jahren Dauerstreß einfach die Batterien leer waren, und man gönnte sich eine Auszeit, die zu guter Letzt ewig anhielt.

      Von Anfang an war es die zweite Phase - die Blaue Phase - , die mich geflasht hat: auf einmal wurden die Songs komplexer, die Texte adaptierten andere Themen - ja, wurden sogar gelegentlich abstrus! Das war nicht mehr unbekümmert, sondern erhielt eine dunklere, ernsthaftere Note, ohne jedoch ganz auf Zugänglichkeit zu verzichten. Auch die Technik hatte Fortschritte gemacht und ermöglichte nun komplexere Klanginszenierungen, und die Beatles nutzten diese Möglichkeiten sofort und umfassend. Das Besondere dabei: ihr Songwriting hat sich verändert, verschoben, aber es wird nicht schwächer. Ich persönlich empfinde diese Phase als ihre Meisterphase, während sie vorher ihre Gesellenprüfungen abgelegt haben. Jedenfalls ist die Blaue Phase diejenige, die ich deutlich bevorzuge.

      Welches ist ihr bestes Album?

      Es ist schwer abzuschätzen, welches der drei, die ich an die Spitze setze (Sgt. Pepper's, The Beatles, Abbey Road) das Beste ist: Abbey Road ist musikalisch das Geschlossenste, Sgt. Pepper's das konzeptionell Interessantere, aber die Zettelkasten-Mentalität des White Album



      hat mich eigentlich immer am Meisten fasziniert - hier paßt nichts stilmäßig zusammen, aber diese Vielfalt macht den größten Reiz aus. So breit hatten sich die Beatles nie aufgestellt: von Rockern, Spottliedern, Countrysongs über Balladen bis hin zu einer experimentellen Soundcollage ist alles dabei. Sie hatten die besten Möglichkeiten in ihrer Branche - und sie nutzten sie künstlerisch bestens aus. Ein größeres Lob kann man dieser Band nicht machen.

      Heute höre ich die Beatles eher selten, vielleicht 1-2mal im Jahr - aber wenn, dann mit größtem Vergnügen... :love:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Josquin Dufay:

      ... Einflüsse?

      Aber klar doch! Die Frühphase klingt überwiegend wie Rock and Roll, teilweise sogar Coverversionen.

      Und die legendären insbesondere in der mittleren und späten Phase so stilbildenden "Beatleschöre" sind natürlich inspiriert von den Beach Boys, die ich im Übrigen auch sehr schätze :)
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    • Das White Album ist mir - leider bis heute - ein wenig zu heterogen. Aber da ist eine Perle von George Harrison drauf: While My Guitar Gentle Weeps :fee:

      Als Kind war das lange mein Lieblingsstück.
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    • George Harrison brachte den bisweilen mystischen Schiller ein :saint:

      Seine Kompositionen zeichnen sich auch durch eine besondere filigrane Raffinesse aus.

      • Der Übergang von She ist so heavy in Here Comes The Sun kantiger Lennon knallt auf zärtlichen Harrison - HERRLICH :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
      Überhaupt finde ich das fast schon symphonisch anmutende Gesamtkonzept von Abbey Road sehr gelungen.

      Für mich ist Abbey Road als Album die Krönung. Mein Lieblingssong aber ist A Day In The Life.
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    • Letztes Jahr habe ich die "Cavern Beatles", also eine Cover Band, live erlebt und wir, Freundin und ich, waren total begeistert. Klar wirkt es zunächst ein wenig merkwürdig, perückentragende Pilzköpfe auf der Bühne zu sehen, aber wir fanden sie richtig, richtig gut. Der Saal kochte und bei den flotteren Songs stand fast jeder, klatschte, etc. ... viele gingen nach vorn und tanzten. Die Stimmung war sehr gelöst und der Bandleader führte sehr charmant und humorvoll durch den Abend. Wer von euch hat noch Erfahrung (-en) mit Beatles Cover Bands und möchte darüber berichten? Würde mich sehr interessieren.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Hab ich zwar noch nicht erlebt, aber ich kann mir das sehr gut vorstellen. Auch das ist sehr bemerkenswert finde ich. Die Authentizität kann neu interpretiert werden, kennt man ansonsten eher von Anderswo ...
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    • Ich hab eigentlich dem wunderbaren Beitrag von Joaquin nichts mehr hinzuzufügen.

      Für mich sind und waren die Beatles immer eine Single Band, d.h sie haben wunderbare Einzelstücke rausgehauen aber keine guten LPS... Auf zwei Stücke möchte ich aber noch hinweisen, sie sind für mich ihre Essenz, sie gehören zum Schönsten was das 20. Jahrhundert zu bieten hat ( verdammt große Worte, weiß ich selbst)

      1. Ticket To Ride.... Der Popsong überhaupt

      2. Hey Jude... Bitte auf meiner Beerdigung zu spielen falls Grateful Dead nicht greifbar war.


      Nur allein für diese beiden Stücke allein sind sie unter den Größten. Auch wenn da soviel andres Tolles war :D

      Aber Ticket to Ride und Hey Jude, das ist die Essenz aller Popmusik des 20. Jahrhunderts , das isses :clap: da ist alles versammelt was mein Leben geprägt hat, auch wenn mir andre Bands wichtiger waren und sind.

      Aber all die Zappas, die Grateful Dead, die Neil Youngs und die Melvins, die Hendrixe und die Stones, die JJ Cales und die Claptons, die haben ja soviel Schönes geleistet. Aber sie haben weder Ticket To Ride noch Hey Jude gemacht.

      Dafür Dank :D den Beatles <3


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Die Beatles sind neben den Gorillaz eine meiner beiden Lieblingsbands. Als Kind waren das Weiße Album (und das erste Gorillaz-Album) für mich absolut prägend, haben Tür und Tor aus den Angeln gehoben, gezeigt, was musikalisch möglich war.

      Das Weiße Album war interessanterweise das einzige Beatles-Album, das meine Eltern besaßen. Obwohl ich heutzutage die gesamte Beatles-Diskographie rauf und runter höre, ist das weiße Album immer noch eins meiner beiden Lieblingsalben überhaupt (in diesem Fall zusammen mit Think Tank von blur).

      Ansonsten kann ich garcia nur herzlich widersprechen, dass die Beatles eine Single-Band gewesen wären und keine guten LPs gemacht hätten... Ist natürlich alles Geschmackssache. Aber die Beatles haben das Album als "Album" immerhin mit-erfunden. Vorher war, zumindest im Pop-/Rockbereich, ein Album eine wenig kohärente Sammlung von Stücken aus dem aktuellen Liverepertoire einer Band. Allerspätestens mit Rubber Soul (aber die Entwicklung war natürlich graduell) hatten die Beatles das Album für sich als hochinteressantes Format erkannt, dessen künstlerische Ausgestaltung ihnen genau so wichtig war wie die ihrer Songs. Bei Sgt. Pepper's bestanden sie darauf, dass die konventionelle mehrsekündige Pause zwischen den Songs abgeschafft würde. Die Studiosession, in der sie die Reihenfolge der Stücke für das Weiße Album festgelegt haben, war ihre längste Session überhaupt - vierundzwanzig Stunden haben sie sich dafür Zeit genommen. Das Resultat kann man, wie alles in der Kunst, gut oder schlecht finden. Für mich jedenfalls sind alle Alben von (mindestens) Rubber Soul bis (mindestens :D ) Abbey Road auch als Gesamtwerke höchste Kunst.

      Was sie sonst noch alles in Zusammenarbeit mit George Martin an Studiotechniken mit-erfunden, künstlerisch verwertet, ausgebaut und popularisiert haben, ist ja weit bekannt (Automatic Double Tracking, Rückwärts-Aufnahmen, Bandgeschwindigkeitsmanipulation, etc.)

      Wichtig ist mir noch (wenngleich mittlerweile ebenfalls weit bekannt... mir aber noch nicht hinreichend genug :D ) der Hinweis darauf, dass es für alle Beatles-Alben bis auf Abbey Road und Let It Be zwei Abmischungen gibt: Die Mono- und die Stereoabmischung. So vorwärtsgewandt die Beatles auch sonst in jeder Hinsicht waren: Stereo entdeckten sie für sich erst mit dem Weißen Album als künstlerisch wertvolles und relevantes Format. Die Abmischung ihrer Stücke war ihnen zwar seit frühester Zeit ein gleichwertig wichtiger Teil der musikalischen Produktion, und sie dementsprechend im Studio mit dabei - aber nur, wenn's um die Monoabmischung ging, die auch immer zuerst angefertigt wurde. Nachdem die Beatles mit dieser zufrieden waren, verließen sie das Studio, woraufhin George Martin und die Toningenieure eine daran orientierte, oft aber als Gimmick vernachlässigte Stereoabmischung anfertigten, auf die weit weniger Zeit verwendet wurde. George Harrison meinte mal, dass im Studio die Stereolautsprecher ursprünglich ziemlich "nackt" klangen (im Gegensatz zum zentral positionierten Monolautsprecher).

      Das Weiße Album war das erste und einzige Album, bei dem die Beatles bei beiden Abmischungen, äh, mitgemischt :D haben. Mit der Tatsache konfrontiert, dass Stereo nun ausweichlich war, haben sie natürlich sofort auch diesen Aspekt der Gesamtproduktion als künstlerisch ausbeutbar erachtet, für sich vereinnahmt und oft bewusst die Stücke in Stereo ganz anders abgemischt als in Mono. Das bekannteste, weil radikalste, Beispiel ist "Helter Skelter", bei dem sogar der musikalische Verlauf der Koda unterschiedlich geschnitten wurde. Jedenfalls sind für mich beide Abmischungen des Weißen Albums ein absolutes Muss, während ich auf die Stereoabmischungen aller vorhergehenden Alben leichten Herzens verzichte, seit ich die Monofassungen kenne, die entgegen jeder Intuition meiner Meinung nach deutlich komplexer, dreidimensionaler, unmittelbarer, schlicht: ausgereifter klingen.

      Abbey Road und Let It Be wurden dann nur noch in Stereo abgemischt, weil sich Stereoplattenspieler mittlerweile global durchgesetzt hatten. Schon das Weiße Album verzeichnete selbst in Großbritannien, wo Mono mit am längsten König war, kaum Absatz in der Monofassung. Als dann in den Achtzigern sämtliche Beatlesalben für CD neu vermarktet wurden, erinnerte sich scheint's niemand mehr daran, dass es Mono überhaupt gegeben hatte - alle Alben (evtl. mit Ausnahme der ersten zwei?) wurden in Stereo auf CD gebrannt, was dazu geführt hat, dass das auch heute noch die Abmischungen sind, die jeder kennt und die im Radio gespielt werden, was ich unglaublich schade finde. Hier zwei Zitate (aus der Erinnerung übersetzt) von John Lennon:

      "Du hast Sgt. Pepper's nicht gehört, wenn du's nicht in Mono gehört hast."
      Bezüglich der Stereo-Abmischung von "Revolution" (also nicht "Revolution 1", sondern der Singlefassung), in abfälligem Tonfall: "Klingt wie Eiskrem."

      Das ist auch genau der Song, den ich nur jedem als Einstieg ans Herz legen kann, der Lust hat, sich mal mit den Mono-Beatles zu befassen. Wer "Revolution" zum ersten Mal in Mono hört, checkt überhaupt erst, warum das Stück eigentlich so heißt... und nicht etwa "Ice Cream". ;)

      Gruß,
      - Melione :wink:

      PS... Ich hoffe, die Moderation verwarnt mich nicht, wenn ich an dieser Stelle unschuldigen Blickes erwähne, dass ich mich immer über Private Nachrichten neugieriger Menschen freue. :)
    • Am liebsten höre ich die Beatles-Alben, die es in Mono gibt, in dieser Version, weil die Mono-Aufnahmen für mich irgendwie natürlicher, ursprünglicher klingen im Vergleich zu den Stereo-Versionen (Stichwort "Ping-Pong-Stereo"). Die Mono-Aufnahmen gibt es einzeln oder auch in einer Box zusammengefasst:

      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Ingo Richter schrieb:

      Das White Album ist mir - leider bis heute - ein wenig zu heterogen. Aber da ist eine Perle von George Harrison drauf: While My Guitar Gentle Weeps
      So sehr ich WMGGW liebe, aber mein Lieblingsstück von George (nicht nur auf dem Weißen Album, sondern überhaupt) ist "Long, Long, Long". Das ist einfach unbeschreibliche Musik.
    • Lionel schrieb:

      Die Mono-Aufnahmen gibt es einzeln
      Mittlerweile auch die CDs? Da jauchzte mein Herz, wüsste ich aber nichts von... 2009 gab's bei Erscheinung die Mono-CDs nur als Box (die nichtmal Stereo-Versionen von Abbey Road und Let It Be, dafür aber von Help! und Rubber Soul (auf denselben CDs wie deren Mono-Fassungen) enthielt...). 2014 kamen dann die Mono-Schallplatten raus, zum Glück auch einzeln erhältlich.
    • Bei den Einzel-CDs habe ich mich vertan, denn das sind anscheinend nahezu ausschliesslich Vinyl-Exemplare, die einzeln in Mono verfügbar sind. Bis auf wenige Ausnahmen wie diese hier:
      With the Beatles & Beatles for sale
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Vielen Dank für diesen Thread!

      Ich bin wie andernorts ja auch schon angedeutet ein Spätentdecker der Beatles. Habe heuer immerhin alle regulären Stereoaufnahmen durchgehört, aus dieser Box:



      Dazu das Buch Beatles total und als "Bonus" eine Zeitschrift über die Beatles, die ausgerechnet als ich mich dafür zu interessieren begann in den Kiosken ab März angeboten wurde.

      Zu den Monofassungen: Vielleicht investiere ich später auch mal Geld und Zeit. Im Moment stehen noch so viele andere Hörprojekte an. Und das traue ich mich schon zu schreiben: Auch "nur" mit den Stereoaufnahmen ist mir diese Gruppe die ich bis dahin mehr musikgeschichtlich wahrgenommen habe in diesem Jahr total ans Herz gewachsen. Vor allem die Vierfarbigkeit finde ich so faszinierend, dadurch, dass immer wieder andere als Hauptautoren und/oder -sänger im Einsatz sind. Und jeder bringt dann stilistische Feinheiten rein, das ist von Song zu Song spannend, von der ersten LP bis zur letzten. Und George Martins Studio-Feinarbeit - allein das genauer zu studieren ist hochspannend. Insofern sind das alles für mich grandiose Durchhörplatten geworden. (Past Masters als Quasi-Singles-Collection natürlich auch, da gibt´s die Entwicklung im Schnelldurchlauf.)

      Ich liebe nun eigentlich alle Platten, würde keine gegen die anderen werten. Persönlich höre ich (alles chronologisch betrachtend) für mich eine staunenswerte Aufwärtsentwicklung die aber schon auf einem hohen Level beginnt bis zum Gipfel Abbey Road. Jeder Markstein bis dahin ist für mich ein Juwel, die eher einfach aufgenommenen ersten Songs genauso wie die späteren komplexen technisch ausgefeilten Konstruktionen.

      Ich lasse künstlerisch nichts über die Beatles kommen, für mich klingt da stets das ehrliche Bestreben durch, eigene, möglichst gute Songs zu veröffentlichen. Das hat mich heuer total angesprochen und ich bleibe da jetzt sicher dabei. Mag sein Experten wissen dieses gegen jenes auf- und abzuwerten, vieles anderem gegenüber zu bevorzugen, so soll es ja auch sein. Ich behalte mir vor, ab nun gerne jede CD wieder zu hören und Abbey Road als absoluten Gipfel für mich entdeckt zu haben.

      Nach einem übers Jahr verteilt detaillierten und einem zweiten Hördurchgang innerhalb von 14 Tagen hat sich für mich diese Top 23 ergeben, wobei ganz viele weitere Songs sofort danach kommen, aber wenn ich da auch nur einen nenne fallen mir sofort 20 andere ein, also lasse ich es mal bei diesen 23:

      Rock and Roll Music
      You´ve Got To Hide Your Love Away
      Norwegian Wood (The Bird Has Flown)
      We Can Work It Out
      Eleanor Rigby
      Lucy In The Sky With Diamonds
      She´s Leaving Home
      A Day In The Life
      The Fool on the Hill
      I Am the Walrus
      Hey Jude
      While My Guitar Gently Weeps
      Happiness Is A Warm Gun
      Mother Nature's Son
      Don´t Let Me Down
      Come Together
      Something
      You Never Give Me Your Money
      Sun King
      Golden Slumbers
      Across The Universe
      Let It Be
      The Long And Winding Road
      Herzliche Grüße
      AlexanderK