Arthur Butterworth

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    • Arthur Butterworth

      Arthur Butterworth (4. August 1923 – 20. November 2014) war ein englischer Komponist. Er ist nicht zu verwechseln und auch nicht verwandt mit George Butterworth, dem hochbegabten Komponisten dessen kurzes Leben in den Schützengräben des 1. Weltkrieges ein tragisches Ende fand.

      Arthur Butterworth spielte wie Malcolm Arnold Trompete in verschiedenen Orchestern und dirigierte auch, u.a. seine eigenen Werke. In seinem langen Leben schuf er über 100 Werke, darunter sieben Symphonien. Wenn man die vierte Symphonie von 1986 als Maßstab nimmt - das einzige Werk, das ich bisher kenne - , so sieht sich Butterworth in der Nachfolge von Jean Sibelius, seine Musik ist ähnlich dunkel, teils brütend und atmosphärisch.

      Von den sieben Symphonien sind nur 3 offiziell auf Tonträgern greifbar, z.T. auch nur in historischen Monoaufnahmen, aber wie so oft kann hier youtube ein ergänzendes Bild verschaffen. Dort sind u.a. auch die Symphonien 3 und 6 zu hören.

    • Die Lyrita Doppel-CD enthält drei Aufnahmen aus der Richard Itter Collection, d.h. es sind private Rundfunkmitschnitte. Die Symphonien 1 und 2 sind von 1976 bzw 1975 und bedauerlicherweise noch in Mono. Dies wird der Musik nicht ganz gerecht, die unbedingt ein Stereopanorama erfordert. Aber die 1. wird vom Komponisten selbst dirigiert und ist schon deshalb ein wichtiges Tondokument. Trotz der eingeschränkten Tonqualität wird aber klar, dass es sich um substantielle Beiträge zur Sinfonik des 20. Jahrhunderts handelt, die mindestens so gelungen sind wie die von z.B. William Alwyn oder Edmund Rubbra. Es wäre zu wünschen, dass sich eine der einschlägigen britischen Label dieses Oeuvres (7 Symphonien) umfassend annimmt, Dutton ist leider über die 4. und 5. Symphonie unter Leitung des 2014 verstorbenen Komponisten nicht hinausgekommen.



    • Lyrische Spätromantik englischer Prägung. Vor allem die Charakterstücke erinnern mich ein wenig an ähnliche Genrekompositionen von Arthur Bax. Den Bezug auf Sibelius kann ich bei der Sinfonie ebenso nachvollziehen. Auf jeden Fall stimmungsvolle Musik, selbst wenn sich der Wiedererkennungswert (vermutlich) in Grenzen halten dürfte. (Freilich habe ich mir noch keine Gelegenheit bislang zum Wiedererkennen gegönnt. ;) )

      Der folgende Sampler enthält auf einer der CDs ebenfalls die 1. Sinfonie. Ich habe sie vermutlich aber auch erst ein einziges Mal gehört.



      Hier (wie auch bei anderen Einspielungen aus dieser Box) spielen 1998 die Münchner Symphoniker unter der Leitung von Douglas Bostock. Ich erinnere mich nicht mehr so genau an den Butterworth, aber an anderer Stelle spielt dieses Team die fünfte Sinfonie von Malcolm Arnold, die ich sehr schätze und in mindestens vier Aufnahmen besitze. Bostock kann sich klanglich wie interpretatorisch sehen lassen.

      Dank an Wieland für den kleinen Thread!
      :cincinbier: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.