Pfitzners Musik – Noch immer vergessen?

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    • Könnt ihr mir bitte ein paar hörenswerte Werke von Hans Pfitzner empfehlen? Ich kenne lediglich die Palestrina und das Weihnachtselflein - damit hat es sich schon.


      Der arme Heinrich gefällt mir musikalisch noch etwas mehr als die Rose vom Liebesgarten.



      Dieses Sextett und dieses Quintett fetzen auf dieser historischen Teuer-CD.




      diese Einspielung seiner Quartette wird leider momentan nicht vollständig angeboten



      lohnt sich auch (vor allem auch dem Schönbergschen 4. Streichquartetts wegen)

      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Amfortas09 schrieb:

      Könnt ihr mir bitte ein paar hörenswerte Werke von Hans Pfitzner empfehlen? Ich kenne lediglich die Palestrina und das Weihnachtselflein - damit hat es sich schon.

      Der arme Heinrich gefällt mir musikalisch noch etwas mehr als die Rose vom Liebesgarten.

      Sorry, aber die von Amfortas09 ins Spiel gebrachte Oper 'Der arme Heinrich' empfand ich gegenüber der sehr sinnlichen und reichhaltigen 'Rose'-Partitur als furchtbar dröge!!! Sollte ich mir aber trotzdem nochmals zu Gemüte führen.

      :wink:
      Johannes

      P. S.: Was ich - jenseits der geschmacklichen Vorlieben - in diesem Thread hoch erfreulich finde, daß sich innerhalb kürzester Zeit etliche qualifizierte Empfehlungen zu Pfitzner eingefunden haben, - einem Komponisten, der ansonsten im heutigen Konzert- und Opernbetrieb nahezu totgeschwiegen wird.
    • einem Komponisten, der ansonsten im heutigen Konzert- und Opernbetrieb nahezu totgeschwiegen wird.
      ja sträflich vernachlässigt (mit Ausnahme vielleicht des Palestrinas).... im Capriccio-Kalender wird demnächst ein Pfitzner-Hinweis auftauchen.

      nebenbei: es gibt einen Pftzner-Thread. Besucht den mal und bringt Euch ein... [In den wurden die letzten Beiträge eben überführt. :wink: Gurnemanz]
      :wink:
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    • Sorry, aber die von Amfortas09 ins Spiel gebrachte Oper 'Der arme Heinrich' empfand ich gegenüber der sehr sinnlichen und reichhaltigen 'Rose'-Partitur als furchtbar dröge!!! Sollte ich mir aber trotzdem nochmals zu Gemüte führen.
      sagen wir mal so: der Orchestersatz des Heinrichs klingt etwas herber + düsterer als der der Rose. Ist zwar ein früheres Werk von Pfitzner, aber eben doch ein richtiger + echter Pfitzner. Die empfohlene Aufnahme ist die erste ungekürzte Wiedergabe (auch davon habe ich den Radiomitschnitt vom 05.12.99, Dortmund). Wakasugi hatte den armen Heinrich 1978 in Köln wiedergegeben, leider gekürzt (jedenfalls der Radiomitschnittt). Es gibt noch eine späte Oper auf CD.: "Das Herz" Leider ist diese Einspielung nicht sonderlich gelungen.



      Hoffentlich wird mal ein anderes Opernhaus sorgfältiger diese unbekannte Perle "ausgraben"

      :wink:
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    • Postskriptum:
      ----- Palestrina (Pfitzner) 48 Punkte (6) 8,00

      26. Turandot (Puccini) 47 Punkte (5) 9,40

      27. Das Rheingold (Wagner) 46 Punkte (5) 9,20

      28. Der Fliegende Holländer (Wagner) 45 Punkte (8) 5,62


      der Palestrina schaffte es wenigstens vor Turandot, Rheingold und dem Holländer..

      :wink:
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    • Es gibt noch eine späte Oper auf CD.: "Das Herz" Leider ist diese Einspielung nicht sonderlich gelungen.
      .

      Aber zum Kennenlernen dieser interessanten Oper, die ich vor dem Herauskommen dieser CD nur in winzigen Ausschnitten gehört habe, ist sie durchaus brauchbar.

      Vor allem den 1. Akt mit seiner musikalisch meisterhaft in Szene gesetzten Schauer- und Dämonenromantik finde ich ausgesprochen spannend.

      Viele Grüße

      Bernd
    • Aber zum Kennenlernen dieser interessanten Oper, die ich vor dem Herauskommen dieser CD nur in winzigen Ausschnitten gehört habe, ist sie durchaus brauchbar. Vor allem den 1. Akt mit seiner musikalisch meisterhaft in Szene gesetzten Schauer- und Dämonenromantik finde ich ausgesprochen spannend.
      ja, zum Kennerlernen und Vertrautwerden mit dem "Herz" durchaus zu empfehlen.. die "Herz"-Musik ist für mich auch richtiger Pfitzner, keine Frage.

      :wink:
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    • arundo donax schrieb:

      ...und im Holz klingen die Rudolstädter allemal besser als die Wiener Philharmoniker.... :D :pfeif:

      Viele Grüße

      Bernd


      Genau. Aber das ist nichts gegen die Rudolstädter Streicher. Wie die ihren Part füllig, klangschön und intonationssicher spielen, hat sicherlich damit zu tun, daß es sich um die mikrotonale Version des Werks handelt. Diese feinen Cluster im mikrotonalen Bereich bekämen die Wiener Philharmoniker niemals hin. :mlol:

      :wink:
      Na sdarowje! (Modest Mussorgskij)
    • Und nun mal im Ernst ein paar Worte über Pfitzner.
      Was mich stets wundert, ist, wie sehr man in diesem Fall Person und Werk trennen muß. Pfitzner lernte Hitler schon vor dessen Aufstieg kennen und war bis nach dessen Fall vom Nationalsozialismus angetan, vielleicht nicht immer im gleichen Ausmaß, aber die Grundtendenz ist klar. Pfitzners Antisemitismus ist der typische wählerische: Juden, die ihm nützen, sind auch im persönlichen Umgang willkommen, alle Anderen werden verachtet. Noch dazu schmeißt sich Pfitzner, wie übrigens auch Strauss, an Hans Frank, den "Generalgouverneur" von Polen heran und würdigt diesen Verbrecher mit einer "Krakauer Begrüßung".
      Wie Pfitzner so geworden ist, dafür gibt es Gründe, die in der Literatur teilweise intensiv diskutiert werden. Ich kann jedoch nur konstatieren, daß mir diese Person zutiefst zuwider ist.
      Aber da ist eben auch die Musik.
      Pfitzners Weltsicht war pessimistisch, seine Konservativität war keineswegs unreflektiert: Er empfand die Welt als Trümmerfeld, lediglich die "alten Tugenden" waren Rettungsmöglichkeiten. Pfitzner nahm die aktuelle Welt also durchaus wahr und setzte sie in ein Spannungsverhältnis zu seinem eigenen ästhetischen Empfinden. So mag es sich erklären, daß Pfitzners Musik wesentlich weniger konservativ ist, als man erwartet. Im späteren Werk (ab dem "Palestrina") haben sogar die Ruhepunkte etwas beunruhigend Kratzig-Dunkles. Die Kantate "Das dunkle Reich" ist überdies mit ihren dissonanten Kontrapunkten, plötzlichen Ausdünnungen des Stimmgefüges und ihrem fahlen Klangbild von einer ungeheuren Kraft und Suggestivität, die kaum ein anderes Werk aus dem deutschsprachigen Raum dieser Zeit erreicht.

      Die beiden frühen Opern halte ich hingegen für problematischer: "Der arme Heinrich" enthält gute Musik, ist aber völlig undramatisch. "Die Rose vom Liebesgarten" wäre eine wunderbare Feerie, wäre das Libretto von James Grun nicht eine Katastrophe. Die Schere zwischen textdichterischem Unvermögen und kompositorischem Können ist unüberbrückbar - ein ähnlich krasser Fall wie bei Othmar Schoecks "Venus". Pfitzners Musik zur "Rose", auf der Heger-Aufnahme mit teilweise entstellenden Kürzungen zu hören, ist lyrisch und - farbintensiv. Man ist hier wirklich überrascht, zu welchem Farbauftrag der knorrige Pfitzner imstande war.

      Wer nun vermutet, das "Christelflein" müsse auch so komponiert sein, irrt: Diese Weihnachtsoper ist herber und sperriger als alle anderen mir bekannten Weihnachtswerke, die dieses Fest nahezu ausschließlich zur Erzeugung von Kitsch zum Vorwand nehmen.

      Über "Palestrina" ist hier schon genug gesagt worden - er ist Pfitzners unangefochtenstes Werk und, da auch dramaturgisch geglückt, das einzige, das sich auf der Bühne halten kann. Übrigens: Die Titelgestalt pausiert einen ganzen Akt lang. Aber das ist typisch Pfitzner: In seinem Violinkonzert schweigt ja schließlich auch das Soloinstrument während eines ganzen Satzes. Es sind auch solche Verrücktheiten, die diesen Komponisten auszeichnen.

      "Das Herz" ist wieder problematischer: Eine beklemmend düstere Angelegenheit, die mitunter allzu sehr um sich selbst kreist und in der Handlung nicht weiterkommt. Andererseits eine unheimliche, packende Geschichte mit einer extrem suggestiven Musik - für mich steht dieses herbe Werk, das jedes herkömmliche Schönheitsideal ignoriert, sogar höher als der "Palestrina".

      Von den Orchesterwerken sind die Sinfonien am interessantesten. Die C-Dur op. 46 hätte das Zeug zum Reißer, höher steht die vergrübelte cis-Moll-Sinfonie, die Bearbeitung eines Streichquartetts.

      "Die deutsche Seele", das bekannteste Werk Pfitzners neben dem "Palestrina", ist ebenfalls eine erstaunliche Leistung - nicht zuletzt auch, weil man ein heroisches Brimborium erwartet, dann aber mit wunderbaren Lyrismen und schattenhaften Szenen konfrontiert wird. Es muß viel Nächtliches in der deutschen Seele sein, wenn sie solche Musik hervorruft. Sogar beim auftrumpfenden "Das Land ist ja frei" verkrampft sich das Orchester und was als Hymnus angestrebt wird, ergibt einen eigentümlich forcierten Satz. Eine wirklich romantisch strömende Musik schreibt Pfitzner in diesem Werk ohnedies nur an einer Stelle: "Ein ander König wunderreich" - einer der herrlichsten Ensemble- plus Chorsätze, die ich kenne: Geschmacklich sicher, klangvoll, sogar prächtig, aber doch mit einem Hauch von Dämpfung. Ein Wunderwerk.

      Nicht übersehen darf man Pfitzners Lieder. "An den Mond", "Zum Abschiede Meiner Tochter", "In Danzig", "Herr Oluf", "Hussens Kerker" und viele andere sollten zum festen Repertoire des Liedsängers zählen. Melodische Erfindung, dichte thematische Verarbeitung und volltönender Klaviersatz (fallweise auf das Orchester übertragen) gehen in diesen Werken eine vollendete Verbindung ein - und doch bleibt der etwas rauhe Charakter Pfitzners stets gewahrt.

      Während ich dies schreibe, fällt mir auf, wie wenige Nebenwerke Pfitzner geschrieben hat. Ein unsympathischer Mensch. Aber welch ein Komponist!
      :wink:
      Na sdarowje! (Modest Mussorgskij)
    • Edwin schrieb:


      Nicht übersehen darf man Pfitzners Lieder. "An den Mond", "Zum Abschiede Meiner Tochter", "In Danzig", "Herr Oluf", "Hussens Kerker" und viele andere sollten zum festen Repertoire des Liedsängers zählen. Melodische Erfindung, dichte thematische Verarbeitung und volltönender Klaviersatz (fallweise auf das Orchester übertragen) gehen in diesen Werken eine vollendete Verbindung ein - und doch bleibt der etwas rauhe Charakter Pfitzners stets gewahrt.
      :wink:

      Die Gelegenheit dem Liedschaffen Pfitzners im Konzertsaal zu begegnen (so man in Ostwestfalen zuhause ist) bietet die Nordwestdeutsche Philharmonie mit ihren kommenden Abonnements-Konzerten vom 19.1.-27.1. in verschiedenen Städten OWLs. Neben Orchesterwerken von Richard Strauss stehen die Lieder „Lethe“, „Herr Oluf“, „Zorn“, „Das Heinzelmännchen“, „An den Mond“ sowie die Ouvertüre zur Schauspielmusik „Das Käthchen von Heilbronn“ auf dem Programm.
      Dirigent ist Otto Tausk, es singt Hans Christoph Begemann, Bariton.

      Gruß
      Froh
      "Give me all you've got, then crescendo!" Leonard Bernstein
    • Die C-Dur op. 46 hätte das Zeug zum Reißer


      Diese Sinfonie wirkt richtig mitreißend, wenn sie nicht wie unter W.A. Albert oder O.Gerdes elend verschleppt wird. Die einzige vernünftige Interpretation, die ich kenne, ist eine historische Aufnahme unter Furtwängler (angesichts des großartigen Dirigats ertrage ich da auch die Wiener Philharmoniker klaglos :D). Es gibt inzwischen auf dem Markt wohl auch noch eine Einspielung, bei der Böhm den Taktstock schwingt. Hat die schon mal jemand gehört?

      Neben Orchesterwerken von Richard Strauss stehen die Lieder „Lethe“, „Herr Oluf“, „Zorn“, „Das Heinzelmännchen“, „An den Mond“ sowie die Ouvertüre zur Schauspielmusik „Das Käthchen von Heilbronn“ auf dem Programm.


      Letzere Ouvertüre gehört mit ihrer beredten Melodik und ihrem großartigen Schwung eigentlich auch zu den reißerverdächtigen Stücken...

      Viele Grüße

      Bernd
    • Ich habe die Böhm-Aufnahme mehrfach gehört, sie ist schon ziemlich gut, aber mir scheint auch Furtwängler, den ich sonst weniger schätze, die beste Interpretation liefert. Es gibt auch eine interpretatorisch vorzügliche gelungene Aufnahme von Schmidt-Isserstedt, allerdings ist sie technisch jämmerlich.

      Letzere Ouvertüre gehört mit ihrer beredten Melodik und ihrem großartigen Schwung eigentlich auch zu den reißerverdächtigen Stücken...

      Und ob! Pfitzner konnte, wenn er es so entschied, ziemlich reißerisch komponieren. "Herr Oluf" ist so ein Beispiel, die "Käthchen"-Ouvertüre, die Ouvertüre zum zweiten Akt "Palestrina" - nur ist Pfitzner auch in diesen Stücken enorm geschmackssicher - und wenn es Banalitäten gibt,, so sind sie absichtsvoller Natur und somit wie unter Anführungszeichen gesetzt. Gerade im zweiten Akt "Palestrina" gibt es das immer wieder - eine fulminante Musikkomödie, die am Schluß, wenn geschossen wird, urplötzlich eindunkelt.
      :wink:
      Na sdarowje! (Modest Mussorgskij)
    • Amfortas09 schrieb:

      Sorry, aber die von Amfortas09 ins Spiel gebrachte Oper 'Der arme Heinrich' empfand ich gegenüber der sehr sinnlichen und reichhaltigen 'Rose'-Partitur als furchtbar dröge!!! Sollte ich mir aber trotzdem nochmals zu Gemüte führen.
      sagen wir mal so: der Orchestersatz des Heinrichs klingt etwas herber + düsterer als der der Rose. Ist zwar ein früheres Werk von Pfitzner, aber eben doch ein richtiger + echter Pfitzner. Die empfohlene Aufnahme ist die erste ungekürzte Wiedergabe (auch davon habe ich den Radiomitschnitt vom 05.12.99, Dortmund). Wakasugi hatte den armen Heinrich 1978 in Köln wiedergegeben, leider gekürzt (jedenfalls der Radiomitschnittt). Es gibt noch eine späte Oper auf CD.: "Das Herz" Leider ist diese Einspielung nicht sonderlich gelungen.



      Hoffentlich wird mal ein anderes Opernhaus sorgfältiger diese unbekannte Perle "ausgraben"

      :wink:
      Hallo Amfortas,

      was sind Deine Kritikpunkte an der Aufnahme unter Reuter? Ich vermute, es geht eher um die Sänger? Reuter habe ich eigentlich als recht kompetenten Dirigenten im Ohr ...

      Beste Grüße, DiO :beatnik:
      "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold
    • Ja Reuter hat sich für Pfitzner eingesetzt. Es sind vor allem die Solisten.. ich meine, dass auch in kleineren Häusern mehr möglich sein sollte. Sonst bin ich ja nicht sonderlich auf Sänger fixiert. Aber wie gesagt, ich mag das "Herz" und würde trotz allem diese Aufnahme jedem Pfitzner-Junkie an Herz legen. Von Otto Klemperer gibt es eine etwas hämische, aber witzige Bemerkung übers "Herz". Falls einer von Euch den genauen Wortlaut kennt, dann bringt Euch hier bitte mit dem Zitat ein. Das wäre schön..

      Vom "Dunklen Reich" gibt es folgende Aufnahmen

      .

      Allerdings ziehe ich folgenden Radiomitschnitt vom Dunklen Reich vor, weil mir das Orchester und das Verhältnis Chor-Orchester besser gefällt, nämlich (ohne h) aus Stuttgart vom 09.12.95 mit dem R.S.O Stuttgart des SWR unter Huber

      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Amfortas09 schrieb:

      Von Otto Klemperer gibt es eine etwas hämische, aber witzige Bemerkung übers "Herz". Falls einer von Euch den genauen Wortlaut kennt, dann bringt Euch hier bitte mit dem Zitat ein. Das wäre schön..

      Da kenne ich nur den Spruch von Knappertsbusch: das Stück solle besser "Der Darm" heißen, da nur Sch... drin sei.
      Ein Mann, der kleine Kinder und Hunde haßt, kann kein so schlechter Mensch sein. (W. C. Fields)
    • dieser Kna-Spruch gefällt mir aber auch. Dann gibt es noch eine spitze Bemerkung von R. Strauss über Pfitzner, die er in einen Brief geschrieben hat, mit der Titulierung "Neidnickel"... vielleicht kann jemand von Euch auch mal das Zitat vollständig ergänzen.

      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Amfortas09 schrieb:

      dieser Kna-Spruch gefällt mir aber auch. Dann gibt es noch eine spitze Bemerkung von R. Strauus über Pfitzner, die er in einen Brief geschrieben hat, mit der Titulierung "Neidnickel"... vielleicht kann jemand von Euch auch mal das Zitat vollständig ergänzen.

      :wink:
      Da gibt es viele Sprüche. Einer der bekanntesten ist auf Pfitzners ständiges Betonen gemünzt, wie lange er an seinem "Palestrina" gesessen sei ; Strauss meinte darauf: "Warum komponiert er dann, wenns ihm so schwerfällt?"
      Ein Mann, der kleine Kinder und Hunde haßt, kann kein so schlechter Mensch sein. (W. C. Fields)
    • Wenn wir schon bei den Anekdoten sind: Als Pfitzner von irgendeiner NS-Größe vorgeschlagen wurde, ein Werk für die Hitler-Jugend zu komponieren, sagte Pfitzner: Jawoll, ich werde eine Pimpfonie in Bal-Dur komponieren. (Baldur von Schirach war damals der Leiter der HJ.)
      Wenn das stimmt, dann illustriert das recht gut, wieso Pfitzner, trotz seiner Einstellung, von den Nationalsozialisten nicht gefördert wurde: Er war zuwenig biegsam, zu störrisch, zu dickköpfig. Auch nachher, als er nicht wie viele, den Freund des Widerstands mimte, sondern trotzig auf seinen Ansichten beharrte.
      :wink:
      Na sdarowje! (Modest Mussorgskij)