Was versteht ihr unter "klassischer Musik"?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • bustopher schrieb:

      Das war in der Volksmusik schon immer so, daß irgendwer die irgendwann mal neu geschrieben hat, unter Einbindung zeitgenössischer Elemente. Das ist heute so und das war früher nicht anders. Sonst würden wir heute noch Musik machen, wie weiland in der Geisenklösterle-Höhle
      Das ist völliger Blödsinn, sorry. Das "einfache" Volk konnte sich keinen Unterricht leisten, es wurde zunächst von Generation zu Generation mündlich weitergegeben. Meist hat jemand von außerhalb das Ganze niedergeschrieben, nur relativ selten die damaligen Musiker. Die Sinti und Roma machen das zumindest in weiten Teilen heute noch so, um mal ein Beispiel zu geben. Solltest Du aber mit "irgendwer" einen "Auswärtigen" meinen, nehme ich den "Blödsinn" wieder zurück.

      In den damals größeren Städten (ich meine jetzt die Zeit um 1800-1914) mag das ein wenig besser gewesen sein, aber dort gab es auch durch die Stationierung von Regiments-Kapellen, der Stadtpfeifer oder auch den langsam wachsenden Symphonieorchestern Musiker, die als Lehrer tätig waren. Denn diese Musiker waren gut ausgebildet und konnten Noten lesen. Die vielen Organisten und Pfarrer, die musikalisch oftmals recht fit waren, müssen da auch noch erwähnt werden.

      Das mit dem "zeitgenössisch" lasse ich so nicht stehen. Die "traditionellen" Instrumente sind eh und je noch total gefragt. Es wird auch nach wie vor sehr tief aus der Tradition heraus musiziert. Doch inzwischen ist eine "Neue Volksmusik" entstanden, die auch aktuelle, zeitkritische Texte verwendet. Allerdings ist diese Musik in weiten Teilen Deutschlands ziemlich verschwunden. Nur noch in Bayern und dem Erzgebirge, mit Abstand in Baden-Württemberg und Norddeutschland kann man davon noch etwas mitbekommen. In Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Brandenburg ist mir da noch nicht wirklich was zu Ohren gekommen, um auch hier mal Beispiele zu erwähnen.


      bustopher schrieb:

      Und wenn Ihr auswendig spielt, wo habt Ihr's dann her? Abgehört, oder doch aus Noten? Auswendig spielen ist übrigens auch bei vielen Klassikensembles und -interpreten Standard. Die lernen's aber auch aus Noten auswendig.
      Man kann sich durch ein gutes Gehör und etwas Begabung durchaus bestimmte Stücke selbst beibringen. Viele Klassik-Musiker können übrigens nicht mal "Alle meine Entchen" auswendig spielen. Sie können zwar die Noten perfekt abspielen, selbst dann noch, wenn Du die Stücke auf den Kopf stellst, aber wenn Du denen die Noten abnimmst, sind doch noch immer eine Menge Musiker hilflos wie ein Baby, wenn es den Schnuller verloren hat, ihn aber gerne wieder hätte.

      Du bringst hier Sachen, da frage ich mich, wie Du auf sowas kommst. Ich kenne das noch von meinem Trompetenlehrer am "Kon", bzw. seinem Kollegen (der hatte eine Professur für Trompete inne), der mir mal gesagt hatte, er würde uns Jazzer bewundern, die nicht nur improvisieren konnten, sondern auch noch oftmals viele Stücke auswendig drauf hätten.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • philmus schrieb:

      bustopher schrieb:

      Und wenn Ihr auswendig spielt, wo habt Ihr's dann her? Abgehört, oder doch aus Noten? Auswendig spielen ist übrigens auch bei vielen Klassikensembles und -interpreten Standard. Die lernen's aber auch aus Noten auswendig....
      schon klar. Daß die klassische Musik, um deren Definition es hier geht, ohne Notation undenkbar ist, kann man wohl mal festhalten.
      Dass die klassische Musik auf schriftlicher Überlieferung basiert, war eine der Thesen. Ich wollte aber auf etwas anderes hinaus: Dass auch ein großer (vermutlich der überwiegede) Teil der westlichen Musik ohne Schriftlichkeit nicht auskommt.
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • Maurice schrieb:

      bustopher schrieb:

      Das war in der Volksmusik schon immer so, daß irgendwer die irgendwann mal neu geschrieben hat, unter Einbindung zeitgenössischer Elemente. Das ist heute so und das war früher nicht anders. Sonst würden wir heute noch Musik machen, wie weiland in der Geisenklösterle-Höhle
      Das ist völliger Blödsinn, sorry.
      Ich bitte Dich, auf Deine Wortwahl zu achten. :thumbdown:

      Maurice schrieb:

      Das "einfache" Volk konnte sich keinen Unterricht leisten, es wurde zunächst von Generation zu Generation mündlich weitergegeben. Meist hat jemand von außerhalb das Ganze niedergeschrieben, nur relativ selten die damaligen Musiker. Die Sinti und Roma machen das zumindest in weiten Teilen heute noch so, um mal ein Beispiel zu geben. Solltest Du aber mit "irgendwer" einen "Auswärtigen" meinen, nehme ich den "Blödsinn" wieder zurück.
      In den damals größeren Städten (ich meine jetzt die Zeit um 1800-1914) mag das ein wenig besser gewesen sein, aber dort gab es auch durch die Stationierung von Regiments-Kapellen, der Stadtpfeifer oder auch den langsam wachsenden Symphonieorchestern Musiker, die als Lehrer tätig waren. Denn diese Musiker waren gut ausgebildet und konnten Noten lesen. Die vielen Organisten und Pfarrer, die musikalisch oftmals recht fit waren, müssen da auch noch erwähnt werden.
      Lesen: Ich schrieb nichts von der Art der Weitergabe "früher", sondern von der Art der Entstehung von Volksmusik. Ich empfehle da mal den Besuch eines einschlägigen Volksmusikarchives. Da ist bei vielen (ganz vielen!) Stücken durchaus bekannt, wo's herkommt. Und da bist Du ganz schnell bei dem Personenkreis, den Du genannt hast, als Urheber von "Volksmusik". Die Lehrer hast Du übrigens vergessen. Und die Klöster (z.B. in Bayern Weyarn ) darfst Du vor 1803 (und besonders als direkte Folge der Säkularisierung danach) auch als wichtige Quellen dazunehmen. Dieser Personenkreis hat aber bis zum Ende des 19. Jh. "zeitgenössische" Musik geschrieben - "konservierend" und rückwärtsgewandt wurde das erst in den Jahren um und nach dem 1. Weltkrieg. Daß das "aus dem Volke" (i.e. bäuerliche Schichten) entstanden wäre, war 150 Jahre lang blanke Ideologie ( Die Grimms haben Ihre Märchen auch nicht aus Bauernkaten!). Und die Entstehung von Volksmusik (und da rede ich nicht von "volkstümlicher Musik" und auch nicht von crossover!) ist ein Prozess. der nach wie vor stattfindet. Das bekommst Du aber nur in der Szene mit. Nochmal: Auch die Protagonisten der (baierischen) Volksmusik - Kiem, Thoma, Fanderl haben Neuschöpfungen unters Volk gebracht (Beispiel: "Jetzt fangen wir zu singen an" aus den 50ern für's Salzburger Adventssingen geschrieben ). Und ein Blick in die Publikationen z.B. des Volksmusikarchives des Beziks Oberbayern in Bruckmühl wird Dich schnell darüber belehren, daß da immer noch Neues entsteht.

      Maurice schrieb:

      bustopher schrieb:

      Und wenn Ihr auswendig spielt, wo habt Ihr's dann her? Abgehört, oder doch aus Noten? Auswendig spielen ist übrigens auch bei vielen Klassikensembles und -interpreten Standard. Die lernen's aber auch aus Noten auswendig.
      Man kann sich durch ein gutes Gehör und etwas Begabung durchaus bestimmte Stücke selbst beibringen.
      Ja. Hat das jemand bestritten?

      Maurice schrieb:

      Viele Klassik-Musiker können übrigens nicht mal "Alle meine Entchen" auswendig spielen. Sie können zwar die Noten perfekt abspielen, selbst dann noch, wenn Du die Stücke auf den Kopf stellst, aber wenn Du denen die Noten abnimmst, sind doch noch immer eine Menge Musiker hilflos wie ein Baby, wenn es den Schnuller verloren hat, ihn aber gerne wieder hätte.
      Und was beweist das jetzt, daß es solche gibt?
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • bustopher schrieb:

      Ich wollte aber auf etwas anderes hinaus: Dass auch ein großet (vermutlich der überwiegede) Teil der westlichen Musik ohne Schriftlichkeit nict auskommt.
      ich vermute mal, Du hast Recht. Auch wenn es möglich ist, dies und das nach Gehör zu spielen, und man das auch üben kann. Daß die vielen Stimmen einer Blaskapelle "früher" ohne Noten tradiert wurden, kann ich auch schwer glauben.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • bustopher schrieb:

      Ich bitte Dich, auf Deine Wortwahl zu achten.
      Nö. Wenn etwas Blödsinn ist, schreibe ich das auch so.


      bustopher schrieb:

      Lesen: Ich schrieb nichts von der Art der Weitergabe "früher", sondern von der Art der Entstehung von Volksmusik.
      Bekanntlich kann etwas nur "früher" entstehen und nicht in der Zukunft. Die haben wir noch vor uns, da kann man nur spekulieren. Ich muss also nicht lesen, wenn Du schon belehren willst, es aber nicht kannst.


      bustopher schrieb:

      Ich empfehle da mal den Besuch eines einschlägigen Volksmusikarchives. Da ist bei vielen (ganz vielen!) Stücken durchaus bekannt, wo's herkommt. Und da bist Du ganz schnell bei dem Personenkreis, den Du genannt hast, als Urheber von "Volksmusik". Die Lehrer hast Du übrigens vergessen. Und die Klöster (z.B. in Bayern Weyarn ) darfst Du vor 1803 (und besonders als direkte Folge der Säkularisierung danach) auch als wichtige Quellen dazunehmen.
      Da ich mit meiner Herleitung richtig war, muss ich es wohl bereits gelesen haben. Nicht aus dem Volksmusikarchiv, aber das spielt am Ende auch keine Rolle. Bei den Klöstern wäre ich nicht angekommen, das kann ich mir auch nur regional vorstellen. Ok, an die Lehrer speziell habe ich nicht gedacht, das ist richtig.


      bustopher schrieb:

      Und die Entstehung von Volksmusik (und da rede ich nicht von "volkstümlicher Musik" und auch nicht von crossover!) ist ein Prozess. der nach wie vor stattfindet. Das bekommst Du aber nur in der Szene mit.
      Das ist mir klar, aber Du hast die Antwort dazu ja bereits gegeben. Wenn man da nicht unmittelbar dazu gehört, bekommt man es nicht mit. Bei uns wüsste ich auch nicht mal, ob es dazu Konzerte gibt, man liest nichts darüber.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • philmus schrieb:

      ich vermute mal, Du hast Recht. Auch wenn es möglich ist, dies und das nach Gehör zu spielen, und man das auch üben kann. Daß die vielen Stimmen einer Blaskapelle "früher" ohne Noten tradiert wurden, kann ich auch schwer glauben.
      Es kommt darauf an, was man als "Blaskapelle" bezeichnet. Die Tradition der Blaskapellen ist so groß nicht, wie man vielleicht denken mag. Sie ist sehr eng mit der Militärmusik verknüpft. Es betrifft auch zunächst vor allem das Gebiet um Österreich und Bayern, und zwar nach den Türkenkriegen. Das heißt, zeitlich gesehen, frühestens ab 1700.

      Ein Vorläufer davon war die sog. "Janitscharenmusik" gewesen. In der Militärmusik wurden Trommeln (zunächst keine Becken und nur die Kleine Trommel) und Pfeifen eingesetzt, aber nicht als Gebrauchsmusik wie heute, sondern, damit die Armee im Schritt in die Schlacht ziehen konnte. Vorläufer davon waren , sehr weit zurück gerechnet, die "Trompeten von Jericho", um mal etwas Bekanntes in den Raum zu werfen.

      Konzertante Blasorchester entstanden zur Zeit der Französischen Revolution, also in Frankreich. Etwas später sollten sie damit Kaiser Napoleon huldigen und zu den Siegesfeiern aufspielen. Durch Napoleons Wirken auf ganz Europa erhielten diese Kapellen Einzug in Europa. Man erinnere sich an die Militärmärsche von Beethoven und Schubert. Das waren frühe Beispiele jener Musik, die dann auch Einzug in die Blaskapellen erhielt.

      So, das zur Geschichte allgemein. Was das mit dem Spielen ohne Noten zu tun hat, erkläre ich jetzt. Nehmen wir die Entstehung der Militärmusik. Die Anfänge waren Signale oder bestimmte Trommelrhythmen gewesen. Diese waren kaum schriftlich notiert, das Signal musste kurz, einprägsam und laut sein, und es wich auch von Regiment zu Regiment ab. Man bedenke, die Heere zu verwalten oblag dem Adligen, dem das Regiment gehörte und bezahlte. Hier wurde nichts niedergeschrieben.

      Die "vielen Stimmen" der Blasmusik waren am Anfang nicht so viele gewesen. Es waren "Harmoniemusiken" gewesen, denn die Ventile bei den Trompeten waren noch nicht erfunden. Anders gesagt, die Bläser waren Oboe, Pfeife/Flöte, frühe Klarinetten, Fagott, also Holzblasinstrumente. Die "Stadtpfeifer" entstanden um diese Zeit. Das waren auch erst Vorläufer späterer "Stadtkapellen".

      Die ersten Blasorchester, wie wie sie heute kennen, können nicht vor ca. 1840 entstanden sein, denn die Erfindung der Ventile geschah um 1832-1840 herum (Riedl 1832 in Wien, Perinet 1839 in Frankreich). Die beiden Städte ergeben Sinn, siehe weiter Oben "Französische Revolution und ihre Ausbreitung durch Napoleons Kriege".

      Diese Entwicklungen nahmen Einfluss auf den Instrumentenbau, aber auch die Verlegung der Melodie auf die Blechblas-Instrumente. Und ab HIER allerspätestens, wird es schwierig mit dem Spielen ohne Noten. Die Vielfalt der Instrumente und Vergrößerung der Kapellen (es kamen dann in Österreich und Preußen, Bayern weitere Instrumente wie Tenorhorn, Tuba, Waldhorn dazu) machte ein Spielen ohne Noten unmöglich.

      Man darf auch die Industrielle Revolution nicht unterschätzen, die es erlaubte, dass Instrumente in größerer Menge gebaut werden konnte.

      Man kann sagen, dass ohne das Militär die heutigen Blaskapellen undenkbar wären. Denn die vielen Musiker wollten auch in ihrer Freizeit musizieren, und sie schlossen sich zusammen. Vor allem pensionierte Musiker waren das am Anfang. Sie waren gut ausgebildet, konnten Noten lesen, aber auch lehren und dirigieren. Dazu kamen teilweise die Musiker aus den ersten Sinfonieorchestern, die in den Ruhestand gingen, bzw. die sich als Lehrer ein Zubrot verdienten oder verdienen mussten.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • bustopher schrieb:

      Maurice schrieb:

      bustopher schrieb:

      Das war in der Volksmusik schon immer so, daß irgendwer die irgendwann mal neu geschrieben hat, unter Einbindung zeitgenössischer Elemente. Das ist heute so und das war früher nicht anders. Sonst würden wir heute noch Musik machen, wie weiland in der Geisenklösterle-Höhle

      Das ist völliger Blödsinn, sorry.

      Ich bitte Dich, auf Deine Wortwahl zu achten.
      Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass Volksmusik z.B. im 16. Jahrhundert "neu geschrieben" wurde, dafür war die Notenkenntnis damals wohl zu elitär - wenn man bedenkt, dass der ABBA-Komponist keine Noten lesen konnte, ist auch davon auszugehen, dass heute die meisten Leute keine Noten lesen können.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
      playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)
    • putto schrieb:

      Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass Volksmusik z.B. im 16. Jahrhundert "neu geschrieben" wurde, dafür war die Notenkenntnis damals wohl zu elitär - wenn man bedenkt, dass der ABBA-Komponist keine Noten lesen konnte, ist auch davon auszugehen, dass heute die meisten Leute keine Noten lesen können.
      Wenn Du die gesamte Menschheit meinst, sicher nicht, aber heute können die Musiker, die auch aktiv in Kapellen sind, Noten lesen, bzw. Harmonie-Schemen lesen (z.B. Pianisten/Keyboarder, Gitarristen, Bassisten im Blues, Rock oder Jazz können oftmals zwar keine Noten, aber Harmonieschemen lesen. Das sieht dann so in etwa aus : C7 / E7+/ C7- - es zeigt die zu spielenden Akkorde an, also Akkord-Symbolik. Durch den PC kann ich das nur in etwa schreiben, aber so kann man sich das vorstellen).
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ich dachte, es geht um Volksmusik ...
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
      playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)
    • putto schrieb:

      Ich dachte, es geht um Volksmusik ...
      Wenn man den Ausgangs-Thread zur Hilfe nimmt - eigentlich nicht.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Es betrifft auch zunächst vor allem das Gebiet um Österreich und Bayern, und zwar nach den Türkenkriegen. Das heißt, zeitlich gesehen, frühestens ab 1700.

      Ein Vorläufer davon war die sog. "Janitscharenmusik" gewesen. In der Militärmusik wurden Trommeln (zunächst keine Becken und nur die Kleine Trommel) und Pfeifen eingesetzt, aber nicht als Gebrauchsmusik wie heute, sondern, damit die Armee im Schritt in die Schlacht ziehen konnte.
      "Janitscharenmusik" ist genau das, was auf die Türken zurückgeht, und zwar mit Becken, Großer Trommel, Triangel und so. Schön zu hören in der Ouvertüre zur "Entführung", z.B.
      de.wikipedia.org/wiki/Janitscharenmusik

      Maurice schrieb:

      Es waren "Harmoniemusiken" gewesen, denn die Ventile bei den Trompeten waren noch nicht erfunden.
      In der Harmoniemusik haben Trompeten eher nicht so die Rolle gespielt, sondern meistens je 2 Oboen, Klarinetten, Hörner und Fagotte. Das macht 8 Stimmen (deswegen schrob ich von "vielen Stimmen"), von denen ich mal ausgehe, daß sie notiert wurden.
      de.wikipedia.org/wiki/Harmoniemusik


      Maurice schrieb:

      bustopher schrieb:

      Ich bitte Dich, auf Deine Wortwahl zu achten.
      Nö. Wenn etwas Blödsinn ist, schreibe ich das auch so.
      hm. vielleicht doch lieber nicht?
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • philmus schrieb:

      "Janitscharenmusik" ist genau das, was auf die Türken zurückgeht, und zwar mit Becken, Großer Trommel, Triangel und so.
      Das habe ich ja auch geschrieben. Es ist einer der Vorläufer späterer Blaskapellen.


      philmus schrieb:

      In der Harmoniemusik haben Trompeten eher nicht so die Rolle gespielt, sondern meistens je 2 Oboen, Klarinetten, Hörner und Fagotte.
      Auch das habe ich so geschrieben. Warum Du das jetzt wiederholst, erschließt sich mir nicht. Du hast meine Aussage aber aus dem Zusammenhang gerissen, warum auch immer.




      philmus schrieb:

      hm. vielleicht doch lieber nicht?
      Ich werde mich nicht ändern. Punkt !!
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Auch das habe ich so geschrieben. Warum Du das jetzt wiederholst, erschließt sich mir nicht. Du hast meine Aussage aber aus dem Zusammenhang gerissen, warum auch immer.
      für mich wars mißverständlich formuliert, im Nachhinein wird mir klar, daß Du wohl dasselbe gemeint hattest.
      Da hab ich wohl zwar nicht direkt Blödsinn geschrieben, aber blöd gelesen, sorry.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • philmus schrieb:

      für mich wars mißverständlich formuliert, im Nachhinein wird mir klar, daß Du wohl dasselbe gemeint hattest.
      Da hab ich wohl zwar nicht direkt Blödsinn geschrieben, aber blöd gelesen, sorry.
      Alles gut, kein Problem. Du hattest mich nur verwundert. Hey, so böse bin ich doch auch wieder nicht.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Johann Christoph Pezel, Stadtpfeifer, Fünffstimmigte blasende Music 1685,?




      Maurice schrieb:

      [

      bustopher schrieb:

      Lesen: Ich schrieb nichts von der Art der Weitergabe "früher", sondern von der Art der Entstehung von Volksmusik.
      Bekanntlich kann etwas nur "früher" entstehen und nicht in der Zukunft. Die haben wir noch vor uns, da kann man nur spekulieren. Ich muss also nicht lesen, wenn Du schon belehren willst, es aber nicht kannst.
      Deine Antwort zeigt mir, daß Du's immer noch nicht verstanden hast. Aber egal. Ich diskutiere nicht mit Leuten, die

      Maurice schrieb:

      bustopher schrieb:

      Ich bitte Dich, auf Deine Wortwahl zu achten.
      Nö. Wenn etwas Blödsinn ist, schreibe ich das auch so.

      Maurice schrieb:

      philmus schrieb:

      hm. vielleicht doch lieber nicht?
      Ich werde mich nicht ändern. Punkt !!
      darauf beharren, rüpelhaft zu sein. Bislang kam das Thema ohne Pöbeleien aus. Schade.
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • bustopher schrieb:

      Deine Antwort zeigt mir, daß Du's immer noch nicht verstanden hast. Aber egal. Ich diskutiere nicht mit Leuten, die

      bustopher schrieb:

      darauf beharren, rüpelhaft zu sein. Bislang kam das Thema ohne Pöbeleien aus. Schade.

      philmus schrieb:

      ich bin voller Hoffnung, daß es jetzt auch ohne weiter geht.
      User bustopher, ich habe eher den Eindruck, Du machst lieber auf "beleidigte Leberwurst", weil jemand nicht Deiner Ansicht ist, und versucht hat, das Ganze möglichst verständlich zu erklären. Deine Beiträge dazu waren Blödsinn, ein Wort, was mMn keine "Pöbeleien" sind, wenn man hier liest, was manchmal im Forum abgeht , das aber offenbar toleriert wird. Es ist eine Tatsachenfestellung gewesen, und wenn Du Dich darüber echauffierst, kann ich Dir nicht helfen.

      Nein, Du hast und willst nicht verstehen, warum auch immer. Wir sind uns teilweise wohl einer Meinung, aber eben nur teilweise. Und wenn ich etwas für "Blödsinn" halte, schreibe ich das auch.

      Lieber Philmus, wenn Du wüsstest, welche "Hoffnungen" ich hin und wieder hegen würde in diesem Forum. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zum Schluss. Dafür werfe ich gerne drei Euro ins Phrasenschwein, mehr aber auch nicht.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Leonard Bernstein hat wohl nicht umsonst zwischen guter und weniger guter Musik unterschieden. Bisher hielt ich das auch ein wenig für Diplomatie, mittlerweile denke ich immer mehr, dass dieser Vollblutmusiker sich zur generations-, epochen und zeitgeistüberspannenden Bewertung von Musik nur so halbwegs sinnvoll und ganz bewusst sinngemäß so geäußert hat.

      ALOHA
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • LIeber Ingo und alle anderen,

      ob gut oder weniger gut, Mr. Bernstein hin oder her. Dieter Bohlen und Hannelore Fischer sind keine klassische Musik, auch nicht Rondo Veneziano. "Westside Story" vielleicht (ich finde das überbewertet, es ist ein nettes Musical). Ich gebe zu, dass ich meist eine klare Vostellung habe, ob ich eine CD bei "Klassik" oder anderswo einordne. Manchmal fällt es schon schwer, aber das sind eher neutönerische Grenzgänger-Mucken wie z.B. Annie Gosling, Peter Garland, Glenn Branca, Deep Listening Band, Bernhard Günter, Conrad Schnitzler, Sunn O))...
      Schöne Grüße, Helli


      Immer cool bleiben.
    • motiaan schrieb:

      ob gut oder weniger gut, Mr. Bernstein hin oder her. Dieter Bohlen und Hannelore Fischer sind keine klassische Musik, auch nicht Rondo Veneziano. "Westside Story" vielleicht (ich finde das überbewertet, es ist ein nettes Musical).
      seh ich auch so. auch Queen und Prince, oder wen immer man für so qualitativ hochstehend ansieht, daß man ihn gerne adeln möchte mit dem Attribut "klassisch". Vielleicht spielt da doch ein gewisses elitäres Denken eine Rolle, das einem mal eingeredet hat, es gäbe keine wirklich gute "U"-Musik.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht