Jazz-Talk

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Garcia schrob:

      und Jarrett Bashing ist sowieso immer modern

      Ey, wenn Du mich meinst: ich habe Jarrett gar nich bashen wollen! Kann ich auch gar nicht, der kann ja richtig was an den Tasten (und manchmal sogar am offenen Flügel operieren). Mir gefällt halt nicht immer und häufiger auch mal nicht, was er so kann und macht. Problem grundsäztlicher Art (in meinen Ohren): Jarrett dient eigentlich nie dem Ensemble, er ist kein Teamplayer. Weiß nicht, ob er nicht begleiten kann - er tut es nur fast nie. Vieles in seinem Spiel klingt in meinen Ohren so, als sei er daselbst verzückt-berückt-berauscht von seinem Können. Da hat er ja auch allen Grund zu - aber das geht mich nur selten an. Das Problem habe ich aber bei ziemlich vielen Post-Free-Jazz-Jazzern, wenn sich bei mir der Eindruck einstellt, die machen das alles nur, weil sie es grad mal (technisch) machen können (geht mir bei Wollny auch ein bissel so). Aber das liegt ja an mir, an meinen Ohren und meinem Bedürfnis nach “Botschaft” jenseits der musikalischen Faktur (und sei es nur, dass die Mucke Anlass gibt, mir das einzubilden). Also: alles, was ich über Jarrett schrob, fällt auf mich selbst zurück... 8o

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Ein Jammer, dass es davon keinen Mitschnitt gibt. Charlie Parker zusammen mit Thelonious Monk, Charles Mingus und Roy Haynes live im "Open Door" (New York City) am 13. September 1953:
      nytimes.com/2019/03/08/nyregio…monk-charlier-parker.html

      Maurice weiß es bestimmt besser, aber mir ist jedenfalls keine Schallplatteneinspielung von welchem gig auch immer in dieser personellen Zusammensetzung bekannt.
      "Er tut so gut."
      (Swjatoslaw Richter über Joseph Haydn)
    • music lover schrieb:

      Maurice weiß es bestimmt besser, aber mir ist jedenfalls keine Schallplatteneinspielung von welchem gig auch immer in dieser personellen Zusammensetzung bekannt.
      Der weiß es nicht besser, aber das Datum hier

      music lover schrieb:

      live im "Open Door" (New York City) am 13. September 1953:
      plus den Ort dazu (New York City) passt nicht mit Parkers Tourverlauf zusammen. Er war zu dieser Zeit in Boston im "Storyville" engagiert. Er spielte dort mit Herb Pomeroy (Trompete), Sir Charles Thompson (Klavier), Jimmy Woode (Bass) und Kenny Clarke am Schlagzeug. Dort spielte er zumindest am 22.09.53 eine Session, die auch teilweise veröffentlicht worden ist.

      Von Monk gibt es zu dieser Zeit keinerlei Aufnahmen, bzw. Mitschnitte, daher hilft uns das auch nicht weiter.

      Natürlich kann man nicht ausschließen, dass am 13.09.1953 diese Session stattfand, und nicht jeder Mitscnitt wurde letzten Endes auch veröffentlicht.

      Was auch ein wenig dagegen spricht ist die Tatsache, dass Monk und Mingus nicht gut konnten. Roy Haynes gehörte damals zu Parkers Quintett, aber Monk und Mingus nicht.

      Genauer kann ich es leider auch nicht schreiben, da es meines Wissens nach kein Buch gibt, was eine Art "Tournee-Plan" von einen der Musiker wiedergibt.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Was auch ein wenig dagegen spricht ist die Tatsache, dass Monk und Mingus nicht gut konnten.
      Aber das Foto in der New York Times belegt doch, dass Mingus und Monk - an welchem Abend auch immer, das Datum mag ja falsch sein - zusammen mit Parker und Haynes gespielt haben, oder?

      Für Deine wie immer sachkundige und prompte Antwort danke ich Dir, lieber Maurice :cincinbier:
      "Er tut so gut."
      (Swjatoslaw Richter über Joseph Haydn)
    • music lover schrieb:

      Aber das Foto in der New York Times belegt doch, dass Mingus und Monk - an welchem Abend auch immer, das Datum mag ja falsch sein - zusammen mit Parker und Haynes gespielt haben, oder?
      Ich konnte erst eben überhaupt den Link öffnen, daher habe ich zuerst mal in meinen Büchern recherchiert, ob das in der Besetzung überhaupt möglich gewesen wäre. Bild und Artikel dürften stimmen, dafür ist die New York Times ein viel zu großes Blatt, um da einen Fehler zu machen. Dann wird es so gewesen sein. Aufnahmen davon sind mir aber nie mal in die Hände gefallen. Ich befürchte, dass das dann auch nur mehr oder weniger legal mitgeschnittene Teile des Konzertes wären.


      music lover schrieb:

      Für Deine wie immer sachkundige und prompte Antwort danke ich Dir, lieber Maurice
      Nun, ich hatte ja keinerlei Beweise, dass Termin oder Besetzung NICHT stimmten, sie aber angezweifelt, auf Grund des Gigs in Boston. Doch es war ja genug Zeit dazwischen gewesen, in New York zu spielen. Über die Besetzung bin ich nur ein wenig verwundert, weil es nicht Parkers "Working Group" gewesen ist zu diesem Zeitpunkt.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Über die Besetzung bin ich nur ein wenig verwundert, weil es nicht Parkers "Working Group" gewesen ist zu diesem Zeitpunkt.
      Ich auch. Deshalb fand ich ja dieses Foto, das übrigens ein Zufallsfund anlässlich einer Recherche auf der NYT-Homepage über Yuja Wang war, auch so sensationell!!

      :cincinbier:
      "Er tut so gut."
      (Swjatoslaw Richter über Joseph Haydn)
    • music lover schrieb:

      Ich auch. Deshalb fand ich ja dieses Foto, das übrigens ein Zufallsfund anlässlich einer Recherche auf der NYT-Homepage über Yuja Wang war, auch so sensationell!!
      Es ist keinem mir bekannten Buch enthalten, oder ich hätte es übersehen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Nun, ich sehe das etwas gelassener als die vor Euphorie jubelnde Truppe in diesem Forum. Es sind drei ausgemacht schwierige Charaktere auf der Bühne gewesen, und man kann davon ausgehen, dass spätestens am nächsten Abend Mingus Parker die Faust ins Gesicht hätte rammen wollen, wie er es ja später bei seinem Posaunisten Jimmy Knepper getan hat. :D
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)