Jazz-Talk

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Informationen zum Capriccio-Verein als Betreiber des Forums finden sich hier.


    • Von Leonard Feather gibt es viele sehr wichtige und interessante Bücher, etwa diese beiden hier. Das rechte Buch gibt es in insgesamt DREI verschiedenen Ausgaben, die alle aufeinander aufbauen (Band 1-3). Hier werden so ziemlich alle Namen mit Stationen, Lebensdaten und Vorlieben genannt, dazu die wichtigsten Einspielungen incl. Bewertungen. Also höchst interessante Bücher, die aber schwer, dick und nicht billig sind.

      Auch Feathers "Von Satchmo to Miles" gehört dazu. Leider geht es nicht einzustellen. Den Link sende ich aber gerne mit.

      smile.amazon.de/Satchmo-Miles-…er&qid=1593260703&sr=8-12

      Für Bigband-Freunde gibt es von Leo Walker den "Bigband Almanac"

      smile.amazon.de/Big-Band-Alman…1593261076&s=books&sr=1-3



      Auch George T. Simon hat einige sehr interessante Bücher geschrieben, darunter "The Bigbands". Das Buch gibt es auch in deutscher Sprache. George T. Simon schrieb auch ein exzellentes Buch über Glenn Miller übrigens.



      Auch die beiden Bücher von Gunther Schuller (dessen eigentlicher Job war Solo-Hornist an der Metropolitian Opera New York, aber auch ein früher Verfechter des Third Stream, also der Verbindung von Klassik und Jazz, so etwa mit Gil Evans) schrieb einige extrem gute und wichtige Bücher.

      Man könnte die Liste weiter fortsetzen, etwa mit Stanley Dance (der Bücher über Duke Ellington, Count Basie, Charlie Barnet udn Earl Hines geschrieben hat). Und natürlich gibt es über fast jeden bekannten und weniger bekannten Jazzmusiker Bücher. So Dizzy Gillespie, Miles Davis, John Coltrane, Sonny Rollins, Stan Getz, logischerweise Louis Amrstrong, Sidney Bechet. Coleman Hawkins, Lester Young, Buck Clayton, Benny Goodman, Duke Ellington, Billy Strayhorn, Tommy Dorsey, Stan Kenton (von ihm eine Menge, sogar richtig tolle Bücher), Jo Jones,Gerry Mulligan, Chet Baker, Gene Krupa, Kenny Clarke, Dave Brubeck, Lionel Hampton, Harry James, Red Allen, Roy Eldridge, Ella Fitzgerald, Billie Holiday, etc.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Newbie69 schrieb:

      Gut, dann werde ich mir das von mir (zur Ansicht) vorbestellte Berendt-Buch wohl doch kaufen müssen.
      Ja !! Auch wenn ich nicht Algabal bin. :D
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • @Maurice:
      Doch, das war schon richtig (mit Algabal). ^^ Ich hatte zudem deinen vorherigen Beitrag noch nicht gelesen, als ich das gepostet hatte, da sich unsere (also deine und meine) beiden Beiträge überschnitten hatten.

      Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich nun davon überzeugt bin, dass es ein gutes Buch sein muss, da ihr, "Jazz-Experten", euch diesbezüglich einig seid.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Newbie69 schrieb:

      So, habe heute das "Jazzbuch" von Berendt/Huesmann (2007) abgeholt bzw. gekauft. Na, damit werde ich nun eine Zeit lang beschäftigt sein ...
      Viel Spaß beim Lesen. Es lohnt sich wirklich.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Newbie69 schrieb:

      So, habe heute das "Jazzbuch" von Berendt/Huesmann (2007) abgeholt bzw. gekauft. Na, damit werde ich nun eine Zeit lang beschäftigt sein ...
      Viel Spaß beim Lesen. Es lohnt sich wirklich.
      Japp, das lohnt sich wirklich wirklich (obgleich z.B Sam Rivers in der 2007er Ausgabe gar nicht [mehr?] erwähnt wird).

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Danke euch! :) Bin gerade mal auf Seite 10 angelangt und schon so viele tolle Zitate gelesen, die ich mir am liebsten notieren möchte.

      Ach, kurz noch: ich erwähnte ja neulich, dass ich Ragtime überhaupt nicht mag. In diesem Zusammenhang fand ich die Aussage sehr treffend, dass Ragtime auf der "kühlen Seite" des Jazz sei (Zitat v. Orrin Keepnews).
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Newbie69 schrieb:

      Ach, kurz noch: ich erwähnte ja neulich, dass ich Ragtime überhaupt nicht mag. In diesem Zusammenhang fand ich die Aussage sehr treffend, dass Ragtime auf der "kühlen Seite" des Jazz sei (Zitat v. Orrin Keepnews).
      Ach, es kommt auch darauf an, WIE man den Ragtime als Ganzes sieht und hört. Er klingt zunächst ein wenig "steif" und macht es daher vielleicht nicht jedem leicht den rechten Einstieg zu finden. Das liegt auch daran, dass der Ragtime viel vom Marsch hat. Es ist aber der in Amerika so bekannte 6/8-Marsch, und der swingt eigentlich writaus mehr als etwa der deutsche 4/4, bzw. a la breve-Marsch, wie etwa "Regimentsgruß" oder "Alte Kameraden".

      Im alten New Orleans erlebte der Ragtime seine Fortsetzung in Stücken wie "High Society" oder "Panama (Rag)", die alle den typischen Ragtime-Ablauf AA-BB-A2 haben. Es geht da auch oftmals durch zwei oder drei Tonarten hindurch, ist also eigentlich recht abwechslungsreich und auch nicht so leicht zu spielen.

      Es gab in Frankfurt ein tolles Orchester, was den Ragtime so gespielt hat, wie er damals wirklich gespielt worden ist. Übrigens mit einer bestimmt für Dich ungewöhnlichen Besetzung: 2 Kornette, Posaune, Drums, Klavier, Banjo, Kontrabass, 2 Geigen, Cello, Klarinette. Man kann das auf deren Homepage auch nachverfolgen. Einen großen Teil der Musiker kenne ich persönich, bzw. habe mit ihnen auch noch gespielt. Die haben das wirklich klasse gemacht.

      In New Orleans gibt es auch das New Orleans Ragitme Orchestra unter der Leitung von Lars Edegran, einem sehr versierten und rührigen Musiker aus Schweden ursprünglich.

      Übrigens wird diese Musik nach Noten und recht strengen Arrangements gespielt. Von Haus aus ist der Ragtime aber für das Klavier Solo geschrieben.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Algabal schrieb:

      Japp, das lohnt sich wirklich wirklich (obgleich z.B Sam Rivers in der 2007er Ausgabe gar nicht [mehr?] erwähnt wird).
      Doch, wird er. Auf Seite 416 bei den Tenoristen, Seite 379 bei den Sporansaxophonisten. Ich weiß, er steht nicht im Personenregister, aber im Buch selbst findest Du ihn noch. Ich habe gerade nachgeschaut. Es hätte mich echt gewundert, wenn er "ausgemustert" worden wäre.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Eben gesehen:

      "Miles Davis"-Doku: "Birth of the Cool" (2019)



      Bin erst mal geflasht und kann noch nicht viel dazu schreiben. Muss das jetzt erst mal sacken lassen ... wow. Also, für mich hat sich diese Doku schon mal sehr :!: gelohnt.

      Das Konzert (dieser Limited Edition) schaue ich mir die Tage noch an.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Maurice schrieb:

      Algabal schrieb:

      Japp, das lohnt sich wirklich wirklich (obgleich z.B Sam Rivers in der 2007er Ausgabe gar nicht [mehr?] erwähnt wird).
      Doch, wird er. Auf Seite 416 bei den Tenoristen, Seite 379 bei den Sporansaxophonisten. Ich weiß, er steht nicht im Personenregister, aber im Buch selbst findest Du ihn noch. Ich habe gerade nachgeschaut. Es hätte mich echt gewundert, wenn er "ausgemustert" worden wäre.
      Stimmt, habe gerade mal nachgesehen: sein Name kommt auf den beiden Seiten in Aufzählungen unter ferner liefen vor. Also erwähnt ist er tatsächlich. Und doch irgendwie auch gelöscht. Naja, es gibt ja Coltrane. Was oder wen braucht man mehr! Ach ja doch, man braucht mehr: Miles Davis. Der aber spielte Trompete. ^^

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Newbie69 schrieb:

      Eben gesehen:

      "Miles Davis"-Doku: "Birth of the Cool" (2019)



      Bin erst mal geflasht und kann noch nicht viel dazu schreiben. Muss das jetzt erst mal sacken lassen ... wow. Also, für mich hat sich diese Doku schon mal sehr :!: gelohnt.
      ...
      So, heute nun zum zweiten (und sicherlich nicht zum letzten) Mal gesehen. Habe mir einfach mal notiert, wer in dieser Doku so zu Wort gekommen ist, mal abgesehen von Miles Davis, himself. Ich kenne mich in der Jazz-Welt ja noch nicht so gut aus, daher waren dort für mich zu mindestens schon mal einige Unbekannte dabei - und zwar nicht nur unter den Musikern:

      Musiker:
      Joshua Redman
      James Mtume
      Jimmy Cobbs
      Lenny White
      Archie Shepp
      Marcus Miller
      Wallace Roney
      Ron Carter
      Wayne Shorter
      Herbie Hancock
      Lenny White
      Mike Stern
      Carlos Santana.

      Gil Evans (Arrangeur)
      George Wein (Jazz Promoter)
      Mark Rothbaum (Manager)
      Mikel Elam (Pers. Assistent)
      Quincy Jones (Produzent & Komponist)
      Clive Davis (CEO Columbia Records)

      Musikwissenschaftler:
      Tammy L. Kernodle


      Historiker:
      Gerald Early
      Jack Chambers

      Partnerinnen:
      Juliette Gréco
      Frances Taylor Davis (Ex-Frau)
      Marguerite Cantú
      Jo Gelbard

      Familie:
      Vince Wilburn (Neffe)
      Erin Davis (Sohn)
      Cheryl Davis (Tochter)


      Freunde:
      Cortez McCoy
      Lee Annie Booner

      Reginald Petty (East St. Louis Bewohner)

      Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.

      Gestern war ich zunächst mal ein wenig reizüberflutet durch den hohen Input und zudem auch von der tollen Musik, die einen immer wieder in den Bann nahm und daher ein wenig ablenkte. ^^ War auch heute wieder mitreißend, aber nun konnte ich mich natürlich besser konzentrieren. Tja, und was soll ich sagen ... Ich wusste ja schon ein wenig über sein Wesen, also dass er ein schwieriger Mensch gewesen sein soll, etc. ... Wenn man (nun) allerdings etwas über die Hintergründe seiner Lebensumstände erfährt, versteht man ihn einfach viel besser. Ich fand' s in jeglicher Hinsicht interessant. Und sehr schade, dass er ab 1981 dann doch, aus rein monetären Gründen heraus, eine musikalische Richtung einschlug, mit der er sich scheinbar nie so recht identifizieren konnte (nachdem er über 5 Jahre keine Trompete mehr in die Hand genommen hatte). :/ Meiner Meinung nach ohnehin seine uninteressanteste Schaffensperiode. Ich werde mir demnächst aber sicherlich weitere Aufnahmen seines Quintets anschaffen. Durch diese Doku bin ich nun jedenfalls wissbegieriger denn je, was Miles Davis als Mensch - und Musiker - anbelangt. :thumbup: Ein, wie ich finde, sehr gut gelungener Doku-Film.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Algabal schrieb:

      Stimmt, habe gerade mal nachgesehen: sein Name kommt auf den beiden Seiten in Aufzählungen unter ferner liefen vor. Also erwähnt ist er tatsächlich. Und doch irgendwie auch gelöscht. Naja, es gibt ja Coltrane. Was oder wen braucht man mehr! Ach ja doch, man braucht mehr: Miles Davis. Der aber spielte Trompete.

      Adieu
      Es ist Sinn des Buches, die Strömungen zu verfolgen, die (in dem Fall Stand 2006/2007) vorgeherrscht haben. Und da scheint man Sam Rivers halt anders zu bewerten. Diese Kürzungen sind notwendig, um die Bücher überhaupt noch übersichtlich zu halten- Entsprechend bin ich ein Freund davon, alle Ausgaben zu besitzen und auch gelesen zu haben.

      Auch ich war damals übrigens sehr fasziniert von den jeweiligen Änderungen in den Büchern. Auch ich konnte nicht immer damit etwas anfangen, daher verstehe ich Deine Meinung total.

      Doch ich muss Günther Huesmann wirklich loben, denn er hat viele auch alte Teile durch wichtige Ergänzungen und Entwicklungen neu geschrieben, die ich mir früher bei Berendt gewünscht hätte. Besonders aufgefallen ist es mir in den Teilen Trompete, Tenorsax, Baritonsax Gitarre, Bass und Drums übrigens,

      Ich gebe da auch gerne Beispiele, damit man es vielleicht besser versteht: Leo Parker war einer der ersten Bop-Baritonsaxophonisten gewesen, aber er wurde nie im entsprechenden Teil erwähnt. Er kam einen Tick vor Serge Chaloff in die Szene, etwa bei Billy Echstines Bop Bigband. Später war er einer der Wegbereiter des souligen Rhythm & Blues, wie man ihn so oft zu hören und zu sehen bekommen hat. Doch Parker wurde einfach übergangen.

      Im Bass-Bereich wurde gerade der Anfang des Bass-Spielens eher stiefmütterlich behandelt Besonders jene Bassisten, die in der Frühzeit eine sehr wichtige Rolle gespielt haben wurden von Berendt nicht im entsprechenden Bereich erwähnt. Huesmann tat dies sehr ausführlich.

      Im Schlageug-Bereich war es ähnlich gewesen. Dort hätte man sogar noch ausführlicher werden können, hat das aber immerhin mit guten Ansätzen neu geschrieben. Etwa die wichtige Rolle von Sonny Greer bei der Zusammensetzung des Drumsets und der Ausführung der diversen Klänge, wie es erst sehr viel später die modernen Drummer ab etwa Conny Kay (dem Drummer des Modern Jazz Quartetts etwa) getan haben. Greer war kein Virtuose im Sinne Buddy Richts gewesen, aber eben mit seiner Erweiterung des Sets und die Umsetzung ein wichtiger Bestandteil des modernen Schlagzeug spielens.

      Ich hoffe, meine Ansätze und Hinweise sind einleuchtend gewesen. Aus heutiger Sicht mögen das "Peanuts" gewesen sein, aus Sicht der History nicht
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Newbie69 schrieb:

      So, heute nun zum zweiten (und sicherlich nicht zum letzten) Mal gesehen. Habe mir einfach mal notiert, wer in dieser Doku so zu Wort gekommen ist, mal abgesehen von Miles Davis, himself. Ich kenne mich in der Jazz-Welt ja noch nicht so gut aus, daher waren dort für mich zu mindestens schon mal einige Unbekannte dabei - und zwar nicht nur unter den Musikern:
      Die Biographie hat bei Dir genau das bewirkt, was eine GUTE Ausführung bewirken sollte: Man zeigt echtes Interesse an Miles Davis und seiner Musik. Das ist doch super. Die Musiker sind mir alle ein Begriff, dazu kommen Leute wie George Wein oder Qunicy Jones (der selbst ein sehr guter Trompeter in seinem früheren Leben war, etwa bei Lionel Hampton - mit Clifford Brown, Art Farmer und Benny Bailey als Trompetenkollegen übrigens, oder in der Dizzy Gillespie-Bigband 56/57), Gil Evans.

      Es fehlen nur die Leute der frühen Ära, also jene von 1944-1958 etwa. Da waren zum Zeitpunkt der Entstehung vermutlich kaum mehr welche am Leben. Roy Haynes könnte einer der wenigen noch lebenden Musiker gewesen sein, die man hätte befragen können. Der Rest war verstorben, bzw. hat das Heroin hingerichtet.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • @Maurice:
      Ja, ich fand auch einige Details, die eher nebensächlich sein mögen, sehr interessant.

      Ich wusste zudem noch nicht mal, weshalb er eigentlich so eine heisere Stimme hatte (also die Sache mit der Kehlkopf-OP). Gibt es eigentlich Aufnahmen vor dieser OP, auf der man seine frühere Stimme heraushören kann? Vielleicht aus einer Konzert-Aufnahme? Wäre ja mal interessant.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Newbie69 schrieb:

      Ich wusste zudem noch nicht mal, weshalb er eigentlich so eine heisere Stimme hatte (also die Sache mit der Kehlkopf-OP). Gibt es eigentlich Aufnahmen vor dieser OP, auf der man seine frühere Stimme heraushören kann? Vielleicht aus einer Konzert-Aufnahme? Wäre ja mal interessant.
      Jetzt habe ich ein Problem. Miles hatte so viele Krankheiten und durch seine Drogensucht entsprechende Begleiterscheinungen, dass ich das Jahr wissen müsste. Wenn Du die "Sicherzell-Krankheit" meinst, das war 1961 gewesen. Es müsste aus den Live-Konzerten auch mal seine Stimme auf CDs wie "Live at Monterey" oder "Live at Berlin" auch mal seine Stimme zu hören sein, aber eher selten. Und die Live-Sachen sind nicht immer gut zu hören.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Braccio schrieb:

      Laut Wikipedia war die Kehlkopfoperation wohl 1975. Heiserkeit garantiert.
      Danke. Das habe ich dort überlesen. Oh, dann weiß ich definitiv nicht, ob es Sprach-Aufnahmen mit ihm gibt. Sorry !!


      Braccio schrieb:

      Sichelzellen machen per se nicht heiser.
      Keine Ahnung, ich bin kein Arzt. Die Beschreibung zu der Krankheit hat mir auch nicht weitergeholfen. Bei sowas muss ich in der Regel passen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Die OP war deutlich früher: irgendwann in den 50ern. Er hat anschließend wohl seine Stimme nicht ausreichend geschont (sich aufgeregt, etc. ...). Ich melde mich am frühen Abend mal erneut dazu ...
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)