OPERNSAISON 2019/2020: Spielzeitvorschau

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    • Sadko schrieb:

      Hast Du vor, deswegen hinzufahren?
      Nee, umgekehrt! :D Und der zunächst ausgemachte Prag-Termin hätte Libuše in der Staatsoper bedeutet, ein Stück, das hierzulande vermutlich nie aufgeführt wird. Aber die Gelegenheit, das Ständetheater zu besuchen, lasse ich mir natürlich nicht entgehen! (Das wird dann meine zehnte Don-Giovanni-Produktion, eine zufriedenstellende war noch nicht dabei.)
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Oh okay! Von Libuše hab ich erst den dritten Akt gehört (konzertant), und zwar am 7. Sept. 2018 in der Oper Bratislava (gekoppelt mit dem dritten Akt aus Svätopluk von Eugen Suchoň). Daraus zu schließen ist das ein wirklich gutes Stück! Smetana hat auch Besseres geschrieben als die Verkaufte Braut (wobei die ja auch besser ist als ich nach der Erstbegegnung gedacht hab!).
      Libuše gibts Gerüchten nach kommende Spielzeit auch in Brünn (Brno), das ist für mich besser zu erreichen als Prag. Aber die Qualität in Prag ist zumeist schon besser, ja.

      Quasimodo schrieb:

      Das wird dann meine zehnte Don-Giovanni-Produktion, eine zufriedenstellende war noch nicht dabei.
      Ja, ich hab zwar erst vier gesehen, aber richtig gut gefallen hat mir auch noch keine, am besten war noch die in Bratislava. Das Stück müsste ja nicht sooo schwer zu inszenieren sein. Wieso hat Dich keine der 10 zufriedengestellt? Okay, das gehört nicht zum Thema..
    • Quasimodo schrieb:

      Sadko schrieb:

      Repertoire:

      [...]

      Ständetheater:
      [...]
      Wolfgang Amadé Mozart: Don Giovanni
      Kennst Du diese Produktion? Worauf muss ich mich da einstellen? Vermute, dass ein erheblicher Teil des Publikums aus Touristen (wie mir) bestehen wird.
      Den "Giovanni" kenne ich nicht, aber ich habe vor zwei oder drei Jahren im Ständetheater eine Aufführung von "Figaro" besucht und bin in der Pause geflüchtet. Das Publikum setzte sich - gleich mir - zu einem Großteil aus Touristen aus aller Herren Länder zusammen (was mich grundsätzlich und prinzipiell nicht stört !). Leider war die Aufführung wenig erfreulich - die Inszenierung eine Mischung aus altmodisch und lächerlich (wobei die Inszenierung so alt sein dürfte, dass den Mitwirkenden das originale Regiekonzept nicht bekannt war und man irgendwie gespielt hat) und auch musikalisch auf bescheidenem Niveau. Ich fürchte, der "Don Giovanni" ist auf einem ähnlichen Niveau (aber das ist - durchaus zugegeben - jetzt ein böses Vorurteil).
      Das Haus ist allerdings wunderschön und lohnt den Besuch schon deshalb.
    • Dazu kann ich leider nichts sagen, weil ich bisher keine Mozart-Opern in Prag gehört habe. Bei den von mir besuchten Aufführungen (Schlaues Füchslein, Jenůfa, Rusalka, Verkaufte Braut und Lohengrin) war das musikalische Niveau von Ausnahmen abgesehen durchwegs hoch (und man kann mir ja nicht vorwerfen, besonders unkritisch zu sein :D ).
      War die von Dir besuchte Figaro-Aufführung eine reguläre oder ein Teil der "Prague Summer Nights"? Letztere finden auch im Ständetheater statt, sind aber externe Veranstaltungen mit ganz anderen (mir völlig unbekannten) Sängern, und das schaut mir doch sehr sehr stark nach Touristen-Nepp aus. Die erwähnten Don-Giovanni-Aufführungen im August 2019 sind aber reguläre (und zB Martin Bárta und Svatopluk Sem sind tolle Sänger!), auch wenn vermutlich großteils Touristen dort sein werden (wegen der Jahreszeit und wegen Don Giovanni und überhaupt).
    • Es geht um diese Vorstellung (für Bilder etwas herunterscrollen). Der genannte Svatopluk Sem singt wohl die Titelrolle. Ich werd' dann berichten ...

      Jetzt, schlage ich vor, beenden wir die Diskussion an dieser unpassenden Stelle. Vielleicht verschiebt die Moderation diese Nebenbeiträge ja in einen passenderen Thread. Stelle allerdings gerade fest, dass es noch gar keinen Sach- (nur einen Diskografie-) Thread zum Don Giovanni gibt :neenee1: ! (Nein, ich mach' den jetzt nicht auf!)
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Theater Münster

      Eine überschaubare Reihe von Premieren tendenziell unterhaltsamerer Stücke gibt es im Musiktheater Münster (alle im Großen Haus):
      • Verdi: Un ballo in maschera
        P: 14.9.2019
        ML: Golo Berg
        R: Marc Adam
      • Killmayer: Yolimba
        P: 26.10.2019
        ML: Thorsten Schmidt-Kapfenburg
        R: Ulrich Peters
      • Bock: Anatevka
        P: 14.12.2019
        ML: Stefan Veselka
        R: Nilufar K. Münzing
      • Glass: The Fall of the House of Usher
        P: 1.2.2020
        ML: Stefan Veselka
        R: Sebastian Ritschel
      • Künnecke: Der Vetter aus Dingsda
        P: 28.3.2020
        ML: Thorsten Schmidt-Kapfenburg
        R: Ulrich Peters
      • Britten: Death in Venice
        P: 16.5.2020
        ML: Golo Berg
        R: Carlos Wagner
      Details und weitere Sparten im PDF-Vorschauheft.
    • Theater Bielefeld

      ...und nur knapp "umme Ecke" gibt es in Bielefeld folgende Premieren im Stadttheater (über Regie und Musikalische Leitung schweigt man sich größtenteils noch aus):
      • Carroll/Sham: Otello darf nicht platzen! Das Musical
        P: 1.9.2019
      • Mozart: Le nozze di Figaro
        P: 28.9.2019
      • Verdi: Aida
        P: 30.11.2019
      • Eötvös: Paradise reloaded (Lilith)
        P: 18.1.2020
        ML: Gregor Rot
        R: Wolfgang Nägele
      • Gounod: Faust
        P: 29.2.2020
      • Bernstein: A Quiet Place
        P: 25.4.2020
      • Waits/Burroughs/Wolson: The Black Rider — The Casting of the Magic Bullets
        P: 23.5.2020
      • Prokofiev: Die Liebe zu den drei Orangen
        P: 12.6.2020
    • Brno/Brünn 2019/20

      Premieren 2019/20 (alle im Janáček-Theater):

      20. September 2019: Jacques Offenbach / Les contes d'Hoffmann
      Dirigent: Ondrej Olos
      Regie: SKUTR
      Bühnenbild: Simona Rybáková
      Kostüme: Jakub Kopecký

      29. November 2019: Richard Strauss / Der Rosenkavalier
      Dirigent: Robert Kružík
      Regie: Jiří Heřman
      Bühnenbild: Tomáš Rusín
      Kostüme: Zuzana Štefunková-Rusínová

      7. Februar 2020: Marko Ivanović / Monument (Uraufführung)
      Dirigent: Marko Ivanović
      Regie: David Radok
      Bühnenbild: David Radok
      Kostüme: Zuzana Ježková

      9. April 2020: Bohuslav Martinů / The Greek Passion
      Dirigent: Tomáš Netopil
      Regie: Jiří Heřman
      Bühnenbild: Dragan Stojčevski
      Kostüme: Alexandra Grusková

      12. Juni 2020: Evžen Zámečník / Ferda Mravenec (Kinderoper)
      Dirigent: Jakub Klecker
      Regie: Arnošt Goldflam
      Bühnenbild: Jaroslav Milfajt
      Kostüme: Petra Goldflamová-Štětinová

      Repertoire 2019/20 (Oper):

      Janáček-Theater:
      Antonín Dvořák / Rusalka
      Charles Gounod / Faust
      Leoš Janáček / Jenůfa
      Leoš Janáček / Příhody lišky Bystroušky = Das schlaue Füchslein
      Leoš Janáček / Káťa Kabanová (Inszenierung von Robert Carsen!)
      Bohuslav Martinů / Hry o Marii = Marienspiele
      Francis Poulenc + Bohuslav Martinů / La voix humaine = Die menschliche Stimme + Fragmente aus Juliette
      Amilcare Ponchielli / La Gioconda
      Giacomo Puccini / Madama Butterfly
      Giacomo Puccini / Tosca
      Kaija Saariaho / L’amour de loin = Die Liebe aus der Ferne
      Bedřich Smetana / Prodaná nevěsta = Die verkaufte Braut
      Giuseppe Verdi / Don Carlos
      Giuseppe Verdi / Aida

      Mahen-Theater:
      Antonín Dvořák / Čert a Káča = Die Teufelskäthe
      Wolfgang Amadé Mozart / Così fan tutte
      Pjotr Iljitsch Tschaikowski / Pique Dame
      Gioachino Rossini / Il barbiere di Siviglia

      Výstaviště (Messegelände):
      Bedřich Smetana / Libuše (3mal um 17:00!)

      Reduta-Theater:
      Michal Nejtek / Benimmregeln in einer modernen Gesellschaft
      Eberhard Streul / Papagno spielt auf der Zauberflöte
      Jiří Teml / Der gestiefelte Kater

      Špilberk:
      Georges Bizet / Carmen
      Oskar Nedbal / Polenblut
      Gioachino Rossini / Il barbiere di Siviglia
      Giuseppe Verdi / Nabucco
      Giuseppe Verdi / La traviata

      Spielstätte unbekannt:
      Georges Bizet / Carmen
      Giacomo Puccini / Turandot.

      Link: Homepage
    • Sadko schrieb:

      Leoš Janáček / Káťa Kabanová (Inszenierung von Robert Carsen!)
      Diese Inszenierung war vor ca. 10 Jahren in Köln zu sehen (Carsen verscherbeltexportiert seine Sachen ja gerne zigfach in alle Welt). Kennst Du die? Eine seiner besten Inszenierungen, mE. Der damalige Kölner Intendant meinte damals, es sehe zwar nicht so aus, aber das sei das komplizierteste Bühnenbild seiner Laufbahn gewesen.

      Scheint viel los zu sein in Brünn!
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Ja, diese Inszenierung gibts nicht nur in Brünn, das stimmt :D Ich persönlich hab nichts dagegen, wenn Inszenierungen übernommen werden, sofern es sich um gute Arbeiten handelt. Ja, ich hab diese Káťa am 11. Nov. 2018 in Brünn gesehen und war begeistert! Eine tolle Arbeit. Dass das Bühnenbild sehr kompliziert ist, glaub ich gern (und es schaut auch dementsprechend aus!), es ist ja nicht so ohne, eine Bühne unter Wasser zu setzen. Aber es schaut toll aus, und insgesamt hat mich die Aufführung sehr berührt (vor allem die Schluss-Szene). Das liegt nicht nur am Werk, denn die Wiener Káťa von André Engel lässt mich vollkommen kalt.

      Quasimodo schrieb:

      Scheint viel los zu sein in Brünn!
      Ja, ich finde das Programm dort ziemlich interessant. Grandios finde ich die dortige Schlaue-Füchslein-Inzenierung von Jiří Heřman, der dort Operndirektor ist. Also bin ich gespannt, was er aus dem Rosenkavalier und der Griechischen Passion macht!
    • Talestri schrieb:

      Die gibt es noch bis zum 17. Mai bei Operavision zu sehen.
      Jaa, ich weiß, ich freue mich darüber! Danke für den Hinweis. Gibts auch derzeit noch hier auf Youtube: Link.
      Falls sich jemand den Link anschaut, würde ich mich über eine Diskussion darüber sehr freuen (es gibt viel, was man über diese Inszenierung sagen kann), aber dann lieber in einem passenden Thread, am besten hier. Förster und Füchslein sind Svatopluk Sem und Jana Šrejma Kačirková, die gefallen mir super! Ich war bei dieser übertragenen Vorstellung live vor Ort.
    • Oper Leipzig

      Wenige, aber beachtenswerte Opernpremieren in Leipzig:
      • Donizetti: L'elisir d'amore
        P: 14.9.2019, Opernhaus
        ML: Giedrė Šlekytė
        R: Rolando Villazón
      • Wagner: Tristan und Isolde
        P: 5.10.2019, Opernhaus
        ML: Ulf Schirmer
        R: Enrico Lübbe
      • Über.Leben!
        (Szenisches Chorprojekt mit Musik von Bach, Poulenc, Schostakowitsch, Schönberg u.a.)
        P: 14.2.2020, Schaubühne Lindenfels
        ML: Thomas Eitler-de Lint
        R: Patrick Bialdyga
      • Ullmann: Der Sturz des Antichrist
        P: 21.3.2020, Opernhaus
        ML: Matthias Foremny
        R: Balász Kovalik
      • Mozart: Die Zauberflöte
        P: 2.5.2020, Opernhaus
        ML: David Reiland
        R: Barbora Horáková Joly
      • Strauss: Capriccio
        P: 28.6.2020, Opernhaus
        ML: Ulf Schirmer
        R: Jan Schmidt-Garre
      Spielzeitheft auf Issuu
    • Sadko schrieb:

      Das würde mich interessieren, auch wenn das Stück angeblich nicht der Ultra-Reißer ist. Mal schauen, ob ein Termin für mich machbar ist!
      Sehr viele Gelegenheiten gibt es nicht, dieses "Bühnenweihfestspiel" (eines der wenigen Stücke, die diese Gattungsbezeichnung führen) mal auf der Bühne zu sehen. Vermutlich wird man auf eine nächste Produktion wieder sehr lange warten müssen. Leipzig spielt auch nur vier Vorstellungen, wenn ich es richtig sehe...