Boris Tischtschenko - Sinfonische Musik des 20.Jhd aus Leningrad

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Informationen zum Capriccio-Verein als Betreiber des Forums finden sich hier.
    • Boris Tischtschenko - Sinfonische Musik des 20.Jhd aus Leningrad

      Dieser Thread soll mit der Zeit einen Überblick über das sinfonische Werk von Boris Tischtschenko verschaffen.
      Da zu erwarten ist, das die Resonanz nicht so riesig sein wird, reicht erst einmal ein Thread für alle sinfonische Werke.

      :thumbsup: Durch maticus höchst dankenswerte (mehrfache) Beiträge in "Heute gehört", wurde ich nämlich auch von Tischtschenkos genialer Sinfonie Nr. 7 (1994) infiziert ... jedenfalls mit solcher Begeisterung, dass es mir Wert ist diesen neuen Faden zu eröffnen.


      *** Boris Tischtschenko wurde 1939 in Leningrad geboren und starb 2010 ebendort (St.Petersburg). Er studierte von 1964 - 1963 am Leningrader Konservatorium Komposition und war von 1962 - 1965 Aspirant bei seinem grossen Lehrmeister Schostakowitsch. Ab 1965 lehrte er dann selbst am Leningrader Konservatorium.

      Er schrieb von 1961 - 2010 9 numerierte Sinfonie und eine Serie von 5 Dante - Sinfonien nach Dantes Göttlicher Komödie von 1997 - 2005; sowie zahlreiche Solokonzerte (2 VC, 2 CC, 3 KK, 1 Harfen-K) und Bühnen und Schauspielmusiken; Sinf.Dichtungen und Programmsinfonien.

      Sinfonien:
      • Sinfonie Nr. 1 op. 20 (1961)
      • Sinfonie Nr. 2 op. 28 „Marina“ für Chor und Orchester (1964)
      • Sinfonie Nr. 3 op. 36 für Kammerorchester (1966)
      • Sinfonie Nr. 4 op. 61 mit Sprecher (1974)
      • Sinfonie Nr. 5 op. 67 (1976)
      • Sinfonie Nr. 6 op. 105 für Sopran, Alt und Orchester (1988)
      • Sinfonie Nr. 7 op. 119 (1994)
      • Sinfonie Nr. 8 op. 149 (2008)
      • Sinfonie Nr. 9 (2008–10, Fragment orch. Swetlana Nesterowa)

      • „Französische Sinfonie“ nach Anatole France op. 12 (1958), rev. als op. 116 (1993)
      • „Sinfonia robusta“ op. 46 (1970)
      • „Die Belagerungschronik“, Sinfonie op. 92 (1984)
      • Fünf Dante-Sinfonien nach Dantes göttlicher Komödie op. 123 (1996–2005):
        • Nr. 1 „Einleitung“ op. 123 Nr. 1 (1997)
        • Nr. 2 „Inferno: Erster bis Sechster Kreis“ op. 123 Nr. 2 und 3 (2000)
        • Nr. 3 „Inferno: Siebter bis Neunter Kreis“ op. 123 Nr. 4 (2001)
        • Nr. 4 „Purgatorio“ op. 123 Nr. 5, 6 und 7 (2003)
        • Nr. 5 „Paradiso“ op. 123 Nr. 8, 9 und 10 (2005)
      • Pusckkin-Sinfonie“ op. 125 (1998, nach „Der Tod von Puschkin“ op. 38)
      • Sinfonische Dichtungen


      Konzerte:
      • Klavierkonzert op. 21 (1962)
      • Konzert für Violine, Klavier und Streichorchester op. 144 (2006)
      • Konzert für Klavier, Flöte und Streichorchester op. 54 (1972)
      • Violinkonzert Nr. 1 op. 9 (1958), rev. als op. 29 (1964)
      • Violinkonzert Nr. 2 op. 84 „Violinsinfonie“ (1981)
      • Violoncellokonzert Nr. 1 op. 23 für Violoncello, 17 Bläser, Schlagzeug und Orgel (1963)
      • Violoncellokonzert Nr. 2 op. 44 Nr. 1 für Violoncello, 48 Violoncelli, 12 Kontrabässe und Schlagzeug (1969), rev. für Violoncello, Streichorchester und Schlagzeug als op. 44 Nr. 2 (1979)
      • Harfenkonzert op. 69 (1977)


      Bühnenmusik:
      • Die gestohlene Sonne“, Oper op. 40 (1968)
      • „Die Küchenschabe“, Komische Oper op. 41 (1968)
      • „Die Zwölf“, Ballett op. 25 (1963)
      • „Jaroslawna (Die Sonnenfinsternis)“, Ballett op. 58 (1974)
      • Schauspiel- und Filmmusiken



      :cincinsekt: Zunächt komme ich folgend zum EinstiegSwerk - der Sinfonie Nr.7 ...
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Tichtchenko - Sinfonie Nr.7 op.119 (1994)

      Wenn ich es mir recht überlege ist diese Naxos-CD sogar meine Best Buy 2018 und meine :thumbsup: erfreulichste Neuentdeckung des Jahres zugleich.
      Tischtschenko (wie man ihn auch schreibt) war Schüler von Schostakowitsch (genau wie mein Favorit Andrei Eshpai) ... was soll da bei dem solchem Lehrmeister auch noch schief gehen ?

      Ich habe derzeit vorab "nur" die MP3-Dateien vorliegen ... die CD liegt morgen unterm Weihnachtsbaum.


      Die Sinfonie umfasst 5 Sätze mit den Bezeichnungen Mouvement (die Satzbezeichnungen habe ich zur Einschätzung selber nach meinen den Hördurchgängen hinzugefügt):
      Mouvement 1: Moderato con spirito
      Mouvement 2: Scherzo - Allegro von brio
      Mouvement 3: Adagio - Andante
      Mouvement 4: Allegretto
      Mouvement 5: Allegro

      Trotz der modernen und höchst eigenständigen Tonsprache, mit teils atonalen "Sounds", ist das Werk voll geniessbar und macht entfacht bei mir einen Riesenhörspass. Die Linie von Schostakowitsch wird quasi fortgesetzt. Die positive Sinfonie erinnert machmal an den Spielwitz Schostakowitcch´s Neunter mit seiner leichtfüssigen Sinfonik. Besonders der 2.Satz = ein geniales Scherzo in dem das zahlreiche Schlagzeug seinen Einsatz findet, hat es mir absolut angetan.
      Die Sinfonie ist an keiner Stelle langweilig - - - grosse Sinfonie des 20.Jhd.

      Die Klangqualität der NAXOS-CD gehört zum Besten, was ich je auf einer Naxos - CD zu hören bekommen habe. (Davon hätten sich die LSO-Toningeniere der Sibelius-Sinfonien _ GA mit Colin Davis (LSO LIVE, 2004) , die ich seit ein paar Tagen auf SACD und BluRay habe ... die Pauken klingen dort unangemessen weich !)


      NAXOS, 2004, DDD


      Die Sinfonie Nr.7 ist ein Volltreffer von Tischtschenko und durchaus als Anfangssinfonie geeignet. Ich bin jetzt gespannt auf weiteres von Titschtschenko ... leider werden die weiteren Sinfonien und Werke nicht in einer so guten Qualität angeboten (wenn überhaupt).


      Folgender Kritik kann ich mich nur vollumfänglich anschliessen:

      Ein Klassikhörer schrieb:

      Tischtschenko ist ein weiteres Beispiel für einen zeitgenössischen Komponisten, der sich einen festen Platz in Konzertsälen und CD-Regalen sichern könnte, wenn er nur eine Chance bekäme ...
      Die originelle Sinfonie Nr. 7 aus dem Jahr 1994 könnte man als postmodern einordnen: Sie führt teilweise die Linie Schostakowitschs fort (dessen Schüler Tischtschenko war)und reichert sie mit vielfältigen neuen Elementen an. Die Stilmittel reichen von romantischer Melodik über sowjetischen Jazz bis zum fröhlich-ironischen Marsch im Finale, der fast an ein Kinderlied erinnert - dass die Sinfonie großes Ohrwurmpotential hat, ist also keine Überraschung, auch in Anbetracht der pikanten Instrumentierung. Tischtschenko schafft es, diese spritzige Mischung in eine sinnvolle Gesamtanlage einzubinden; auch sind in den fünf Sätzen noch traditionelle Satztypen erkennbar.

      Die Moskauer Philharmoniker unter Yablonsky spielen mit ordentlich Biss, was der Musik sehr gut bekommt. Auf CD ist derzeit leider nicht viel von Tischtschenko erhältlich, und manche dieser vor allem russischen Aufnahmen leiden unter der dürftigen Tonqualität, auf dieser CD ist sie glücklicherweise tadellos.

      Aufgrund alldessen kann ich diese Aufnahme nur wärmstens empfehlen; sie dürfte zum besten zählen, was derzeit an Tischtschenko-Aufnahmen erhältlich ist und ist auch sehr gut zum Kennenlernen seiner Musik geeignet.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • In diesem Buch von Boris Yoffe gibt es ein längeres Unterkapitel über Tischtschenko. Wenn ich mal mehr Zeit habe (bin die nächsten Tage im Urlaub), dann kann ich mal mehr dazu (daraus) schreiben.

      Yoffe geht etwas kritisch mit ihm um. Mal so frei aus dem Gedächtnis: Er schreibt, dass in der Tauwetterperiode die Leningrader Schule im Gegensatz zur Moskauer recht traditionell und konservativ geblieben sei. Dazu gehörte u. a. auch Tischtschenko. Allerdings hätte er den Status als Schostakowitschs Lieblingsschüler innegehabt und in Leningrad waren seine Konzerte ausverkauft, auch ganz im Gegensatz zu Moskau und dem Rest der Welt, in der Tischtschenko eher unbekannt blieb. Tischtschenko habe sich wohl nicht aus dem musikalischem Rahmen bewegt, den Schostakowitsch abgesteckt hatte. Zudem sei bei Tischtschenko Ironie und Satire oft sinnentleert, da sich die politischen Vorgaben für die Musik ja geändert hätten. --- So ganz grob, mit meinen Worten...

      Mich stört eine "Sinnentleerung" von Ironie nicht so sehr, da für mich persönlich Ironie in der Musik mehr Ausdruck als Kritik darstellt, also mehr im Sinne von Groteske. Insofern mag ich die 7. Sinfonie außerordentlich, und es freut mich, @Wolfgang, dass sie Dir nun auch sehr gefällt. Aber von einem theoretischen Standpunkt aus betrachtet ist es wohl so, dass Tischtschenko nicht weit über Schostakowitsch hinausgeht. Und immerhin wurde die 7. Sinfonie fast 20 Jahre nach Schostakowitschs Tod geschrieben, der in seinem letzten Jahrzehnt selbst schon ganz andere Musik schrieb. Mich als Musikkonsument stört das freilich wenig...

      Ich habe bei Yoffe nicht den Eindruck gewonnen, dass es etwas "besseres" als die 7. Sinfonie von Tischtschenko geben sollte. Aber dazu irgendwann mal mehr...

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Lieber Wolfgang/teleton
      vielen Dank für diesen wichtigen Thread. Ich habe in meiner Sammlung außer der 7. Symphonie zwei schon lange vergriffene Melodiya CDs stehen, die Symphonie Nr. 5 mit Roshdestvensky (1985) und das hammerharte 2. Violinkonzert mit Stadler und Sinaisky (1986). Muss ich alles mal wieder auflegen.
      Schöne musikerfüllte Weihnachtstage wünscht
      Lutz
    • Boris Tischtschenko Symphonie Nr. 5

      Die fünfte Symphonie von Tischtschenko entstand 1976 unmittelbar als Reaktion auf den Tod des Lehrers DSCH. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Symphonie zahlreiche Fastzitate des Lehrers enthält. Das fünfsätzige dreiviertelstündige Werk wird (zumindest in dieser Live-Aufnahme) ohne Pause gespielt.

      Das eröffnende Prelude bringt langgezogene Holzbläserkantilenen (Englischhorn, Klarinette, Flöte) wie sie auch vom Vorbild bekannt sind, unterbrochen werden diese durch kurze, blockhafte Orchestereinschübe.
      Der 2. Satz Dedication ist ebenfalls weitgehend lyrisch gehalten und zeigt die Nähe auch zur Musik von Weinberg und Schnittke u.a. durch (für meine Ohren) alleatorische Abschnitte. Die Sonata ist ein scherzohafter Satz der an entsprechende Sätze aus der 8. und 10. Symphonie erinnert. Das Interlude ist fast wörtlich dem spannungsgeladenen Eröffnungssatz der 11. Symphonie entnommen. Anschliessend ein Walzerrondo, das im Stil der 15. Symphonie daherkommt.

      Was dem Werk m.E. etwas fehlt ist eine kohärente auf einen Höhepunkt zulaufende Struktur, es wirkt episodenhaft. Als Nachklang zum Werk des Lehrers trotzdem hörenswert. Und durch Roshdestvensky erwartungsgemäß stimmig umgesetzt, der Klang ist gut, manchmal ein wenig schrill in den Höhen. Das Publikum hört man nur an wenigen Stellen. Leider ist die Aufnahme derzeit über den Werbepartner nur zum Mondpreis erhältlich. Selbst bei Discogs wird man nicht fündig.
    • Sinfonie Nr.5 (1976)

      Lieber Lutz,

      wenn man die Siebte von Tischtschenko gehört hat, dann fällt mir nur Eins ein: "Mehr davon !!!"

      Folglich habe ich mit bei YT nun alles mögliche sinfonisch Verfügbare herauntergeladen: Darunter das Violinkonzert Nr.1 und Nr.2 (1982), Cellokonzert Nr.1, die Dante-Sinfonie Nr.1, Die Sinfonie Nr.8 und diese Sinfonie Nr.5 (1976).



      Die auf einen Höhepunkt zulaufende Struktur fehlt mir auch - 8o der 3. Satz Sonata hat es aber voll drauf; :thumbup: auf jeden Fall eine weitere hörenswerte Sinfonie, die in der Tat von Roshdestwensky/ Orchester des Kulturministeriums der UDSSR fulminat in Klang gesetzt wird. Ich habe mir parallel auch die neue Aufnahme mit Botstein / American PO geladen.
      Die hat nicht ganz den Biss wie Roshdestwensky, aber ist dafür klanglich besser und von daher auch gut.

      Die Sinfonie Nr.5 mit Roshdestwensky gibt es bei YT in einzelnen Sätzen (nur blöd beim Hören mit den Pausen, weil die Sätze ineinander übergehen), oder in dieser Version von "Kratzware"(LP) aufgenommen in einem Zugriff:
      Sinfonie Nr.5 mit Roshdestwensky
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Sinfonie Nr.8 (2008)

      Die Sinfonien Nr.1 -8 von Tischtschenko (wenn man Tichchenko eingibt findet man mehr) gibt es in u.a. russische Aufnahmen auf dem Labeln OLYMPIA, Northern Flowers und Melodiya. Leider existiert keine GA. Wenn man sich alle Sinfonien und dann auch noch die Serie der DANTE-Sinfonien zulegt, wird es recht kostspielig und man weis vorher auch nicht immer ob die jeweiligen Aufnahmen auch inhaltlich + klanglich zufriedenstellen können. Die genannten CDs sind einzeln nur recht hochpreisig zu ergattern.

      :) Deshalb hatte ich mir zum Kennenlernen alles sinfonisch Verfügbare heruntergeladen. 8o Da sind so manche Leckerbissen dabei ... ;) aber nicht alles !
      Leider sind einige YT-Videos der Sinfonien von LP überspielt und deshalb auch klanglich ... sagen wir "gewöhnungsbedürftig".

      Inwischen gibt es von den aktuellen Neuaufnahmen bei NAXOS neben der herausragenden Sinfonien Nr.7 auch die Sinfonie Nr.8 (2008) hier mit dem St.Petersburg PO / Yuri Serov.
      Lutz berichtete bei Capriccio ebenfalls von dieser Neuerscheinung.

      Ich hatte bereits 2018 die Sinfonie Nr.8 mit Serov gehört. ... heute noch einmal ...
      Die Sinfonie hat drei kurze Sätze und dauert knapp 19MInuten:
      1. Andante - Allegro
      2. Andante
      3. Allegro
      Sicher auch ein ganz nettes nicht uninteressantes Werk, leider mit so manchem langatmigen Geplänkel mit wenigen Spannungsmomenten, die mich wirklich positiv aufregen könnten. Der Kontrast zum Vorganger könnte nicht grösser sein ...

      8) Letztendlich habe ich mich nicht für den Kauf der NAXOS_CD aufraffen können: Bei der Sinfonie Nr.8 fehlt mir deutlich der Whow-Effekt, wie bei dem grossen gelungenen Wurf = die Sinfonie Nr.7 (1994).
      :alte1: Nicht ohne Grund hat sich NAXOS mit Yablonsky für die Ersterscheinung einer Tischtschenko-Sinfonie für diese entschieden !
      :huh: Die weitere Kopplung auf der CD fand ich auf den ersten Blick weniger kaufanregend. Bei einer GA (wenn es die denn gäbe) nehme ich natürlich gerne alles mit ...


      NAXOS, 2015, DDD
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Tischtschenko: Violinkonzert Nr.2

      Wieland schrieb:

      Das erste Violinkonzert von Tishchenko kenne ich noch gar nicht, das zweite ist der Hammer.
      Dem kann ich nur Zustimmen, lieber Wieland (Lutz).
      Obwohl ich die Stadler / Sinaisky - Aufmnahme bereits vor 2Jahren runtergeladen hatte, habe ich das VC Nr.2 erst heute erstmalig ganz gehört.
      Angeregt durch deine Worte.

      Das VC 2 ist ja mit 54 Minuten ein Monsterkonzert das anfangs nicht direkt anspringend wirkt. Das ändert sich dann im Verlauf aber ins positive.
      Der Hammer besteht darin, das Tischtschenko innerhalb des Werkes (die Sätzteile gehen ineinander über) einen grossen Bogen spannt, der sehr kurzweilig wirkt und packenenden Entladungen a´la Schostakowitsch einfügt.Ich war nach dem letzten Höhepunkt erstaunt, dass schon 50Min vorüber waren.
      Dass ich aber auch eine kleine Kritik anmerken möchte, dürfte kaum einen verwundern. Meine Erwartungshaltung war etwas anders. Ich hatte erwartet, das er den Bogen noch weiter spannt und einen Schluss in voller Entladung mit allem Tamtam servciert. Der ruhige recht belanglose Schluss hat so für mich kein Fragezeichen gesetzt.
      :thumbup: Aber ansonsten ein tolles Werk des ausgehenden 20.Jhd.


      OLYMPIA, ADD




      Ich glaube eine Westaufnahme würde hier beim VC, wie auch bei der Sinfonie Nr.5 mit Roshdestwensky, zu harmlos wirken. Das muss mit einem russuschen Orchester gespielt werden um wirklicvh zu packen.

      Der Solist Stadler passt genau dazu und ist für Überraschungen gut. Seine Interpretation des Schostakpowitsch VC 1 ist auch der Hammer, wenngleich das wegen meiner Prägung für andere Aufnahmen (Oistrach und Vengerov) wegen Stadlers Extravaganzen nicht mein Favorit ist.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang