"Ein Klavier, ein Klavier": Jeden Tag eine Klaviersonate / ein Soloklavierwerk

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    • Schöner Thread zur rechten Zeit. :) Da ich gerade dabei bin, meine komplette CD-Sammlung einmal durchzuhören, und ich sowieso überwiegend Solo-Klavierwerke besitze, werde ich wohl häufiger hier in Zukunft auftauchen. Ich bin noch nicht weit gekommen, genauer gesagt erst bei der 7. CD, seit ich diesen Vorsatz zum neuen Jahr gefasst hatte. Macht nix, macht mir auf jeden Fall Spaß, alte Schätze wieder zu entdecken.

      Zur Zeit läuft hier Alkan mit Hamelin. Ich wusste gar nicht mehr, wie schön und poetisch die Grande Sonate ist. Ein komplexes, trotzdem gefälliges und einnehmendes Werk, und ich hatte immer das Gefühl, dass Hamelin der perfekte Alkan-Interpret ist.

      :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
    • Jetzt noch das Concerto for Solo Piano. Auch komponiert von Alkan und gespielt von Hamelin. Das Werk klingt grausam schwierig und extrem komplex. Wahnsinn, wie unangestrengt Hamelin dieses Monstrum meistert! 49:35 voller Widrigkeiten und trotzdem den Überblick gewahrt und alles als großes Ganzes präsentiert. Richtig große Kunst! :verbeugung1:

    • Ein später Dank nun auch von mir für diesen Thread! :top:

      Gestern noch:



      Aaron Copland:
      Piano Sonata
      Leonard Bernstein
      RCA Studio 2, New York City, 22.1.1947

      Gibt pianistisch und ausdrucksintensiv ganz schön was her, und Leonard Bernsteins spielt´s mit Herzblut. Wieder einmal ganz mein´s!
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Diese Chopin-Aufnahmen sind so ziemlich das Beste , was ich von Michael Levinias kenne . ( Sein WTC kenne ich nicht ) .

      Kein Bild möglich , daher :
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      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Ich behalte mir das Recht vor , Fehler zu machen .
    • Im Zuge des Wiederentdeckens und Wiederhörens meiner CD-Sammlung habe ich mir auch vorgenommen, öfter als in der Vergangenheit einen Blick in die Booklets zu werfen. Im Falle der Alkan Esquisses op. 63 erwies sich dieser Vorsatz als erhellend, schon Steven Osbornes Vorwort gefällt mir sehr.

      Osborne hatte Alkan mit der Symphonie für Soloklavier kennengelernt und dem Komponisten daraufhin „misstraut“. Er konnte diesem Monstrum mit seiner extremen Virtuosität keinen Sinn abgewinnen und stempelte Alkan zu einem „Showman“ ab.

      Umso verwunderter war er später, als er die Esquisses kennenlernte und darin „charaktervolle, redliche, humorvolle, ja schöne Musik“ entdeckte.

      Er schreibt weiter (Auszug): „Statt der virtuosen Monstrositäten, die ich erwartet hatte, fand ich schlichte Tänze und Melodien vor, ergreifende Fragmente, brillante (doch zugleich prägnante) Etüden sowie eine außerordentliche Vielzahl an Charakterstücken. Und mir wurde auch klar, dass Alkan die Fähigkeit besaß, diesen kurzen Werken Bedeutsamkeit einzuhauchen - oder Emotion oder wie man jenes Merkmal auch nennen mag, das in uns den Funken des Erkennens hervorruft und von dem ich bislang geglaubt hatte, es gehe seiner Musk ab.“

      Als er sich daraufhin weiter mit Alkans Leben und Werk beschäftigte, wurde Osborne klar, dass Alkan das genaue Gegenteil eines Showmans war - „weltabgewandt, ein nüchterner Interpret und beinahe puritanisch strenger Komponist. Trotz ihrer unleugbaren Virtuosität fehlt seiner Musik der Lisztsche Hang zur Übertreibung fast völlig.“ :)

      Besser als Osborne dies in seinem Vorwort beschreibt, kann man Alkans Musik kaum charakterisieren, und man spürt, wie er sich diesem Komponisten verbunden fühlt. Ganz wundervoll beschrieben!

      Und natürlich wundervolle Musik. :verbeugung1: Meine letzte Alkan-CD. Schade, diesen Komponisten werde ich mir für die Zukunft für eine intensivere Beschäftigung vormerken.

    • Braccio schrieb:



      Bei mir gebändigt von Vincenzo Maltempo
      Die Alkan-Maltempo-Aufnahme habe ich auch schon mal gehört (ich besitze noch seinen Schumann; gefiel mir gut, muss ich mal wieder hören). Ohne Zweifel ein toller Interpret, gleichwohl reicht auch er m.E. nicht an Hamelins überragende Dynamik und seine Mühelosigkeit in den schnellen Passagen heran. Da ist Hamelin ein echtes Phänomen.

      Ich hatte das Glück, Hamelin 2-mal live in einem recht intimen Rahmen spielen zu hören. Seine Technik und Souveränität (die ist fast noch erstaunlicher als seine fulminante Technik) sind nicht von dieser Welt. Hamelins Klavierspiel hat etwas so Selbstverständliches und strahlt so viel Sicherheit aus, dass man augenblicklich das Gefühl hat: Genau so ist es richtig. Nicht einen Moment glaubt man, dass er sich jemals verspielen könnte, dass er irgendwie seiner Sache nicht sicher sei. Er ist stets absolut Herr der Lage, hochkonzentriert, seine ganze Energie scheint vollkommen auf die Hände gebündelt zu sein. Da gibt es keine unnötigen Gesten, nur die Augenbrauen zucken gelegentlich und verraten ein wenig von der Anspannung, unter der er steht.

      Hamelin ist beileibe nicht mein Lieblingspianist (ganz vorn ist da immer noch Sviatoslav Richter, dann kommen vielleicht ABM und Pollini), aber vor Hamelin habe ich die allergrößte Hochachtung. Sein Spiel hat etwas so Uneitles und gleichzeitig Bezwingendes, dass ich mich dem kaum entziehen kann. :verbeugung1:

      Ähm, ich weiß nicht, wieso ich gerade darauf komme. :/ Macht nix, es bleibt so stehen. :D
    • Cosima schrieb:

      Die Alkan-Maltempo-Aufnahme habe ich auch schon mal gehört (ich besitze noch seinen Schumann; gefiel mir gut, muss ich mal wieder hören). Ohne Zweifel ein toller Interpret, gleichwohl reicht auch er m.E. nicht an Hamelins überragende Dynamik und seine Mühelosigkeit in den schnellen Passagen heran. Da ist Hamelin ein echtes Phänomen.
      Glaube ich gern. Der Hyperion-Katalog ist leider bei Qobuz nicht verfügbar. Mal schauen - wenn mir Alkan ans Herz wachsen sollte, werde ich mir Hamelin sicher zulegen.
    • Hopp Schwyz.

      Franz Liszt: Années de pèlerinage - 1ère année: Suisse

      Jorge Bolet


      (Die bekannte Decca-Aufnahme ...)

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Hammerklaviersonate macht anspruchsvoll. Von ihr berührt, wird man ungeduldig gegenüber vielem Mittelmäßigen und Mäßigen, das sich wer weiß wie aufspielt und doch nichts anderes ist als eine höhere Form der Belästigung. (Joachim Kaiser)
    • bzw.
      (AD: 27./28. Juni & 02./03.& 09. - 11. Juli 2001, Doopsgezinde Gemeente Deventer, NL)

      daraus CD Nr. 3:
      Lyrische Stücke Bücher VIII op. 65, IX op. 68 & X op. 71

      Håkon Austbø, Klavier


      Armin
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

    • (AD: 1974, All Saints' Church, Petersham [opp. 5 & 17])

      Suite Nr. 1 für 2 Klaviere, op. 5

      Vladimir Ashkenazy & André Previn, Klavier

      &


      (AD: 28./29. April 1959 [Balladen] & 25./26. März 1956 [Scherzi], Manhattan Center, New York City)

      Scherzo Nr. 1 h-moll, op. 20

      Arthur Rubinstein, Klavier


      Armin
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Danke für den nachhaltigen Hinweis auf Charles Alkan. Ich hatte ihn immer unter Virtuosengetümmel eingeordnet, die von Cosima dankenswerterweise wiedergegebenen Worte von Osborne geben ziemlich genau mein Vorurteil wieder. Die Esquisses sind zauberhaft, habe sie gleich bestellt. Und dazu diese:



      Für mich als Bearbeitungsfreak ein gefundenes Fressen, die Schnipsel klingen hochinteressant, vor allem die Bearbeitungen von KV 464 und 466 :sofa1:

    • (AD: Oktober 1990, Blackheath Concert Halls, London)

      Dmitri Schostakowitsch: 24 Präludien, op. 34
      Charles-Valentin Alkan: 25 Präludien, op. 31

      Olli Mustonen, Klavier


      Armin
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)