"Ein Klavier, ein Klavier": Jeden Tag eine Klaviersonate / ein Soloklavierwerk

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    • Gestern noch:



      Alexander Scriabin:
      Klaviersonate Nr. 2 gis-Moll op. 19 (Sonate-Fantaisie)

      Die Ivo Pogorelich Aufnahme finde ich atemberaubend gut, vielfach wie improvisiert, aus dem Augenblick heraus, geheimnisvoll und voller Innenspannung.
      Maria Lettberg spielt so wie ich es höre (erwartbar) erdiger, "normaler", für den Laien nachvollziehbarer als Pogorelich. Sie ist eine gewissenhafte "Arbeiterin", und ihr zupackend herzhafter Ansatz nimmt sehr wohl auch für sich ein. Freue mich hier auf weitere Entdeckungen in den nächsten Wochen.

      Bei der 3. Sonate dann auch Horowitz, darauf bin ich besonders gespannt.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Heute wieder Vladimir Rebikov , diesmal gespielt von Anthony Goldstone . Natürlich Überschneidungen mit den Aufnahmen von Anatoly Sheludyakov , aber da die beiden Pianisten doch in ihrem Spiel sehr unterschiedlich sind , kein Problem . Mir ist vielleicht der etwas weniger "gemüthafte" Engländer näher . Goldstone hat eine ganze Serie von Aufnahmen mit teilweise recht selten gespielten Werken russischer Komponisten aufgenommen , die für Interessierte einiges zu bieten haben . Überhaupt sind seine hinterlassenen Aufnahmen - er verstarb vor 3 Jahren - , teilweise als Partner seiner Frau Caroline Clemmow - nicht nur wegen des oft etwas ausgefallenen Repertoires , sondern wegen ihrer Qualität hörenswert .


      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )


    • Erik Satie:
      6 Gnossiennes, 5 Grimaces ..., 3 Gymnopédies, Je te veux, 3 Sarabandes, ...
      Olga Scheps

      Gut. Aber vielleicht doch etwas zu "russisch" und zu wenig "französisch"?


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      In mir steckt noch ganz viel Zeug hier drin fest, Gefühle und so. --- Nick Tschiller
    • Scriabin ist das Thema . Ich höre mich durch 2 Rundfunkmitschnitte vom 6.1.& 27.4.2015 aus der Whigmore Hall in London . ( BBC Radio 3 live in Concert )
      Es spielt Garrick Ohlsson , der in den letzten Jahren auf Bridge und Hyperion wohl fast das gesamte Klavierwerk von Scriabin eingespielt hat .
      An diesen beiden Abenden bringt er alle 10 Sonaten zu Gehöhr , dazwischen eingefügt sind Etudes , Preludes und auch ein Poem . Die Progammzusammenstellung macht für mich viel von dem Reiz und Vergnügen aus , den mir diese Mitschnitte bereiten . Ohlsson ist da eine sehr schöne Reihenfolge gelungen , und die Live-Atmosphäre trägt zur Spannung bei . Höre ich lieber als die Studio-Aufnahmen . Hats off to Mr.Ohlsson !
      1.Abend
      Prelude in A minor Op. 11 No. 2
      Piano Sonata No. 2 in G# minor Op. 19
      Étude in Bb minor Op. 8 No. 11
      Étude in Db Op. 8 No. 10
      Piano Sonata No. 4 in F# Op. 30
      Piano Sonata No. 7 in F# Op. 64 'White Mass'
      Désir Op. 57 No. 1
      Piano Sonata No. 6 in G Op. 62
      Étude in Db Op. 42 No. 1
      Étude in C# minor Op. 42 No. 5
      Fragilité Op. 51 No. 1
      Piano Sonata No. 5 in F# Op. 53


      encore - Scriabin: Etude op.2 no. 1
      encore - Scriabin Etude Op. 8 No. 12
      encore - Scriabin Etude opus 42 no. 3

      2.Abend
      24 Preludes Op. 11: No. 15 Prelude in D flat major
      Piano Sonata No. 1 in F Minor Op. 6
      2 Pieces Op. 59: II. Prélude
      Piano sonata No. 8 in A minor Op. 66
      Piano Sonata No. 9 in F major Op. 68 'Black Mass'
      Piano Sonata No. 3 in F sharp minor Op. 23 'Etats d'âme'
      Piano Sonata No. 10 in C major Op. 70 'Trill'
      encore - Poem, Op.32 No.1
      encore - Etude, Op.65 No.3
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • b-major schrieb:

      Scriabin ist das Thema
      Oh ja! Bei mir demnächst wieder mal die 3. Sonate.

      Die letzten Tage zweimal gehört:



      Anna Gourari - Elusive Affinity

      Darauf enthalten:
      Bach: Largo aus Concerto g-moll BWV 975 nach Vivaldi; Adagio aus Concerto d-moll BWV 974 nach Marcello
      Schnittke: 5 Aphorismen für Klavier
      Kancheli: Klavierstücke Nr. 15 & 23
      Schtschedrin: 7 Stücke für Klavier "Diary"
      Pärt: Variationen zur Gesundung von Arinuschka
      Rihm: Zwiesprache

      Persönlicher Höreindruck:
      Eine CD zum Innehalten und vertieften Hineinhören. Groß gespannter Bogen mit den Bach-Eckpfeilern. Poetischer, von hoher Musikalität getragener, nicht protziger interpretatorischer Ansatz. Die weniger bekannten Werke reizvolle Entdeckungen.

      Bin nun gespannt auf weitere Anna Gourari CDs, die Chopin Mazurken, die späten Brahms Stücke, die beiden weiteren ECM Soloalben...
      Herzliche Grüße
      AlexanderK


    • Ludwig van Beethoven: Klaviersonaten
      Nr. 26 Es-Dur Op. 81a "Les Adieux"
      Nr. 27 e-Moll Op. 90
      Nr. 30 E-Dur Op. 109
      Nr. 31 As-Dur Op. 110

      Emil Gilels


      maticus
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      In mir steckt noch ganz viel Zeug hier drin fest, Gefühle und so. --- Nick Tschiller
    • Gestern noch:



      Frédéric Chopin:
      Klaviersonate Nr.3 h-Moll op. 58
      Anna Gourari
      Oktober 2013, Historischer Reitstadel in Neumarkt

      Persönlicher Höreindruck: empfindsam, aus dem Augenblick heraus, eine Poetin am Klavier, ohne etwas ins Kitschige zu verwischen. Was manchen etwas fehlen mag, ist die bei diesem Werk sich allemal anbietende vordergründige konzertante Bravour. Mir fehlt sie hier nicht.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Gestern noch:



      So kurz (7:46 Minuten), so versteckt, so eine für mich wunderbare kleine Entdeckung: diese weitere frühe Klaviersonate von Joseph Haydn, die Klaviersonate A-Dur Hob. XVI:12! Gleich der 1. Satz, ein wunderschön arioses Andante, bezaubert. Im sehr bestimmten Menuetto des 2. Satzes lässt das geheimnisvoll flüchtige Trio aufhorchen. Und der 3. Satz ist ein quirlig-verschmitztes Finale. Ekaterina Derzhavina nahm diese Sonate 1997 beim SR für Profil/Hänssler auf, eine wie ich finde einnehmend klavieristische hochmusikalische Interpretation – wunderbar innig gleich der 1. Satz. Sie spart in diesem Satz die beiden Wiederholungen aus, spielt sie aber im 3. sehr wohl.

      Danach auch noch dieses:



      Anna Gourari spielt so wie ich es höre das Scherzo Nr. 1 h-Moll op. 20 von Frédéric Chopin bei ihrer 2001 bei Koch/Schwann veröffentlichten Aufnahme nicht äußerlich glänzend, als Bravourstück, sondern autistisch psychotisch – ein Mensch, der in sich kauert und droht zu explodieren. Im Trioabschnitt wandelt sich ihr Spiel ins traumhaft Poetische, wie aus einer anderen Welt kommend. Dann geht es zurück in die Psychose, über den (Ravel-Assoziation!) Gibet, den Galgen, eine gespenstische Stelle. Eine mich aufhorchen lassende, sehr persönliche Interpretation. Anna Gourari ist für mich eine, die am Flügel nicht „macht“, sondern „ist“.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Gestern noch:



      Alexander Skrjabin:
      Klaviersonate Nr. 3 fis-Moll op. 23 (1897/98)

      Maria Lettberg
      8.6.2004, Studio 10, Deutschlandradio Kultur, Berlin
      Vladimir Horowitz
      1/1955 New York City, at home
      Anna Gourari
      P. 2005, Münchner Bavaria Studios

      Persönlicher Höreindruck: Lettberg sehr sorgfältig, drängt sich nicht auf. Horowitz blättert ein großes existenzialistisches Seelendrama auf. Im 2. Satz 3. Teil Komplettwiederholung von Teil 1 (machen die anderen nicht). Gourari: Empfindsamer, anders leidenschaftlich persönlicher Ansatz.

      „Zugabe“:



      Frédéric Chopin:
      Mazurka Nr. 13 a-Moll op. 17/4
      Anna Gourari

      Zauberisch verhangen wehmütig, zwischendurch geerdet.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Neu



      Alexander Skrjabin:
      Klaviersonate Nr. 4 Fis-Dur op. 30 (1903)

      Wieder gehört:
      Lazar Berman
      Live 16.2.1962
      Persönlicher Eindruck: 1. Satz wie improvisiert, 2. Satz explosiv.

      Neu gehört:
      Maria Lettberg
      10.3.2004, Deutschlandradio Berlin, Studio 10
      Persönlicher Eindruck: Ganz ausgeglichen, 1. Satz glasklar transparent, 2. Satz wie Ohlsson jazzig swingend beginnend, die Steigerung auch ungleich äußerlich kontrollierter wirkend als bei Berman.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK