"Ein Klavier, ein Klavier": Jeden Tag eine Klaviersonate / ein Soloklavierwerk

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    • Eine eigene Zusammenstellung ("Hausbrand"/77Min.) von Aufnahmen Maria Yudinas aus der Grand Collection No. 4 . Sie war schon sehr eigen .

      Shostakovich : Sonate No.2 / Medtner : Sonaten Teiade op.11 / Myaskovsky : Yellow Leaves op 31 (Auswahl) / Sciabin : Preludes op.11 (Auswahl).

      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Kamikaze - You Yellow Fiend !"
    • Russische Pianisten - Lev Oborin (1904-1974) . Im selben Jahr wie Clifford Curzon geboren , wurde er im Westen zumeist nur als lebenslanger Begleiter von David Oistrakh wahrgenommen ( ihre GA der Sonaten für Klavier und Violine von Beethoven aus 1962 halte ich immer noch für eine der maßstäblichen) . Solo gibt es leider nicht so viel von ihm , daher ist dieses Recital aus Tokio 1963 mit seinem für mich gelungenem Programm ein erfreulicher Fund . Als Lehrer zählte er u.a. Ashkenasy und Boris Berman zu seinen Schülern . Und als Erinnerung an seinen Sieg beim 1.Internationalen Chopin Wettbewerb 1927 gab es noch seine Interpretation der Balladen als Nachschlag .
      Bach : Fantasie & Fuge BWV 903 / Beethoven : Sonate No.31 op.110 / Chpopin : Mazurka No.25 op.33,4 & 51:Notre temps / Rachmaninov : Preludes op.32 No 10, 5 12 / Shostakovich : Preludes op.34 No.10,22,24 / Khachaturian : Toccata. Tokio 1/2/1963

      Chopin Balladen ca.1959 youtube.com/watch?v=kdMRX5vpSCY
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Kamikaze - You Yellow Fiend !"
    • b-major schrieb:

      Russische Pianisten - Lev Oborin (1904-1974)
      Ja, wunderbar! Ein großer Kammermusiker, aber wie schade, dass nur so wenige Aufnahmen mit ihm als Solisten geblieben sind. Hier 1971 mit dem Lied der Lerche von Tschaikowsky youtube.com/watch?v=8ICRPUmXY2o&feature=emb_logo

      Hier nun aber Béla Bartók, die Suite op. 14 sowie die kurze Sonatina, zwei Werke aus dem Zeitraum 1915/1916. Die musikalische Einläutung des Untergangs der habsburgischen Doppelmonarchie.Die Suite knüft ganz deutlich an das Allegro Barbaro an.

      Dezső Ránki, geb. 1951, steht für mich zu Unrecht im Schatten von András Schiff und Zoltán Kocsis.


      youtube.com/watch?v=uQ_VQh-2KLc


      [Blockierte Grafik: https://img.cdandlp.com/2018/05/imgL/119178371.jpg]

      Cheers,

      Lavine
      :wink:
      “I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability.
      Oscar Wilde
    • Beethoven: Sonate Nr. 32 c-moll op. 111 / Sonate Nr. 25 G-Dur op. 79, 2. Satz

      Neu



      Tatjana Nikolajewa, Klavier
      rec. live Salzburg, Kleines Festspielhaus, 18. August 1987

      Diese Aufnahme von op. 111 hätte m.E. nicht veröffentlicht werden dürfen. Solch eine Häufung von Fehlgriffen :neenee1: Sobald es technisch mal ein bisschen anspruchsvoller wird, kann Frau Nikolajewa das Stück manuell einfach nicht bewältigen. Vielleicht wählte sie deshalb auch einen einfach zu spielenden langsamen Satz als Zugabe.
    • Neu

      Nach langer Zeit habe ich mal wieder Michel Béroff mit den Vingt Regards von Messiaen gehört:



      Die Aufnahme entstand an vier Tagen (was für einen solchen Zyklus extrem schnell ist) im Jahre 1969, da war Béroff ganze 19 Jahre alt. Eine unglaubliche Leistung, glasklar, pianistisch absolut unanfechtbar und vor allem in perfekter Balance zwischen rhythmischer Präzision und ausdrucksvoller Gestaltung. Großartig, besser geht es nicht.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Neu

      ChKöhn schrieb:

      Nach langer Zeit habe ich mal wieder Michel Béroff mit den Vingt Regards von Messiaen gehört:



      Die Aufnahme entstand an vier Tagen (was für einen solchen Zyklus extrem schnell ist) im Jahre 1969, da war Béroff ganze 19 Jahre alt. Eine unglaubliche Leistung, glasklar, pianistisch absolut unanfechtbar und vor allem in perfekter Balance zwischen rhythmischer Präzision und ausdrucksvoller Gestaltung. Großartig, besser geht es nicht.
      Die Béroff-Aufnahme mag ich auch sehr! Muss ich mal wieder hören.... Wie es der Zufall hab ich eben die just heute erschienene Rezension zu einer Live-Aufnahme der "Vingt Regards" gelesen, gespielt von der (mir völlig unbekannten) Pianistin Pi-hsien Chen. Der Rezensent ist voll des Lobes und ich hab gedacht, ob ich das mal kaufen sollte (obgleich ich schon eine Reihe von Aufnahmen besitze und das Ding nicht sooooo oft höre). Mal schauen. Hier geht's zu der besagten Rezension.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Neu

      Algabal schrieb:

      Wie es der Zufall hab ich eben die just heute erschienene Rezension zu einer Live-Aufnahme der "Vingt Regards" gelesen, gespielt von der (mir völlig unbekannten) Pianistin Pi-hsien Chen.
      Pi-hsien Chen wurde auch hier schon lobend erwähnt, z. B. von Amfortas und Matthias Oberg, z. B. dort. Ihre Schönberg-Aufnahmen sollen sehr gut sein.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Neu

      Algabal schrieb:

      Wie es der Zufall hab ich eben die just heute erschienene Rezension zu einer Live-Aufnahme der "Vingt Regards" gelesen, gespielt von der (mir völlig unbekannten) Pianistin Pi-hsien Chen. Der Rezensent ist voll des Lobes und ich hab gedacht, ob ich das mal kaufen sollte (obgleich ich schon eine Reihe von Aufnahmen besitze und das Ding nicht sooooo oft höre). Mal schauen. Hier geht's zu der besagten Rezension.
      Ich habe bei Spotify in die Aufnahme reingehört: Nicht schlecht, aber die Begeisterung des Rezensenten kann ich nicht ganz teilen. Ich finde es stellenweise etwas verschleppt, in der Phrasierung nicht immer konsequent (z.B. gleich beim ersten Stück), und rhythmisch oft zu wenig prägnant. Wenn man eine eher "romantische" Alternative zu Béroff sucht, nimmt man am besten die zweite Aufnahme von Yvonne Loriod. Aimard ist natürlich auch sehr gut, aber insgesamt komme ich persönlich immer wieder zurück zu Béroff. Der kommt meinem Ideal vor allem mit dieser gläsernen Klarheit und rhythmischen Spannkraft sehr nah. Dadurch vermeidet er jede Nähe zum Kitsch, was bei diesem Werk (und überhaupt oft bei Messiaen) eine reale Gefahr ist.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
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      ChKöhn schrieb:

      Algabal schrieb:

      Wie es der Zufall hab ich eben die just heute erschienene Rezension zu einer Live-Aufnahme der "Vingt Regards" gelesen, gespielt von der (mir völlig unbekannten) Pianistin Pi-hsien Chen. Der Rezensent ist voll des Lobes und ich hab gedacht, ob ich das mal kaufen sollte (obgleich ich schon eine Reihe von Aufnahmen besitze und das Ding nicht sooooo oft höre). Mal schauen. Hier geht's zu der besagten Rezension.
      Ich habe bei Spotify in die Aufnahme reingehört: Nicht schlecht, aber die Begeisterung des Rezensenten kann ich nicht ganz teilen. Ich finde es stellenweise etwas verschleppt, in der Phrasierung nicht immer konsequent (z.B. gleich beim ersten Stück), und rhythmisch oft zu wenig prägnant. Wenn man eine eher "romantische" Alternative zu Béroff sucht, nimmt man am besten die zweite Aufnahme von Yvonne Loriod. Aimard ist natürlich auch sehr gut, aber insgesamt komme ich persönlich immer wieder zurück zu Béroff. Der kommt meinem Ideal vor allem mit dieser gläsernen Klarheit und rhythmischen Spannkraft sehr nah. Dadurch vermeidet er jede Nähe zum Kitsch, was bei diesem Werk (und überhaupt oft bei Messiaen) eine reale Gefahr ist.
      Danke! :) Ich denke, dass ich das dann erstmal nicht brauche. Ich bin mit Beroff bisher ohnehin sehr glücklich gewesen (war auch meine erste) und hab, wie geschroben, noch eine paar weitere. Als sehr gut hab ich auch Martin Zehn in Erinnerung. Aber ewig nicht gehört und daher ein kaum belastbares Urteil.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
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      Gurnemanz schrieb:

      Kenne allerdings kaum Vergleichsaufnahmen.
      Vielleicht solltest du dir als Grundlage mal eine der mindestens 4 Einspielungen von Yvonne Loriod anhören , teilweise "in Gegenwart des Komponisten" eingespielt , eine live aus Bremen . Und als Extrem die Einspielung von Anton Bagatov . Und dann wieder Beroff . Und auch gleich mal die Mussorgsky Solo Piano Sachen von Beroff , die sind auch sehr gelungen , wie ich meine .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Kamikaze - You Yellow Fiend !"