Joseph Marx Eine Herbstsymphonie

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    • Joseph Marx Eine Herbstsymphonie

      Da ist sie nun endlich, die erste komplette Einspielung von Joseph Marx' wichtigstem Werk, seiner Herbstsymphonie. Fast auf den Tag 99 Jahre nach seiner Uraufführung am 5. Februar 1922 ist diese Einspielung durch Johannes Wildener und den Grazer Philharmonikern für das cpo Label jetzt herausgekommen.
      Und ich finde, die Einspielung ist ein voller Erfolg. Bei der UA durch Felix Weingartner und den Wiener Philharmoniker kam es zum Eklat, da Teile des Publikums zischten und pfiffen, sogar Handgreiflichkeiten soll es gegeben haben. Woran sich der Zorn der Hörer entfachte, wir wissen es nicht und können es auch nicht nachvollziehen. Offensichtlich war die Probenarbeit zu kurz und Weingartner mit der komplexen Partitur völlig überfordert, Klangmagier Clemens Krauss hat in Folge das Werk mehrfach sehr erfolgreich dirigiert, bis es dann für fast 80 Jahre in den Dornröschenschlaf fiel.

      Das Werk hat vier Sätze

      Ein Herbstgesang
      Tanz der Mittagsgeister
      Herbstgedanken
      Ein Herbstpoem

      von den jeder jeweils länger ist als die Sätze davor, das ganze Werk dauert in dieser Einspielung 67'00. Die vom Komponisten autorisierten Kürzungen wurden nicht gemacht.

      Das Werk lässt noch einmal in leicht melancholischer Form und ganzer Pracht die spätromantische Klangsprache eines Scriabin, Gurrelieder-Schönbergs, Mahler, Korngold und Schreker aufleben und führt sie zu einem späten, letzten Höhepunkt.

      Das ist hier nach dem ersten Hördurchgang prächtig umgesetzt worden und lädt ein, diesem viele weitere folgen zu lassen. Die CD ist schon jetzt auf Platz 1 der JPC Charts und ich vermute, dass es eine ihrer meistverkauften CDs werden wird. Für mich schon jetzt die wahrscheinlich wichtigste Einspielung des Jahres.

    • Lieber Wieland,

      ich warte auch schon gespannt auf diese CD! Bei Spotify ist sie noch noch nicht. Hast du schon einmal die Live-Aufnahme des American Symphony Orchestra unter Leon Botstein gegenhören können?
      Schöne Grüße, Helli


      ...ich mag alle Farben. Nur schwarz müssen sie sein.
    • Vielen Dank an Wieland für die Threaderöffnung und die damit verbundene Kaufanregung, der ich wohl kaum werde widerstehen können ...

      Wieland schrieb:

      Fast auf den Tag 99 Jahre nach seiner Uraufführung am 5. Februar 1922 ist diese Einspielung durch Johannes Wildener und den Grazer Philharmonikern für das cpo Label jetzt herausgekommen.
      Dem kann ich nun weniger folgen, aber was soll's ... :P

      In jedem Fall beste Grüße von Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • andréjo schrieb:

      Vielen Dank an Wieland für die Threaderöffnung und die damit verbundene Kaufanregung,
      Da schließe ich mich gerne an.

      Kleiner Einwand :


      Wieland schrieb:

      Bei der UA durch Felix Weingartner und den Wiener Philharmoniker kam es zum Eklat, da Teile des Publikums zischten und pfiffen, sogar Handgreiflichkeiten soll es gegeben haben. Woran sich der Zorn der Hörer entfachte, wir wissen es nicht und können es auch nicht nachvollziehen. Offensichtlich war die Probenarbeit zu kurz und Weingartner mit der komplexen Partitur völlig überfordert,
      Das finde ich schon heftig. Weingartner hat von der Pike auf gelernt, sein Schlagstil galt als besonders deutlich und elegant, seine Sinfonien mögen keine Neuerungen gebracht haben, stehen aber in der Tradition Bruckners. Überforderung bei ihm halte ich für sehr gewagt zu schreiben.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Überforderung bei ihm halte ich für sehr gewagt zu schreiben.
      Steht aber so ähnlich im Booklet. Dass man bei dem Werk mit drei Proben nicht hinkommt, müsste ein so erfahrener Dirigent wie Weingartner erkennen können. Clemens Krauss hat es jedenfalls offensichtlich hingekriegt (mit wieviel Proben weiß icn natürlich nicht).
    • motiaan schrieb:

      Hi,
      der kleine Rechenfehler (oder Tippfehler) von Wieland ist nun wirklich vollkommen irrelevant. Aber man findet durchaus Info zum Eklat der UA auf der Homepage über Joseph Marx, etwa auf 2/5 der Seite, oder hier.
      Erster Satz: Völlig richtig! Hab ja nichts anderes behauptet! :) (Vorsicht: Parasprachfreie Internetkommunikation! Vielleicht war der Smiley nicht klar genug.)

      Zweiter Satz: Danke auch an Dich, motiaan!

      Gehabt Euch wohl!

      Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Wieland schrieb:

      Steht aber so ähnlich im Booklet. Dass man bei dem Werk mit drei Proben nicht hinkommt, müsste ein so erfahrener Dirigent wie Weingartner erkennen können. Clemens Krauss hat es jedenfalls offensichtlich hingekriegt (mit wieviel Proben weiß icn natürlich nicht).
      Das ist sicher richtig, aber wir kennen die Situation damals nicht. Und wie Du selbst schreibst, wie viele Proben Krauss bekam ist nicht überliefert. Damals wurden zu oft Werke mit viel zu wenigen Proben aufgeführt (das dürfte sich inzwischen kaum geändert haben), man denke an die Werke von Bruckner oder Mahler, die Ausmaße hatten, wie man sie so nicht kannte (mit Ausnahmen).

      Gerade diese Generation der Spätromantiker schrieb ja für Riesenorchester. Da dürften auch viele Aushilfen dabei gesessen haben, doch auch das ist Spekulation. Und 1942 waren die Wiener Philharmoniker auch nicht mehr in der Verfassung wie vor 1938, da viele Musiker durch den Anschluss an Deutschland ihre Stelle verloren haben (wie z.B. Arnold Rosé, der jahrzehntelang Konzertmeister war, oder der Solo-Cellist Felix Buxbaum. DIE hätten bestimmt keine Probleme mit ihren Stimmen gehabt.). Weitere Musiker wurden eingezogen. Man kann das in der Chronik gut nachlesen übrigens.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

    • Diesem Link bin ich gefolgt und habe Folgendes gefunden:
      In den ersten Takten steht dem sehr ein­präg­sa­men, von den Cellivor­ge­tra­ge­nen Haupt­thema der Sym­pho­nie ein kompliziert gewo­be­ner Effekt aus Klavier,Celesta und zwei Harfen gegenüber, der einen Moment lang an Franz SchrekersOper »Die Gezeichne­ten« erin­nert, sich dann jedoch beinahe durch den gesam­tenersten Satz hindurch­zieht.

      Vor Jahren hat mir mal ein Musikfreund eine Aufnahme (ich glaube, ein Rundfunkmitschnitt) des Werks vorgespielt. Damals habe ich beim Beginn sofort an die Schreker-Stelle gedacht: Ebenso wie bei Marx handelt es sich bei Schreker um die Eingangstakte. Ich war mir damals sicher, daß es ein ausdrückliches Zitat ist. Die Gezeichneten waren damals erst kurz zuvor, 1918, uraufgeführt worden und auf den deutschsprachigen Bühnen der Zeit sehr präsent.

      Für mich faszinierend, denn diese Eingangsstelle gehört für mich zu den großartigsten Einfällen der Musikgeschichte! (Superlative dieser Art vermeide ich sonst, aber hier muß es sein!)

      Vielen Dank für den neuen Thread! Vielleicht besorge ich mir die Aufnahme mit Wildner und den Grazern...

      Zu lesen ist auf der angegebenen Seite auch, daß Riccardo Chailly die Herbstsymphonie sehr schätzt. Vielleicht kommt da irgendwann mal was...?!

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Zu lesen ist auf der angegebenen Seite auch, daß Riccardo Chailly die Herbstsymphonie sehr schätzt. Vielleicht kommt da irgendwann mal was...?!
      Na, das wäre natürlich toll, wenn es irgendwann einmal eine Alternativeinspielung aus dieser Quelle gäbe. Aber erst einmal werde ich mich mit dem Stück in dieser Interpretation vertraut machen.
    • Gurnemanz schrieb:

      Für mich faszinierend, denn diese Eingangsstelle gehört für mich zu den großartigsten Einfällen der Musikgeschichte! (Superlative dieser Art vermeide ich sonst, aber hier muß es sein!)
      Kannst Du, werter Gurnemanz, da Du so schwärmst, einem armen Halbgebildeten eventuell die Stelle verlinken? Oder stelle ich mich jetzt zu dumm zum Finden an? Im Schrank finde ich Die Gezeichneten allerdings nicht, das weiß ich.

      Oder ist es schlicht der Beginn der gesamten Oper? Dann bräuchte ich natürlich keine Hilfe.

      Ach, was kann oder könnte man nicht alles noch kennenlernen! :/

      :cincinbier: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Wieland schrieb:

      Das Werk lässt noch einmal in leicht melancholischer Form und ganzer Pracht die spätromantische Klangsprache eines Scriabin, Gurrelieder-Schönbergs, Mahler, Korngold und Schreker aufleben und führt sie zu einem späten, letzten Höhepunkt.
      Das Werk ist von 1921, also sicher kein "letzter Höhepunkt" dieser bis zumindest in die 1940er gepflegten Klangsprache. Ein schönes späteres Beispiel wäre Karl Weigls "apokalyptische" Sinfonie von 1945 (gibt's auch auf CD).
      :wink:
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • andréjo schrieb:

      Oder ist es schlicht der Beginn der gesamten Oper? Dann bräuchte ich natürlich keine Hilfe.
      So ist es. Hilfe gibt's dennoch. Man vergleiche

      Marx: youtube.com/watch?v=0Ug0YmxUaoA (Botstein) bzw. youtube.com/watch?v=LriIm5Gd6os (Swierczewski)
      mit
      Schreker: youtube.com/watch?v=Y45q9r7T6PA.

      Wer sich wundert, bei Schreker das Vorspiel zu einem Drama zu hören und nicht das Vorspiel zu Die Gezeichneten: Was Gielen hier dirigiert, ist eine vom Komponisten selbst erstellte Orchesterfassung, die an das Opernvorspiel Ausschnitte aus der Einleitung zum 3. Akt anschließt.

      Wenn ich es richtig höre, übernimmt Marx von Schreker das Schillernde des Klangs, der durch die Kombination von Celesta, Klavier und Harfen entsteht. Auch der melodische Einstieg in den Streichern ist ähnlich.

      Zitat oder Plagiat? Oder gar nur Zufall? Oder nur meine Einbildung?

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
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      Helmut Lachenmann
    • ein wenig off topic

      Schönen Dank, lieber Kollege Gurnemanz!

      Von Marx kenne ich bislang das Klavierkonzert, das Romantische in E von 1920, das ich ausgesprochen schätze. Und er hat ja noch ein zweites, kaum geläufiges geschrieben, dessen italienischer Duktus an Respighi erinnert - insofern ist das für mich eigentlich nicht mehr der typische Klang von Joseph Marx. Dann sind mir mittlerweile auch die schönen Streichquartette bekannt. Das könnte es allerdings schon gewesen sein - womit ich mich vermutlich in großer Gesellschaft bei Musikliebhabern befinde.

      Ich habe die raffinierten Farben, die Ornamentik, das schwere Timbre wie bei einem überstarken Parfum, das Wuchernde der Harmonik - wenn auch in einem schwelgerischen Klangrahmen, der nicht so spröd und komplex wirkt wie etwa bei Reger - immer als Jugendstil empfunden. Das ist nun nicht meine Erfindung, aber möglicherweise schon eine Übertragung, die ich pauschaliere.

      Aber selbst wenn der Jugendstil-Begriff noch so problematisch ist, so problematisch wie derjenige des Impressionismus muss er erst sein. Und Letzterer ist wohl nach wie vor Allgemeinplatz

      Vielleicht melde ich mich noch zu Deinem Vergleich. Es mögen sich aber erst andere zu Wort melden, die die Herbstsinfonie und/ oder Schrekers Oper bereits kennen.

      PS: Die Links höre ich mir gleich an, wenn Du sie schon eingestellt hast.

      Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Sehr schön!! Da kommt Vorfreude auf!

      In der Tat beschwört Marx hier eine ganz ähnliche Atmosphäre wie Schreker im Vorspiel. Letzteres habe ich schon so oft gehört, dass es für mich keine Kunst war, die Ähnlichkeit zu bemerken. Und zwar nach zwei Sekunden!

      Ob man von einem Plagiat sprechen kann? Das Problem scheint mir darin zu bestehen, dass die Ähnlichkeit durch die Instrumentierung und das melodische Gewebe entsteht. Nicht aber in einem allgemeineren Sinne durch thematische Analogie - schlicht weil eine solche dem Charakter solchen Jugendstils nicht entspricht. Es ist ein in sich wuchernder Klangteppich, dessen Charme - uncharmante Beispiele dürfte es ebenso zur Genüge geben :versteck1: - durch die Finesse des Gewebes entsteht, durch dessen Transparenz. Das dürften beide beherrschen, Schreker wie Marx - und bei Marx ist es für mich eine neue Erfahrung, die meine Begeisterung für ihn aus einer anderen Ecke neu befördert !!

      Meister Gurnemanz, ich kann Deine Frage nicht beantworten! Und das hast Du auch gewusst! :D Die atmosphärische Verwandtschaft ist frappierend - das möchte ich festhalten.

      Weitere Kenner und Liebhaber an die Front, um meinem Gschmarri entgegenzuackern!

      :wink:

      EDIT - zehn Minuten mehr Hörerfahrung: Schon auffällig, die weitere Entwicklung der Motivik, das heißt, wir nähern uns zunehmend auch in der Linie an, nicht nur im Gewebe.
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Die ganze Herbstsinfonie habe ich mir jetzt nicht zu Gemüte geführt, den ersten Satz schon und dafür die Wunschliste, die technisch fixierte, beim Partner, erweitert. Und es wird nicht lange dauern ...

      Es mag in der Tat sein, dass Marx sich das Schreker-Werk sehr genau angehört hat. Das kann man nicht leugnen, ungeachtet zwangsläufiger Parallelen aufgrund der zeitbezogenen Diktion. Auch Debussy ist nicht gar so weit weg, auch Respighi nicht. Und irgendwann fällt dann doch auf, dass Marx Österreicher ist. Im Romantischen Klavierkonzert geht das etwas rascher.

      Einer der Kommentare zur yt-Datei verweist auf einen "spätromantischen Pantheismus". (1) Auch im Kontext von Jugendstil-Lyrik ist mir dieser Begriff in der Sekundärliteratur bemerkenswerterweise schon begegnet. Und doch habe ich Bedenken ob solcher Ideologisierung bei derart koloristischer Musik. Ich könnte mir - bei bislang gepflegtem Drittelwissen - vorstellen, dass die archaisch psychologisierenden Sujets der Opern eines Schreker oder Zemlinsky die Verknüpfung eher zulassen. Man denke weiterhin an die Verbindung von religiöser und sexueller Wahrnehmung in Debussys Bühnenmusik zum Martyrium des heiligen Sebastian.

      Hat Marx eine Oper verfasst? Anscheinend nicht.

      Schlaglichter, die in verschiedene Richtungen vom Thema mehr oder minder weit wegführen dürften ...

      (1) (EDIT) Der Wikipedia-Artikel macht ebenso das Interesse von Joseph Marx für theosophische Fragestellungen geltend, auch sein Interesse an Skrjabins Musik und Denken. Und in diesem Zusammenhang wird die Herbstsinfonie im Besonderen erwähnt. ... Ich lasse das gern stehen, kann es anhand des ersten Satzes des hier zu diskutierenden Werks zwar nicht wirklich nachvollziehen, bislang nicht und als sehr unfester Ersteindruck bezüglich eines textungebundenen Orchesterwerks mit recht neutral, recht offen bildhaftem, ja stereotypem Namen. Aber ... mal sehen! :)
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • andréjo schrieb:

      Die ganze Herbstsinfonie habe ich mir jetzt nicht zu Gemüte geführt, den ersten Satz schon und dafür die Wunschliste, die technisch fixierte, beim Partner, erweitert. Und es wird nicht lange dauern ...
      Ebenso bei mir. Habe jetzt auch mal etwas ausführlicher hineingehört. Die Aufnahme mit dem American Symphony Orchestra unter Leon Botstein finde ich klanglich nicht übel; das Große Orchester Graz unter Michel Swierczewski finde ich dynamisch etwas kontrastarm, dafür ist diese Aufnahme im Unterschied zu Botstein anscheinend ungekürzt (1h12min statt 59min). In der Partitur sind 75min angegeben: universaledition.com/de/joseph…eine-herbstsymphonie-2262.

      Wieweit ich mich mit der doch arg rückwärtsgewandten Spätromantik Marxens anfreunden mag, kann ich momentan noch nicht sagen. Vielleicht versuche ich es mal mit der CPO-Neueinspielung...

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
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      Helmut Lachenmann