All die 'Standards'

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    • All die 'Standards'

      Ich weiß gar nicht, ob dieser Thread hier richtig angesiedelt ist. Wenn nicht, dann bitte verschieben.

      All die 'Standards' habe ich ihn genannt, weil ich gerade 'Ne me quitte pas' von Jacques Brel in unterschiedlichsten Versionen gehört habe. Und neben diesem 'Evergreen' des französischen Repertoires gibt es natürlich ähnliche aus dem amerikanischen, deutschen, italienischen, englischen und was weiß ich Bereich.

      Und weil es 'Standards' sind, gibt es sie oftmals als Jazz, Rock, Easy-Listening etc. Interpretationen. Von daher ist eine Zuordnung äußerst schwierig.

      Ich würde mich hier gerne in diesem Thread auf solche spezialisieren, die in unterschiedlichsten Musikstilen interpretiert wurden, bzw. die so populär wurden, dass sie international schlichtweg ein 'Dauerbrenner' wurden und würde mir wünschen, wenn ihr hier eure besonderen 'Standards' mit euren bevorzugten Interpretationen vorstellen würdet.

      Wohl wissend, dass es vielleicht Zig-Tausende dieser 'Evergreens' gibt und dass von daher dieser Thread womöglich recht unübersichtlich wird, versuche ich es trotzdem, weil ich glaube, dass die Versuche von Künstlern, sich einem Schlager/Song/Chanson zu nähern, von sozusagen 'La Paloma' bis 'Yesterday', es Wert sind, beachtet zu werden und ich überzeugt bin, dass sich große Kunst auch in kleiner Form ereignen kann. (Wenn man denn solche 'Standards' als kleine Form ansehen möchte.)

      :wink:
    • I remember when I was 13 or 14 I wanted to become a conductor. But I thought: How can this be? I don't look like a conductor. Conductors look very old, come from Germany and have white hair. But I come from Mexico, am a kid and I'm a woman.
      (Alondra de la Parra)
    • Lieber Music Lover,

      nicht alle diese Versionen passen in den Jazz-Bereich. Mir geht es hier v.a. um eine umfassende Betrachtung der einzelnen Interpretationen aus verschiedenen Richtungen und ihrer Interpreten. Gerade das französische Chanson scheint mir da, was die Threads angeht, nicht zu passen. Letztlich aber meine ich hier das Allumfassende in Bezug auf einen Song, weniger den Song, der unterschiedliche Jazz-Interpretationen zugelassen hat.

      Aber, wie gesagt, wenn sich das überschneidet, dann bitte verschieben.

      :wink: Wolfram
    • Wo bitte können wir hier übrigens über Dietrich und Streisand, Sinatra und Sammy Davis jr., Piaf und Montand, Knef und Bassey, Garland und Minnelli, über Lili Marleen oder La Paloma, über La Vie en Rose bis The White Cliffs of Dover usw. diskutieren? Will sagen, über all die Interpreten, 'Standards', die man nicht unbedingt einer Musikrichtung zuordnen kann, die aber trotzdem einen wichtigen Beitrag zu unseren populären Kultur geliefert haben?

      :wink: Wolfram
    • Wolfram schrieb:

      Wo bitte können wir hier übrigens über Dietrich und Streisand, Sinatra und Sammy Davis jr., Piaf und Montand, Knef und Bassey, Garland und Minnelli, über Lili Marleen oder La Paloma, über La Vie en Rose bis The White Cliffs of Dover usw. diskutieren? Will sagen, über all die Interpreten, 'Standards', die man nicht unbedingt einer Musikrichtung zuordnen kann, die aber trotzdem einen wichtigen Beitrag zu unseren populären Kultur geliefert haben?
      Du wirst es kaum glauben, aber man kann das recht gut unterscheiden. "Reine" Chansons haben es meines Wissens nach nur selten direkt in die Jazz-Literatur geschafft. "La Vie en de Rose" wurde viele Jahre nur von Louis Armstrong ins Programm genommen, sonst kenne ich keinen Jazzmusiker, der es eingespielt hat. Auf Youtube gibts inzwischen eine Fassung mit Wynton Marsalis und Richard Galliano, mehr nicht.

      Weder Marlene Dietrich, noch Barbara Streisand waren Jazzsängerinnen, das Gleiche gilt für die Knef, Bassey, Garland und Minnelli. Ohne Zweifel, sie haben sich von teilweise hervorragenden Jazzmusikern in ihren Begleitbands begleiten lassen, und das war auch swingend und leicht vom Jazz angehaucht, aber auch nicht mehr.

      Sammy Davis,jr und Frank Sinatra waren in erster Linie ausgezeichnete Vokalisten des "Great American Songbook", wobei Davis,jr. eine Idee "jazziger" war, da er hin und wieder sich ans Schlagzeug setzte und gekonnt loslegte (gerne mit Buddy Rich in Live-Shows), Sinatra tat so etwas nie. Er sang auf seine ganz persönliche Weise, und vor allem mit einer unglaublich großartigen Technik, aber auch DEM Feeling heraus, was man als "Jazz" empfindet. Wirklich "Jazz" gesungen hat auch er nie.

      Warum schreibe ich das so? Im Gegensatz zu Ella Fitzgerald, Mark Murphy oder Louis Armstrong sang nur Davis,jr. hin und wieder Scat-Gesang, DEM Merkmal des Jazzgesangs überhaupt. Alles Andere ist mehr oder wenger vom Jazz beeinflusst, aber eben KEIN Jazz. Nichts desto Trotz wird Frank Sinatra als Sänger unerreicht einmalig bleiben, wie auch die anderen hier erwähnten Sänger/innen. Das hat absolut NICHTS mit ihrer Wertschätzung zu tun, sondern ich möchte einfach mal aus meiner Sicht den letztendlich kleinen, aber feinen Unterschied versuchen zu erklären.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Warum schreibe ich das so? Im Gegensatz zu Ella Fitzgerald, Mark Murphy oder Louis Armstrong sang nur Davis,jr. hin und wieder Scat-Gesang, DEM Merkmal des Jazzgesangs überhaupt. Alles Andere ist mehr oder wenger vom Jazz beeinflusst, aber eben KEIN Jazz. Nichts desto Trotz wird Frank Sinatra als Sänger unerreicht einmalig bleiben, wie auch die anderen hier erwähnten Sänger/innen. Das hat absolut NICHTS mit ihrer Wertschätzung zu tun, sondern ich möchte einfach mal aus meiner Sicht den letztendlich kleinen, aber feinen Unterschied versuchen zu erklären.
      Da sind wir uns ja absolut einig. Minnelli hätte vielleicht in eine Richtung wie Cassandra Wilson gehend, noch am ehesten Jazz singen können, aber sie hat es eben nicht gemacht. Aber gerade weil die anderen so fern vom Jazz sind und trotzdem grandiose Künstler waren, müssen wir ihnen hier irgendwo eine Plattform bieten.

      :wink: Wolfram