Malcolm Lipkin (1932-2017)

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    • Malcolm Lipkin (1932-2017)

      Vor anderthalb Jahren ist der englische Komponist Malcolm Lipkin verstorben, so weit ich sehe, ist er in diesem Forum noch nicht erwähnt worden. Lipkin war Schüler u.a. von Boris Blacher und Matyas Seiber, zwei der einflussreichsten Lehrer des 20. Jahrhunderts. Er begann in einem tonalen Stil, näherte sich in den 1960er Jahren der Serialität an ohne sie komplett zu übernehmen, insofern ist seine Musik irgendwo noch resttonal ausgerichtet aber z.T. ziemlich dissonant und streckenweise auch atonal.

      Die erste Symphonie "di Roma" ist von 1965 und in den ersten beiden Abschnitte klanglich ziemlich streng, das abschliessende Notturno ist etwas zugänglicher. Insgesamt wirkt die Musik auf mich etwas fragmentiert und eine Assoziation zur ewigen Stadt stellt sich bei mir zu keiner Zeit ein.

    • Während Lipkins erste Symphonie eher die superspröde, kühle gibt, geht es bei seiner zweiten Symphonie "The Pursuit", die 10 Jahre später entstand, ziemlich heissblütig zu. Ein hochspannendes, klangstarkes Werk, das sofort auf dem Stapel "Zeitnah noch einmal hören" landet.

      Edward Downes dirigiert in der UA die BBC PO und diese Einspielung ist aufnahmetechnisch auch deutlich besser als die der ersten Symphonie, wo es wohl kleinere Band-oder Digitalisierungsprobleme gab.