Jeden Tag ein Orgelwerk ...

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    • Hier im Laufe des Tages einige Ricercari à 6 von Herrn Bach (MO) - Tr. für Orgel:

      Martin Lücker, St. Katharinen, FFM/Rieger, 09/1998 (Hänssler)
      Jean Guillou, Luther-Kirche, Berlin/Kleuker, 05/1967 (Philips)
      Gerhard Weinberger, St. Wenzel, Naumburg/Hildebrandt, 04/2003 (CPO)
      Christopher Herrick, St. Martin, Rheinfelden/Metzler, 11/1996 (Hyperion)
      Marie Claire Alain, St. Georg-Kloster Grauhof, Goslar/Treutmann, 10/1993 (Erato)
    • Für später ist geplant - nicht gar so bekannt, aber eines meiner Lieblingswerke und auch bei unserer Hochzeit durch den befreundeten Organisten dargeboten:



      Suite Carmélite, 1960 ...

      ... zwei Sätze daraus damals - jetzt mal wieder komplett. :)

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Bachs BWV 721 (Erbarm dich mein, o Herre Gott) mit John Scott Whiteley (Naumburg, St. Wenzel):

      Erbarm dich mein, o Herre Gott,
      Nach deiner grossn Barmherzigkeit.
      Wasch ab, mach rein mein Missetat,
      Ich kenn mein Sünd und ist mir leid.
      Allein ich dir gesündigt hab,
      Das ist wider mich stetiglich;
      Das Bös vor dir niht mag bestahn,
      du bleibst gerecht, ob du urteilst mich.

      YT

      Rohrflöte 8', Quintadena 8' (Rp), Gedackt 8' (Hw), Tremulant

      Das bemerkenswerte an dieser Aufnahme ist, dass der Interpret die Melodielinie in einer Weise ornamentiert, wie ich es bislang so noch nicht gehört habe. Diejenigen, deren Geistshaltung nach der Reinheit der musikalischen Schöpfung und einer 1:1-Umsetzung der Textur strebt, sollten deshalb das Video besser nicht aufrufen.


    • Später möchte ich mir noch die berühmt-berüchtigte Orgelsonate von Julius Reubke in obiger Einspielung anhören.

      Dem vorausgegangen ist heute Nachmittag nämlich die folgende Interpretations-Sendung des DLF mit dem Organisten Michael Schönheit als Gast. Sehr informativ. Die Sendung kann - eventuell mit einer gewissen Verzögerung - online noch eine lange Zeit nachgehört werden.

      deutschlandfunkkultur.de/interpretationen.1274.de.html

      :) Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Eine Messiaen-Megasitzung? Wow!

      Bei mir lediglich Vol. 1 eines anderen Orgelgiganten, gestern:

      Max Reger:
      Fantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46
      Introduktion und Passacaglia d-Moll
      Kyrie, Gloria und Benedictus aus: Zwölf Stücke für die Orgel op. 59
      Fantasie über den Choral "Wie schön leucht' uns der Morgenstern" op. 40 Nr. 1
      Arvid Gast an der Steinmeyer-Orgel der Christuskirche Mannheim



      Klingt fein, mit schönen dynamischen Abstufungen, besonders die leisen Stellen beeindrucken.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Scherzo schrieb:

      Messiaen'sche Orgelwerk

      Scherzo schrieb:

      Vol 1 - 6

      Boah ... Messiaen komplett an zwei Tagen ... alle Achtung ... nach den beiden späten Monsterzyklen reicht es mir jeweils schon erst einmal ...

      Gurnemanz schrieb:

      Arvid Gast an der Steinmeyer-Orgel der Christuskirche Mannheim

      Toll, was? Viel hipper geht wohl nicht in Sachen Orgel-Reger. Die ganze Serie (5 CDs, verschiedene Organist*innen und Orgel*innen ;) ) halte ich für einen Glücksfall sondergleichen.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • In der Tat! Da das Instrument für mich gut erreichbar ist, habe ich mir schon vorgenommen, mal ein Orgelkonzert in der Christuskirche Mannheim zu besuchen. Am liebsten, wenn viel Reger dabei ist.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Eben verklungen:

      Max Reger:
      Phantasie für Orgel über den Choral "Wachet auf, ruft uns die Stimme!" op. 52 Nr. 2
      Pastorale, Intermezzo, Canon, Toccata und Fuge aus: Zwölf Stücke für die Orgel op. 59
      Variationen und Fuge über ein Originalthema für die Orgel op.73
      Martin Sander an der Walcker-Orgel von 1883 im Dom zu Riga



      Schon sehr eindrucksvoll und klanggewaltig, aber: Muß das so hallig? Vermutlich: Ja. :/

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Daraus CD 6, daraus Bachs Pièce d'Orgue (oder auch G-Dur-Fantasie), BWV 572 (rec. 1970) in Dauerschleife:



      Lionel Rogg traktiert die Orgel des Arlesheimer Doms, III/39 (Johann Andreas Silbermann, 1759-1761; Metzler - Kern) - aus seiner zweiten Einspielung (HMF) der gesammelten Werke des Thomaskantors.

      Relativ kraftvolles Instrument / farbenreiche Artikulation / feste ebenmäßige Tempi / wie immer sehr zuverlässig und präzise (was durch einen geringen Hallanteil noch hörbar unterstützt wird) / prominenter kerniger Klang / das Anspielen des Gravement erfolgt mir allerdings ein wenig zu glatt, da hätte man, wie ich persönlich meine, den Übergang auch akzentuierter gestalten können - aber wer bin ich schon, um Lionel Rogg kritisieren zu dürfen.
    • Gurnemanz schrieb:

      Muß das so hallig? Vermutlich: Ja.
      Hehehe ... große Instrumente - für Reger, Vierne, Duruflé, Messiaen, ... - stehen in großen Räumen ... der ewige Kompromiss zwischen Klanggewalt und Hall. Schwierig. Ohne Hall is auch nix.

      Yukon schrieb:

      aber wer bin ich schon, um Lionel Rogg kritisieren zu dürfen.
      Man muss kein Huhn sein, um ein faules Ei zu erkennen. ;)

      Womit ich nicht sagen möchte, dass Mr. Rogg faule Eier gelegt hätte.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Hehehe ... große Instrumente - für Reger, Vierne, Duruflé, Messiaen, ...
      und eben u.a. auch für Mendelssohn.

      Hier daher zum Tagesabschluß des Meisters op. 65 Nr. 2 mit Bernhard Leonardy an der Orgel der Benediktinerabtei Neresheim, Johann Nepomuk Holzhey-Späth-Kuhn (Rekonstruktion in den ursprünglichen Zustand von 1797), III/48:

      rec. 14. bis 16.04.2002


      Verführerisch schöne Grundstimmen + erlesener Plenumklang + phantastische Aufnahmetechnik (ifo eben) + ein über jeden Zweifel erhabener Interpret - was will man mehr, :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: .
    • Nur eine Anregung, um den Thread-Titel etwas hipper zu gestalten: Wie wäre es mit

      "Clockwork Organ": Jeden Tag ein Orgelwerk ... (evtl. zusätzlich mit dem Artikel "a")

      Fällt mir gerade bei einem aktuell geplanten Videoabend ein, für den jemand Kubricks "A clockwork orange" vorgeschlagen hat. Ich fände das Wortspiel recht reizvoll... Yukon, was denkst Du dazu?

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    • Heute wieder

      Max Reger:
      Phantasie für Orgel über den Choral "Ein' feste Burg ist unser Gott" op. 27
      Capriccio, Melodia und Te Deum aus: Zwölf Stücke für die Orgel op. 59
      Phantasie über den Choral "Straf mich nicht in deinem Zorn" op. 40/2
      Pastorale und Intermezzo aus: Zwölf Stücke für die Orgel op. 59
      Symphonische Phantasie und Fuge d-Moll op. 57
      Arvid Gast an der großen Sauer-Orgel im Dom zu Berlin



      Auch hier: Klanggewaltig mit viel Hall, beim wiederholten Hören erschließt es sich besser, das hat was!

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Momentan:

      Philipp Wolfrum:
      Sonate Nr. 1 b-Moll
      "Meinem Lehrer, Herrn Hofkapellmeister Joseph Rheinberger verehrungsvoll gewidmet"
      Zweite Sonate op. 10 E-Dur
      "Meinem lieben Bruder Konrad"
      Dritte Sonate op. 14 f-Moll
      "Herrn Dr. Johannes Brahms in unbegrenzter Verehrung gewidmet"
      Martin Sander an der Voit-Orgel der Stadthalle Heidelberg



      Diese Konzertorgel klingt nun wieder ganz anders. Intimer? Gedeckter? Jedenfalls sehr ansprechend!

      Über den heute weithin unbekannten Komponisten, der - befreundet u. a. mit Richard Strauss und Max Reger - sich seinerzeit um das Heidelberger Musikleben sehr verdient gemacht hat, dort etwas mehr: Komponisten über Komponisten - ein kleines Zitateraten.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann