"Das ist doch Mist! "- Wie reagieren auf schlechte Darbietungen?

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    • Kennt ihr das mit dem Trinken nicht? Die Crux dabei ist, dass es sich um kohlensäurehaltige Getränke handelt. Beim Öffen der Schraubverschlüsse zischt es. Diese Zischen kann kurz sein - mutig gedreht, Madame - oder lang - sie traut sich nicht und dreht ganz langsam, eine Minute lang immer kurze Zwischenzischer.

      Allerdings nehme ich solches Verhalten bei beiderlei Geschlecht wahr (und das liegt nicht daran, dass er für sie die Flasche öffnet).
    • Knulp schrieb:

      Kennt ihr das mit dem Trinken nicht? Die Crux dabei ist, dass es sich um kohlensäurehaltige Getränke handelt.
      Es gibt auch nicht-kohlensäurehältige Getränke.
      :jaja1:
      (Ich schmuggle meistens eine Portion Leitungswasser in den Zuschauerraum ...)
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • putto schrieb:

      Warum ist es störend, wenn man trinkt?
      ?(
      Ist die Frage ernst gemeint? Dieses ständige Trinken und Mitschleppen von Wasserflaschen wie die Kleinkinder ist generell eine Unart, und wenn das auch während der Vorstellung passiert, stört es (Öffnen der Wasserflasche, Kohlensäure, Trinken, Schließen, Verstauen der Flasche, und irgendwann fällt die Flasche auf den Boden und macht Lärm). Leute, die es keine Stunde ohne Wasser aushalten, finde ich einfach peinlich. Wir sind nicht im Kino, wo man nebenbei Popcorns isst.
    • Nein, wir öffnen keine Flaschen, wir kriegen Champagner und Schnittchen in die Loge serviert... :P
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Sadko schrieb:

      putto schrieb:

      Warum ist es störend, wenn man trinkt?
      ?(
      Ist die Frage ernst gemeint? Dieses ständige Trinken und Mitschleppen von Wasserflaschen wie die Kleinkinder ist generell eine Unart, und wenn das auch während der Vorstellung passiert, stört es (Öffnen der Wasserflasche, Kohlensäure, Trinken, Schließen, Verstauen der Flasche, und irgendwann fällt die Flasche auf den Boden und macht Lärm). Leute, die es keine Stunde ohne Wasser aushalten, finde ich einfach peinlich. Wir sind nicht im Kino, wo man nebenbei Popcorns isst.
      Im Kino sollte man auch nur Wasser ohne Kohlensäure trinken und nichts essen - zum Glück ist das im Wiener Filmmuseum so vorgesehen. Diese Bevormundung geht mir schon auf den Sack: Weil es Leute gibt, die nicht aufpassen können, wird das Trinken generell verboten - na gut, dann mache ich es eben heimlich.
      :P
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • putto schrieb:

      Diese Bevormundung geht mir schon auf den Sack: Weil es Leute gibt, die nicht aufpassen können, wird das Trinken generell verboten - na gut, dann mache ich es eben heimlich.
      :P
      Das ist keine Bevormundung. Wenn sich Leute durch dein Trinken gestört fühlen, dann hast du deine persönliche Freiheit überschritten. Ich kann im Hochsommer nicht nackt in die Oper gehen, weil mir vielleicht danach ist und weil ich meine persönliche Freiheit in Anspruch nehmen möchte. Und wie gesagt, dieses ständige Trinken aus Wasserflaschen nervt.
    • Sadko schrieb:

      Dieses ständige Trinken und Mitschleppen von Wasserflaschen wie die Kleinkinder ist generell eine Unart,
      Kleinkinder, besonders Babyleins und vor allem wenn es Zwillinge sind, müssen oft in Fläschchen-Modus zugefüttert werden. Sonst gibts Rabäh, rabäh, rahbäh .. :heul1: :heul1: :heul1: :heul1: :heul1: :heul1: ... . Flüssigkeitspräsenz ist üblich, wenn man Kleinkinder im Schlepptau hat.

      Was Oper bzw. Konzert betrifft. Aus eigner Erfahrung wäre Hänsel und Gretel ab 3,5 bis 4 Jahre sinnvoll. Die brauchen in dem Alter dann nicht unbedingt Flüssigkeits-Fläschchen oder Happi-Happi während Mucke. Vor Muckenbeginn und In der Pause sollte allerdings der Latrinenbesuch eingeplant sein. Besucher sollten sich nicht daran stören, dass Kleinkinder auf dem Sitz knien, weil bessere Sicht .. und wenn diese Würmchen nach Muckenreinziehn draußen dann eine ältere Dame mit Kopftuch sehen, dann fragen die einen schon mal, ob das auch eine Hexe und beim Weihnachtsmarkt neben der Oper, ob die geschmückte Verkaufsbude ein Knusperhaus ist ..
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Lustig :megalol: , die lieben Kinderlein können sowas schon bringen....

      Ja, das soziale Miteinander...

      Aber das hier...

      Wolfram schrieb:

      Während der 2. Aufführung einer Luisa Miller an der Scala patrouillierten Carabinieri in den oberen Rängen. Die sollten allerdings keine Zwischenrufer entfernen, sondern nur bei Handgreiflichkeiten der Zuschauer untereinander eingreifen. Alles andere wäre auch Unterdrückung von Meinungsfreiheit gewesen.
      ist schon spooky. Obwohl alle in Verona gesagt haben, dass es dort im Vergleich zur Scala wild zugeht, weil gelegentlich Stadionsatmosphäre davor und in den Pausen entsteht, scheint das eher anders herum zu sein. Muss der Mega - Aufreger gewesen sein. Was war denn los? Grottiger Gesang? Salvinis "Sicherheitspolitik"?

      Wolfram schrieb:

      während einer Vorstellung Ulrich Tukur aus der Mitte des Parketts zu: 'Lauter!'. Und er hatte recht, man konnte Tukur wirklich nicht verstehen. Der regte sich aber fürchterlich darüber auf, kommentierte den Zwischenruf ausgiebig und störte dabei selber den Ablauf.
      Ich denke, dabei hat man ihn dann verstanden....

      Für leise Schmuggler hege ich durchaus Sympathien. Die stören ja wohl eher nicht beim Trinken.

      :wink: :wink:
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bert Brecht)
    • Um mal wieder auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Ich habe aus einem einfachen Grund noch nie gebuht: Wenn mir "eine Aufführung nicht gefällt" (wie es im Eröffnungsbeitrag heißt), dann bedeutet das für mich noch lange nicht, dass sie "Mist" ist (wie es dort ebenfalls heißt). Manchmal beneide ich Mitmenschen, die ihren persönlichen Geschmack zum Qualitätskriterium erheben, für ihre Selbstsicherheit. Aber meistens finde ich das doch eher dumm.
    • Sandra schrieb:

      Ich habe aus einem einfachen Grund noch nie gebuht: Wenn mir "eine Aufführung nicht gefällt" (wie es im Eröffnungsbeitrag heißt), dann bedeutet das für mich noch lange nicht, dass sie "Mist" ist (wie es dort ebenfalls heißt). Manchmal beneide ich Mitmenschen, die ihren persönlichen Geschmack zum Qualitätskriterium erheben, für ihre Selbstsicherheit. Aber meistens finde ich das doch eher dumm.
      Es geht nicht darum, den persönlichen Geschmack (zB ob Fischer-Dieskau oder Gerhaher die bessere Winterreise singt) zum Qualitätskriterium zu erheben, sondern darum, dass man objektiv beurteilen kann, ob jemand mit einer bestimmten Rolle überhaupt nicht zurandekommt. Und das dann zu kommunizieren ist sicher nicht dumm.
    • Sadko schrieb:

      Sandra schrieb:

      Ich habe aus einem einfachen Grund noch nie gebuht: Wenn mir "eine Aufführung nicht gefällt" (wie es im Eröffnungsbeitrag heißt), dann bedeutet das für mich noch lange nicht, dass sie "Mist" ist (wie es dort ebenfalls heißt). Manchmal beneide ich Mitmenschen, die ihren persönlichen Geschmack zum Qualitätskriterium erheben, für ihre Selbstsicherheit. Aber meistens finde ich das doch eher dumm.
      Es geht nicht darum, den persönlichen Geschmack (zB ob Fischer-Dieskau oder Gerhaher die bessere Winterreise singt) zum Qualitätskriterium zu erheben, sondern darum, dass man objektiv beurteilen kann, ob jemand mit einer bestimmten Rolle überhaupt nicht zurandekommt. Und das dann zu kommunizieren ist sicher nicht dumm.
      Nun, hier wurde als Beispiel für eine angebliche "Katastrophe" ein vermeintlich zu langsames Tempo genannt und dann sogar noch die abweichende Begeisterung der großen Mehrheit als "Mitleidsapplaus" umgedeutet. Besonders klug finde ich das nicht.
    • Knulp schrieb:

      Kennt ihr das mit dem Trinken nicht? Die Crux dabei ist, dass es sich um kohlensäurehaltige Getränke handelt. Beim Öffen der Schraubverschlüsse zischt es. Diese Zischen kann kurz sein - mutig gedreht, Madame - oder lang - sie traut sich nicht und dreht ganz langsam, eine Minute lang immer kurze Zwischenzischer.
      Interessant. Das habe ich, ehrlich gesagt, noch nie erlebt. Bin ganz baff. :D

      :tee1: - Das allerdings schon im Gottesdienst, in dem man zwischendurch zur Kaffeemaschine gehen konnte. Fand ich auch schon schräg. ;(

      :wink: Wolfram
    • Ulrica schrieb:

      ist schon spooky. Obwohl alle in Verona gesagt haben, dass es dort im Vergleich zur Scala wild zugeht, weil gelegentlich Stadionsatmosphäre davor und in den Pausen entsteht, scheint das eher anders herum zu sein. Muss der Mega - Aufreger gewesen sein. Was war denn los? Grottiger Gesang? Salvinis "Sicherheitspolitik"?
      Das ist schon ein paar Jährchen her (ca. 1986). Ricciarrelli sang die Premiere und wurde wohl hemmungslos und tumultartig ausgebuht. Ihr damaliger Gatte Pippo Baudo präsentierte zeitgleich durch eine Art 'reitenden Boten' immer die neuesten 'Erfolgsmeldungen' aus der Scala, v.a. hinsichtlich seiner Gattin live in seiner TV-Abendshow (er war damals eine Art Gottschalk für Italien). Am nächsten Tag wurde dann aber das ganze Land in der Presse (so habe ich auch davon erfahren) ausführlichst über den Skandal unterrichtet. 'Non canta pìu a la Scala' - Ricciarrelli. Und in der von mir besuchten 2. Aufführungen gab es eben die Carabinieri, eine unglaublich angespannte Atmosphäre, immer wieder Buhs, Gezische, auch lautes Aufstöhnen. Das ganze aber nicht im Übermaß.

      PS: Es war eine ziemlich schlechte Aufführung und die Ricciarrelli klang hoffnungslos überfordert.

      :wink: Wolfram
    • Sandra schrieb:

      Nun, hier wurde als Beispiel für eine angebliche "Katastrophe" ein vermeintlich zu langsames Tempo genannt und dann sogar noch die abweichende Begeisterung der großen Mehrheit als "Mitleidsapplaus" umgedeutet. Besonders klug finde ich das nicht.
      Dann habe ich offenbar ungenau gelesen. Sorry, mein Fehler :cincinbier:
    • Wolfram schrieb:

      Es sei denn, man macht es wie jemand in, ich glaube, der dritten Vorstellung des Tristan und schreit: 'Man sollte Frau Berghaus erschießen.'

      Wolfram schrieb:

      Aber auch diese Geschmacklosigkeit aus Hamburg dürfte man nicht mit einem Hausverbot belegen. Das sind freie Meinungsäußerungen so sehr sie auch daneben sind.

      Knulp schrieb:

      Ein Aufruf zum Erschießen, mag er auch nicht ernst gemeint, sondern eine zugespitze Meinungsäußerung sein, geht gar nicht, da scheinen wir uns einig zu sein



      StGB schrieb:

      § 111 Öffentliche Aufforderung zu Straftaten
      (1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26) bestraft.
      (2) Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 ist anzuwenden.


      § 26 StGB Anstiftung
      Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat.

      Nein, gilt nicht nur für die Terrorunterstützerszene als jenseits der freien Meinungsäußerung. Gilt für alle. Hausverbot ist da wohl eher harmlos...

      Sadko schrieb:

      Die wirklichen Störer sind diejenigen, die tratschen, trinken, das Handy benützen, herumzappeln, stinken etc. - diese sollte man "bestrafen",
      Jawolljat!!
      Und Parfümbenutzerinnen auch! (Nein! Das IST geschlechtsspezifisch!)

      amelia grimaldi schrieb:

      Meist wird in der Tasche lange nach den Flaschen gesucht.
      Und die Taschen haben oft Reißverschlüsse... minutenlanges rrrr....rrrrr....rrrrr....rrrrr......rrrr....rrrrrrrr....
      einmal beim Aufmachen - und dann wieder beim Zumachen...rrrr....rrrrr....rrrrr....rrrrr......
      gilt auch für die Entnahme von Bonbons. Die sind dann üblichcherweise noch in Zellophan verpackt: raschelraschel.....raschel.....raschelraschelraschel...
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)