Kirchen - primär Gotteshäuser oder Kulturdenkmäler oder Kunstwerke oder ...

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    • Was Weihnachten betrifft: das wird auch in Japan, einem überwiegend nichtchristlichen Land, gefeiert, natürlich seit jeher als rein säkulares, aus dem Westen importiertes Fest. Das gleiche auch bei säkularen Türken in Istanbul, wie ich selber einmal (durch Kontakte in einer internationalen Internet-Fotocommunity) mitbekam, vgl. auch:

      tagesspiegel.de/gesellschaft/p…weihnachten/11161624.html
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • Um ähnliche Fragen wie in diesem Thread geht es recht ausführlich auch im aktuellen Spiegel 17/2019. Auf Seiten 108-113:

      Unser aller Frau
      Symbole - Der Kathedralenbrand von Paris begründet ein neues Gefühl globaler Verantwortlichkeit. Notre-Dame könnte zur Chiffre dafür werden, dass das Weltkulturerbe viel mehr als eine hübsche Idee ist.
      Von Ullrich Fichtner

      Ullrich Fichtner schrieb:

      Notre-Dame de Paris gehört [...] zu den Quellen, aus denen die Menschheit Kraft und Gewissheit schöpft.

      Mit dem Sekundärthema "Religion" dieses Threads beschäftigt sich die Titelstory. Seiten 40-48:

      Der Himmel ist leer
      Religion - Gott, die Auferstehung und das ewige Leben stehen im Mittelpunkt des Christentums – doch Millionen Katholiken und Protestanten in Deutschland mögen daran nicht mehr glauben. Selbst aktive Kirchenmitglieder tun sich heute schwer mit der christlichen Lehre.
      Von Dietmar Pieper


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    • Walter Heggendorn schrieb:

      Notre Dame, Maria, Gaia, Aphrodite, Shakti, Sarasvati, Aisha, die grosse Liebende, die sinnliche Weisheit des Kosmos, unsere liebe Frau Musica: sie alle (bzw. deren "Eine" und "Einzige") möge sich ihrer - und unser aller - frühlingshaft-österlich erbarmen! Darauf hoffe ich inständig in diesen bewegten Zeiten.
      das finde ich sehr schön!

      Also was Weihnachten angeht, feiere ich die "Wiederauferstehung" des Lichtes (Wintersonnenwende), die Idee der Geburt des Menschesgeistes ("et homo factus est") in niederen Verhältnissen ("Gott hat den Hinmmelssaal verlassen/ und muss wandern auf der Strassen"), aber auch Familie und das Ende der meistens anstrengenden und aber auch emotional und finanziell befriedigenden Adventssaison...
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • Sadko schrieb:

      Nur weil Weihnachten eben auch ein religiöses Fest ist, muss man ja als nicht-religiöser Mensch darauf verzichten, im Schein des Christbaums zusammenzusitzen, Weihnachtslieder zu singen etc.
      hmm...
      Ich stelle mir gerade die Frage, welche Weihnachtslieder mit nicht-religiösem Inhalt Atheisten singen...
      "Stille Nacht" oder "Oh du fröhliche" kommen ja textlich nicht in Frage. Und ausser dem Kindergartenlied "Schneeflöckchen, Weißröckchen", dem ursprünglich die vorgebliche Untreue der Mädchen thematisierende "Oh Tannenbaum" und dem durch und durch materialistischem "Morgen kommt der Weihnachtsmann" fällt mir da ehrlich gesagt, nichts ein...
      :ironie1:

      Und noch ein Wort zur "Besinnlichkeit" der Vorweihnachtszeit:
      das ist ein mittlerweile völlig sinnentleerter Topos, der halt gedankenlos tradiert wird, weil's immer schon so war. Stammt aus der Zeit, als ca. 95% der Menschheit in der Landwirschaft beschäftigt waren, und da im Dezember im Vergleich zu anderen Zeiten im Jahr dort relativ wenig zu tun war, war da eben Zeit für "Besinnung". Heute geht man statt dessen in Urlaub. "Besinnung" ist da allerdings in Folge von Überangebot an Freizeitaktivitäten eher die Ausnahme. Aber die gab's früher halt nicht...
      :ironie1:
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • Jetzt wollte ich grad "O du fröhliche" vorschlagen, das ja ursprünglich gar kein Weihnachtslied ist, aber dann ist mir eingefallen, dass es ja ein Marienlied ist. Also wieder was Religiöses, furchtbar :ironie1:
      Naja, ich kenne ein paar Winterlieder aus Kärnten im entsprechenden Dialekt, die auf Weihnachten gar nicht Bezug nehmen, insofern keine Panik :humor1:
    • Was bitte ist ein Weihnachtslied, das auf Weihnachten keinen Bezug nimmt? ?(
      Was macht‘s dann zum Weihnachtslied?

      Nachtrag: Überlesen - Winterlied. Sorry...
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • Walter Heggendorn schrieb:

      Ich weiss nicht, wie sich die Dinge bei Putto verhalten (es geht mich auch gar nichts an) aber ich konnotiere die Hülle des puttigen Engels (sowie auch das havarierte nostradamliche Kirchenschiff) allemal mit der Aura der Transzendenz.
      Also mein aktueller Avatar ist ganz säkular, wohnt in einem Schloss und stammt vielleicht von Carpoforo Tencalla. Wikipedia teilt mir mit, dass Putten seit der Antike vielfach Liebesgötter verkörpern. Als besonders transzendent habe ich diese Süßstoffe nie empfunden.
      :rolleyes:
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Liebesgötter (Götter... Götter... an was errinert mich das nur...?) wären aber auch irgendwie religiös konnotiert, auch wenn sie in Schlössern wohnen und die Bewohner nicht mehr dran glauben... :D
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • Antike Götter sind eh nicht transzendent, wie schon Xenophanes festgestellt hat.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • putto schrieb:

      Wikipedia teilt mir mit, dass Putten seit der Antike vielfach Liebesgötter verkörpern. Als besonders transzendent habe ich diese Süßstoffe nie empfunden.
      ob man Liebesgöttern oder womöglich sogar der Liebe selbst transzendente Qualitäten zubilligt, scheint mir Geschmackssache. ich wäre eigentlich eher dafür...
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • Schönen 1. Mai wünsche ich Euch Allen !

      Für mich haben Weihnachtslieder etwas ganz Besonderes, da kann man gläubig sein oder nicht, nur wenn Weihnachten in den Einkaufstempeln schon im September anfängt dann ist es mir zu viel.

      Ich selbst habe diese Lieder, ob einfach oder als Messen oder Oratorien sehr gerne und ich denke zur gegebenen Zeit auch angebracht. Christmas in Vienna z. B. die Weihnachtsmärkte sind für mich, obwohl ich Niemand mehr habe, ein Stück meiner Kindheit und ich liebe sie. Ich denke hier so gar nicht an den Glauben und selbst als ich in Thailand drei Jahre arbeitete waren es ganz besondere Musikstücke, die den Alltag vergessen lassen sollten und nicht den Mammon dienen sollten.

      Liebe Grüße von Eurem Streiferl. :wink: