Ihr als Regisseure - wie Ihr bestimmte Opern inszenieren würdet

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    • Sadko schrieb:

      wenn wir in diesem Thread auch gar nicht ernstgemeinte Ideen schreiben (statt, wie ursprünglich gedacht, in einem weiteren Thread).
      Denke ich auch, deshalb habe ich bislang die Idee eines ähnlichen Threads im Satire-Bereich nicht weiter verfolgt.

      Sadko schrieb:

      Das ist ja eine unrealistische Spielwiese und kein Bewerbungsverfahren für eine tatsächliche Musiktheater-Realisierung.
      :thumbup:

      Sadko schrieb:

      Ich denke übrigens, man bringt mehr Leute zur Oper, wenn man ihnen versucht zu zeigen, dass auf der Bühne und in der Musik spannende Sachen gebracht werden, die etwas mit ihrem Leben zu tun hat. Langweilige, pseudo-mäßige Handlungen locken doch recht wenig Leute hinter dem Ofen hervor, vermute ich.
      Da wäre ich mir nicht so sicher, wobei ich dein Gegensatzpaar so nicht formulieren würde. Ich hatte mal einen Opern- und Theaterkurs, mit dem ich diverse Stücke besucht habe. Immer, wenn es zu sehr die Lebensrealität meiner Schüler angesprochen hat, fanden sie es langweilig (!) (wohlgemerkt nicht verstörend, ihnen zu nahe gehend oder so), weil, wie sie sagten: 'Das kennen wir, das müssen wir jetzt nicht noch mal sehen.' Was sie dabei wirklich störte, war die Nachahmung von Realität, die aber mit der von ihnen erlebten Wirklichkeit nie Stand halten konnte. Das fand ich schon interessant. Ich glaube auch, dass für die aller-, allermeisten Zuschauer so etwas wie Bordell, Irak-Krieg etc. wirklich nur etwas ist, das sie vom Hörensagen kennen und somit mehr oder weniger eine Veranschaulichung der 'Tagesschau' auf anderer Ebene.

      Birgit Nilsson fragte einst nach einem Auftritt an der Hamburger Staatsoper den damaligen Intendanten Rolf Liebermann, ob er sie in die Herbertstraße begleiten würde, die sie gerne mal sehen würde. Nun muss man wissen, dass in der Herbertstraße Huren ihrer Arbeit nachgehen und Frauen alles andere als erwünscht sind. Liebermann wies darauf hin, dass die Nilsson dort mindestens wüst beschimpft werden würde, wenn nicht sogar noch mehr. Sie war aber nicht davon abzuhalten und so fuhren beide zu einem Besuch dorthin. Und entgegen aller Erwartungen gab es keine Beschimpfungen oder Kübel von Wasser sondern Jubel und Bravo-Rufe. Die Huren kannten nämlich die Nilsson, weil sie ein Abo für die Staatsoper hatten.

      Die Zeiten sind aber, glaube ich, vorbei. Die Menschen, die diese Abgründe real erleben, gehen wohl nicht mehr ins Theater. Und wenn sie es tun, würden viele von ihnen nur noch mild lächeln über die Kopie ihres Daseins. Und für den 'normalen' Theaterbesucher ist solches dann eher wie ein Besuch im Zoo. Man schaut es sich an, ist interessiert, fasziniert, vielleicht auch verschreckt, aber letztlich ist immer ein Gitter dazwischen und es tut halt nicht weh.

      Will sagen, dass Bühne nie mit der Realität mithalten kann, v.a. nicht in einer Zeit, in der 'Hollywood' alles viel besser und professioneller inszenieren kann.

      :wink: Wolfram
    • putto schrieb:

      Egal welche Oper, ich würde entweder eine möglichst frühe Inszenierung weitgehend rekonstruieren oder eine neue auf Basis des Wissens über die Inszenierungen der Enstehungszeit machen möglichst in der Art, wie es damals üblich war.
      Aber ist das nicht ein Stehenbleiben und damit der Tod der Kunst? Wird das einem Kunstwerk gerecht? Packt man es nicht stattdessen ins Museum?

      putto schrieb:

      Außerdem wäre natürlich ein möglichst passendes Gebäude für die Aufführung nett.
      Da bist du ja fast bei Wagner, der allerdings meinte 'Kinder, schafft Neues.' ^^

      :wink: Wolfram
    • Du sprichst einen sehr wichtigen Punkt an. Da habe ich wohl vorher einen Blödsinn geschrieben bzw. es falsch ausgedrückt.
      Natürlich muss die Oper nicht in der Lebensrealität der Zuschauer spielen, das wäre ja (wenn es überhand nimmt) sogar kontraproduktiv, weil Theater ja auch in eine andere Zeit/Atmosphäre entführen kann, Dinge zeigen kann, die eigentlich nicht geschehen können etc etc. Wenn im Theater genau das zu sehen ist, das man auch im Alltag sieht, dann verliert das Theater seinen Reiz. Ich denke, dass Du das sagen wolltest, und da bin ich völlig bei Dir.

      Ich finde aber trotzdem, das auf der Bühne etwas zu sehen sein sollte, mit dem die Zuschauer etwas anzufangen wissen. Man muss die Handlungen der Personen ja irgendwie nachvollziehen können, sich vielleicht mit einem Charakter identifizieren können. Ob die Kulisse dann historisierend ist oder nicht oder wie die Kostüme beschaffen sind, ist dann ja nebensächlich. Aber Theater darf nicht langweilen, es sollte kreativ sein und die Leute ansprechen / neugierig machen / zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Siehst Du das auch ungefähr so?

      (noch kurz zurück zu dem, was ich geschrieben habe: Der Irak-Krieg würde ja nur eine völlig unwichtige Nebenrolle spielen. Es ist eigentlich vollkommen egal, um welchen Krieg es sich handelt, ich wollte nur ausdrücken, dass der Vater/Wassermann kriegstraumatisiert ist und sich deshalb so verhält, wie er sich verhält - also er meint es gut, ist aber unfähig, seine Töchter zu erziehen, und Rusalka will aus diesem Umfeld ausbrechen, deshalb angelt sie sich einen Freund, der eigentlich überhaupt nicht zu ihr passt und ganz anders ist als ihr Vater. So ungefähr habe ich das gemeint.)
    • Sadko schrieb:

      Aber Theater darf nicht langweilen, es sollte kreativ sein und die Leute ansprechen / neugierig machen / zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Siehst Du das auch ungefähr so?
      Das sehe ich natürlich genauso. Wobei man die Fähigkeit des Publikums, sich eigene Gedanken zu machen, nicht unterschätzen sollte. Und gleichzeitig hat auch jeder das Recht, nur genießen zu wollen. Schwierige Gratwanderung für eiinen Regisseur, wenn er das Publikum ernst nimmt.

      Sadko schrieb:

      ich wollte nur ausdrücken, dass der Vater/Wassermann kriegstraumatisiert ist und sich deshalb so verhält, wie er sich verhält
      Wobei da symbolhafte Bilder ausreichen würden, oder? Die genaue Festlegung bedeutet natürlich auch immer, dass eine Inszenierung quasi eine Art 'Verfallsdatum' hat, bei dem mir zu wenig der langen Historie des Stückes und der Allgemeingültigkeit Rechnung getragen wird.

      :wink: Wolfram
    • Wolfram schrieb:

      putto schrieb:

      Egal welche Oper, ich würde entweder eine möglichst frühe Inszenierung weitgehend rekonstruieren oder eine neue auf Basis des Wissens über die Inszenierungen der Enstehungszeit machen möglichst in der Art, wie es damals üblich war.
      Aber ist das nicht ein Stehenbleiben und damit der Tod der Kunst? Wird das einem Kunstwerk gerecht? Packt man es nicht stattdessen ins Museum?
      Ich liebe Kunstmuseen, da dort die Kunst verlässlicher bewahrt wird als andernorts, wo sie viel schneller stirbt.

      putto schrieb:

      Außerdem wäre natürlich ein möglichst passendes Gebäude für die Aufführung nett.
      Da bist du ja fast bei Wagner, der allerdings meinte 'Kinder, schafft Neues.'
      Womit er sicher nicht neue Inszenierungen alter Werke meinte.

      Das waren jetzt die üblichen Plattitüden. Erstaunlich, dass die nie aussterben ...

      Hier ist aber gar keine Grundsatzdiskussion erwünscht. Und ich habe auch keine Lust dazu.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Sadko schrieb:

      Wenn im Theater genau das zu sehen ist, das man auch im Alltag sieht, dann verliert das Theater seinen Reiz. Ich denke, dass Du das sagen wolltest, und da bin ich völlig bei Dir.
      Jetzt führst Du aber selber eine Grundsatzdiskussion und propagierst sogar eine Ablehnung des Naturalismus. Das ist mir entschieden zu engstirnig. Schließlich haben nicht nur Götter das Recht auf Bühnenpräsenz.
      ;)
      Ich finde aber trotzdem, das auf der Bühne etwas zu sehen sein sollte, mit dem die Zuschauer etwas anzufangen wissen. Man muss die Handlungen der Personen ja irgendwie nachvollziehen können, sich vielleicht mit einem Charakter identifizieren können.
      Und das geht jetzt gegen experimentalere Spielformen auf der Bühne. Es muss jemand da sein, mit dem man sich identifizieren kann? Ich fürchte, da fallen aber viele wichtige Kunstwerke in den Papierkorb.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Wolfram schrieb:

      Schwierige Gratwanderung für eiinen Regisseur, wenn er das Publikum ernst nimmt.
      Ja, ich weiß.. Opern inszenieren ist sowieso eine ständige Gratwanderung. Hier gute Ergebnisse zu bringen, ist sicher gar nicht leicht. Aber ich stelle mir vor, dass es auch ein schöner Prozess ist, in der Gruppe ein Stück gemeinsam auf die Bühne zu stellen. Im Optimalfall ist da jeder eingebunden und muss seinen Beitrag leisten.

      Wolfram schrieb:

      Wobei da symbolhafte Bilder ausreichen würden, oder? Die genaue Festlegung bedeutet natürlich auch immer, dass eine Inszenierung quasi eine Art 'Verfallsdatum' hat, bei dem mir zu wenig der langen Historie des Stückes und der Allgemeingültigkeit Rechnung getragen wird.
      Ja, symbolhafte Bilder würden ausreichen. Aber ich denke, dass man es auch anders machen kann. Ich entwickle ja nicht die non-plus-ultra-Inszenierung, sondern ich überlege, wie man es zum Beispiel machen könnte. :) Das ist ja nur ein Gedankenexperiment, da mich ohnehin niemand für eine Inszenierung verpflichten wird :D
      Deinen zweiten zitierten Satz verstehe ich nicht so ganz. Meinst Du, eine Aufführung der Rusalka (um beim aktuellen Beispiel zu bleiben, aber man kann jede andere Oper einsetzen) im Jahre 2019 soll die Aufführungsgeschichte seit 1901 (also seit der Uraufführung) miteinbeziehen? Oder verstehe ich Dich jetzt ganz falsch?

      putto schrieb:

      Man muss die Handlungen der Personen ja irgendwie nachvollziehen können, sich vielleicht mit einem Charakter identifizieren können.
      Und das geht jetzt gegen experimentalere Spielformen auf der Bühne. Es muss jemand da sein, mit dem man sich identifizieren kann? Ich fürchte, da fallen aber viele wichtige Kunstwerke in den Papierkorb.
      "Muss" nicht, die Rede war ja von "vielleicht" ;)
    • Sadko schrieb:

      Deinen zweiten zitierten Satz verstehe ich nicht so ganz. Meinst Du, eine Aufführung der Rusalka (um beim aktuellen Beispiel zu bleiben, aber man kann jede andere Oper einsetzen) im Jahre 2019 soll die Aufführungsgeschichte seit 1901 (also seit der Uraufführung) miteinbeziehen? Oder verstehe ich Dich jetzt ganz falsch?
      Mir war irgendwie beim Schreiben schon klar, dass ich das missverständlich formuliert habe. :D

      Mal sehen, vielleicht klappt es diesmal besser. ^^

      Wenn eine Inszenierung ganz aktualisiert ist, also das hat, was ich ein 'Verfallsdatum' nenne (der Irak-Krieg meinetwegen ist eben irgendwann nicht mehr Tagespolitik und wenn eine Inszenierung darauf baut, wird sie womöglich nicht mehr verstanden), dann wird sie dem Kunstwerk als solches nicht gerecht, weil es eben eine lange Geschichte mitbringt, womöglich für eine lange Überlebensdauer konzipiert wurde. Legt sich eine Inszenierung tagespolitisch fest, besteht für mich die Gefahr, dass das Kunstwerk mit einer veränderten aktuellen Lage auch für das Publikum seinen Sinn und Zweck verliert. Hier würde eben ein Punkt im Hier und Jetzt gesetzt, aber der zeitliche Fluss, in dem ein Kunstwerk steht, missachtet.

      Als Beispiel (wobei ich gar nicht weiß, ob ich das nicht schon einmal genannt habe) wäre für mich die Aida von John Dew aus den 90iger Jahren in Hamburg. Der Triumphmarsch war ganz stark an dem damaligen Balkankrieg angelegt. Mit dem Ende dieses Krieges verlor allerdings die Inszenierung ihre Bedeutung und möglicherweise auch das Werk für die Zuschauer, weil Balkankrieg vorbei, also Stück uninteressant.

      :wink: Wolfram
    • putto schrieb:

      Hier ist aber gar keine Grundsatzdiskussion erwünscht. Und ich habe auch keine Lust dazu.
      Schade. ;)

      Ich stelle mir übrigens gerade vor ich würde überall in der Welt die alte Bayreuther Parsifal-Inszenierung von 1882 erleben müssen. Wie sterbenslangweilig. ;(

      Übrigens mag die ja hervorragend gewesen sein, aber ich glaube nicht, dass sie alle Aspekte des Werks abbilden konnte. Denn was für ein Kunstwerk wäre es, wenn man mit einer einmaligen Interpretation es völlig ausschöpfen könnte.

      In die jeweiligen Theater, in denen halt überall der alte Parsifal laufen würde (oder eben in das extra erbaute Theater) würde mich dann natürlich irgendwann nur noch die jeweilige musikalische Interpretation locken. Aber die hätte mit Bayreuth 1882 wohl auch nichts mehr zu tun. Wir können nicht 1:1 konservieren.

      :wink: Wolfram
    • Hi,

      die Carmen zB würde ich nicht in einer Zigarettenfabrik spielen lassen. Igitt. Vielleicht in einem Bioladen, der auf lokale vegane Produkte spezialisiert ist, das wäre auf jeden Fall besser. Zwischendurch sitzen sie bei grünen Smoothies im Marktcafé. Carmen selbst lebt vegan und lehnt ihren Fleisch essenden Bewunderer Zigarro ab. Ihr Liebhaber Yuppie könnte dann möglicherweise ein Bauer sein, der illegal Pestizide und Glyphosat gesprüht hat und auf der Flucht vor Umweltaktivisten ist.
      Am Schluss stirbt dann aber keiner, das geht gar nicht. Carmen zieht sich in ihr einsames Gewächshaus in Oberbayern zum Züchten von Aloe-vera-Creme zurück. Zigarro und Juppie ziehen zusammen und eröffnen eine Herrenboutique in einem Vorort von Dinslaken.
      Schöne Grüße, Helli


      ...ich mag alle Farben. Nur schwarz müssen sie sein.
    • Wolfram schrieb:

      In die jeweiligen Theater, in denen halt überall der alte Parsifal laufen würde (oder eben in das extra erbaute Theater) würde mich dann natürlich irgendwann nur noch die jeweilige musikalische Interpretation locken. Aber die hätte mit Bayreuth 1882 wohl auch nichts mehr zu tun. Wir können nicht 1:1 konservieren.
      Zwischen "nichts mehr damit zu tun haben" und "1:1 konservieren" gibt es ja vielleicht noch ein paar kleine Abstufungen?
      ;)
      Diese von Dir postulierten Extreme existieren sowieso beide nicht, weder hat die musikalische Seite nichts mit dem historischen Klang zu tun (z.B. hält sich die Modernisierung der Instrumente in Grenzen, E-Gitarren habe ich bei normalen Wagner-Interpretationen noch keine gehört) noch gibt es irgendwo eine 1:1 konservierte Aufführung. Die ganze Debatte dreht sich ja nur um den gewünschten Rahmen der Veränderung, und da übertreibt man gerne, um die nicht gewünschte Version möglichst mies zu machen. Kann ich mit Regietheater auch machen, ist nicht so schwer.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • motiaan schrieb:

      Hi,

      die Carmen zB würde ich nicht in einer Zigarettenfabrik spielen lassen. Igitt. Vielleicht in einem Bioladen, der auf lokale vegane Produkte spezialisiert ist, das wäre auf jeden Fall besser. Zwischendurch sitzen sie bei grünen Smoothies im Marktcafé. Carmen selbst lebt vegan und lehnt ihren Fleisch essenden Bewunderer Zigarro ab. Ihr Liebhaber Yuppie könnte dann möglicherweise ein Bauer sein, der illegal Pestizide und Glyphosat gesprüht hat und auf der Flucht vor Umweltaktivisten ist.
      Am Schluss stirbt dann aber keiner, das geht gar nicht. Carmen zieht sich in ihr einsames Gewächshaus in Oberbayern zum Züchten von Aloe-vera-Creme zurück. Zigarro und Juppie ziehen zusammen und eröffnen eine Herrenboutique in einem Vorort von Dinslaken.
      :thumbsup:

      Vielleicht sollten wir doch noch einen Satirethread zu dem Thema eröffnen. :D

      Aber das am Schluss niemand stirbt, geht gar nicht. Wenigstens der Stierkämpfer muss daran glauben. Zur Strafe! Bitte! Lass ihn wenigstens von einer nichtenthörnten Kuh aufgespießt werden. :D

      :wink: Wolfram
    • motiaan schrieb:

      die Carmen zB würde ich nicht in einer Zigarettenfabrik spielen lassen. Igitt. Vielleicht in einem Bioladen, der auf lokale vegane Produkte spezialisiert ist, das wäre auf jeden Fall besser. Zwischendurch sitzen sie bei grünen Smoothies im Marktcafé. Carmen selbst lebt vegan und lehnt ihren Fleisch essenden Bewunderer Zigarro ab. Ihr Liebhaber Yuppie könnte dann möglicherweise ein Bauer sein, der illegal Pestizide und Glyphosat gesprüht hat und auf der Flucht vor Umweltaktivisten ist.Am Schluss stirbt dann aber keiner, das geht gar nicht. Carmen zieht sich in ihr einsames Gewächshaus in Oberbayern zum Züchten von Aloe-vera-Creme zurück. Zigarro und Juppie ziehen zusammen und eröffnen eine Herrenboutique in einem Vorort von Dinslaken.
      Aber aber, dann musst Du Dir was anderes Verruchtes für Carmen einfallen, wenn es nicht (in der damaligen Zeit) das Rauchen ist :D So eine vegane Smoothie-Rucolablätter-Frau zieht doch keinen überzeugten Landwirt an :thumbsup:
      Opern, in denen niemand stirbt? Wie willst Du dann die Traviata aufführen? Okay, Violetta wird am Ende wie durch ein Wunder geheilt, das ist noch relativ leicht denkbar X( :D

      Newbie69 schrieb:

      Was läuft denn hier ab?

      @Wolfram:
      Zu welchem "Thema"? Veganer-Bashing ... oder was? 8|
      Jetzt bin ich aber verwundert. Wo steht hier ein Veganer-Bashing? Dafür kann ich nicht das geringste Anzeichen erkennen. Außerdem bashe ich die Veganer genau so wie die Alkoholiker, die Antialkoholiker, die Raucher, die Nichtraucher, die Autofahrer, die Umweltfanatiker, die Opernfans, die Bankräuber, die spießigen Schrebergartenbesitzer und Kleingartenbesitzer, die Fans der historischen Aufführungspraxis, die Religiösen, die Atheisten etc :D Ich nehm mich selber nicht so ernst, dann geht das leichter. ^^ Ich finde, man darf sich ruhig über (fast?) alles lustig machen, eben in einem gewissen Rahmen, und dafür haben wir ja solche Threads. Die meisten Threads zu klassischer Musik sind eh viel zu bierernst ||
      Zu welchem Thema: Zu nicht ernstgemeinten Operninszenierungsideen :D Wenn du gute Ideen hast, dann spuck sie aus :thumbup:
    • Newbie69 schrieb:

      Was läuft denn hier ab?

      @Wolfram:
      Zu welchem "Thema"? Veganer-Bashing ... oder was?

      Sadko schrieb:

      Jetzt bin ich aber verwundert. Wo steht hier ein Veganer-Bashing? Dafür kann ich nicht das geringste Anzeichen erkennen. Außerdem bashe ich die Veganer genau so wie die Alkoholiker, die Antialkoholiker, die Raucher, die Nichtraucher, die Autofahrer, die Umweltfanatiker, die Opernfans, die Bankräuber, die spießigen Schrebergartenbesitzer und Kleingartenbesitzer, die Fans der historischen Aufführungspraxis, die Religiösen, die Atheisten etc Ich nehm mich selber nicht so ernst, dann geht das leichter.
      Deshalb schrieb ich von einem möglichen Satirethread. Da wird dann doch Satire noch erlaubt sein? ;)

      Warum nur alles so bierernst nehmen? ^^

      :wink: Wolfram
    • Sadko schrieb:

      Opern, in denen niemand stirbt? Wie willst Du dann die Traviata aufführen? Okay, Violetta wird am Ende wie durch ein Wunder geheilt, das ist noch relativ leicht denkbar X( :D

      und der Vater hat auch noch ein Einsehen...
      Das wäre das Hollywood-Ende. Schlusszene wie in der amerikanischen Fassung von „Stolz und Vorurteil“

      Ich finde, man darf sich ruhig über (fast?) alles lustig machen, eben in einem gewissen Rahmen

      MAN. DARF. SICH. UEBER. ALLES. LUSTIG. MACHEN.
      Grundvoraussetzung für alle Satire. Es gibt kein Recht darauf, nicht zur Zielscheibe zu werden. Für niemanden.
      viele Grüße

      Bustopher


      Sapere aude
    • bustopher schrieb:

      Sadko schrieb:

      Opern, in denen niemand stirbt? Wie willst Du dann die Traviata aufführen? Okay, Violetta wird am Ende wie durch ein Wunder geheilt, das ist noch relativ leicht denkbar X( :D
      und der Vater hat auch noch ein Einsehen...
      Das wäre das Hollywood-Ende. Schlusszene wie in der amerikanischen Fassung von „Stolz und Vorurteil“
      Das hat er doch eh :D (Er singt ja sowas wie "Ich törichter, alter Mann, jetzt erkenne ich meinen Fehler" - aber das ist jetzt aus dem Gedächtnis zitiert). Das ändert aber nix daran, dass mir diese Figur hochgradig unsympathisch ist - da finde ich die Konwitschny-Inszenierung sehr gelungen, in der der Vater im 2. Akt die Tochter auch wirlich zu Violetta mitbringt und sie gut sichtbar abwatscht und so.

      bustopher schrieb:

      MAN. DARF. SICH. UEBER. ALLES. LUSTIG. MACHEN.Grundvoraussetzung für alle Satire. Es gibt kein Recht darauf, nicht zur Zielscheibe zu werden. Für niemanden.
      Generell stimm ich Dir da komplett zu - mit der Ausnahme, dass es bei manchen Gelegenheiten schlicht unangebracht ist (zum Beispiel wird man sich bei einer Beerdigung nicht über den kürzlich Verstorbenen lustig machen, oder ein Lehrer wird nicht einen seiner Schüler vor versammelter Klasse lächerlich machen). Aber das sind Ausnahmen. Grundsätzlich hast Du meine volle Zustimmung - und speziell in einem Halb-Satire-Thread darf und soll man über alles herziehen :D