Eben gehört 2019/2020

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  • Das könnte für mich ein Glücksgriff gewesen sein. Ich habe mir gerade die Aufnahme mit der 5. und 6. Sinfonie heruntergeladen und mir die 6. direkt angehört und sie hat mir sehr gut gefallen. Heute morgen hatte ich schon in die 6. von Petrenko, Jansons und Nelsons reingehört. Wobei mir die von Jansons erstaunlicherweise am besten gefallen hatte, dann kam Petrenko und Nelsons war an dritter Stelle.

    Bei M. Sanderling hatte ich den Eindruck das er schön und scharf nebeneinander stellte und zwar ohne das eine oder andere zu betonen. Die harten, harschen Stellen sind cool, weil sie einen tollen Kontrast darstellen zu den daneben stehenden melodischen und/oder fröhlichen Stellen. Und für meine Ohren steht das einfach so da. :sofa1: Es mag Einbildung sein, aber dass ist ja das schöne bei Musik. :sofa2: :versteck1:
    Viele Grüße, Michael
  • Friese schrieb:

    fröhlichen Stellen
    In Schost-6 gibt es fröhliche Stellen? Muss mir entgangen sein.

    Im Ernst: "fröhlich" finde ich ein unpassendes Wort für das, was da im 2. und 3. Satz abgeht.

    maticus
    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
  • maticus schrieb:

    Friese schrieb:

    fröhlichen Stellen
    In Schost-6 gibt es fröhliche Stellen? Muss mir entgangen sein.

    Im Ernst: "fröhlich" finde ich ein unpassendes Wort für das, was da im 2. und 3. Satz abgeht.

    maticus
    Du hast nicht gelesen was ich vorher geschrieben hatte. Ich höre die Musik ganz bewusst ohne historischen Kontext oder Ballast. Das klappt für mich sehr viel besser. (bei Brahms mache ich das seit einiger Zeit auch, und für mich gewinnen gerade seine Sinfonien dadurch deutlich) Und dann höre ich bei Shosta 6 tatsächlich fröhliche Stellen.
    Viele Grüße, Michael
  • Auch ohne Ballast kommt mir das Wort "Fröhlichkeit" hierbei nicht über die Lippen. Eher "Überdrehtheit". Aber egal, sieht jeder anders...

    maticus
    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
  • Bezüglich Schostakowitsch gefällt mir der Sinfonien-Zyklus von Mark Wigglesworth (BIS) sehr gut. Da habe ich den Eindruck, dass erfolgreich versucht wird, aussermusikalische Dinge nicht so in den Vordergrund zu stellen und sich stattdessen auf die Musik selbst zu beziehen, denn da steckt genug drin, um sie wirken zu lassen. Dazu kommt noch die gewohnt hervorragende BIS-Klangqualität.
    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
  • Braccio schrieb:

    Dicht, intensiv, stark im Detail und mit sehr überzeugender Dramaturgie. Sehr erfreulich.
    Spielen die Berliner damit wieder in der "ersten Liga" für dich? :P ;)
    „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
  • Lionel schrieb:

    Bezüglich Schostakowitsch gefällt mir der Sinfonien-Zyklus von Mark Wigglesworth (BIS) sehr gut. Da habe ich den Eindruck, dass erfolgreich versucht wird, aussermusikalische Dinge nicht so in den Vordergrund zu stellen und sich stattdessen auf die Musik selbst zu beziehen, denn da steckt genug drin, um sie wirken zu lassen. Dazu kommt noch die gewohnt hervorragende BIS-Klangqualität.
    Ja, stimmt, den hatte ich bei meinen Empfehlungen an Michael vergessen. Höre ich genauso wie Du, Armin.
  • Lionel schrieb:

    Bezüglich Schostakowitsch gefällt mir der Sinfonien-Zyklus von Mark Wigglesworth (BIS) sehr gut. Da habe ich den Eindruck, dass erfolgreich versucht wird, aussermusikalische Dinge nicht so in den Vordergrund zu stellen und sich stattdessen auf die Musik selbst zu beziehen, denn da steckt genug drin, um sie wirken zu lassen. Dazu kommt noch die gewohnt hervorragende BIS-Klangqualität.
    Hi Lionel,
    Du meinst die Aufnahmen mit dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, oder? Es gibt auch noch Aufnahmen mit der BBCw habe ich gesehen. Deswegen frage ich. Leider gibt es die 6. noch nicht, aber vielleicht probiere ich mal die 4. oder die 11.. Ich bin ja gerade im Ausprobiermodus. :kaffee1: ich dank dir auf jeden Fall
    Viele Grüße, Michael


  • Jetzt lief die Nr. 6 mit Sanderling. Hat mich nicht geflasht. Weniger wegen der schnellen Sätze. Die fand ich richtig gut, das Presto trotz eines mir etwas zu langsamen Grundtempos auch schön frech und witzig. Das Largo ging mir aber überhaupt nicht unter die Haut, und das tut es eigentlich meistens. Werde dann noch Wigglesworth gegenhören.
  • Friese schrieb:

    Die Aufnahme ist aber mit einem anderen Orchester, deshalb vermute ich mal, ist es eher eine Einzelaufnahme
    Habe gerade noch einmal nachgesehen. Die Symphonien 5 - 7 und 14 sind jeweils mit dem BBC National Orchestra of Wales, der Rest mit der Niederländischen Radiophilharmonie. Die Aufnahmen mit den Walisern sind auf CD, die anderen auf SACD erschienen. Warum die Nr. 1 zweimal vertreten ist (mit 2 und 3 und mit der 15), weiß ich nicht, die Spieldauer ist jedenfalls die gleiche.
  • Braccio schrieb:

    Friese schrieb:

    Die Aufnahme ist aber mit einem anderen Orchester, deshalb vermute ich mal, ist es eher eine Einzelaufnahme
    Habe gerade noch einmal nachgesehen. Die Symphonien 5 - 7 und 14 sind jeweils mit dem BBC National Orchestra of Wales, der Rest mit der Niederländischen Radiophilharmonie. Die Aufnahmen mit den Walisern sind auf CD, die anderen auf SACD erschienen. Warum die Nr. 1 zweimal vertreten ist (mit 2 und 3 und mit der 15), weiß ich nicht, die Spieldauer ist jedenfalls die gleiche.
    Stimmt. Die Aufnahmen mit dem BBC National Orchestra of Wales (Nr. 5 - 7 & 14) sind die ältesten dieses Zyklus (aufgenommen zwischen Dezember 1996 und März 1999). Die Aufnahmen mit dem Niederländischen PO entstanden ab den 2000er Jahren. Die Sinfonie Nr. 1 ist zweimal vertreten und erschien zuerst in der Kombination zusammen mit der Sinfonie Nr. 15 (aufgenommen im Oktober 2006). Im Oktober 2010 wurden die Sinfonien Nr. 2 & Nr. 3 aufgenommen und wahrscheinlich, um genug Spielzeit für die CD zu bekommen, hat man dann noch mal die Nr. 1 dazu genommen, weil bei diesem Zyklus darauf verzichtet wurde, die Sinfonien mit anderen Werken von Schostakowitsch oder anderen Komponisten zu kombinieren.
    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)


  • Die Nr. 5. Toll. Die Tempodramaturgie im Kopfsatz und zu Beginn des Finales mit der dort langsam, aber stetig zunehmenden Steigerung des Tempos, bei der manch anderer Dirigent (zu) früh anzieht, die überaus feine und differenzierte Dynamik. Das ist alles sehr intensiv, ohne aufdringlich zu werden. Die Coda des Finales freilich ist ein Statement. Dermaßen hohl hört man das selten. Insofern vielleicht doch keine Empfehlung in Richtung Neutralität. Mir gefällt's jedenfalls.