Eben gehört 2019/2020

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  • Das Wind Quintet von Carl Nielsen . Gespielt von vier seiner Widmungsträger - dem 5.Mann , dem Flötisten Gilbert Jespersen , war das Flötenkozert gewidmet - , die allesamt Freunde Nielsens waren und unter ' The Royal Danish Orchestra Wind Quintet ' firmierten . Vielleicht das bekannteste Kammermusikwerk des Dänen , wobei mich die Vorstellung , daß Nielsen in den letzten Variationen nicht nur den einzelnen Instrumenten Raum gab , sondern auch die Persönlichkeit des Spielers miteinkomponierte , mich beim Hören stets aufs Neue belustigt . ' Spiel Dein Psychogramm ' ! Eingespielt am 24.Januar 1936 , durch die persönlichen Bezüge einzigartige Aufnahme .

    Unter anderem in dieser Box :
    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
  • Unglaublich gut! Die Versöhnung mit der eigenen Endlichkeit.

    Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9 D-Dur

    Czech Philharmonic Orchestra
    Karel Ančerl



    Antscherl ist nicht Celan, Karel verzichtete auf das Anagramm, wohl auch wegen des wichtigen "r". Beide, Ančerl wie Antschel-Celan, bringen uns das Unsagbare näher.

    Das ist keine Aufnahme in extremis wie Scherchen am Ende des dritten Satzes oder Bernstein (Berlin) am Schluss des Finales oder Horenstein 1966 in eigentlich allen vier Sätzen. Das Überiridische wird minimal auf menschliche Dimensionen zurückgenommen. Über alle vier Sätze hinweg ist das eine großartige Aufnahme, die eigentlich nur bei Hardcore-Mahler-Aficionados Wünsche offen lassen könnte, wie sie von den vorgenannten Dirigenten vielleicht punktuell noch besser erfüllt werden. (Was man andererseits natürlich gerade ablehnen kann. Stichwort "Heulsusen".)

    Aber "über alles gehört" ist das schon allererste Sahne. Meine ich. In der "Über-alles-Qualität" kann man ihr vielleicht nur Bruno Walters Aufnahme von 1961 an die Seite stellen. Wobei Ančerls Aufnahme auch mit einem großartigen Orchester und (nicht nur) für die Zeit phänomenaler Klangtechnik glänzt.

    Aber ich bleibe gespannt - als nächstes gibt es drei Bernstein-Aufnahmen auf die Ohren. CBS/Sony (New York Philharmonic) sowie DG (Berliner Philharmoniker und Concertgebouw Orchestra). Die Taschentücher liegen bereit. :heul1: Saugfähige Schultern können sich noch bewerben.

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)

  • Johann Sebastian Bach
    BWV 225-Singet dem Herrn ein neues Lied
    Chor des Bayerischen Rundfunks
    Howard Arman

    LG Dirigent :wink:
    Mal wieder eine neue Motettenaufnahme, das erste mal im Player.
    Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
    Herbert von Karajan (1908-1989)
  • Mauerblümchen schrieb:



    Beeindruckend!
    Freut mich zu lesen!

    Mauerblümchen schrieb:

    Unglaublich gut! Die Versöhnung mit der eigenen Endlichkeit.

    Hier möchte ich mich voll und ganz anschließen. Ich finde diese Aufnahme in der Tat herausragend! Kennst Du Gewandhausorchester/Neumann? Die spielt - natürlich nur nach meinem Empfinden - in einer ähnlichen Liga.

    Hier noch einmal:



    Sir Edward Elgar: Cellokonzert e-Moll, op. 85

    Steven Isserlis - Cello

    Philharmonia Orchestra
    Paavo Järvi

    Allen Gabettas, Queyras, Weilersteins, Müller-Schotts usw. zum Trotz meine ich, dass dies mit Abstand die überzeugendste Werkschau ist, die in den letzten Jahre produziert worden ist.

    :wink: Agravain
  • Isserlis schätze ich sehr. Gerade heute habe ich meiner Frau (die zuhören musst, ob sie wollte oder nicht) von Isserlis Faible für Shafran erzählt und dass er Shafran nach England geholt hat und wie Shafran vibriert und so. Außerdem fand Erwähnung, dass unter anderem Isserlis es war, der mir mit seiner CD "Cello World" seinerzeit das Cello überaus nahe gebracht hat. Deshalb höre ich die Scheibe nach über einem Jahrzehnt mal wieder. Tolle Zusammenstellung und ganz anders. Wunderbar.

  • Bachs Solokantate zum 19. Sonntag nach Trinitatis. Und das Reformationsfest steht vor der Tür ... Hörstress pur. ;)

    Johann Sebastian Bach: "Ich will den Kreuzstab gerne tragen" BWV 56

    Peter Kooij
    Bach Collegium Japan
    Masaaki Suzuki



    Kooijs/Kooys balsamisches Singen könnte ich stundenlang hören ...

    Agravain schrieb:

    Kennst Du Gewandhausorchester/Neumann? Die spielt - natürlich nur nach meinem Empfinden - in einer ähnlichen Liga.

    Danke erst einmal für den Tipp zu LvdE mit Horenstein.

    Mein Streaming-Dienstleister bietet Neumanns Mahler-Zyklus mit der Tschechischen Philharmonie an, dazu auch die 5., 7. und 9. mit dem Gewandhaus. Für Hörfutter ist gesorgt ... danke auch für diesen Tipp!

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Mahler : Sinfonie No.6 - Wiener Symphoniker - F. Charles Adler - 1952 .

    Die erste Aufnahme der Sinfonie , und sie gefällt mir beileibe besser als manche spätere . Adler war neben Klemperer der einzige Dirigent einer Tonaufnahme der 6. , der Mahler noch kannte bzw. Mahler-Schüler war . Insofern ist wohl auch eine gewisse Authentizität gegeben .
    Ich hörte die Ausgabe von Forgotten Records , da besserer Transfer (aber kein Bild erlaubt)..

    forgottenrecords.com/en/Adler--Mahler--381.html
    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
  • b-major schrieb:

    Mahler : Sinfonie No.6
    So auch hier.

    Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll

    City of Birmingham Symphony Orchestra
    Sir Simon Rattle



    Zuerst das Positive: So klar habe ich dieses Werk selten gehört - Rattle breitet alles total übersichtlich vor dem Hörer aus. Fantastisch. Gefühlt geht da keine Nebenstimme unter. So reich ist diese Partitur ... herrlich.

    Aaaaber leider klingt das Werk vor lauter komplexen Stellen in meinen Ohren nicht mehr sonderlich stringent, und die geniale Dramaturgie des Finales mit seinen immer neuen, immer hysterischeren, immer verblendeteren Steigerungen, die jeweils von einem Hammerschlag (ggf. nach kurzer noch stärkerer Raserei) zunichte gemacht werden, blieb für mich auch auf der Strecke. Schade.

    Anders gesagt: WAS Mahler komponiert hat, das erklingt hier auf den Punkt genau; WARUM Mahler es komponierte, bleibt unklar.

    Gruß
    MB

    :wink:
    "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
  • Da ich diese CD-Box erst vor wenigen Tagen gekauft (und in den letzten Tagen viel gelesen) habe, bin ich bislang leider erst bei CD 2 angelangt:

    Haydn - The Complete Piano Trios (1996)
    Beaux Arts Trio



    Einfach nur wunderbare Musik ... Freue mich schon auf die restl. 7 CDs. :)
    "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
  • Bei mir



    nochmals die Sinfonie Nr. 2 von Honegger, Oslo Philharmonia Orchestra, Mariss Jansons.


    LG :)
    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Johann Nepomuk David, 1. und 6.
    Die erste fand ich jetzt nicht mehr so prickelnd wie das erste Mal. Dafür bin ich jetzt von der 6. richtig angetan, die viel weniger nach irgendwelchen Vorbildern klingt, vor allem der "Wiener Walzer" mit seiner schaurigen Coda erfüllt so gar nicht etwaige Erwartungen.

    Saeverud, Klavierkonzert

    Riisager, 3.
    festigt sich zu meinem Lieblings-Riisager

    Toch, 1.
    kommt mir allmählich näher, meine Lieblinge waren immer die letzten 3.

    Ibert, Symphonie marine
    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)


  • "Gefühlt" boomen Schubert-(Gesamt-)Aufnahmen zur Zeit und angesichts des bereits randvollen Katalogs darf man fragen: braucht es das?
    Wenn man allerdings hört, wie wunderbar durchhörbar und beschwingt Gardner in der Aufnahme musizieren lässt und wie toll dieses Musizieren von den Chandos-Tontechnikern eingefangen wurde, dann hatte diese Neueinspielung durchaus ihre Berechtigung.

    Hurwirtz findet's kacke :hammer1: ...andere nicht:
    https://www.classics...dner-and-birmingham/
    http://www.musicweb-..._sys_v1_CHSA5234.htm
    https://www.gramopho...es-nos-3-5-8-gardner

    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:
    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.
  • Was mächtiges aus dem Strom:



    Dvorak Symphonie Nr. 7 in d-Moll, Op. 70
    George Szell
    Cleveland Orchestra

    Mitreißend!
    „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams