Eben gehört

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    • Newbie69 schrieb:

      Kurz offtopic, sorry ...

      Agravain schrieb:

      Heute Abend gibt es den ganzen Schinken im Theater meiner Heimatstadt. Ich kann‘s mir zwar nicht so recht vorstellen, aber das steigert ja nur die Spannung. Als Amuse-Gueule nun:
      Und? Wie hat dir die Inszenierung v. "Tristan und Isolde" gefallen? Gibt' s im nächsten Jahr auch in meiner Heimatstadt. ^^
      Ganz kurze OT-Antwort.
      Man hat sich - und dies ist ganz im positiven Sinne gemeint - bemüht. Verschiedenes - insbesondere die Leistungen von Isolde und Brangäne - fand ich durchaus sehr beachtlich. Der Tristan war mir zu steif. Die Nebenrollen waren mit hauseigenen Kräften besetzt und variierten stark in ihrer Qualität. Das Orchester klang, trotz einer deutlichen Aufstockung der Hausbesetzung durch Gastmusikerinnen und -musiker, immer noch klein und mir nicht süffig genug. Das mag auch an des Dirigenten Ansatz gelegen haben, der Emphase und Emotionalität ziemlich konsequent aus dem Weg gegangen ist. „Tristan“ ohne Rausch aber entspricht nicht so recht meinem spätromantischen Klangideal. Da bin ich old school. :D
      Ad Inszenierung: Sie störte nicht, bot aber auch nicht eben viel. Der erste Aufzug spielte in einer einigermaßen engen Kajüte im Schiffsbauch und erinnerte mich atmosphärisch irgendwie an Ibsen (ohne dass ich das an etwas Spezifischem festmachen könnte). Der zweite Aufzug war in eine Hafenspelunke verlegt. Da gab es ein paar schöne Einfälle (als Gäste der Spelunke neben den Protagonistinnen und Protagonisten vier Paare und eine alte Frau als Repräsentation unterschiedlicher Lebensalter der Liebe). Die Längen des Aufzuges wurden als solche belassen und nicht mit irgendwelchem Hokuspokus überbrückt. Den letzten Aufzug der wohl in einem Hafenlager spielen sollte, fand ich nicht so recht gelungen, zumal ein gleichsam hyperaktiv herumrennender Hirt mir einigermaßen heftig den Nerv raubte. Ich habe mich nicht gelangweilt, selten geärgert, war nie vollkommen enttäuscht - eine Sternstunde war es aber (auch für Hildesheimer Verhältnisse) nicht.

      :wink: Agravain
    • In Agris Homeopera läuft heute Abend:



      Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni KV 527

      Don Giovanni - Dimitris Tiliakos
      Leporello - Vito Priante
      Il Commendatore - Mika Kares
      Donna Anna - Myrtò Papatanasiu
      Don Ottavio - Kenneth Tarver
      Donna Elvira - Karina Gauvin
      Masetto - Guido Loconsolo
      Zerlina - Christina Gansch

      Musicaeterna
      Teodor Currentzis

      :wink: Agravain
    • @Agravain:
      Lieben Dank für deinen Bericht! :wink:

      Agravain schrieb:

      ... „Tristan“ ohne Rausch aber entspricht nicht so recht meinem spätromantischen Klangideal. ...
      Da bin ich ganz bei dir. Dennoch: wenn meine Lieblingsoper schon in meiner Heimatstadt aufgeführt wird, muss ich auch hin. :jaja1: Na, da kann ich ja gespannt sein ...
      "Wer Werte verteidigen will, hat sie schon aufgegeben. Man kann Werte nur leben, sodass sie manifest werden und Strahlkraft erlangen." (Hagen Rether)
    • b-major schrieb:

      Dvorak : Aus der Neuen Welt . Die Einspielung diese Sinfonie mit Oswald Kabasta aus dem Jahr 1944 höre ich sehr gern

      Wolfram schrieb:

      Und dazu gibt es bei dieser Ausgabe noch diese tolle 9. Dvorak.
      Eure Begeisterung für diese Oswald Kabasta-Aufnahme von Dvorák 9 mit den Münchener Philharmonikern vom 14.7.1944 teile ich. Nicht umsonst wurde diese Aufnahme jahrelang von der Schallplattenindustrie als Wilhelm Furtwängler-Aufnahme des Werks vermarktet (auch ich habe in meiner Sammlung diese Einspielung als CD mit der diskografischen Angabe "Wilhelm Furtwängler, Berliner Philharmoniker, rec. 1941"). Tatsächlich gibt es jedoch keine Furtwängler-Aufnahme, man hat schlichtweg die Kabasta-Aufnahme in den Archiven irrtümlich für einen Furtwängler-Mitschnitt gehalten. Mehr kann man einen Dirigenten meiner persönlichen Meinung nach kaum adeln.

      Bei mir läuft das herrliche Werk, das ich morgen mit Les Musiciens du Louvre und Marc Minkowski in der Elphi live erleben werde: Händels "Ariodante". Passenderweise in der Aufnahme eben dieses Orchesters und eben dieses Dirigenten:



      Das überwältigendste Phänomen des Lebens ist das Licht. Es schenkt uns das Leben selbst, den Atem, die Liebe. Wie kann man Menschen, die nie den Kuss der Sonne gespürt haben, das Licht erklären? Ich würde ihnen Musik von Rameau vorspielen. Rameaus Musik strahlt ein überreiches apollinisches Licht aus. Seine Musik trifft unsere Herzen so direkt wie ein Sonnenstrahl.
      (Teodor Currentzis)
    • Agravain schrieb:

      Musicaeterna
      Teodor Currentzis
      Ebenso bei mir.

      Soeben vom DHL-Boten in die Hand gedrückt bekommen und gleich in meinem CD-Player:



      Strawinsky: "Le Sacre du Printemps" (Revidierte Fassung von 1947)

      MusicAeterna
      Teodor Currentzis

      rec. in Köln 7.-9.10.2013 (Studioaufnahme)
      Das überwältigendste Phänomen des Lebens ist das Licht. Es schenkt uns das Leben selbst, den Atem, die Liebe. Wie kann man Menschen, die nie den Kuss der Sonne gespürt haben, das Licht erklären? Ich würde ihnen Musik von Rameau vorspielen. Rameaus Musik strahlt ein überreiches apollinisches Licht aus. Seine Musik trifft unsere Herzen so direkt wie ein Sonnenstrahl.
      (Teodor Currentzis)
    • Agravain schrieb:

      palestrina schrieb:

      Agravain schrieb:

      Wer die Geschichte der Kinder von Lir nicht kennt, kann Sie hier ("http://www.haped.de/Mythen/seiten/lir.html") nachlesen.

      :wink: Agravain
      Lieber Agravain, ich kannte diese wunderbare Geschichte nicht, hab Dank dafür! :verbeugung1:

      LG palestrina
      Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast, sie zu lesen!

      :wink: Agravain
      Lieber Agravain, nicht nur gelesen, ich habe auch recherchiert und bin dabei auch auf das gestossen.....



      ......kennst du das auch?

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • palestrina schrieb:

      Lieber Agravain, nicht nur gelesen, ich habe auch recherchiert und bin dabei auch auf das gestossen.....


      ......kennst du das auch?

      LG palestrina
      Lieber palestrina,

      nein, das ist mir neu! Aber dankenswerterweise bietet mein Streamingdienst das Werk in dieser Aufnahme an. Da werde ich heute am Nachmittag einmal hineinhören.

      Bis eben lief hier:



      Joseph Haydn: Symphonie Nr. 94 G-Dur Hob. I: 94 „mit dem Paukenschlag“

      Cleveland Orchestra
      George Szell

      In der Tat eine der uninteressantesten Aufnahmen des Werkes, die ich je gehört habe. Ohne Eleganz, Charme und - vielleicht noch schlimmer bei diesem Werk - völlig ohne Humor. All diese Qualitäten hat beispielsweise die folgende Einspielung, mit der ich nun die Gehörgänge wieder gnädig stimme:



      Royal Philharmonic Orchestra
      Sir Thomas Beecham

      :wink: Agravain
    • Hier lief:



      Ludwig van Beethoven: Ah! perfido, op. 65

      Reeta Haavisto - Sopran

      Turku Philharmonic Orchestra
      Leif Segerstam

      Über Segerstams Zugriff oder das Spiel des Philharmonischen Orchesters Turku kann man wahrlich nichts Negatives sagen. Aber Reeta Haavisto hat schon - wenn man hier beispielsweise die Damen Calla, Brouwenstijn, Schwarzkopf, Farrell, Jones oder Borkh im Ohr hat - recht sägende Qualitäten. Drum schwenke ich um und höre das Werk in dieser Aufnahme:



      Gré Brouwenstijn - Sopran

      Concertgebouw Orchestra
      Otto Klemperer

      :wink: Agravain
    • Agravain schrieb:

      Ich lasse mich vom neuen Faden anregen und höre:



      Johann Sebastian Bach: Clavierübung I, Partita Nr. 1 B-Dur BWV 825

      Helmut Walcha - Cembalo

      :wink: Agravain

      Und weil‘s viel Freude machte (wie eigentlich immer, wenn Walcha spielt), nun noch zwei Durchgänge hinterher. Einmal mit Ralph Kirkpatrick und einmal mit Richard Egarr.



      :wink: Agravain
    • Nordisches. Eine vom Komponisten zusammengestellte, höchst klangvolle Suite aus Teilen seiner Musik für die Verfilmung der gleichnamigen Erzählung von Bjørnstjerne Bjørnson.



      Hugo Alfén: Synnøve Solbakken, op. 50

      Norrköping Symphony Orchestra
      Niklas Willén

      :wink: Agravain