Eben gehört

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    • Klavierquartette sind eine rare Spezies . Sowohl die genuinen Ensembles wie auch die Werke, alldieweil das eine wohl das andere bedingt . Die Interpretation eines Klavierquartetts obliegt - wenn nicht ein "echtes" Klavierquartett wie beispielsweise das Pro Arte Piano Quartet oder das Festival Quartet antritt - oft einem Klaviertrio (etwa dem Beaux Arts) , daß mit einem Bratschisten aufstockt , oder einem 3/4 Streichquartett , daß einen Pianisten hinzuzieht (etwa Pro Arte Quartet plus Schnabel ) . Und dann gibt es noch die Freundeskreise aus Solisten , die sich zum Klavierquartettspielen zusammenfinden , und die von den Firmen oft geförderten All-Star-Ensembles wie etwa Ma-Stern-Ax-Laredo .
      Heute habe ich das Klavierquartett K478 von Mozart in einer Live-Aufnahme vom 26/9/1971 mit einem ad-hoc Ensemble bei einem Konzert in der Snape Maltings Hall gehört . Dem Geiger Kenneth Sillito und dem Bratschisten Cecil Aronowitz begegnete ich schon in der Aufnahme des Pro Arte Piano Quartets ( waren eben 1.Garde damals) , hinzukommen Kenneth Heath am Cello und Benjamin Britten am Flügel . Sie musizieren durchaus wie ein Quartett , aber was Britten da spielt , ist für mich der beste Piano-Part aller Aufnahmen , die ich schätze .


      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Hier lief:



      Gustav Mahler: Das Lied von der Erde

      Jessye Norman - Mezzosopran
      Jon Vickers - Tenor

      London Symphony Orchestra
      Sir Colin Davis

      Kratzbürstiger Vickers, andersweltliche Norman. Insgesamt sehr intensiv. Ich habe über die Jahre zusehend Gefallen an dieser Aufnahme gefunden.

      :wink: Agravain
    • Hex, hex.

      Eines der herausragenden Orchesterwerke Bantocks in zwei Versionen:



      Sir Granville Bantock: The Witch of Atlas

      BBC National Orchestra of Wales
      Rumon Gamba

      Royal Philharmonic Orchestra
      Vernon Handley

      Zwei enorm schillernde Aufnahmen.

      :wink: Agravain
    • Dem Geburtstagskind.

      Johann Sebastian Bach: Sonate für Flöte und Cembalo h-Moll BWV 1030

      Marc Hantaï, Traversflöte
      Pierre Hantaï, Cembalo



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Die Menschen heute sind ziemlich arrogant in der Beurteilung dessen, was gut ist und was nicht. Die Beurteilung der Kunst einer anderen Zeit gehört zum Schwierigsten." - Nikolaus Harnoncourt, Interview vom 22. Juni 2007 (harnoncourt.info/ich-bin-eifoermig/)


    • Joseph Martin Kraus : Sinfonien, Vol.2 Concerto Köln

      Die Sinfonien "cis-moll" und "c-moll, "Symphonie funébre" zum Gedenken an die Verstorbenen des Corona-Virus'
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Nach dem Tod seiner Frau Alice war Edward Elgar nicht mehr in der Lage, neue Werke zu komponieren. Stattdessen widmete er sich der Ausarbeitung von altem Material, Orchestrierungen, dem Dirigieren und der Aufnahme seiner Werke für die HMV.
      Seine erste Arbeit nach Alices Tod entstand 1921 als Folge eines Gespräches mit Richard Strauss zum Thema Orchestrierung. Man verabredete sich, Bachs Fantasie und Fuge c-Moll BWV BWV 537 für Orchester zu setzen. Die Arbeitsteilung sah wie folgt aus: Meister Strauss die Fantasie, Sir Edward die Fuge. Während Elgar die Fuge alsbald fertig hatte, legte Strauss nichts vor. Darum machte sich Elgar im folgenden Jahr daran, auch die Fantasie zu orchestrieren. Ich höre nun Original und „Fälschung“.



      Johann Sebastian Bach: Fantasie und Fuge c-Moll BWV 537

      Simon Preston - Orgel

      Johann Sebastian Bach: Fantasie und Fuge c-Moll BWV 537 (orch. Elgar)

      BBC Philharmonic
      Leonard Slatkin

      :wink: Agravain
    • Auch hier nochmals Bach:

      J. S. Bach: Johannes-Passion BWV 245
      (Version II von 1725, allerdings mit dem Eingangschor „Herr, unser Herrscher“ aus der Version I von 1724.)

      Julien Prégardien, Evangelist
      Benoît Arnould, Jesus
      Dominik Wörner, Petrus und Pilatus
      Tanya Aspelmeier, Salomé Haller, Sopran
      Julien Freimuth, Pascal Bertin, Kontratenor
      Michael Feyfar, Philippe Froeliger, Tenor
      Benoît Arnould, Dominik Wörner, Bass

      La Chapelle Rhénane:
      Guillaume Humbrecht, Clémence Scharning, Benjamin Chenier, 1. Violine
      Julia Fredersdorff, Cécile Moreau, 2. Violine
      Johannes Frisch, Hélène Platone, Bratsche
      Felix Knecht, Violoncello
      Èlodie Peudepièce, Kontrabass
      Jean-Pierre Pinet, Valérie Blassa, Barocktraverse
      Margot Humber, Johanne Maître, Oboe
      Mélanie Flahaut, Fagott
      Emmanuel Vigneron, Kontrafagott
      Sébastien Wonner. Cembalo
      Élisabeth Geiger, Orgel
      Armin Bereuter, François Joubert-Caillet, Viola da gamba

      Benoît Haller, Leitung



      Druckvoll, dunkel, erdig, bisweilen aggressiv. – Julien Prégardien ist ein großartiger, reich differenzierender Evangelist.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Die Menschen heute sind ziemlich arrogant in der Beurteilung dessen, was gut ist und was nicht. Die Beurteilung der Kunst einer anderen Zeit gehört zum Schwierigsten." - Nikolaus Harnoncourt, Interview vom 22. Juni 2007 (harnoncourt.info/ich-bin-eifoermig/)
    • Weiter geht's mit Carl Schuricht:


      Brahms: Tragische Ouvertüre op. 81
      Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Hiller op. 100

      London Symphony Orchestra
      Carl Schuricht

      (rec. live London 31.1.1964)

      Das dritte Werk (Beethovens Große Fuge op. 133) wird von Sir Adrian Boult dirigiert. Merkwürdig auf einer CD, die groß mit "Schuricht" überschrieben ist, wie ich finde.
    • Neu

      Agravain schrieb:

      Johann Sebastian Bach: Jesu, meine Freude BWV 227
      Genau! In Ermangelung einer Kantate zum heutigen Sonntag Laetare ist diese Choralmotette über das Wochenlied wohl der beste Ersatz.

      Johann Sebastian Bach: Jesu, meine Freude BWV 227

      Monteverdi Choir
      John Eliot Gardiner



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Die Menschen heute sind ziemlich arrogant in der Beurteilung dessen, was gut ist und was nicht. Die Beurteilung der Kunst einer anderen Zeit gehört zum Schwierigsten." - Nikolaus Harnoncourt, Interview vom 22. Juni 2007 (harnoncourt.info/ich-bin-eifoermig/)
    • Neu

      Richard Arnell (1917-2009)
      Symphonie Nr.3



      Royal Scottish National Orchestra
      Martin Yates



      Der Nachteil knappen Themenmaterials in dieser 1944-1945 komponierten Symphonie, was zu einer gewissen, vielleicht sogar gewollten, Eindimensionalität führt, sehe ich bei der Durchführung als Vorteil. Was Arnell aus den kurzen eingängigen Themen macht, ist spannend, sehr angenehm zu hören und gut verfolgbar, weil das Material ideenreich sowie schlüssig verarbeitet und bestens orchestriert wurde. Der Hörer wird damit förmlich bei Stange gehalten. In späteren Jahren komponiert Arnell allerdings wesentlich konzentrierter. Aber das spannungsvolle Schwadronieren, wie hier in seiner dritten Symphonie, muss auch gelernt sein. Die besten Stellen ergeben sich in den heroischen und triumphalen Momenten - es gibt jede Menge Wums.


      Gruß
      Josquin
    • Neu

      Hier:



      Johann Sebastian: Markus-Passion BWV 247 (Rekonstruktion: Simon Heighes)

      Achim Kleinlein - Evangelist
      Albrecht Pöhl - Christus
      Veronika Winter - Sopran
      Anne Bierwirth - Alt
      Michael Jäckel - Bass

      Knabenchor Hannover
      Hannoversche Hofkapelle
      Jörg Breiding

      Leider furchtbar schlecht aufgenommen. ;(

      :wink: Agravain
    • Neu

      Beim Hören meiner Aufnahmen des Klavierquartetts K 478 stieß ich auf eine alte La Voix de son Maitre/Les Gravures Illustres LP aus dem Jahr 1958 . Hier waren zum ersten Mal die Schellack-Aufnahmen des Klavierquartetts mit Schnabel und dem Quatuor Pro Arte vom Januar 1934 mit den einen Monat später entstandenen Aufnahmen des Streichquintetts K 516 ( verstärkt mit Alfred Hobday) transferiert und gekoppelt worden . Der Sinn dieser Zusammenstellung leuchtete mir sogleich ein : die Tonart war die Gemeinsamkeit . Binnen zweier Jahre - 1785/1787 - komponierte Mozart 2 bedeutende Werke in g-moll ,um dann noch ein Jahr später die Trias mit der Sinfonie K 550 zu vervollständigen .
      Die Mutter aller Klavierquartette , das - neben K 515 - veilleicht wichtigste Streichquintett , und die erschütternde Sinfonie = dieses g-moll sorgt für mich dafür , daß bei allen 3 Werken etwas mitschwingt , daß ich nicht in Worte fassen , aber hören kann .
      Konkret gab es das Streichquintett K 516 in einer Liveaufnahme mit dem Prazak Quartett und Hatto Beyerle .

      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Neu

      SInd das historische Instrumente ...? Na, zumindest nicht in dieser Vielzahl ...

      J. S. Bach: "Jesu, meine Freude" BWV 227

      Thomanerchor Leipzig
      Capella Thomana
      Georg Christoph Biller



      Solange das Feuer lebendiger Bach-Interpretation in England, in den Niederlanden, in Belgien und in Japan weiter lodert, ist selbst diese CD kein Grund zur Besorgnis.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Die Menschen heute sind ziemlich arrogant in der Beurteilung dessen, was gut ist und was nicht. Die Beurteilung der Kunst einer anderen Zeit gehört zum Schwierigsten." - Nikolaus Harnoncourt, Interview vom 22. Juni 2007 (harnoncourt.info/ich-bin-eifoermig/)