Klaviersonate Nr 4 (im neu-romantischen Stil)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Klaviersonate Nr 4 (im neu-romantischen Stil)

      Nach langer Zeit melde ich mich wieder. Jetzt mit einer kompletten Sonate, der Nr 4. Ist ein großes Teil! Ein Tipp: Man höre vielleicht zuerst Satz 1 und 4 an, denn diese sind sehr miteinander verwandt - später dann die Mittelsätze. In allen meinen Sonaten habe ich eine Grundidee verfolgt: Es gibt ein sogenanntes Über-Thema, das in fast allen Sätzen vorkommt, hier in Satz 1, 2 und 4. Es soll sozusagen die übergeordnete geistliche Welt einbringen (schwer zu formulieren). Jedenfalls will ich damit meinen christlichen Glauben musikalisch ausdrücken. Es ist im 1. Satz deutlich lokalisierbar: Nach der Steigerung in der Durchführung im Fortissimo (Klimax) setzt es kurz danach getragen und melodisch ein. Ähnliches geschieht auch im Finale.
      Ich weiß natürlich nicht, wie "wertvoll" mein Werk ist. Ein Profi-Musiker (Thomas Schmidt-Kowalski, inzwischen verstorben), den ich persönlich kannte, hatte damals meine 1. Sonate durchaus geschätzt. Somit hoffe ich in bisschen, ob sich mal ein Pianist findet. Denn die vorliegende Aufnahme ist ja mit einem Notenprogramm realisiert. Spielbar ist die Sonate; ich kann sie ja selber spielen, aber eben nicht komplett fehlerfrei vortragen. Ein menschlicher Pianist würde bestimmt sehr viel mehr "rausholen".
      So, ich denke, mein Text reicht. Man höre es sich einfach mal an. Viel Spaß!
      Jürgen Terborg, 17. Juni 2019

      Satz 1: "http://k007.kiwi6.com/hotlink/1xk1csu956/Vierte_Sonate_Satz1.mp3"
      Satz 2: "http://k007.kiwi6.com/hotlink/echtypyxax/Vierte_Sonate_Satz2.mp3"
      Satz 3: "http://k007.kiwi6.com/hotlink/7zro1pxeaq/Vierte_Sonate_Satz3.mp3"
      Satz 4: "http://k007.kiwi6.com/hotlink/ash9wl4cg8/Vierte_Sonate_Satz4.mp3"
    • Klaviersonate Nr 4 (im neu-romantischen Stil)

      Oh, entschuldigt bitte. Weil ich lange abwesend war, hab ich es nicht gewusst: Man darf jetzt direkt verlinken. Deshalb sind hier die Links nochmal:

      Satz1: k007.kiwi6.com/hotlink/1xk1csu956/Vierte_Sonate_Satz1.mp3
      Satz2: k007.kiwi6.com/hotlink/echtypyxax/Vierte_Sonate_Satz2.mp3
      Satz3: k007.kiwi6.com/hotlink/7zro1pxeaq/Vierte_Sonate_Satz3.mp3
      Satz4: k007.kiwi6.com/hotlink/ash9wl4cg8/Vierte_Sonate_Satz4.mp3

      Ich würd mich freuen, wenn mal jemand etwas schreibt, egal was es ist. Ich weiß: die einen mögen diesen Musikstil nicht, andere aber schon.

      Jürgen
    • Jürgen Terborg schrieb:

      Ich würd mich freuen, wenn mal jemand etwas schreibt, egal was es ist. Ich weiß: die einen mögen diesen Musikstil nicht, andere aber schon.
      Jedenfalls ist die Frage, ob das in einem Musikstil gehalten ist ("diesen Musikstil"). "Neu-romantisch", ja, vielleicht.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Das Finale ist jetzt kürzer

      Hallo liebe Leute,
      es ist wohl eine ganz schöne Zumutung, so ein Mammutwerk anzuhören - ich versteh das durchaus. Naja, nebenbei anhören mag wohl noch gehen. Ich meine: so konzentriert anhören, dass man eine Meinung entwickelt und hier was schreiben könnte. Wenn ich jetzt im nachherein das Finale gekürzt habe, dann ist das aber nicht deswegen geschehen, sondern ich ging vorher schon damit schwanger. Dennoch: das Finale scheint mir trotz der Länge (nun 17 min statt vorher 18,5 min) am kurzweiligsten zu sein. Daher die Empfehlung, gerade das sich anzuhören. Die Kürzung (Streichung eines Zwischenspieles) brachte auch mit sich, dass die Rondoform eher erkennbar geworden ist, da die 1. Wiederkehr des Rondothemas schneller kommt. Überhaupt hat das Finale 3 Teile. Der 3. Teil (ich denke: Höhepunkt der ganzen Sonate) beginnt mit einer Fuge. Nach Steigerung und einer Klimax setzt dann der melodisch-getragene Schlussgesang ein, der auch das schon in Satz 1 und 2 enthaltenen Überthema beinhaltet. Die Coda ist dann ähnlich flott wie in Satz 1. Hier der Link:

      Satz 4 (gekürzt): k007.kiwi6.com/hotlink/yjbtihq…e_Sonate_Satz4_k_rzer.mp3

      Viel Spaß (hoffentlich) !
      Jürgen Terborg
    • Eine Meinung habe ich schon nach 1-2 Minuten, und die vertieft eher die Idee, dass man reflektieren muss, was man macht, wenn man Kunst machen will.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Hab mir jetzt ebenfalls mal die ersten drei ;) Minuten des letzten Links angehört.

      Du bist technisch deutlich weiter als ich, als ich angefangen habe zu komponieren. Man merkt deinen Gestaltungswillen. Das Thema ist prägnant (vielleicht ein bisschen plakativ).

      Was wie bei Kompositionsanfängern oft die hauptsächliche "Krux" ist, ist der etwas unbeholfene Kontrapunkt. Deine Harmonien klingen oft mehr von U-Musik geprägt (pop-typische Sequenzen). Reichlich offene Quinten, Dissonanzen die "unbeabsichtigt" klingen und so weiter.

      Es ist sozusagen nicht Fisch und nicht Fleisch. Es ist eine Klaviersonate im harmonischen Gewand eines Pop-Songs. Wie kann man "klassischen Kontrapunkt" am besten lernen (falls dir das gewinnbringend erscheint)? Viel polyphone Musik hören, beispielsweise Bach.

      Ich hoffe, dich nicht verletzt zu haben. Ich freue mich immer, wenn ich hier im Forum Komponisten sehe. Und wenn du mit deinem Stil bereits glücklich bist, ist das, finde ich, auch schon viel wert. :wink:
    • Melione schrieb:

      Du bist technisch deutlich weiter als ich, als ich angefangen habe zu komponieren.
      Jürgen hat schon vor vier Jahren hier Stücke veröffentlicht.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Melione schrieb:

      Es ist eine Klaviersonate im harmonischen Gewand eines Pop-Songs. Wie kann man "klassischen Kontrapunkt" am besten lernen (falls dir das gewinnbringend erscheint)? Viel polyphone Musik hören, beispielsweise Bach.
      Oder sich einen Kompositionslehrer suchen, parallell mal relevante Lehrbücher lesen, später die entsprechenden Partituren durchgehen... ;)
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • Hallo Melione, putto, EinTon, ... ,
      danke für eure Texte! Zuerst ein paar Infos: ich bin kein Anfänger, komponiere schon seit längerem, war hier aber nur selten aktiv.
      Allerdings bin ich Laie, habe keine Musik studiert, also reiner Hobby-Komponist. Dennoch habe ich mir ein paar Dinge selbst beigebracht, auch durch Hören klassischer Werke, meistens sinfonische Musik ab Beethoven, im wesentlichen 19. Jh.
      Kompliment an Melione: was Du rausgehört hast, ist beeindruckend. Z.B. offene Quinten. Aber sind das echte offene Quinten wenn eine Oktave tiefer in der linken Hand die Terz gespielt wird (so ist es nämlich meistens). Und zum Kontrapunkt: der findet in den ersten 3 Minuten meines Erachtens gar nicht statt. Da gibt es keine 2 oder mehr gleichwertige Melodien, die unter Beachtung bestimmter Regeln aufeinander gesetzt werden sollten - so sehe ich das jedenfalls. Was da mit läuft, sind reine Begleitfiguren. Anders ist es nach (ziemlich genau) 10 Minuten, wo die Fuge einsetzt. Vielleicht nehmt ihr euch doch noch mal ein Herz und springt dorthin (Finale kürzer).
      Jetzt zum Thema "Sonate im Pop-Stil": das wundert mich, weil ich gar nicht in der U-Musik bzw. im Pop-Stil zuhause bin (s.o. 19. Jh.). Ich weiß auch nicht, ob ich das als Kritik oder Kompliment auffassen soll. Ist doch irgendwie gar nicht so schlecht, wenn der Stil so ist. Vielleicht finden dadurch mehr Leute einen Zugang zu meinen Machwerken als wenn alles im (neo)-klassischen Stil gehalten wäre. Überhaupt würde mich interessieren, wie das auf den "Normalhörer" wirkt, der von Musiktheorie keine Ahnung hat und sich das eher nebenbei, z.B. beim Autofahren anhört. Vielleicht sollte ich es mal in You Tube setzen.
      Gruß, Jürgen
    • Jürgen Terborg schrieb:

      Hallo Melione, putto, EinTon, ... ,
      danke für eure Texte! Zuerst ein paar Infos: ich bin kein Anfänger, komponiere schon seit längerem,
      Aber immer noch mit ziemlich viel falschen Tönen... :pfeif:


      Jürgen Terborg schrieb:

      Und zum Kontrapunkt: der findet in den ersten 3 Minuten meines Erachtens gar nicht statt. Da gibt es keine 2 oder mehr gleichwertige Melodien, die unter Beachtung bestimmter Regeln aufeinander gesetzt werden sollten - so sehe ich das jedenfalls. Was da mit läuft, sind reine Begleitfiguren.
      Kontrapunkt bedeutet nicht unbedingt "Polyphonie", vgl:

      de.wikipedia.org/wiki/Kontrapunkt
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • Das Problemfeld ist doch:
      1) Ich schreibe Musik, die so ähnlich sein soll, wie die von mir geliebte alte Musik (bspw. Beethoven).
      2) Ich lerne nicht die Regeln dieser Musik, schreibe also deutlich anders.
      3) Da ich die Regeln nicht kenne, aber nicht absichtlich komplett stilfremd schreibe, bin ich gar nicht in der Lage, zu beurteilen, worin die Abweichungen bestehen.
      4) Das Entscheidende am Resultat sind die Abweichungen (sonst hört man gleich alte Musik wie Beethoven).

      Daraus folgt, dass das Ergebnis nicht befriedigend sein kann.

      Jetzt kommt das nächste Problemfeld:
      1) Ich möchte, dass jemand anders die Musik hört.
      2) Ich stelle es bei capriccio rein.
      3) Die 3 Leute, die antworten, kennen die Regeln der alten Musik besser als ich, und kritisieren.
      4) Das Zielpublikum sollte keine tieferen Kenntnisse der Vorbild-Musik haben.

      Wie erreiche ich das Zielpublikum?
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • putto bringt das Problem, das aus kompositionstechnischer Sicht besteht, sehr gut auf den Punkt.

      Ich möchte noch auf ein zusätzliches hinweisen, das mehr mit Interpretation zu tun hat:
      Eine computergesteuerte Wiedergabe ist EXTREM kontraproduktiv.
      Warum spielst du das Stück nicht selbst am Klavier? Einige Stellen zu schwer? Na dann mach sie doch leichter spielbar, oder lerne mit einer simplen Schnitttechnik umzugehen.

      Der Unterschied zwischen einer richtigen Performance und einem Computer ist in dieses Fall:
      a) dein Soundprogramm ist viel zu "billig". Das kann man nicht nur an dem unnatürlichen Klang festmachen (klingt eher nach Cembalo als nach Flügel), sondern vor allem daran, dass die Dynamik nur duch die Lautstärke geregelt wird, nicht auch durch die Klangfarbe. Letztere ist aber für den dynamischen Charakter wesentlich entscheidender als die Lautstärke (sonst könnten wir bei zurückgedrehtem Lautstärkeregler kein Forte erkennen!)
      b) vermeintliche oder tatsächliche kompositorische Schwächen können durch eine menschliche Wiedergabe einen völlig anderen Eindruck erzeugen, theoretisch sich sogar als das eigentlich spannende erweisen. Verlange bitte von dem Hörer einer Computerwiedergabe nicht, sich etwas fehlendes persönliches (Interpretation, Emotion oder was auch immer intendiert ist) hinzuzudenken.

      Vielleicht hast du schon irgendwo erläutert, warum du deine Stücke nicht selbst spielst, sorry, ich lese nicht alles mit.
      Und selbst wenn. In dem wirklich einfachen Fall eines Klavierwerks kann ich keine Entschuldigung gelten lassen.

      Und nochmal sorry, unter den gegebenen Umständen erträgt ein einigermaßen anspruchsvoller Hörer keine paar Minuten, so schade das vielleicht auch sein mag.

      Nix für ungut,
      Khampan
    • putto schrieb:

      Das Problemfeld ist doch:
      1) Ich schreibe Musik, die so ähnlich sein soll, wie die von mir geliebte alte Musik (bspw. Beethoven).
      2) Ich lerne nicht die Regeln dieser Musik, schreibe also deutlich anders.
      3) Da ich die Regeln nicht kenne, aber nicht absichtlich komplett stilfremd schreibe, bin ich gar nicht in der Lage, zu beurteilen, worin die Abweichungen bestehen.
      4) Das Entscheidende am Resultat sind die Abweichungen (sonst hört man gleich alte Musik wie Beethoven).

      Daraus folgt, dass das Ergebnis nicht befriedigend sein kann.
      Obwohl mir hier zugestimmt wurde, habe ich selbst doch meine Zweifel - gab es doch immer wieder "falsch verstandene" Rezeptionen, die als Renaissancen etwas gutes Neues hervorgebracht haben. Hier ist aber die Frage, ob dieses "falsche Verstehen" mit einer sorgfältigeren Analyse des "wiederbelebten Alten" einher ging, bzw. hat das entstehende Neue eine Kohärenz entwickelt, die die Rezeptionsprobleme der Übernahme vergessen lässt. Letzteres ist für uns hier jedenfalls nicht eingetreten, da knallen Stilkopieversuche auf "falsche" Fortschreitungen auf eine Art, dass es wie ein Fehler klingt, und zwar nicht wie ein kalkulierter, der in einer "höheren Ordnung" aufgeht, einem Stil z.B. (wie im Threadtitel behauptet).
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • putto schrieb:

      da knallen Stilkopieversuche auf "falsche" Fortschreitungen auf eine Art, dass es wie ein Fehler klingt, und zwar nicht wie ein kalkulierter, der in einer "höheren Ordnung" aufgeht, einem Stil z.B. (wie im Threadtitel behauptet).
      Das "Musikalischer-Spass"-Phänomen halt... und das bliebe auch bei einer Einspielung durch einen geschulten Pianisten auf einem Konzertflügel bestehen.

      putto schrieb:

      Letzteres ist für uns hier jedenfalls nicht eingetreten

      Schreibst Du hier neuerdings im Pluralis Majestatis?
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • Ok, ich hab's mal mit dem Kopfsatz versucht. Anbei ein paar unbeholfene Notizen von unterwegs.

      Erzeugen von Kontinuität

      Abschnitt so um 2:30ff - Du schreibst eine Melodie mit Begleitung. So schön die Melodie ist, wenn sie vorbei ist, ist sie vorbei. Ein Sonatenkomponist muss das Problem der Kontinuität lösen - wie verhindert man den Eindruck eines Mosaiks mit vielen schönen, aber zusammenhanglosen Abschnitten?

      Hör das erste Thema der Kopfsätze von Beethovens dritter oder Brahms‘ vierter Sinfonie an - die haben auch eine Melodie geschrieben, haben aber geschickt vermieden, dass der Eindruck eines Zeilenendes entsteht, indem sie das Ende der Melodie offen gelassen haben und unter Verwendung der bereits vorhandenen Motive das Stück fortgesponnen haben.So wird es eine Sonate oder Sinfonie - und keine Aneinanderkettung von Liedzeilen.

      Einleitung und Hauptteil

      Ich habe beim ersten Hören nicht verstanden, was Einleitung ist und was Hauptsache. Ok, das könnte ein geschickter Kunstgriff sein – etwa so, als ob ein sehr erfahrener und geschickter Redner eine Einleitung ankündigt und unversehens mitten in der Diskussion der Hauptsache ist. Schau mal nach Beethovens Klaviersonaten op. 13 und op. 111, wie Beethoven Spannung in der Einleitung erzeugt und wie er dann mit dem Hauptteil anschließt. Bei Dir hatte ich den Eindruck einer Menge von Statements und Halbsätzen, die alle mit Doppelpunkt oder Gedankenstrich enden – das fand ich rhetorisch nicht sonderlich überzeugend.

      Formales

      Eine knappe Viertelstunde Musik formal zu bändigen, ist eine Herausforderung. Schreib Dir doch mal die „Gliederung“ auf – welche Kapitel, welche Unterabschnitte hat dein Stück? Findest Du das so dramaturgisch überzeugend oder könnte eine andere Abfolge noch stringenter sein?

      Der Hörer

      Warum soll ein Hörer Dein Stück hören? Welche Saite käme in ihm zum Schwingen, die ansonsten stumm geblieben wäre? Hör den Anfang von Bruckners Vierter, von Beethovens op. 13, von Mozarts Sinfonie Nr. 39, von Brahms 2. Sinfonie an, da entsteht eine in sich geschlossene Welt, und nach wenigen Tönen ist sie da. Was ist Deine Welt, in die Du den Hörer einladen willst? Da fehlt m. E. einfach die emotionale und semantische Präzision. Da ist nach drei, vier Takten keine Welt. Oder ich habe sie nicht verstanden. Du komponierst Formeln, abgenutzte dramatische Klänge und Klangverbindungen, aber es wird keine Welt daraus.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Danke für alle Beiträge, die z. T. ja auch viel Zeit gekostet haben! Dass es mir nicht so ganz leicht fällt, zu antworten, könnt ihr euch wohl denken. Ich kann euch auch nicht "die Stirn bieten", dazu bin ich nicht in der Lage. Es stimmt, dass ich nicht die musiktheoretischen Kenntnisse habe, die ich haben sollte. Immerhin habe ich ein Buch über Harmonielehre und Tonsatz wieder hervorgeholt, wo ich vor Jahren sträflich abgebrochen hatte. Ich will da jetzt auch weiter machen. Dass aber alles, was in meinen Sachen irgendwie neu oder andersartig klingt als bei den großen Vorbildern, falsch sein soll, glaube ich dennoch nicht. Dazu fanden meine Sachen schon viel zu viel Anklang. Und natürlich interessiert es mich auch, wie es beim Laienhörer ankommt. So war das schon immer! Nicht dass ich erst jetzt das Laienpublikum suche, weil ich hier von Experten kritisiert worden bin. Geteiltes Echo, sowohl bei Leuten, die was von Musik verstehen als auch bei "Normal"-bürgern bin ich gewohnt.
      Zum Schluss noch ein Extradank an Mauerblümchen: Endlich mal was anderes! Auch bisschen was Positives. Gute melodische Einfälle hat man mir schon öfters attestiert. Natürlich gibt es dann das Problem, wie man mit dem Thema umgeht und es in eine Gesamtform einbettet. Dazu hat Mauerblümchen ja auch seine Meinung gesagt. "Mosaik"? Ich weiß nicht, es hängt doch alles zusammen. Hab auch schon das Gegenteil gehört: mach doch mal was Neues und wiederhol nicht immer dasselbe oder in sehr ähnlicher Form.
      Eine Konsequenz habe ich aus diesem Thread gezogen: Ich werde für geraume Zeit keine komplette Sonate mehr veröffentlichen, sondern höchstens Teile (wie 2014 das Scherzo aus der dritten Sonate) bzw. kleine Stücke. Vielleicht in 1 Jahr mal was Kleines, nachdem ich etwas studiert habe.
      Gruß, Jürgen
    • Jürgen Terborg schrieb:


      Vielleicht in 1 Jahr mal was Kleines, nachdem ich etwas studiert habe.
      Gruß, Jürgen

      Vielleicht einfach mal versuchen, ein kleines, schon existierendes Stück (zB Volks- oder Kirchenlied) korrekt vierstimmig auszusetzen? Dir einen Lehrer suchen und das geschriebene von diesem begutachten lassen?

      Jürgen Terborg schrieb:

      Nicht dass ich erst jetzt das Laienpublikum suche, weil ich hier von Experten kritisiert worden bin.

      Bin kein "Experte". :pfeif:
      zwischen nichtton und weißem rauschen