Arrigo Boitos Mefistofele an der Staatsoper Stuttgart

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    • Arrigo Boitos Mefistofele an der Staatsoper Stuttgart

      Arrigo Boitos Mefistofele ist IMO ein echter Oper-Kracher, ich kenne kaum eine andere Oper, die so kurzweilig und effektvoll ist. Vielleicht nicht das subtilste aller Werke aber so what, kommt jedenfalls immer wieder gut.

      Bisher kannte ich die Oper nur von drei berühmten Schallplatteneinspielungen sowie den Prolog aus Bernsteins Händen




      Heute also die erste Live-Aufführung im Stuttgarter Opernhaus, wo das Stück vor einer Woche Premiere hatte.

      Die Inszenerung ist von Alex Olle (von La Fura dels Baus). Eine Inszenierung, die den Stoff etwas modernisiert und in die Gegenwart verlegt. Zum Glück kommt sie aber ohne überflüssige Albernheiten auf (die mich z.B. bei Bieito immer genervt haben). Wer also damit leben kann, dass Prolog und erster Akt im Anatomielehrsaal spielen (in dem Faust mit Studierenden Organe präpariert), dass Faust und Margherita sich in einer Disco unter Silberkugel kennenlernen, dass Margherita statt unterm Richtbeil auf dem elektrischen Stuhl und Faust am Ende von Mefistofeles Hand stirbt, den erwartet ein praller bunter Opernabend mit vielen weißen Engeln, unheimlichen und nicht ganz jugendfrei agierenden Hexen und auch sonst viel Action. Sehr kurzweilig das Ganze und mir jedenfalls hat es gefallen.

      Gesanglich wurde das Niveau der oben erwähnten Einspielungen erwartungsgemäß nicht erreicht. Am besten gefiel mir der Mefistofele von Mika Kares, gefolgt von Olga Busuioc als Margherita/Elena. Antonello Palombi als Faust startet etwas schwächer, wurde im Laufe des Abends aber besser. Eindeutiger Star des Abends war aber der grandiose Staatsopernchor, der in dieser Oper ja eine tragende Rolle hat und einem mehrere Gänsehauterlebnisse bescherte. Daniele Callegari dirigierte umsichtig und effektvoll, die Höhepunkte kamen auch als solche. Wer moderne Inszenierungen nicht verabscheut und wer diese Oper mag, sollte sich vielleicht auf den Weg nach Stuttgart machen.
    • Hallo, ich war am Mittwoch in Stuttgart, die Inszenierung fand ich gewöhnungsbedürftig und gesanglich durchwachsen bis gut, am besten gefiel mir Mika Kares obwohl ich ihn mir etwas dämonischer gewünscht hätte. Der Tenor Antonello Palombi hat eine Weile gebraucht um sich durchzusetzen die Marg./Elena von Olga Busuioc gefiel mur als Margherita am besten und jaaa der Chor war einfach große Klasse, das Orchester unter Daniela Callegari war gut obwohl ich öfters meinte er hat etwas Mühe das ganze zusammen zu halten, effektvoll war es allemal bei entsprechenden Stellen!

      Der Trailer .... siehe hier!

      Früher mochte ich diese Oper so garnicht bis ich es in Frankfurt im Mai 2004 sah!
      Dabei war der Knaller der farbige Mefistofele von Mark S. Doss, der war durch die Hautfarbe in Kombination mit seinem Ausdruck sowas von dämonisch, unvergesslich!



      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong