Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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    • Der Schauspieler Dieter Pfaff ist gestern seinem Krebsleiden erlegen. Er starb am 5. März 2013 im Alter von nur 65 Jahren in Hamburg. Er ist vor allem durch die Fernsehreihen "Bloch", "Der Dicke" und "Sperling", aber auch durch zahlreiche Fernsehfilme und Serienauftritte (z.B. im "Tatort") bekannt geworden.

      Die ARD-Reihe "Bloch" gehört für mich zum Besten, was das deutsche Fernsehen bietet. 22 Folgen sind bereits ausgestrahlt worden, zwei Folgen stehen laut wiki
      "http://de.wikipedia.org/wiki/Bloch_(Fernsehserie)"
      noch aus. Qualitätsfernsehen vom Feinsten, ohne Mord und Totschlag, dafür mit stets guten Drehbüchern und einem tollen Schauspielerensemble, aus welchem Dieter Pfaff herausragte. Ich bin kein Fan von 45 Minuten-Formaten wie "Der Dicke" etc., aber dass es keine weitere "Bloch"-Folge mehr geben wird, finde ich unglaublich schade. Was habe ich mich immer auf den neuen "Bloch" gefreut.

      Das Programm mehrerer ARD-Sender und des ZDF wird aus diesem traurigen Anlass heute und in den nächsten Tagen geändert. Eine Übersicht über das geänderte ARD-Programm findet sich hier:
      "http://programm.ard.de/TV/Themenschwerpunkte/Film/Zum-Tode-von-Dieter-Pfaff/Startseite"

      Am kommenden Mittwoch - also heute in einer Woche - gibt es die vorletzte Folge von "Bloch" als Neuausstrahlung um 20.15 Uhr im Ersten: "Bloch: Das Labyrinth". Das war ohnehin geplant, ist also keine Programmänderung.
      We drink from hot wells poisoned with the blood of our children.
      (James Taylor, "New Hymn")

      Ich will, dass Ihr handelt, als würde Euer Haus brennen. Denn es brennt.
      (Greta Thunberg)
    • Sicherlich bedauerlich, wenn auch viele Produktionen, an denen Dieter Pfaff beteiligt war, nicht unbedingt meinen persönlichen Geschmack gefunden haben. Bemerkenswert für mich war jedoch seines Darstellung des Polizisten Schatzschneider in der teilanarchischen Serie "Der Fahnder" zunächst mit Friedhelm Werremeier (natürlich Klaus Wennemann), der leider auch viel zu früh verstorben ist.
    • Das enervierte "Schatzschneider!" des Vorgesetzten Rick werde ich wohl nicht vergessen... diese Serie habe ich ja schon ewig nicht mehr gesehen. Die Evolution vom comic relief Tölpel ist Pfaff jedenfalls gelungen. Ich muss jedoch zugeben, dass ich "Bloch", "Sperling", "der Dicke" nur sporadisch gesehen habe. Mir war das teilweise auch zu sehr vom typischen sozial-engagierten Duktus vieler deutscher Fernsehserien geprägt. Dennoch natürlich schade.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Yukon schrieb:

      r in der teilanarchischen Serie "Der Fahnder" zunächst mit Friedhelm Werremeier, der leider auch viel zu früh verstorben ist.


      Klaus Wennemann. Friedhelm Werremeier hat mit dem Fahnder meines Wissens nix zu tun gehabt - und lebt auch noch.

      Die frühen Fahnder-Staffeln mit Wennemann sind großartig! Und der seltsame Basar, den Pfaffs uniformierter Schatzschneider in der Polizeibaracke abgezogen hat, war goldig.

      Ich mochte den Pfaff - auch wenn ich viele der Formate, an denen er nach dem Fahnder mitgewirkt hat nicht gut kenne und gar nicht besonders mag ..

      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • a propos "Fahnder"...

      Zufall oder nicht: Das hessische "Dritte" wiederholt demnä. drei "Fahnder"Folgen von 1990 (die ersten beiden) resp. 1985! ...in den Nächten vom 9.zum10.03. (00.05Uhr und 02.45Uhr), vom 24.zum25.03. (gar O Wunder 5 und 10 Min. früher), vom 30. zum 31.03. (00.00Uhr und 03.30Uhr).

      Obwohl ich weiss Buddha kein passionierter Krimigucker bin, werd` ich wohl mal reinsehen.....
      Alexa: Was ist ein gerechter Lohn? - Das weiß ich leider nicht!
      Peter Kessen "Disruptor Amazon"

      Hollywood ist ein Witz - nicht hassenswert...
      Aki Kaurismäki
    • Der deutsche Schauspieler Rolf Schult ist am Mittwoch im Alter von 85 Jahren gestorben.

      Sein Name dürfte nicht so bekannt sein wie seine Stimme: er war die deutsche Synchronstimme von Anthony Hopkins, Robert Redford oder Patrick Steward. Eine tolle Stimme ist nun leider für immer verstummt :(
    • R.Schult in BO!

      - - - na so manche Theaterfreaks im Ruhrgebiet dürften ihn zumindest noch ein wenig vor Augen haben: In Andrea Breths legendärer Bochumer Inszenierung von Julien Greens "Süden" (lief wohl etliche Jahre lang seinerzeit) war er in einer (durchaus) "gewichtigen Nebenrolle" zu sehen........

      mach et jut..........
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    • merkatz schrieb:

      Der deutsche Schauspieler Rolf Schult ist am Mittwoch im Alter von 85 Jahren gestorben.

      Mann, einer der Legenden der Synchronsprecher ist nun fort. Fast fünfzig Jahre vertrauter Klang in den Ohren für immer verstummt... ;(


      jd :cry:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul


    • Rise Stevens, eine der bedeutendsten Mezzosopranistinnen des vorigen Jahrhunderts und jahrelanger Star der New Yorker Met, ist am 20.März im 100.Lebensjahr verstorben. Nach Studien in New York ließ sie sich in Wien durch Marie Gutheil-Schoder und Herbert Graf weiter ausbilden. 1936 debütierte sie in Prag und trat in der Folge auch mehrfach an der Wiener Staatsoper auf. Legendär war sie für mich insbesondere als Carmen unter Fritz Reiner, aber ihr breites Repertoire sichert ihr auch sonst ein bleibendes Gedenken.
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      Homo sum, ergo inscius.
    • Ich habe vorhin vom Tod Rise Stevens gelesen und, wie immer, wenn solche lebenden Legenden plötzlich keine lebenden Legenden mehr sind, einen kleinen Schreck bekommen. Wie ich sehe, ist mir Waldi mit dem Überbringen der Todesnachricht schon zuvor gekommen. Frau Stevens hat ein gesegnetes Alter erreicht und konnte auf eine große Lebensleistung zurückblicken. Ich werde ihr, wie sicher viele Opernfreunde, ein ehrendes Andenken bewahren. Möge sie in Frieden ruhen.
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Roger Joseph Ebert (18. 6. 1942-4. 4. 2013). Wohl der Filmkritiker schlechthin.

      Scheiß Krebs.


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans
    • Maldoror schrieb:

      Roger Joseph Ebert (18. 6. 1942-4. 4. 2013).

      Noch eine kluge Stimme verstimmt. Er war einer jener hellsichtigen Kritiker, die immer wieder besondere Seiten an Filmen aufzeigen konnten.


      jd :cry:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Ich bin auch ziemlich betroffen und das passiert mir selten, wenn jemand Berühmtes stirbt. Vielleicht dachte ich unbewusst, Roger Ebert sei unsterblich, da er irgendwie omnipräsent war, wenn ich über Filme gelesen habe. Ich wusste auch nicht, dass er so jung war. Ich dachte, ihn hätte es gegeben, seit es Filme gibt und ihn würde es geben, solange es Filme gibt. Ich habe so oft Kritiken von ihm gelesen, aber über die Person selbst wusste ich rein gar nichts. Er war wie gesagt einfach nur immer präsent, eine Institution. Vor zwei Wochen habe ich ihn in einer Dokumentation über Sam Peckinpah überhaupt das erste Mal gesehen und sprechen gehört. Sein Tod ist echt ein Schock!
      ?
    • Zu einer Zeit, als das Radiohören noch erquicklich war, habe ich lange Zeit mehrfach pro Woche Jazz-Sendungen im damaligen Südwestfunk gehört, die von Werner Wunderlich äußerst kenntnisreich moderiert wurden. Nun ist diese markante Rundfunkstimme, die mir immer im Gedächtnis bleiben wird und der ich zahlreiche musikalische Anregungen zu verdanken habe, im Alter von 86 Jahren verstummt.

      Hier ein Nachruf des SWR: "http://www.swr.de/swr2/nachruf-werner-wunderlich/-/id=7576/nid=7576/did=11229452/a9fqzk/index.html"


      Cheers,

      Lavine
      "You gotta grab'em by Debussy" (DJ Trump)
    • Am 5.April ist der italienische Tenor Piero De Palma verstorben (geb. 1925, nach anderen Angaben schon 1924, aber die Italiener müssen es ja besser wissen). Er war jahrzehntelang der Tenor für Nebenrollen schlechthin, ein comprimario also. Ich weiß gar nicht, in wievielen Aufnahmen in meiner Sammlung er zu hören ist. Immer Garant für ausgezeichnetes Niveau. Auch wenn sein Name nie in vorderster Reihe stand, er prägte eine legendäre Phase wesentlich mit. Grazie tanto!
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      Homo sum, ergo inscius.