Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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    • Artur Brauner, ist mit fast 101 Jahren am 7. Juli verstorben.

      Brauner hat das deutsche Filmgeschehen der Jahrzehnte nach 1945 maßgeblich beeinflusst. Ihn auf seine Mitwirkung an der Winnetou- und Edgar-Wallace-Welle zu reduzieren, wäre dabei mehr als ungerecht. Als Jude und als jemand, der einen großen Teil seiner Familie durch die Vernichtung im Dritten Reich verloren hat, war ihm ein aufgeklärter, sich mit der Vergangenheit auseinandersetzender Film immer wichtig.

      R.I.P.
    • Artur Brauner war im wahrsten Sinne des Wortes eine Jahrhundertgestalt - ein Zeitzeuge, der trotz seiner populären Produktionen sich nicht verbiegen ließ. Der erinnerte, ohne zu empören - der zeigte, ohne zu verletzen. Das gilt natürlich nur für die Holocaust-Filme, die er produzierte, doch hatte er ansonsten stets ein goldenes Händchen für die richtige Mischung aus Anspruch und Kolpotage, um die Massen ins Kino zu bewegen. Dieses Opa-Kino, weswegen er in den späteren Jahrzehnten gescholten wurde, hatte aber wenigstens eine handwerkliche Qualität und langweilte praktisch nie. Die Edgar-Wallace-Filme kann man sich immer noch gut ansehen, während mancher Neuer Deutscher Film zurecht vergessen ist.

      Touché, Herr Brauner... :thumbup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
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      Jean Paul
    • Neu

      <= "sich verabschiedet" hört sich mir (in Verbindung mit Sizilien) einigermaßen makaber an...
      - aber viell. hab ich auch einfach nur zu viel Filme gesehen in letzter Zeit ---

      :wink:
      Alexa: Was ist ein gerechter Lohn? - Das weiß ich leider nicht!
      Peter Kessen "Disruptor Amazon"

      Hollywood ist ein Witz - nicht hassenswert...
      Aki Kaurismäki