Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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    • Der Jazz-Klarinettist, Saxoponist, Komponist, Arrangeur und Bandleader Bob Wilber ist im Alter von 91 Jahren verstorben.

      Wilber , Jahrgang 1928, spielte vor allem mehr den traditionellen Jazz, wurde zunächst von Sidney Bechet beeinflusst, bei dem er auch studierte. Später nahm er auch klassischen Unterricht, aber auch bei Lee Konitz, und Lennie Tristano.

      Er leitete 1950 seine erste eigene Band, tourte dann aber auch mit Eddie Condon, Bobby Hackett und Benny Goodman (etwa 1958). In den 1960-er Jahren war er mit Max Kaminsky, Billy Buttefield und Bud Freeman unterwegs. 1969-1974 war er Gründungsmitglied der "The World's Greatest Jazzband" um Yank Lawson und Bob Haggart. Anschließend gründete er mit dem Klarinettisten und Sopranisten Kenny Davern die Band Soprano Sumnit, die zunächst regelmäßig tourte, dann aber nur zeitweise bis zum Tode Kenny Daverns auftrat (2006). Hier entstanden viele exzellente Einspielungen.

      1984 erhielt er für seine Arrangements im Film "Cotton Club" einen Grammy. Ab 1981 tourte er mit seiner Frau Pugh Horton, u.a. mit der Band "The Bechet Lagecy", die die Musik Sidney Bechets am Leben erhielt.

      RIP Mr.Wilber !!
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Am 7.August beendete David Berman sein Leben im Alter von 52 Jahren . Er war Gründer und einziges konstantes Mitglied der Silver Jews . Nach deren Auflösung 2009 zog er sich von der Musikszene zurück . Er veröffentlichte auch Gedichte und Cartoons . 2019 nahm er mit einer Backing Group als 'Purple Mountains' das gleichnamige Album auf . Es wurde sein Epitaph . RIP
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Die Jazz-Trompeterin und Komponistin Clora Bryant ist im Alter von 92 Jahren verstorben. Geboren am 30.Mai 1927, wuchs in Los Angeles auf. Sie spielte u.a. im legendären Apollo Theatre (dort wurde auch rund 10 Jahre früher Ella Fitzgerald das erste Mal Sieger bei einem Amateur-Wettbewerb), dann auch mit der vielleicht bekanntesten rein weiblichen Band "International Sweethearts of Rhythm" auf Tournee.

      Sie gebar mehrere Kinder, trat aber dazwischen immer wieder auf, so auch in Las Vegas mit etwa Harry James oder Sammy Davis,jr. Sie soll auch in den Bigbands von Duke Ellington, Count Basie, Bill Berry und Lionel Hampton gearbeitet haben, aber mir ist keine Besetzungs-Liste von Ellington oder Basie bekannt, die sie erwähnen, auch nicht als Gastsolistin. Daher bleibe ich da sehr zurückhaltend.

      Sie trat auch in der damals berühmten Ed Sullivan-Show auf. Ebenso spielte sie auf Einladung von Michail Gorbatschow in der UDSSR. Es gibt eine CD von ihr auf dem Markt, die sie stilistisch in den Graubereich zwischen Swing und Bop sieht. Die CD ist nicht schlecht, aber so richtig glücklich bin ich nicht damit.

      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Helmut Krauss, Darsteller des mal unsympathischen, mal liebenswerten, gelegentlich durchtriebenen, meist polterigen aber immer sehr skurrilen Nachbarn Paschulke in Löwenzahn, verstarb 78jährig. Er war auch ein sehr bedeutender Synchronsprecher (beispielsweise lieh er Marlon Brando seine Stimme). Eine traurige Nachricht.


      LG :(
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Im Alter von 94 Jahren verstarb gestern der Fotograf und Dokumentarfilmer Robert Frank in Inverness/Canada . Seine Fotos beeindruckten mich , insbesondere aber erinnere ich eine Doppelaufführung seiner Filme 'Pull My Daisy' und 'Cocksucker Blues' , wobei die Kopie des letzteren Netzhautschäden befürchten ließ . Wieder einer . RIP

      youtube.com/watch?v=_12rctV5Z84 Pull My Daisy
      youtube.com/watch?v=jvljBxsVI6w Portrait
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Lieber b-major,
      Hab vielen Dank für deine Würdigung. Ich wollte noch ein wenig warten, ob hier nicht irgendjemand den wunderbaren deutschen Weltstar, besten Modefotografen der letzten Jahrzehnte, Peter Lindbergh erwähnt. Jetzt ein Anlass über Verluste in der Fotografie zu schreiben. Kein trauriger Grund, Robert Frank wurde gesegnete 94 Jahre, auch wenn sein privates Leben nicht von Katastrphen verschont blieb, wie den Tod seiner beiden Kinder. Er war ein Gigant, der letzte Vertreter einer goldenen Epoche der Fotografie, die er wesentlich mitgeprägt hat. Meine Liebe zur Fotografie fing mit seinem Werk an, natürlich dem Band "Die Amerikaner". Besten Dank, Robert Frank!
      Frank
    • Agravain schrieb:

      Love has found him in the end...
      Was soll ich dazu schreiben ? Honey I Sure Miss You ? Fate Will Get Done ? Happy Soul ? Alles Songs von meiner einzigen Daniel Johnson LP 'Artistic Vice' . Gut , daß es ihn gab . RIP.
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Neu

      Abendroth schrieb:

      Die Pianistin Dina Ugorskaja ist gestorben.
      br-klassik.de/aktuell/news-kri…estorben-nachruf-100.html
      Jetzt muss ich mich ausnahmsweise doch mal wieder hier zu Wort melden: Diese Mitteilung erschüttert mich sehr. Ich kannte Dina seit vielen Jahren und habe ihre Entwicklung vom Studium bis zur Professur in Wien mit Aufmerksamkeit und Freude verfolgt. Ihre außerordentliche künstlerische Sensibilität, Freiheit und Phantasie haben mich sehr oft begeistert, ihre Stärke, mit der sie schon vor vielen Jahren gegen ihre Krebserkrankung ankämpfte war beeindruckend, ihr Humor und ihre Zuversicht ansteckend. Umso tragischer dieses Ende. Von ihren CD-Einspielungen kenne ich bisher nur wenige, aber die mit den Händel-Suiten empfehle ich dafür umso mehr:

      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde