Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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    • Zum Glück hat Harry Kupfer sehr viel in Hamburg inszeniert und sonst konnte man ja schnell mal nach Berlin. Ich fand es nicht alles gelungen, was normal ist, aber wenn er gut war und das kam doch sehr oft vor, dann war er richtig gut! Sein Tannhäuser in Hamburg z.B. ist immer noch eine Sensation.

      Kupfer war ein Regisseur, der wirklich sein Handwerk von A-Z beherrschte, der wagemutig war, der immer wieder neue, wichtige, interessante Aspekte im Werk fand, ohne dass er sie von außen darüberstülpen musste. Ein Regisseur der absoluten Sonderklasse!

      Schreier, Fedder und nun Kupfer. Alle treffen mich doch sehr.

      R.I.P.
      Wolfram
    • Harry Kupfer war - nein, ist - für mich einer der wesentlichen Regisseure, von denen ich mehrere Inszenierungen nicht nur in TV oder auf Video sondern auch im Theater erleben konnte.
      Ich erinnere mich nicht nur, aber vor allem an seine "La Boheme" an der Wiener Volksoper (vermutlich eine mehr oder weniger starke Kopie einer Inszenierung der Komischen Oper Berlin), die eine sehr gute Alternative zur Zefirelli Inszenierung der Staatsoper war und die der musicalverliebte aktuelle Direktor nicht mehr spielt.
      Mit ihm hat nochmals ein Großer 2019 die Bühne verlassen.
    • brunello schrieb:

      und die der musicalverliebte aktuelle Direktor nicht mehr spielt
      ... dafür hält sich schon längere Zeit hartnäckig das Gerücht, dass der künftige Direktor der Wiener Staatsoper die hervorragende und mittlerweile leider abgesetzte Elektra-Produktion Harry Kupfers reaktivieren wird. Das wäre ja fast ZU schön, um wahr zu sein. (Wenn es tatsächlich stimmt, hat der Roščić in einer einzigen Spielzeit mehr für die Wiener Staatsoper getan als der Meyer in 10 Jahren.)
    • Dr.Hans Roelofs 25.11.1940 - 27.12.2019 RIP

      Heute erhielt ich von seiner Familie die Nachricht , daß Hans Roelofs am 27.Dezember im Alter von 79 Jahren verstorben ist . Hans kämpfte schon lange mit seiner Krankheit , und hat noch im vergangenen Jahr den Teil seines Nachlass , der mit Bruckner zusammenhing ,an das Anton Bruckner-Institut in Linz übergeben . Im Februar 2017 erhielt er die Kilenyi-Ehrenmedaille der Bruckner Society of America und befand sich damit in erlauchter Gesellschaft . Aber Hans war uneitel , er blieb gern im Hintergrund . In musikalischen Zusammenhängen wurde er besonders durch seine Diskografie der Vokal- und Instrumentalmusik Bruckners bekannt . Anders als die Diskographie der sinfonischen Werke von John Berky , die nur eine Auflistung ist , machte Hans persönliche Annotationen zu den Werken und Aufnahmen , die stets wohlfundiert und überlegt waren . Nicht allein hier hinterläßt er eine Lücke , die nicht zu schließen ist .
      Nebenbei hatte er sozusagen als Hobby noch das 'Dutch Dragon' Label , auf dem er für Freunde und Iinteressierte sonst nicht greifbare Aufnahmen zugänglich machte .
      Ich beschränke mich hier auf diese musikalischen Bezüge , denn der Mensch Hans Roelofs war noch viel , viel mehr .
      Ich vermisse ihn jetzt schon und bin in Gedanken bei seinen Angehörigen .

      brucknerdiskografie.nl/index.php
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Wolfgang Dauner ist gestorben. Er wurde 84 Jahre alt. RIP !!

      tagesschau.de/kultur/wolfgang-dauner-gestorben-101.html
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Erschreckend, wie "belebt" dieser Nekrolog-Thread ist.

      Eine traurige Meldung aus der Rock/Pop-Welt muss ich noch nachreichen:

      musikexpress.de/kim-shattuck-t…s-pixies-ist-tot-1351177/

      Kim Shattuck hat nicht nur einen einmaligen, sogfort erkennbaren Gesangsstil gehabt, sondern hatte ein besonderes Händchen für das Songwriting.
      Somit waren The Muffs immer eine meiner vielen Lieblingsbands, obwohl sie eher für einen melodiösen Pop-Punk standen. Aber was für welchen!

      R. I. P.
      Kermit
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Roger Scruton, eine Leitfigur des angelsächsischen Konservativismus, ist vor sieben Tagen verstorben, er schrieb unter anderem über Richard Wagner.
      Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

      Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!
    • Der französische Klarinettist Guy Deplus ist am 14.1.2020 im Alter von 95 Jahren gestorben. Er war Solist an der Pariser Oper und als Professor am Pariser Konservatorium u. a. Lehrer einiger Solo- und Orchester-Klarinettisten. Deplus war auch bei der Mitentwicklung einiger erfolgreicher Klarinettenmodelle der Firma Buffet Crampon involviert.

      Strawinski, Drei Stücke für Klarinette: youtube.com/watch?v=2H9L0eO5MZc
      Meisterklasse: youtube.com/watch?v=lZFoNf158LA


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      In mir steckt noch ganz viel Zeug hier drin fest, Gefühle und so. --- Nick Tschiller
    • Der aus Brasilien stammende Jazz-Trompeter Claudio Roditi (1946-2020) ist am heute verstorben. Er wurde vor allem durch die Mitwirkung in Dizzy Gillespies United Nations Orchestra bekannt, aber auch durch sein Spiel mit Paquito D'Rivera, Herbie Mann und Charlie Rouse. In Deutschland trat er mit der "Unterbiberger Hofmusik" auf, einer Formation, die sich durch Verbindung von Volksmusik und Jazz verdient gemacht hat.

      RiP, Mr.Roditi
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Und gleich der nächste Jazzer dazu: Jimmy Heath (1926-2020) ist ebenfalls heute verstorben. Er spielte u.a. mit Dizzy Gillespie, Benny Golson, John Coltrane, Miles Davis, Howard McGhee (mit dem er eine eigene Bigband leitete), Milt Jackson, aber auch die "Familienband" "The Heath-Brothers" (mit seinem Bruder Percy Heath am Bass vom Modern Jazz Quartett und Drummer Tootie Heath am Schlagzeug)), Elmo Hope, Kenny Clarke.

      Heath, der als Saxophonist, Flötist, Komponist und Arrangeut tätig war, schrieb auch zwei Streichquartette, "Three Ears", ein symphonisches Werk , was am Queens College aufgeführt wurde 2010.

      RIP, Mr.Heath
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Die Sense rostet nicht . David Olney , amerikanischer Singer-Songwriter , verstarb am 18.1. dieses Jahres im Alter vom 71 Jahren während eines Auftritts auf der Bühne . Seinen Lebensmittelpunkt hatte er in Nashville . Dem breiten Publikum nicht allzu bekannt , war er bei den Kollegen und Freunden des Genres hoch geschätzt . Ein Bekannter besitzt " mindestens 25 Alben" von ihm , die Zeugnis von einer bald 50jährigen aktiven Zeit als Musiker ablegen . RIP
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Neu

      Terry Jones, einer der Monty Python's ist tot:

      theguardian.com/film/2020/jan/…ian-director-dies-aged-77

      Seine berühmteste Tat ist vermutlich die Regie von 'The Life of Brian' ... Seit fünf Jahren litt er an Demenz. Oder um es mit den eigenen Worten der Truppe zu sagen:

      'Always look on the bright side of life
      For life is quite absurd,
      And death's the final word.
      You must always face the curtain with a bow!
      Forget about your sin -- give the audience a grin,
      Enjoy it, it's the last chance anyhow!
      So always look on the bright side of death!'

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)