Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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    • Giovanni di Tolon schrieb:

      Michel Piccoli ist bereits am 12.5. im Alter von 94 Jahren gestorben:
      Bemerkenswert: sein erster Auftritt im Film war 1945 - sein letzter Filmauftritt 2015. Das sind siebzig Jahre. Doch er gehörte zu jenen Darstellern, die sich von Szenen über Nebenrollen zu Hauptrollen hocharbeiten mußten. In French Can Can (1956) erkennt man ihn kaum wieder, und noch bis ca. 1965 war er kaum in Hauptrollen zu sehen. Tatsächlich fällt mir als älteste bekannte Hauptrolle Die Verachtung (1963) ein. Erst danach war er der Leading Man - in jenen Filmen, an denen wir uns gerne erinnern. Er war bei Godard, Truffaut, Bunuel, Sautet, einmal sogar Hitchcock. Die 1970er Jahre sind seine große Zeit, fast jedes Jahr wirkte er in wenigstens einem Film mit, den ich kenne. Und ich habe nie Filme konkret wegen Piccoli angesehen. Es hat sich einfach so ergeben.

      Ein großer Mime, eine große Persönlichkeit. Letztlich eine Legende. RIP, Monsieur Piccoli
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    • Josquin Dufay schrieb:

      Bemerkenswert: sein erster Auftritt im Film war 1945 - sein letzter Filmauftritt 2015.
      Ich sprach gerade mit einem Freund über ihn, der 10 Jahre jünger ist als ich. Er sagte nur: 'Er war der Lieblingsschauspieler meiner Großmutter.' ;)

      Piccoli war wirklich eine große Zeitspanne immer da. Er spann damit eben einen Bogen vom Nachkriegskino bis in unsere heutige Zeit. Abgesehen davon, dass solche langen Karrieren nur den wirklich Großen gegönnt sind, verband er einfach auch diverse Filmepochen in seiner Person, war er auch ein Zeitzeuge, egal ob Haupt- oder Nebenrolle.

      :wink: Wolfram
    • Josquin Dufay schrieb:

      Giovanni di Tolon schrieb:

      Michel Piccoli ist bereits am 12.5. im Alter von 94 Jahren gestorben:
      Bemerkenswert: sein erster Auftritt im Film war 1945 - sein letzter Filmauftritt 2015. Das sind siebzig Jahre. Doch er gehörte zu jenen Darstellern, die sich von Szenen über Nebenrollen zu Hauptrollen hocharbeiten mußten. In French Can Can (1956) erkennt man ihn kaum wieder, und noch bis ca. 1965 war er kaum in Hauptrollen zu sehen. Tatsächlich fällt mir als älteste bekannte Hauptrolle Die Verachtung (1963) ein. Erst danach war er der Leading Man - in jenen Filmen, an denen wir uns gerne erinnern. Er war bei Godard, Truffaut, Bunuel, Sautet, einmal sogar Hitchcock. Die 1970er Jahre sind seine große Zeit, fast jedes Jahr wirkte er in wenigstens einem Film mit, den ich kenne. Und ich habe nie Filme konkret wegen Piccoli angesehen. Es hat sich einfach so ergeben.

      Ein großer Mime, eine große Persönlichkeit. Letztlich eine Legende. RIP, Monsieur Piccoli
      Eine längere Film- Karriere haben nur wenige Schauspieler: die vor knapp drei Jahren im Alter von 100 Jahren verstorbene Danielle Darrieux begann 1931, hatte vor dem zweiten Weltkrieg einige Titelrollen auch in amerikanischen Filmen (z.B. Mayerling von 1936 und The rage of Paris von 1938), ihr letzter Eintrag bei imdb ist aus dem Jahr 2016 ....

      Und was für eine wunderbare Präsenz hatte auch sie noch im hohen Alter ...., z.B. bei den Acht Frauen ....

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Lasse schrieb:

      dass am gestrigen Sonntag Jimmy Cobb im Alter von 91 Jahren verstorben sei. Er hatte unter anderem auf dem legendären Kind of Blue von Miles Davis getrommelt.
      Das ist leider wahr. RIP Jimmy Cobb !! Er war einer der "Unsung Helds" der 1950-er Jahre und später gewesen. Ein Begleiter allererster Güteklasse.

      spiegel.de/kultur/musik/jimmy-…70-420e-8130-39122ff44be5
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Talestri schrieb:

      Oh, wie traurig. Ich hatte gerade ein Hörspiel mit ihr gehört, in dem sie eine an Demenz erkrankte Frau spielte.
      Irm Hermann in "Teure Schwalben"
      Sie hatte eine lange Karriere und hat viele ungewöhnliche und großartige Rollen gespielt.
      Eine ganz besondere Stimme und Person ist gegangen.
      R.I.P. Irm Hermann
      Das ist in der Tat sehr traurig. Eine großartige Schauspielerin ist von uns gegangen. :(
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Die beiden ehemaligen Trompeter Alexandre Malampré (1.Trompete mit Hugo Strasser und der HR-Bigband) und Dixie Grünewald sind am 18. und 17. Mai 2020 verstorben. Ich berufe dabei auf die Lebensgefährtin eines langjährigen Musikers der HR-Bigband, die ich beide auch persönlich kenne (und auch gespielt habe). Daher sind die Angaben glaubwürdig. Malampré dürfte vielleicht dem ein oder anderen User hier bekannt vorkommen, da er zeitweise in der Presse war, als er Stefan Mross angeklagt hat, der damals durch Malamprés Einspielungen Erfolg mit diversen Trompetentiteln hatte, die er nie eingespielt hatte zuvor.

      RIP ihr Beiden......
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Der Schriftsteller Alfred Kolleritsch ist 89-jährig in Graz gestorben. Er war Begründer der Literaturzeitschrift 'manuskrripte', in der u.a. Peter Handke, Friederike Mayröcker, Elfriede Jellinek, Ernst Jandl oder Vaclav Havel publiziert wurden.

      R.I.P.
    • spiegel.de/kultur/kuenstler-ch…1a-45af-9304-662072c5ea36

      Der Künstler "Christo" ist im Alter von 84 Jahren verstorben. RIP Der Mann, der auch den Reichstag "verpackt" hat. Er starb eines "natürlichen Todes".
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Das ist jetzt aber wirklich ein Schock. Einer der großen, außergewöhnlichen Künstler des letzten Jahrhunderts. Auch wenn ich den Reichstag verhüllt nur im Vorüberfahren sehen konnte, raubte es mir den Atem. Die Idee, die Ausführung, das endgültige Produkt - grandios in seiner Maßlosigkeit, in seiner ästhetischen Wirkung.

      R.I.P.
    • Anfänglich von mir als "Blödsinn" eingestuft am Ende aber auch von mir nur noch staunend bewundert und viel fotografiert: Der verpackte Reichstag. Das war ein echtes Event, wo sich viele Berliner friedlich versammelt hatten und picknickten - zu Füßen des Kunstwerkes versteht sich.
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • Im kommenden September wollte er den Arc de Triomphe in Paris verpacken (eine Reise dorthin war auch schon geplant); das Projekt ist aber Corona zum Opfer gefallen. Nächstes Jahr soll die Verpackung des Triumphbogens im Gedenken an Christo von seinen Mitarbeitern am 18. September nachgeholt werden.
    • ... seine Installation Big Air Package (irre ich nicht sehr, war es die erste, die er ohne Jeanne-Claude hat realisieren müssen!)
      konnte ich mir seinerzeit im Oberhausener ''Gasometer" ansehen!

      L E U T E ... bin ich froh dass ich drin war :thumbup: :thumbup: :thumbup:

      ... von den paar Gelegenheiten, die ich hatte, mir im Gasometer irgendwas anzusehen, war das ohne Frage das Highlight !!

      >auch die "Endspiel" - Inszenierung, die das Th.Oberhausen vor wohl bald 25J. dort gemacht hat, bleibt k l a r o unwiederholbar
      - aber Big Air Package war dann noch was a n d e r e s <

      d a n k e d a n k e d a n k e
      Durchhängen iss nich !!
      (Udo Lindenberg)