Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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    • Armin Diedrich schrieb:

      Posaunist und Bandleader Chris Barber starb mit 90 Jahren.
      Japp. Er ist gestern verstorben. Die Info ist auch richtig, nicht nur, weil es auf Wikipedia bereits zu finden ist, ich habe die Information auch von einem seiner Musiker bekommen, der neben ihm Posaune gespielt hat. Ich kenne ihn durch einen Auftritt mit ihm zusammen in meiner Nähe. John Service ist sein Name. Er hat das mit vielen Bildern aus seiner Zeit mit der Band auf Facebook gepostet.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Armin Diedrich schrieb:

      Posaunist und Bandleader Chris Barber starb mit 90 Jahren.
      stuttgarter-nachrichten.de/inh…980c127.html?reduced=true

      Hier nun auch eine Quelle, die das nochmals untermauert.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ganz frisch habe ich gerade in Facebook gelesen, dass der Drummer Duffy Jackson im Alter von 67 Jahren verstorben ist. Jackson war der Sohn des bekannten Bassisten Chubby Jackson, der in der Woody Herman First and Second Herd Bass gespielt hat. Sein Sohn Duffy spielte mit u.a. Count Basie, Illinois Jacquet, Woody Herman, Lionel Hampton, Oscar Peterson, Monty Alexander, Ray Brown, begleitete Sammy Davis,jr., Ella Fitzgerald, Lena Horne.

      Jackson war ein recht harter Power-Drummer gewesen, spielte aber auch Vibraphon, Klavier, Bass und Orgel, hin und wieder sang er auch.

      Morgen dürfte bestimmt auch die Presse etwas davon berichten, zumindest in den Staaten.

      RIP Mr.Jackson
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Nicht soeben verstorben, sondern schon im Oktober 2020, aber ich hab es nicht mitbekommen und höre es erst jetzt in einem Radioportrait über Peter Brötzmann - -

      Also von uns gegangen ist Toshinori Kondo, dieser großartige Trompeter, den ich nicht nur als Freejazzer vor allem mit Peters Die Like A Dog Quartett, sondern auch als Freigeist, der mit DJ Krush experimentellen geilen Stoff auf Technogrundlage gemacht hat. Als 17jähriger hatte ich mal eine Solo-LP von ihm, unbegleitet, das war das kompromißloseste was ich (neben Günter Christmann) an Musik je hatte. Live hab ich ihn in Brötzmanns "Alarm" - NDR Jazzworkshop gesehen, unvergeßlich.



      Da ist eine unverwechselbare Stimme gegangen, die die Grenzen dessen erforscht hat, was Menschen kreativ so besegeln können auf ihren Fahrten ins Ungewisse, und sowas ist immer ein Verlust, der unersetzlich ist.

      Ruhe friedlich, wo und wie immer das sein mag, und danke!



      :(
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Der niederländische Ingenieur Lou Ottens ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Seine Erfindung der Kompaktkassette, die 1963 auf der Funkausstellung in Berlin vorgestellt wurde, veränderte die Musikwelt nachhaltig. Zwanzig Jahre später war er maßgeblich an der Entwicklung der CD beteiligt.
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • James Levine ist am 9.3. bereits im Alter von 77 Jahren gestorben, ich hatte das Vergnügen, einige seiner Münchner Konzerte bei den Philharmonikern zu hören. Zu dieser Zeit waren alle Missbrauchsvorwürfe gegen ihn nur hinter vorgehaltener Hand bekannt:

      nytimes.com/2021/03/17/obituaries/james-levine-dead.html

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Giovanni di Tolon schrieb:

      James Levine ist am 9.3. bereits im Alter von 77 Jahren gestorben, ich hatte das Vergnügen, einige seiner Münchner Konzerte bei den Philharmonikern zu hören. Zu dieser Zeit waren alle Missbrauchsvorwürfe gegen ihn nur hinter vorgehaltener Hand bekannt:

      James Levine habe ich in meiner New Yorker Zeit (1986-90) ungezählte Male im Orchestergraben der MET erlebt. Vermutlich habe ich keinen anderen Dirigenten so oft live gehört wie ihn. Neben einer Anzahl von Operneinspielungen schätze ich nach wie vor seine Mahler- Aufnahmen. Die Gerüchteküche brodelte auch damals schon in New York. Das unrühmliche Ende tat mir für ihn auch ein bisschen leid.

      R.I.P.
    • Philbert schrieb:

      Am 09. März ist James Levine 77jährig verstorben.
      Egal, was da passiert ist, er war ein großartiger Dirigent. Demnach RIP, Mr. Levine !!
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Giovanni di Tolon schrieb:

      James Levine ist am 9.3. bereits im Alter von 77 Jahren gestorben, ich hatte das Vergnügen, einige seiner Münchner Konzerte bei den Philharmonikern zu hören. Zu dieser Zeit waren alle Missbrauchsvorwürfe gegen ihn nur hinter vorgehaltener Hand bekannt:

      nytimes.com/2021/03/17/obituaries/james-levine-dead.html

      Gruß Benno
      Nun ja, das wurde bei seiner Berufung schon im Stadtrat thematisiert...
      Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)
    • Jede Menge fetziger Mitschnitte unter Jimmy eingebunkert.... wahrscheinlich unter allen Orchesterquälern bisher Rekordmeister an Anzahl von Lulu-Wiedergaben (Cerha-Version), am geilsten kommt davon der Mitschnitt vom 20.04.02 (NYC) rüber. der ist eine Wucht...
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Die Missbrauchsvorwürfe waren natürlich nicht nur in der jeweiligen Bürokratie bekannt. Das pfiffen die Spatzen schon vor Jahrzehnten von den Dächern und ich glaube nicht, dass sich irgendein Intendant herausreden kann, er hätte es nicht gewusst. Es waren wohl oftmals strafrechtlich relevante Taten, deren Aufarbeitung nun natürlich gestoppt ist.

      Das ändert aber in keiner Weise etwas daran, dass er ein großer und bedeutender Dirigent war, der ein riesiges künstlerisches Erbe hinterlässt! Live habe ich ihn leider nur einmal erlebt, in Berlin mit Wesendonck und dem Lied von der Erde. Ein für mich weiterhin unvergesslicher Konzertabend, einer der mich damals unendlich ergriffen hat. Darüber hinaus schätze ich aber auch seinen Mahler sehr, wie v.a. auch die Opernaufnahmen, speziell die aus dem Verismo. Übrigens war er neben seiner Dirigiertätigkeit ja auch ein sehr guter Liedbegleiter.

      Und er war auch ein Künstler, der für die Klassik begeistern, der ein großes Publikum ansprechen konnte. Kein Insider-Tipp, sondern jemand, den 'man' kannte. Etwas was der Klassikszene immer gut tut.

      Ich bedauere jedenfalls seinen Tod sehr.

      R.I.P.