Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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    • Die Lücke, die Marcel Reich-Ranicki hinterlässt, ist schon eine große. Mit dem Rückzug aus der Öffentlichkeit ("unterbrochen" durch seine Rede zum Holocaust-Gedenktag 2012) deutete sich dies schon an.
      Es war heute sehr viel zu hören im Deutschlandfunk, es gab kaum ein anderes Thema. Er hat diese Würdigung verdient.

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      In der Zwischenzeit ist untergegangen, dass der tschechische Pianist und Komponist Ilja Hurník am 7. September im Alter von 90 Jahren verstorben ist.

      "http://de.wikipedia.org/wiki/Ilja_Hurn%C3%ADk"

      Ich höre daher gerade auf YT seine Sinfonie in C (2000)
      "http://www.youtube.com/watch?v=aXlXteq5MZI"

      Die ausführlichsten Informationen zu Hurník gibt es hier:
      "http://www.musica.cz/skladatele/hurnik-ilja.html"

      LG, Kermit
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Heute Nacht ist Paul Kuhn im Alter von 85 Jahren verstorben.
      Ja,leider......Er war ein so großartiger Musiker und sehr sympathischer Mensch. Wer ihn als "richtigen Jazzmusiker" gehört und gesehen hat, kann mich verstehen. Dazu hatte ich das ganz große Glück, ihn einmal vorgestellt worden zu sein und mit ihm zu sprechen. Absolut Null Arroganz,sondern sehr freundlich und sympathisch mir gegenüber, Respekt!!!

      Paul,jetzt kannst Du mit dem Duke und dem Count zusammen spielen.....Ruhe in Frieden!!

      Maurice
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Magus schrieb:

      Heute Nacht ist Paul Kuhn im Alter von 85 Jahren verstorben.


      Ein schönes Zitat von Paul Kuhn auf die Frage, wie er zum Jazz kam, das wohl für viele ausspricht, wie die erste Generation der Nachkriegsjazzer und Jazzliebhaber in Deutschland zu dieser Musik kam und was sie ihr immer auch bedeutete:

      Paul Kuhn: "Das war 1943, als die Glenn-Miller-Band in England war. Die hat im Radio extra für Deutsche gespielt, mit Nachrichten auf Deutsch, die erklärten, wie die Front in Russland wirklich verläuft. Es gab die Wahrheit und zwischendurch immer Jazz."


      Besonders als Leiter der SFB Big Band, die ihm schließlich auf ziemlich üble Weise abgewickelt wurde, hat er diesen Nachkriegsjazz lange lebendig gehalten.

      :wink: Matthias
    • Lisa Otto wa wohl eine der am Schönsten singenden Sopranistinnen, was besonders in Messen und dem legendären Freischütz mit Elisabeth Grümmer und Rudolf Schock sich zeigte. Sie galt als effektive Schönsängerinnen ihrer Zeit.



      Leider sang sie in Wien recht wenig und wenn im Konzertsaal, aber ein bleibendes Angedenken habe ich an sie. Ihr Können, ohne Starallüren, wird mir stets in Erinnerung bleiben.

      R. I. P. +
    • Ex-Thomanerleiter Hans-Joachim Rotzsch (von diesem Amt 1991 zurückgetreten, anschließend bis 2000 Gastprofessor am Mozarteum) ist heute in den frühen Morgenstunden, wie es in den Nachrichtenmedien heißt, nach schwerer Krankheit verstorben ist – Lebensdaten:* 25. April 1929, Leipzig, † 25. September 2013, Leipzig.
    • Wenige Tage vor seinem 75. Geburtstag ist Peter Dussmann, Gründer und langjähriger Geschäftsführer der Dussmann-Gruppe, heute verstorben.

      Viele Capricciosi kennen das KulturKaufhaus Dussmann in Berlin als einen der empfehlenswertetsten und bestsortierten Klassikläden Deutschlands.

      RIP.

      Gruß
      MB
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Yukon schrieb:

      Ex-Thomanerleiter Hans-Joachim Rotzsch (von diesem Amt 1991 zurückgetreten, anschließend bis 2000 Gastprofessor am Mozarteum) ist heute in den frühen Morgenstunden, wie es in den Nachrichtenmedien heißt, nach schwerer Krankheit verstorben ist – Lebensdaten:* 25. April 1929, Leipzig, † 25. September 2013, Leipzig.


      Ich konnte ihn einst persönlich kennenlernen, als er Ende der 80er Jahre zusammen mit seiner Frau zweimal zum Sommerurlaub im Thüringer Wald im gleichen Hotel wohnte wie ich mit meiner Familie.
      Neben geistreichen und humorvollen Gesprächsrunden am Abend, erinnere ich mich auch noch gut an eine Klavierstunde, die der Thomaskantor dem jungen Kruzianer gab (ist wohl so etwas wie Völkerverständigung ;+) )

      RIP

      petit_concours
      W o h n z i m m e r w e t t b e w e r b:
      Petit concours à la maison... (S. Richter, 1976)
    • Walter Schmidinger ist im Alter von 80 Jahren gestorben.



      Ein großer Schauspieler, der auf der Bühne sehr verletzlich, zart, einsam, aber auch zornig, jähzornig wirken konnte.
      In seinen besten Zeiten einer der ganz großen Sprecher, ebenso wie Otto Sander, dem er nun in den Theaterolymp gefolgt ist.

      RIP
      One word is sufficient. But if one cannot find it?
      Virginia Woolf, Jacob's Room
    • Ein ganz Großer ist tot:
      Patrice Chéreau, er wird fehlen!
      "http://www.lefigaro.fr/flash-actu/2013/10/07/97001-20131007FILWWW00655-l-homme-de-theatre-patrice-chereau-est-mort.php"
      „Wahrscheinlich werden künftige Generationen sich erinnern, dass dieses Jahrhundert das ,Century of Recordings’ war, in dem die Menschen auf die seltsame Idee verfielen, man könne Musik in kleine Plastikteile einfrieren. Mich erinnert das an die Idee der Ägypter vom Leben nach dem Tod. Eine ungesunde Idee. Studiomusik ist eine Verirrung des 20. Jahrhunderts. Das wird verschwinden.“ (F. Rzewski, Komponist, in der FAZ vom 21.4.2012)
    • Heike schrieb:

      Ein ganz Großer ist tot:
      Patrice Chéreau, er wird fehlen!
      "http://www.lefigaro.fr/flash-actu/2013/10/07/97001-20131007FILWWW00655-l-homme-de-theatre-patrice-chereau-est-mort.php"

      oper337 schrieb:

      Meine Lieben!

      Da heute die UNI später beginnt, möchte ich an Patrice Chéreau denken.

      Er war es der mi den "Ring" wieder näher gebracht hat. Ein wunderbarer Regisseur.

      R.I.P. +

      Lese das gerade erst. Das ist ein wirklicher Verlust für die Oper und das Theater.
      Ich bin gerade erst dabei mal wieder seinen Ring zu schauen, umso trauriger von seinem Tod zu hören.
      Ich habe ihn nicht nur als Opern/Theater-Regisseur geschätzt, sondern auch als Filmemacher, sein "La Reine Margot" gehört zu meinen Lieblingsfilmen.
      Diese Nachricht bedrückt mich.
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Patrice Chéreau ist mit 68 Jahren an einer schweren Krankheit gestorben - das ist wirklich eine traurige und (zumindest mich) durchaus schockierende Nachricht, zumal ich gar nicht wußte, daß er so schwer krank war.

      Ich habe leider nie Opern- oder Theaterinszenierungen von Ihm gesehen (außer in TV-Ausschnitten), dafür aber seine Filme, die mich eigentlich alle nachhaltig beeindruckt haben, besonders aber:

      - Der verführte Mann - L'Homme Blessé -Frkr. 1983- (mit Jean-Hugues Anglade, Vittorio Mezzogiorno, Armin Müller-Stahl, Lisa Kreuzer)

      - Wer mich liebt, nimmt den Zug - Ceux qui m'aiment prendront le train -Frkr. 1998- (mit Pascal Greggory, Valeria Bruni Tedeschi, Charles Berling, Jean-Louis Trintignant, Bruno Todeschini, Sylvain Jacques)

      - Intimacy -GB 2001- (mit Mark Rylance, Kerry Fox, Timothy Spall, Marianne Faithful)

      - Sein Bruder - Son frère -Frkr. 2003- (mit Bruno Todeschini, Eric Caravaca)

      In der heutigen FAZ ist ein einseitiger Nachruf von Gerhard R. Koch (leider nicht online).

      Auf FAZ.net durfte die Vielschreiberin Eleonore Büning einen Nachruf verfassen:

      "http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/nachruf-auf-patrice-chereau-erschuetterer-der-opernwelt-12609594.html"
    • Wotans Abschied am Ende der "Walküre" des Chéreau-Rings sehen - und staunen! Mag diese Produktion inzwischen optisch auch einen gewissen Spät-70er-Charme versprühen: wer am Genie Patrice Chéreaus zweifelt, möge sich exemplarisch diese eine ergreifende Szene ansehen.

      Ein ganz Großer ist gegangen - ich bin traurig!

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • ...ist ein solcher Film, den ich, ganz offensichtlich, am TV nicht durchhalte... ...und im Kino hatte ich bisher kein zweites Mal Gelegenheit...
      - - - derart ausgiebige Sexszenen sind eigentlich absolument nicht mein Ding!
      Das "dicke Fragezeichen", mit dem der Film endete (völlig verstört letztendlich, die Beiden!) ist mir dennoch bis hier und heute sehr präsent!!
      Wahrlich kein Plädoyer für ein "make sex as you can"!

      Meinen zweiten (und letzten) Chereau-Film konnte ich im Rahmen der 1. Ruhrtriennale sehen...
      Es müsste sich da um einen seiner (lt. Wikipedia insg. vier) TV-Filme gehandelt haben - ich tippe jetzt mal auf Le temps et la chambre von 1992...
      (Mindestens) Eine Szene spielt wohl in D - und zwei männliche Bewerber (um einen gut dotierten Posten im höheren Verwaltungsdienst oder sowas) geraten sich im "Wartezimmer" über die Frage in die Haare, ob bei Wetten dass Schummelei möglich ist (war wohl noch vor diesem Titanic-Redakteur und seiner Schummelei mit den Farbstiften!) Nach einigen Minütchen und beim Erscheinen der Chefin in spe balgten sie sich wie kleine Jungs - - Diese "Entwicklung" erschien mir seinerzeit absolut schlüssig; gewundert drüber hatte ich mich erst mit etlicher Verspätung......

      Die da droben vertrauen ihm mal besser keine Inszenierung irgend einer Festlichkeit an ;+)
      Alexa: Was ist ein gerechter Lohn? - Das weiß ich leider nicht!
      Peter Kessen "Disruptor Amazon"

      Hollywood ist ein Witz - nicht hassenswert...
      Aki Kaurismäki
    • Beryllo schrieb:

      Ronald Shannon Jackson ist 73jährig gestorben. Tollste Trommelei, stark und stilbildend, furios und frei.


      Lieber Frank,

      schön, dass du darauf hingewiesen hast. Das war einer der ganz Großen!

      Ich hoffe, ich komme morgen mal dazu, meinen Nachruf für eine italienische Zeitschrift ins Deutsche zu übersetzen. Heute abend habe ich mich hier wieder ablenken lassen.

      :wink: Matthias