Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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    • "Zu Besuch" (nicht "Evas Besuch") ist die Erzählung, die sie für mich aus 'allem' (zum Beispiel dem Hang zum Loriothaften) raushaut: Der Besuch eines Mädchens, das im Radio Bach hören will, bei Verwandten; Steigerung des unausgetragenen Konflikts, atmosphärisch wiedergegeben u.a. mit Hilfe der Beschreibung der Musik; Höhepunkt des Konflikts, als sie den ständig getätschelten Hund angiftet; ... unbedingt lesen.
      Ich bin weltoffen, tolerant und schön.
    • Patrick Macnee ist heute im Alter von 93 Jahren leider von uns gegangen. Bekannt wurde er als Agent John Steed aus der Serie "Mit Schirm, Charme und Melone"

      Ich habe keine Sendung damals verpasst.

      R.I.P.
      Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
      Herbert von Karajan (1908-1989)
    • Patrick Macnee , ich habe mir einge Sendungen von VHS auf DVD geschnitten als meine Anlage noch ging.

      Er und Emma Peel waren in meiner fast noch Jugendzeit ein Pflichttermin auch im Original in Englisch.

      Danke lieber Patrick Macnee dass es Dich gab, Du hast mir damals große Freude gemacht.

      R. I. P. +
    • Ina Kringlebotn

      Gerade soeben höre ich via Youtube Franz Schmidt`s tragisch-tröstliche vierte Sinfonie in der ausgezeichneten Interpretation durch den designierten neuen Chef der Berliner Philharmoniker Kirill Petrenko, und ich bin einmal mehr zu Tränen gerührt ob dem Klagelied auf den Verlust seiner Tochter, welche an der Geburt seiner Grosstochter verstorben ist ...

      ... und mir kommt dabei urplötzlich das tragisch frühe Ableben der so hochtalentierten und liebreizenden norwegischen Sopranistin Ina Kringlebotn in den Sinn, welche diese Woche, erst 32-jährig, ihr wundervolles Instrument verlassen musste. Mögen die Engel jetzt ihren betörenden Gesang geniessen.

      Sie hinterlässt eine 4-monatige Tochter und ihren Ehemann, den schwedischen Sänger Ludvig Lindström - den sie einen Tag vor ihrem Übergang geheiratet hat - und natürlich viele erschütterte Freunde. Das ist alles so unendlich traurig und intensiv!

      Sie feierte grosse Erfolge an der Komischen Oper Berlin, wo auch Petrenko einst gewirkt hat.

      Die Musik von Schmidt vermag zu trösten. R.I.P.

      Gruss von Walter
    • Wer kennt ihn noch?

      John Steed alias Patrick Macnee (oder war es umgekehrt?) ist im gesegneten Alter (so würde man wohl sagen) von 93 Jahren verstorben.

      Wegen ihm habe ich Mitte der 60iger wilde Kämpfe ums "länger Aufbleiben dürfen" ausgefochten. Im ZDF kamen um 22:15 Mrs. Peel und John Steed.

      Die Serie "Mit Schirm, Chame und Melone" war Pflicht, wer sie verpennte, hatte am nächsten Tag in der Schule einen schwerenStand.
      Die Schwarz-Weiß Folgen sind noch heute Kult, die in Farbe gedrehten mit Mrs. Peel sind fast noch durchgedrehter. Ach, was solls? Die waren alle gut.
      Später, viel später habe ich dann die ersten Folgen der Serie, die mit Honor Blackman, die noch halb vorgedreht, halb Live eingespielt wurden, gesehen.
      Und da verstand ich den Spruch Steeds aus "Too many Christmas Trees" als er ne Postkarte vorlas. "Ahh von Mrs. Gale, was macht die denn in Fort Knox?"

      Von Zeit zu Zeit muss ich dann
      - "Dial a deadly number" oder
      - "Death at bargain prices" schauen. To name a few!

      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Doc Stänker schrieb:

      Wegen ihm habe ich Mitte der 60iger wilde Kämpfe ums "länger Aufbleiben dürfen" ausgefochten. Im ZDF kamen um 22:15 Mrs. Peel und John Steed.

      Ich durfte, ohne Kämpfe. Habe damals alle Folgen gesehen, die mir vor die Augen kamen. "Kult" sagt man heute. John Steed und Emma Peel waren klasse, very British!

      Patrick Macnee: R. I. P.
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Doc Stänker schrieb:

      John Steed alias Patrick Macnee (oder war es umgekehrt?) ist im gesegneten Alter (so würde man wohl sagen) von 93 Jahren verstorben.

      Wegen ihm habe ich Mitte der 60iger wilde Kämpfe ums "länger Aufbleiben dürfen" ausgefochten. Im ZDF kamen um 22:15 Mrs. Peel und John Steed.
      Ich habe mich als kleiner Junge oft heimlich an die Wohnzimmertür geschlichen und geguckt, bis meine Eltern, auf Fürsprache meiner 3 Jahre älteren Schwester, mich endlich mitgucken ließen (wohl um selber in Ruhe schauen zu können).
      Ich habe den John Steed dann immer nachgespielt; mit Schirm (Charme wahrscheinlich weniger) und Hut (Melone gab es keine): "Misses Peel, wir werden gebraucht"
      Ist bis heute die Lieblingsserie meiner Kindheit!
      Aber mit Emma geht, Tamara kommt war es dann fast schlagartig vorbei, das "Traumpaar" Emma und John war für mich unersetzlich.
      Ich war irgendwann sehr irritiert als ich Emma und John in anderen Filmrollen sah, ging irgendwie gar nicht.


      R.I.P.
      Mister Macnee---John Steed



      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Der slowenische Volksmusiker Slavko Avsenik, Begründer der "Original Oberkrainer", ist gestorben.

      "http://kurier.at/kultur/musik/oberkrainer-volksmusiklegende-slavko-avsenik-ist-tot/139.585.098"
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."
    • Ina Kringelborn

      Ina Kringelborn ist tot.

      http://magazin.klassik.com/news/teaser.cfm?ID=11899

      Sie wurde gerade mal 31. Als 50jähriger kann ich das nur schwer fassen.

      Wer mich kennt, weiß, dass ich auf Interpreten nur selten einen besonderen Wert lege. Mich interessiert das Werk. Eine Einspielung reicht. Sänger, Solisten, Dirigenten, etc. kann ich mir nur selten merken. Hauptsache "gut", das reicht. Von Ina Kringelborn habe ich keine einzige Aufnahme. Warum konnte ich mir den Namen dennoch merken?

      Weil ich am 13.7.2008 in Aix-en-Provence eines meiner besten Live-Erlebnisse hatte: Haydn's L'infedeltà delusa. Star des Abens war zwar Claire Debono als Vespina. Aber an Ina Kringelborn als Sandrina kann ich mich ebenfalls noch gut erinnern, zumal sie meine Lieblings-Haydn-Arie "È la pompa un grand’imbroglio" sang.

      Hier der erste Akt von Aix-en-Provence:
      https://www.youtube.com/watch?v=Qw3MUocTBrs
      und hier der zweite:
      https://www.youtube.com/watch?v=5cdsLGkJHWg

      Und hier Ina Kringelborns "È la pompa un grand’imbroglio" aus der Aix-Inszenierung (leider mit etwas verrutschter Tonspur):
      www.youtube.com/watch?v=5cdsLGkJHWg&t=36m18s

      Danke!


      Thomas
    • Danke lieber Thomas, dass du nochmals auf Ina Kringlebotn aufmerksam machst. (Ich tat es bereits am 26.Juni)

      Da ist wirklich ein Engel gegangen (... zu ihresgleichen...).

      (Man liest übrigens beide Schreibweisen, "Kringelborn" und "Kringlebotn". Möglicherweise ist Ersteres eine Verdeutschung des norwegischen Namens)

      Gruss von Walter
    • Friedemann Weigle

      Der Bratscher Friedemann Weigle ist am vergangenen Wochenende im Alter von 52 Jahren gestorben. Er war Mitbegründer und 20 Jahre lang Mitglied des Petersen-Quartetts, später dann vier Jahre Solobratschist des Konzerthausorchesters Berlin. 2007 wechselte er zum Artemis-Quartett. Mit diesem Ensemble war er noch am 29. Juni im Wiener Konzerthaus zu erleben. Ich selbst habe ihn zuletzt auch in Wien Ende Februar erlebt, das Artemis-Quartett spielte damals Dvorak (op. 96), Schostakowitsch (Nr. 5) und Tschaikowsky (Nr. 1). Seitdem Weigle - und der zweite Geiger Gregor Sigl - Mitglieder dieses Ensembles waren, pflegte das Artemis-Quartett einen sehr mittelstimmenbetonten Stil. Weigles akustische und auch visuelle Präsenz war ausgesprochen markant. Der Bruder des Frankfurter GMDs Sebastian Weigle hatte auch eine Professur für Kammermusik an der UdK Berlin sowie eine Honorarprofessur für Bratsche an der Hanns-Eisler-Hochschule Berlin inne.

      "http://www.artemisquartett.de/"

      "http://klassiker.welt.de/2015/07/07/artemis-quartett-tod-des-bratschers-friedemann-weigle/"

      Hier sind Weigle und seine Kollegen vom Artemis-Quartett mit dem Lento assai aus Beethovens op. 135 zu hören und zu sehen:
      "https://www.youtube.com/watch?v=AQWoDaBZkbE"


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Anlässlich des Todes von Friedemann Weigle gibt es auf Zeit Online einen sehr persönlichen und würdevollen Nachruf:

      "http://www.zeit.de/kultur/musik/2015-07/friedemann-weigle-viola-bratsche-nachruf"

      Viel zu früher Tod, aber zuvor ein sehr sehr sinnvolles Leben --möge er in Frieden ruhen.

      LG
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • :wink:

      Das hat Brunello schön geschrieben. Danke an Garcia für den Link zum Nachruf in der Zeit. In der Tat sehr gelungen, nur der Passus mit Artemis Quartett und Kult ist Mist und das Artemis Quartett war mit Heime Müller und Volker Jacobsen genauso großartig, nur halt anders.

      Gruß, Frank