Carl Nielsen: Symphonie Nr. 6, "Sinfonia semplice"

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    • Maurice schrieb:

      So war die Aufmachung bei DaCapo gewesen.
      und hier die Nr. 1+6:


      für Nr. 2+3 funzt das Bild nicht. ASIN: B01KB2TD40

      Die Amazon-Suche spuckt nicht immer alle Varianten aus. Diese drei gibt es zur Zeit (gebraucht) ziemlich günstig.
      Diei habe ich und bin damit im Grunde auch glücklich. Aber Stücke, die man öfter hören will, braucht man in mehreren Einspielungen, und da bin ich unschlüssig welche es werden soll. Eventuell Oramo, für einen BIS-Fan wie mich.
    • Zu Michael Schønwandts Nielsen-Sinfonien-Zyklus:

      Die Dacapo-Version gibt es als Einzel-CDs:


      sowie als Gesamtaufnahme:
      bzw.

      Die DVDs, die in der Dacapo Box "Carl Nielsen - The Masterworks, Vol. 1 - Orchestral Music" enthalten sind, kann man auch einzeln erwerben:


      Wenn es Aufnahmen aus dem Haus BIS sein sollen, dann ist neben den hier bereits genannten GAs von Chung/Järvi und Oramo auch die von Vänskä interessant, die ich in guter Erinnerung aber zugegeben lange nicht mehr gehört habe.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Braccio schrieb:

      Und was findet man vor?

      Vier Sätze, Titel “semplice” (“ich strebte in diesem Werk nach der größtmöglichen Einfachheit”, so Nielsen in einem Interview), Satzüberschriften, die u. a. an Charakterstücke (“Humoreske”) und an barocke Vorbilder (“Proposta Seria”) erinnern, sehr kurze Mittelsätze, oft “kammermusikalische” Anmutung, irgendwie auch nicht so recht geschlossen oder in der Entwicklung zwingend wie die vorangegangenen Symphonien. Beginn mit Glockenspielschlägen, Ende mit einer crescendierenden Fagott-Fermate. Merkwürdig.
      Ja, merkwürdig. Ich habe das Werk inzwischen zweimal in Ruhe durchgehört und den Eindruck gewonnen, daß es sich hier nicht um eine Symphonie klassisch-romantischen Gepräges handelt, damit meine ich eine Symphonie, die eine innere Entwicklung, einen Prozeß hin zu einem Ziel hat (etwa in der Linie Brahms-Mahler-Schostakowitsch). Stattdessen höre ich da eine Abfolge verschiedener musikalischer Charaktere ganz unterschiedlicher Art, die wie in einem Flickenteppich miteinander verknüpft sind. Alles könnte auseinanderfallen, tut es aber nicht, im Gegenteil: Mir scheint, gerade das Disparate ist hier Programm, ein meisterliches Spiel mit den "Flicken", mit einer ganz feinen, originellen Orchesterbehandlung.

      Mir gefällt sehr gut, wie Neeme Järvi und Göteborgs Symfoniker das machen!

      Die anderen 5 Symphonien Nielsens habe ich schon lange nicht mehr gehört; die werde ich demnächst mal wieder vornehmen - möglicherweise mit der einen oder anderen Einsicht, was das Besondere der 6. Symphonie, im Kontrast zu den übrigen, sein könnte.

      Vielen Dank für die Einführung in dieses interessante Werk, lieber Braccio!

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
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      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann