Das ultimative Dirigent(inn)en-Ranking

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    • Das ultimative Dirigent(inn)en-Ranking

      Dem (Ranking-)Geist der Zeit folgend, frage ich Euch nach Euren Lieblings-Dirigent(inn)en. Beschränkt auf die noch lebenden Dirigier-Genies. Furtwängler, Toscanini, Walter, Klemperer und de Sabata müssen also leider außen vor bleiben.

      Bei mir sind die ersten beiden Ränge ohne jedes weitere Nachdenken vergeben:
      1. Teodor Currentzis
      1. Kirill Petrenko

      Eine Reihenfolge unter diesen beiden absoluten Dirigier-Charismatikern gibt es nicht, weshalb ich sie alphabetisch an gleicher Rangstelle aufgeführt habe.

      Nach diesen beiden absoluten Genies folgt für mich definitiv Alondra de la Parra auf Platz Nummer 3. Seht Euch mal diese beiden Videos an:
      youtube.com/watch?v=4Vlhuy0cn4k
      youtube.com/watch?v=G945MQ1datY

      Nach diesen drei Ausnahme-Dirigent(inn)en folgen für mich auf den nächsten Plätzen Andris Nelsons, Semyon Bychkov, Sir Simon Rattle und Carlos Miguel Prieto.

      Meine Liste lautet also:

      1. Teodor Currentzis
      1. Kirill Petrenko
      3. Alondra de la Parra
      4. Andris Nelsons
      5. Semyon Bychkov
      6. Sir Simon Rattle
      7. Carlos Miguel Prieto

      Welches ist Euer Dirigent(inn)en-Ranking? Ihr könnt bis zu zehn Namen auflisten.
      Wenn ein Komponist nicht von sich sagen kann, etwas getan zu haben, was vor ihm noch niemand getan hat, kann er nicht behaupten, überhaupt etwas getan zu haben.
      (Paavo Heininen)
    • Ich nominiere mal die folgenden Pultmeister:

      1. Hannu Lintu (1967) für umwerfende Einspielungen von Turangalila und Mahler 1 und weitere tolle Sachen wie Regers Violinkonzert und die Enescu-Symphonien
      2. Pablo Heras-Casado (1977) für sehr lebendige Darstellungen vieler symphonischer Werke der frühen Romantik mit dem Freiburger Barockorchester
      3. Thomas Zehetmair (1961), den ich als Dirigenten mittlerweile mindestens genauso schätze wie als Geiger. Bemerkenswert seine Sibelius-Aufnahmen und der neue Brahms-Zyklus aus Winterthur
      4. Mario Venzago (1948) für einen besonderen Bruckner-Zyklus
      5. Heinz Holliger (1939) für sein Engagement für neue Musik, eine ganz ungewöhnliche Achte von DSCH mit dem SWR-SO und für seine Schumann-Aufnahmen für Audite
      6. Gianandrea Noseda (1964) für starke Aufnahmen der Klavierkonzerte von Bartók und Prokofjew und eine ziemlich sehr gute DSCH 8 mit dem LSO
      7. Drei siebte Plätze für Dmitrij Kitajenko (1940), Oleg Caetani (1956) und Mark Wigglesworth (1964) für jeweils sehr individuelle Gesamtaufnahmen der DSCH-Symphonien
      10. Christian Lindberg (1958) für sein Pettersson-Projekt bei BIS

      Einige konnte ich jetzt nicht platzieren, z. B. Thomas Dausgaard, Kirill Petrenko, Teodor Currentzis, Daniel Barenboim, Vladimir Ashkenazy, Herbert Blomstedt, Mirga Gražinytė-Tyla, Marc Albrecht. Vielleicht beim nächsten Ranking :D
    • Leider sind zwei von mir hochgeschätzte Dirigenten in der letzten Zeit gestorben: Pierre Boulez (+2016) und Michael Gielen (+2019). Diese beiden hätten meine Liste angeführt.

      So aber verbleiben:

      Sir Roger Norrington: Nicht nur wegen des legendären (auch umstrittenen) "Stuttgart Sound" einer der Größten.
      Thomas Fey: Großartig seine Aufnahmen der Haydn-Symphonien. Leider kann er, nach einem Unfall vor wenigen Jahren, dieses Projekt nicht vollenden können.
      Christian Lindberg: Sein höchst verdienstvolles Projekt, (alle?) Symphonien Allan Petterssons einzuspielen, könnte in den nächsten 2-3 Jahren abgeschlossen sein.
      Cornelius Meister: Mir in bester Erinnerung aus seiner Zeit als GMD in Heidelberg.
      Sylvain Cambreling: Es gibt eine eindrucksvolle Einspielung der Orchesterwerke Messiaens. Nicht minder eindrucksvoll zwei Opernabende, an die ich mich gern erinnere: Tristan und Isolde in Stuttgart und Król Roger in Frankfurt.

      Dies als vorläufige Aufstellung, daher ohne Numerierung. Gut möglich, daß mir noch weitere Meister(innen) ihres Faches einfallen.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Auch ohne spezifische Rangfolge, da es auch immer auf's Repertoire ankommt:
      • Sir Simon Rattle
      • Teodor Currentzis (allerdings bin ich mir noch nicht so sicher wie music lover ;) )
      • Esa-Pekka Salonen
      • Herbert Blomstedt
      • Kirill Petrenko :!:
      • Andris Nelsons
      • Santtu Matias-Rouvali (2 Einspielungen und 3 Livekonzerte reichen mir für diese Einschätzung :) )
      • Riccardo Chailly
      • Paavo Järvi
      • Kent Nagano (va für seinen brillanten Einsatz für Messiaen)
      Wen gibt's noch so? Zubin Metha vielleicht...bei dem hab ich aber das gleiche Problem, wie bei Daniel Barenboim: Es gibt meistens die ein oder andere Interpretation oder Einspielung, die mir einfach besser gefällt.
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • Kaum Frauen hier. :(

      Ich setzt an meine Spitze

      Joana Mallwitz, GMDin Nürnberg. Schaut Euch die mal an. Die steckt die meisten männlichen Kollegen in die Tasche. Wurde gerade von "Opernwelt" zur Dirigentin des Jahres gewählt.
      Und natürlich
      Mirga Gražinytė-Tyla, Chefin des City of Birmingham SO.
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Nur zögernd kann ich mich hier beteiligen, denn die mir wirklich wichtigen Dirigenten sind alle tot und in der gegenwärtigen Szene kenne ich mich kaum aus. Aber einige wenige Namen fallen mir ein:

      Die wirklich wichtigen alle tot? Mit einer Ausnahme, und der rangiert denn auch auf meiner Liste mit weitem Abstand ganz oben: John Eliot Gardiner. Niemals hat mich eine Aufnahme von ihm enttäuscht, die meisten die ich habe finde ich exemplarisch.

      Simon Rattle verdanke ich tolle Bartok- und, vor allem, Mahleraufnahmen. War aber alles noch aus seiner Birminghamzeit, spätere Berliner Sachen kenne ich nicht.

      Ich schätze (ich weiß, ich bin in einer kleinen Minderheit hier :D aber das macht nix), ich schätze Christian Thielemann sehr. Ihm verdanke ich meinen späten Zugang zu den Sinfonien von Brahms, für die Zusatz-dvd seiner Gesamtaufnahme, auf der er über diese Werke eine Stunde lang hinreißend plaudert, bin ich dankbar. Auch seinen (soweit mir bekannten) Bruckner schätze ich. Ja, doch, er soll auf meine Liste.

      Barenboim fürs Lebenswerk.

      Zwei Namen noch die ich wegen mich tief beeindruckender Einzeleinspielungen hier hineinnehme:

      Emanuelle Haim für den überragenden Guilio Cesare, die einzige Oper die ich je ganz habe durchdringen können, ein erstaunliches Dirigat. Sollte ich doch noch mal zum Opernfan werden: sie war mitschuld :P

      Paavo Järvi für seinen lichtdurchfluteten, entzückenden Beethovenzyklus mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.



      Mehr fällt mir nicht ein, all die heutigen Currentisse und Petrenkos und und und kenne ich eben leider nicht - was beileibe nicht an ihnen liegt, sondern einzig an Folgendem: ich habe genug Aufnahmen der Musik die ich mag, sammle eher in die Breite, muß Furtwängler, Celi, Klemp, Solti etc weder erweitern noch gar ersetzen und gehe auch nicht in Konzerte. Oben genannte sind sicherlich großartige Musiker, aber in meiner persönlichen Hörbiographie kommen sie eben zu spät... vielleicht schade?


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Eine Rangfolge habe ich nicht, aber es gibt Dirigenten, die mir mehr zusagen als andere. Eine völlig normale, menschliche und musikalische Entscheidung eben.

      Paavo Järvi für seinen Carl Nielsen-Zyklus
      Thomas Fey für seinen exzellenten Haydn, aber auch für seinen Mendelssohn
      Dennis Russell Davies für seinen Bruckner-Zyklus und seine Haydn-Sinfonien, aber auch für seine Einspielung der Hans Rott-Sinfonie
      Sir Roger Norrington, der mir Mozart wieder näher gebracht hat, aber auch für seine Bestrebungen, die Komponisten auf andere Sicht zu sehen und aufzuführen, so seinen Beenthoven etwa.
      Jiri Belohlavek und Sir Charles Mackerras muss ich einfach nennen, weil sie Martinu, Dvorak, Suk und Smetana so wunderbar eingespielt haben. RiP !!
      Riccardo Chailly, dem ich exzellente Einspielungen von Bruckner, Mahler, Brahms und Mendelssohn/Mahler verdanke, aber auch Schostakowitsch
      Rudolf Marschai für seinen tollen Schostakowitsch-Zyklus, aber auch Mahlers Fünfte und Zehnte
      Esa-Pekka Salonen für seinen Nielsen, aber auch für die CD mit lateinamerikanischer Musik
      Ivor Bolton und Mario Verzago für ihre etwas anderen Bruckner-Gesamteinspielungen
      Neeme Järvi, Dimitri Kitajenko, Daniel Barenboim und Herbert Blomstedt für ihr Lebenswerk

      Es gäbe noch weitere Namen, die man eigentlich erwähnen müsste, etwa Jukka-Pekka Saraste, Sir Andrew Davis, Bernard Haitink, Thomas Dausgaard, Michael Schönwandt, oder die Dirigenten der Alten Musik, die hier sehr schlecht wegkommen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Gurnemanz schrieb:

      Leider sind zwei von mir hochgeschätzte Dirigenten in der letzten Zeit gestorben: Pierre Boulez (+2016) und Michael Gielen (+2019). Diese beiden hätten meine Liste angeführt.
      :jaja1: :jaja1: :jaja1: Und ob. Mit Boulez und Gielen (der Unerbittliche) hab ich jede Mange sau-geiler Mitschnitte und sogar einige supi Studiokonserven sind dabei. => beide Orchesterquäler nähmen Champions League Plätze ein.

      Ranking mir nicht möglich => Brainstorming

      audiamus schrieb:

      Kaum Frauen hier.
      Okay, okay,okay Dann versuchen wir doch mal geschlechtsspezifische Intro:
      Mit Simone Young, dem Engel, zogen wir uns megafetzigen Live-Palestrina in HSV-Town (und DVD aus Weißwurst-Town) rein.
      youtube.com/watch?v=rdy381LUM2o
      auch Reimanns Lear via Radiomitschnitt und DVD kommt supi rüber.
      youtube.com/watch?v=rqKY0At0xkg

      Unter Karen Kamensek die tolle Premiere von Schostis Lady Macbeth (nebenbei: in toller Verunstaltung Frank Hilbrichs)
      youtube.com/watch?v=6C4LDo29_ns

      unsortierte Mitschnitts-Fetzigkeits-Eindrücke:

      Cagerei und Nono-Mucke, sowie die Emmanuel Nunes Mega-Oper „das Märchen“ unter Peter Rundel
      Nonos Prometeo, Al gran sole, Como una ola de fuerza y luz, Caminantes-Ayacucho und Bazis Soldaten unter Metzmacher
      Schönberg Moses und Aron und Berg Lulu (vor allem 1. Akt) unter Nagano
      Mahlers 4. Und Brahms 3 unter Currentzis, dem Erlöser
      Schönberg VK, Tschaikowsky 5, Bergs Lulu-Suite, Lulu (Oper), Bazis Soldaten unter Kirill Petrenko = König Midas
      Boulez explosante-fixe, Bazi Soldaten unter Xavier Roth
      Schönberg Moses und Aron, 5 Orchesterstücke, Berg Kammerkonzert + Lulu, Debussy Pelleas, Wagnerei unter Jimmy (NYC und Boston)
      Nono Canto sospeso unter Luisi aus Leipzig, ist auch Nono-Knaller.
      Beethoven-Sinfonie-Mucke unter Paavo Järvi,
      Holliger: seine eigene Mucke (Scardanelli-Zyklus und Schneewittchen), Mendelssohn, Elliott Carterei, Nono, Schumann
      Manze: Beethoven KK4 mit Levit als Tastenquäler.
      Norrington: Beethovens 2. Sinfonie und Klavierkonzert Nr. 3
      Blomstedt: intensiv-erbarmungslose Bach Johannes-Passion aus Weißwurst-Town vom 24.03.17
      MTT: Mahler 6 vom 04.03.98 aus SF, Berg Lulu von 1979, Bergs 3 O-Stücke aus SF, Brucker 7 vom 22.11.15
      Bachs-H-Moll-Messe unter Suzuki und Rademann
      Farnes: Verdis Falstaff
      Muti: Verdis Falstaff
      Bachs Brandenburgische Konzerte unter Minkowski
      Schönberg Orchestervariationen mit WEDO unter Barenboim
      Schönberg Orchestervariationen mit Berlinern unter Mehta
      Weberns Orchestervariationen 2 x unter Zender
      etc… etc…. etc….
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • audiamus schrieb:

      Kaum Frauen hier.
      soll jetzt auch kein ranking-Beitrag sein, ab das unspektakuläre Wirken von

      Yi-Chen Lin

      quasi in der zweiten Reihe ist mir ausgesprochen symphatisch.

      hier in einer volktheatermäßig orierntierten Produktion von Carmen durch das Teatro de la Zarzuela de Madrid:

      youtube.com/watch?v=8KEIo54mMyo
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Ob ich 10 lebende Dirigenten zusammen bekomme weiss ich noch nicht. meine Reihenfolge entspricht keiner Rangfolge.

      1. Vladimir Azkenazy - ihm habe ich verdammt viele ausgezeichnete Aufnahmen als Dirigent zu verdanken (u.a. Schostakowitsch, Sibelius, Prokofieff-KK, Rachmaninoff, Scriabin, R. Strauss)
      2. Gustavo Dudamel - hier ist es das lateinamerikanische Repertoire, das bei ihm in den besten Händen ist.
      3. Vasili Petrenko - ein Dirigent bei dem man auf CD wenigstens genau abschätzen kann, welche überragenden Aufnahmen er vorgelegt hat (bei seinem Namensvetter wüste ich das bei weitem (noch) nicht zu beurteilen (von daher wundert mich musiclovers Auswahl auf Platz 1 !?!).
      4. Paavo Järvi - egal was der "anpackt", es hat Hand und Fuss (Beethoven, Schumann, Sibelius, Nielsen, Lutoslawsky, Bartok)
      5. Roger Norrington - für mich der beste und spannenste Mozart-Zyklus
      6. Ricardo Chailly - für seine Aufnahmen von Strawinsky, Varese, Brahms ...
      7. Enrique Batiz - mexikanisches Pfeffer für alle lateinamerikanischen Aufnahmen, sowie Bizet, Rachmaninoff, Villa Lobos u.a.
      8. James Levine - der Szell-Schüler ist ja nun leider "weg vom Fenster", aber was er alleine bei DG auf CD vorgelegt hat ist durchweg auf allerhöchstem Niveau - auch Brahms ganz groß.
      9. Christoph von Dohnanyi - egal ob Mendelsohn, Dvorak, Schumann, Brahms - immer auf hohem Niveau - leider auch schon sehr alt, genau wie Herbert Blomstedt und Neeme Järvi, die ich auch hoch schätze.
      Mir fällt auf, dass ich gar keinen der grossen Russen dabei habe (ausser Ashkenazy) ... tja, die grosse russische Ära ist vorbei ... Jansons ist mir oft zu brav und Gergiev zu eigenwillig.
      10. Dmitri Kitaenko - seine mir bekannten Aufnahmen stammen aber auch nicht gerade aus der aktuellen Zeit.


      ;) Thielemann, Barenboim und Rattle gehören nicht auf meine persönliche Liste !
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Folgende Dirigenten*innen, die mir wichtig erscheinen, liste ich mal wahllos auf:

      - Susanna Mälkki: aufgrund ihres mMn beeindruckendem Debüt bei den Berliner Philharmonikern sowie ihrem interessantem Repertoire
      - JoAnn Falletta: spannendes Repertoire (Holst, Moeran, Respighi, Tyberg u. v. a.)
      - Marin Alsop: wie ihre Kolleginnen hat auch sie ein abwechslungsreiches Repertoire zu bieten, das neben Bekanntem wie Brahms auch viele seltener zu hörende Werke und Komponisten beinhaltet; darunter viele us-amerikanische Komponisten
      - Anu Tali: leider mit nicht so vielen Aufnahmen vertreten aber die Aufnahmen, die ich von ihr kenne, überzeugen mich, z. B. Sibelius und Tüür
      - Herbert Blomstedt: was er in dem Alter noch drauf hat und mit wie viel Freude er dirigiert finde ich beeindruckend und vor allem sehr sympathisch
      - Edward Gardner: abwechslungsreiches Repertoire (u. a. Bartok, Szymanowski, Schönberg, Walton)
      - Rumon Gamba: für seinen Einsatz für Filmmusik in hochwertigen Aufnahmen
      - Osmo Vänskä: starke Nielsen-, Sibelius- und Mahler-Aufnahmen
      - Leif Segerstam: allein für seine Sibelius-Aufnahmen gehört er für mich in diese Liste aber auch für anderes spannendes Repertoire wie z. B. Werke von Koechlin
      - Kirill Petrenko: von ihm kenne ich bis jetzt die Aufnahmen, die in der DCH verfügbar sind und finde die stark und bin gespannt, was er zukünftig mit den Berliner Philharmonikern machen wird
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • :wink:

      J.E. Gardiner ist bei mir auch mit vorne auf der Liste. Glanzlicht meiner Konzerterfahrungen mit Orchester war die 9. von Mahler mit den Berliner Philharmonikern und Bernhard Haitink. Besonders möchte ich Petra Müllejans erwähnen, die ich leider noch nicht im Konzert erleben konnte, die aber großartige Aufnahmen gemacht hat. Mein Liebling dabei ist die CD mit den Violoncello-Konzerten von Haydn mit Queyras. Im Konzert schon erlebt und es war hinreißend: Barbara Hannigan.

      Gruß, Frank
    • Kirill Petrenko
      Paavo Järvi
      Mariss Jansons
      Roger Norrington
      John Eliot Gardiner
      Vasily Petrenko
      Jonathan Nott
      Christoph von Dohnányi
      Sylvain Cambreling

      teleton schrieb:

      3. Vasili Petrenko - ein Dirigent bei dem man auf CD wenigstens genau abschätzen kann, welche überragenden Aufnahmen er vorgelegt hat (bei seinem Namensvetter wüste ich das bei weitem (noch) nicht zu beurteilen (von daher wundert mich musiclovers Auswahl auf Platz 1 !?!).
      Neben Eindrücken von CDs besteht ja unter Umständen auch die Möglichkeit, ein ganz klein wenig die Eindrücke von Live-Erlebnissen mit in die Bewertung einfließen zu lassen ;) . Und nachdem (mindestens) fünf der sechs Konzerte, die ich mit Vasilys Namensvetter in Berlin erlebt habe, für mich herausragend gut waren (zum Nachhören übrigens verfügbar in der DCH), steht er auch bei mir ganz oben in der Liste.
    • Gurnemanz schrieb:

      Sir Roger Norrington: Nicht nur wegen des legendären (auch umstrittenen) "Stuttgart Sound" einer der Größten.
      Thomas Fey: Großartig seine Aufnahmen der Haydn-Symphonien. Leider kann er, nach einem Unfall vor wenigen Jahren, dieses Projekt nicht vollenden können.
      Christian Lindberg: Sein höchst verdienstvolles Projekt, (alle?) Symphonien Allan Petterssons einzuspielen, könnte in den nächsten 2-3 Jahren abgeschlossen sein.
      Cornelius Meister: Mir in bester Erinnerung aus seiner Zeit als GMD in Heidelberg.
      Sylvain Cambreling: Es gibt eine eindrucksvolle Einspielung der Orchesterwerke Messiaens. Nicht minder eindrucksvoll zwei Opernabende, an die ich mich gern erinnere: Tristan und Isolde in Stuttgart und Król Roger in Frankfurt.
      Diese Liste sei hiermit ergänzt:

      Philippe Herreweghe: Viele berührende Aufnahmen von Bach-Kantaten. Einmal in Frankfurt mit einem Brahms-Programm erlebt, auch das war eine feine Sache!
      Riccardo Chailly: Packende Aufnahmen der Symphonien Beethovens und Brahms'.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Peter Jott schrieb:

      teleton schrieb:

      3. Vasili Petrenko - ein Dirigent bei dem man auf CD wenigstens genau abschätzen kann, welche überragenden Aufnahmen er vorgelegt hat (bei seinem Namensvetter wüste ich das bei weitem (noch) nicht zu beurteilen (von daher wundert mich musiclovers Auswahl auf Platz 1 !?!).
      Neben Eindrücken von CDs besteht ja unter Umständen auch die Möglichkeit, ein ganz klein wenig die Eindrücke von Live-Erlebnissen mit in die Bewertung einfließen zu lassen ;) . Und nachdem (mindestens) fünf der sechs Konzerte, die ich mit Vasilys Namensvetter in Berlin erlebt habe, für mich herausragend gut waren (zum Nachhören übrigens verfügbar in der DCH), steht er auch bei mir ganz oben in der Liste.
      Exakt so sehe ich das auch. Von Kirill Petrenko und Alondra de la Parra gibt es leider nur wenige, von Teodor Currentzis immerhin ein paar CD-Aufnahmen. Aber allen drei von mir an oberster Stelle platzierten Dirigent(inn)en ist gemeinsam, dass sie einem im Live-Erlebnis die Schuhe ausziehen. Einen an die Kante des Sitzes reißen. Sprachlos vor Bewunderung sein lassen. Sie sind eben alle drei Charismatiker.

      Selbiges gilt auch für Carlos Miguel Prieto, den ich bisher (leider erst) zweimal live erlebt habe: Einmal mit einem reinen Alberto Ginastera-Abend, der der schiere Wahnsinn war, sogar eine Europäische Erstaufführung enthielt. Ein anderes Mal - u.a.- mit Gabriela Monteros "Latin Concerto" mit der Komponistin am Klavier. Beide Male brannte die Hütte. Ich freue mich sehr auf sein nächstes Elbphilharmonie-Konzert am 29. November, in dem dieser Ausnahmedirigent folgende Werke aufführen wird:
      Unsuk Chin
      Le silence des sirènes
      Thierry Escaich
      Konzert für Viola und Orchester »La nuit des chants« (Solist: Antoine Tamestit)
      Olivier Messiaen
      Le tombeau resplendissant
      Iannis Xenakis
      Jonchaie

      Amfortas09 schrieb:

      unter Currentzis, dem Erlöser
      Willkommen im Club :D :cincinbier:

      Tichy1988 schrieb:

      Teodor Currentzis (allerdings bin ich mir noch nicht so sicher wie music lover ;) )
      Je mehr Du Dich auf ihn einlässt, umso mehr haut er Dich um. :thumbsup:

      garcia schrieb:

      Mehr fällt mir nicht ein, all die heutigen Currentisse und Petrenkos und und und kenne ich eben leider nicht - was beileibe nicht an ihnen liegt, sondern einzig an Folgendem: ich habe genug Aufnahmen der Musik die ich mag, sammle eher in die Breite, muß Furtwängler, Celi, Klemp, Solti etc weder erweitern noch gar ersetzen und gehe auch nicht in Konzerte. Oben genannte sind sicherlich großartige Musiker, aber in meiner persönlichen Hörbiographie kommen sie eben zu spät... vielleicht schade?
      Ich verstehe Dich vollkommen. Ich war ja bis vor kurzem auch jemand, der auf die Frage nach den besten Dirigenten der Welt hauptsächlich mit verstorbenen Dirigenten wie z.B. Furtwängler, Toscanini, Klemperer, de Sabata, Mrawinsky, Mitropoulos, Markevitch, Tennstedt, Wand oder Bernstein geantwortet hat. Und für mich ist nach wie vor ohne jeden Zweifel Furtwängler unerreicht. Trotzdem: Dass es "plötzlich" so dermaßen gute "neue" Dirigenten gibt (die natürlich gar nicht "neu" sind: Petrenko und Currentzis sind beide 47, Alondra de la Parra immerhin auch schon 39), erfüllt mich mit tiefer Freude.
      Wenn ein Komponist nicht von sich sagen kann, etwas getan zu haben, was vor ihm noch niemand getan hat, kann er nicht behaupten, überhaupt etwas getan zu haben.
      (Paavo Heininen)
    • music lover schrieb:

      Tichy1988 schrieb:

      Teodor Currentzis (allerdings bin ich mir noch nicht so sicher wie music lover ;) )
      Je mehr Du Dich auf ihn einlässt, umso mehr haut er Dich um.
      Ich kenne zwar alle seine Aufnahmen plus diverse Sachen auf Youtube (welche mich z.T. wirklich begeistern). Aber ohne live Erlebnis kann ich nichts definitiv beurteilen ;)
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • Tichy1988 schrieb:

      Aber ohne live Erlebnis kann ich nichts definitiv beurteilen
      Das ist wirklich so. Wenn ich mal ehrlich bin (ich kenne inzwischen ein paar Hardcore-Fans von Currentzis, die mich für diese Aussage in einem öffentlich lesbaren Forum lynchen würden, aber ich sage das trotzdem): Seine CD-Aufnahmen finde ich gar nicht mal sooo gut. Zum Beispiel bei Tschaikowsky Nr. 6 kann er Günter Wand nicht das Wasser reichen. Der ist für mich nach wie vor das Maß aller Dinge. Nur: Das betrifft eben nur die Aufnahmen. Das Live-Erlebnis mit Currentzis ist unvergleichlich. Wie er sich rein körperlich beim Dirigieren verausgabt, das hat es bisher in der Klassikwelt noch nicht gegeben. Und ich weiß nicht, wie lange er das noch machen kann. Ich meine, rein körperlich auf diesem Niveau zu dirigieren. Er ist immerhin schon 47, und spätestens mit 57 dürfte er insoweit an seine Grenzen geraten. Nicht umsonst hat er im Abendblatt-Interview davon gesprochen, dass er davon träumt, in irgendeiner Zukunft nur noch dreimal im Jahr zu dirigieren und in der übrigen Zeit zu komponieren. Aber so wie er jetzt dirigiert, das nimmt nicht nur seine Musiker mit, sondern auch noch den letzten Zuschauer in Reihe 32 unterm Dachjuchee. Sieh ihn Dir mal live an. Du wirst begeistert sein. Bei ihm stimmt irgendwie - alles.
      Wenn ein Komponist nicht von sich sagen kann, etwas getan zu haben, was vor ihm noch niemand getan hat, kann er nicht behaupten, überhaupt etwas getan zu haben.
      (Paavo Heininen)