Leontyne Price

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    • Leontyne Price

      Leontyne Price * 10.02.1927 in Laurel Mississippi

      Afro-Amerikanerinnen gebürtig aus den Südstaaten der USA sind in der internationalen Opernszene heutzutage vielleicht nicht mehr etwas Besonderes, aber mindestens für diejenigen unter ihnen, die vor 1945 geboren wurden, war es, jenseits aller technischer Qualitäten, mit Sicherheit keine Selbstverständlichkeit jemals nach 'oben' zu gelangen und an den bedeutendsten Häusern singen zu können.

      Mir fallen relativ wenige Sängerinnen ein, die es bis dorthin geschafft haben. Marian Anderson, Grace Bumbry, Shirley Verrett, Reri Grist und eben Leontyne Price, wobei nicht alle aus den Südstaaten stammten und stammen.

      Die Price aber wurde in als Tochter eines Zimmermanns und einer Hebamme genau in diesem Milieu geboren, sang dann zunächst in der einheimischen Kirchengemeinde bevor sie dann eine Ausbildung an der Juilliard School in New York begann. Ihr Operndebüt erfolgte noch Anfang der 50iger Jahre in einer Hochschulproduktion. Danach tourte sie mit 'Porgy and Bess' durch die Welt, sang auch in den USA in verschiedenen Opernproduktionen, machte Eindruck als Aida in San Francisco und wurde dann von Herbert von Karajan 'entdeckt, der sie ab 1958 (Aida) nach Europa verpflichtete und sie in den folgenden Jahren in diversen Produktionen besetzte.

      Verbunden blieb sie aber v.a. der Met an der sie 1960 debütierte und an der sie danach mehr als 20 Jahre v.a. in Verdi-Rollen brillierte. 1985 nahm sie dort auch von der Bühne Abschied, wiederum in der Rolle der Aida, die über die Jahre ganz eng mit ihrem Namen verbunden blieb.

      Verdi ist sicherlich der Komponist mit dem man auch heute noch die Price v.a. in Verbindung bringt, aber auch Carmen oder die Donna Anna zählen zu ihren bedeutenden Einspielungen.

      Die Price verfügte über einen zunächst typischen Spinto-Sopran. Bemerkenswert ist aber neben der Schönheit der Stimme, des Timbre, die in keiner Lage verlorenging, v.a. die volle, runde, ein wenig rauchige Mittellage und die sich darauf aufbauende klare und strahlende Höhe. Sie war sicherlich keine überragende Darstellerin, aber diese langen Phrasen, die sie spinnen konnte bei unveränderter Klangqualität (vergleichbar darin und auch in der Schönheit des Materials mit der Tebaldi, aber für mich weit ausdrucksvoller) prädestinierten sie für den Verdi-Gesang. 'Aida', Leonore im 'Trovatore' wie in der 'Forza des Destino' waren z.B. Partien, die sie über lange Jahre prägte. Wobei man aber nicht ihre 'Ariadne' von Strauss oder die schon erwähnte Donna Anna im 'Giovanni' vergessen darf. Und natürlich Puccini!

      Ich selber habe die Price, die 2001 nach dem Anschlag vom 11.09. nach einmal in einem Benefizkonzert auftrat, erst relativ spät entdeckt. Seltsamerweise nicht in einer ihrer 'Glanzpartien' von Verdi, obwohl ich die schon sehr lange kannte, sondern in einer Ensemblenummer mit Schwarzkopf aus dem 'Giovanni' unter HvK. Und wie es manchmal so geht, da erst traf es mich. Irgendwie müssen Zeit und Stimme zusammen passen. Und in dem Moment war es soweit.

      Die Price ist für mich jetzt jemand von der ich mehr hören möchte und mehr und mehr...

      :wink: Wolfram
    • Für so einen Leontyne Price Fan wie mich, gehören die Boxen in jedes Regal :D ....

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      dieser Trovatore unter Basile ist mMn besser als der unter Mehta!


      Und diese Live Tosca mit Corelli ist SPITZE!

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong