Noch was zum Streifenführer dazua, wenn ich bitten darf.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Informationen zum Capriccio-Verein als Betreiber des Forums finden sich hier.
    • Noch was zum Streifenführer dazua, wenn ich bitten darf.

      Johannes Maria Staud – Die Weiden.

      Jetzt wird’s etwas richtiger, aber mir hat es gar net g’fallen.

      Grünberg hat Zitate geschaffen die zumeist heute verwendet werden und die Personen kommen vor oder auch net [das müsste er sich vorher überlegen].
      Der Fremdenhass ist ja modern geworden und sollte endlich aus dem Gedächtnis der Menschen gestrichen werden, doch da ist er ständig da. Ja die Reisegeschichte zweier Menschen kann oft gar net lustig sein.

      Na ja ist a Reise halt in das Herz der Dunkelheit sagt Staud [und deshalb stehen viele Stauden herum], es handelt viel an der schönen blauen Donau [und das hätte man uns doch ersparen können, aber in der Donau gibt es ja ein Naturschutzgebiet] das Publikum wird weniger geschont. Aber die Zwei lieben sich und haben Worte auf der Zunge, die ich nicht verwende, und wenn das Verwandlungsmotiv Mensch – Karpfen stimmt erspart man sich den Weihnachtskarpfen später.

      Angeboten wird die Reise in jedem guten Reisebüro du auch in der Staatsoper, lang dauert es, aber es hat sich net lang g’halten, ich habe es auch net lange ausgehalten.

      Allzu lustig ist diese Oper net, aber die "Tosca" ist ja auch net a Lustspiel, gemma hoam. Net einmal an Cover habe ich g'funden das ist ein Skandal und unter Weiden wird sich ja jeder was vorstellen können, gell.

      [Blockierte Grafik: https://s14-eu5.startpage.com/wikioimage/c856b0809812262c546e1d464d0622ce.jpg]

      :wink:

    • Ermanno Wolf – Ferrari – Il segreto di Susanna – oder auch - Susannes Geheimnis.


      Der erst 30-jährige Graf Gil {der aber etwas älter aussieht] ist erst seit sehr, sehr, sehr kurzer Zeit im römischen Kult mit der um etwa zehn Jahre [oder gleich fünfzehn Jahren] jüngeren aber sehr hübschen Susanne zerheiratet [und es kam noch immer net zu gar keinen Streit – und das soll a Ehe sein, gar nix ist los]. Er kommt heim und geht gleich in sein Zimmer, und schnüffelt herum und als er die Zeitschriften entdeckt, die "Micky Maus", "Tom und Jerry" und andere Kulturzeitungen halt. Und es derpackt eam die maßlose Eifersucht. Er denkt [seit wann denkt denn der?], denn es stinkt derart nach Zigarillos und er denkt seine Frau habe ein Gspusi Als er in ihrem Privatgemach Zigarettengeruch feststellt, packt ihn die Eifersucht. Er glaubt, seine Frau habe einen Liebhaber und außerdem macht seine Frau am Abend gar kein Mittagessen mehr und zeigt sich sehr verlegen [weil sie "Asterix und die Raucher" verlegt hat] und er kommt durch die Türe rein, und jetzt denkt er sich wenn ich am Abend mich zur Ruh begebe, schaut sie überall nach ob er es ist und das bestärkt ihn in der Vermutung, dass sie ihn betrügen tuat.

      Jetzt ist aber Gil schon krawutisch und er plant etwas, weiß aber nicht was, ach ja ein Falle, [und hat sich auch eine Mausefalle gekauft] das ihm das jetzt grad einfällt, Susanne der Untreue zu überführen zu wollen. Nun verabschiedet er sich von ihr [mit Gehüstel und Gekutzer] und verlässt das Haus und Heim, kehrt aber kurz darauf zurück [der weiß auch nicht was er will]. Er hat sich wieder einmal nicht getäuscht; überall im Haus und sogar in der Hundehütte stinkt und riecht er Zigarettenrauch und –gestank, wie bei Marlboros Erben. Jetzt ist er aber doch a wengerl wütend und er durchstöbert er alle Gegenstände [samt den Schirmständer, die Badezimmerwaage und das Klosett], vor und hinter denen sich der ungetreue und mögliche vermeintliche Hausfreund verstecken könnte, findet aber nichts und selbst der taube Hofhund Karo von der Rumabteilung, hat nichts Belastendes im Maul. Schließlich und unendlich kann ihn seine Frau überzeugen, dass sein ärgster "Rivale" nur in Zigaretten und Zigarren und einer Pfeife besteht. Sie die seine Frau ist, der war halt langweilig und da habe sie eben einfach drei Zigaretten auf einmal geraucht und sie habe schon versucht fünf auf einmal zu rauchen, also ist sie derart Lasterhaft das er sie in ein Nichtrauerlokal geben sollte aber sie gibt sich ihm hin [na net was ihr glaubt er befindet sich in einem seriösen Lokal].

      Gil entschuldigt sich bei Susanne mit dem alten Schlager "Contessa perdono" wegen seinem ungezügelten Benehmen und seiner grundlosen Eifersucht. Und die Moral von der Geschicht: Seiner Frau zuliebe fängt er nun selbst das Rauchen und läuft sofort wieder raus um beim Automaten noch eine Stange Zigi zu besorgen, und auch der stumme Diener entschließt sich, fortan auch zu rauchen [denn bezahlt kriagt er eh nix].

    • Ralph Benatzky – Der König mit dem Regenschirm.

      Es war einstens im Land der Franzosen und als Louis-Philippe, auchgenannt der König mit dem Regenschirm am Ruder war, hat mansich einen berühmt-berüchtigten Frauenhelden namens Percy [echter altenglischer Landadel – wie ein Foxterrier] geholt das er Ministerpräsident wird.
      Und jetzt hat er kaum Zeit für seine Frau [das kommt schon öfter vor] und die beschließt einen Schweigmarsch bis zum Palais des Tuileries mit der ganzen Verwandtschaft und den dazugehörigen Stadtstreichern zu gehen.

      Doch sie hat auch manchmal Charme und Esprit und noch so allerhand um die politische Karriere ihres Ehemanns zu verenden [so was die hat keinen Ehrgeiz nicht]. Da war die Glawari eine ganz andere.

      Und es kommt wie es nicht sein darf, er kommt nicht weiter, was kein Wunder ist denn die Grisetten lauern überall und so holt sie ihn gleich ein und hat eam wieder.

      So kann eine Frau einem den Gusto auf einen einträglichen Lebendstandard verderben und er muss dann daheim bei seiner Holden bleiben um die Socken zu stopfen, die er sich beim Ersteigen der politschen Leiter zerrissen hat.

      Ende dieses Sittendramas aus dem alten Frankreich.