Welche Bedeutung hat Harmonielehre für Musizierende?

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    • Melione schrieb:

      putto schrieb:

      Wobei Du ja Schönberg emotional komplett falsch interpretierst
      Wusste bisher gar nicht, dass so etwas möglich ist
      Wir haben doch schon darüber andernorts diskutiert. Wenn Du darauf hinaus willst, dass jede Musik emotional völlig unbestimmt sei, und dem Hörer überlassen ist, wie er das interpretiert, dann würde ich Dir eben entschieden widersprechen.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Felix Meritis schrieb:

      Vom Barock braucht man da gar nicht erst anzufangen! Cembalostücke von Rameau oder J.S. Bach (gestern wieder die Sarabande aus der vierten Partita angehört - unglaublich!) beispielsweise sind harmonisch unglaublich raffiniert und aufregend.
      Stabilisierung - Destabilisierung, Reduktion - Anreicherung
      Es ist ja nicht so, dass es nur spannend ist, wenn sich mal ganz viel Veränderung ergibt, der Umgang mit Wenigem kann genauso spannend sein.
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    • Ja, für mich eine hohe Kunst, die ich sehr genieße. Aber bei Bach kann man ja auch chromatische Harmonik mit der Brechstange erleben. Zum Beispiel die Gigue aus der sechsten 6. Partita (ab 25:27). Ein vollkommen irres Stück, natürlich auch des vertrackten Rhythmuses wegen. Vorhersagbar dürfte da wenig sein....
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Tichy schrieb:

      Es gibt ja auch ein paar Stücke, in denen sich Rhythmus, Harmonie und Melodie komplett überschneiden. Schuberts Impromptu As-Dur (D.935) ist so ein Beispiel. Hier reicht die Harmonielehre dann sowieso nicht wirklich aus, um den ganzen Zauber zu verstehen.
      Ist das nicht immer so bei tonaler Musik?
      ?(
      Deswegen versteht man letztlich auch die Melodien nicht ohne Harmonielehre.
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    • putto schrieb:

      Tichy schrieb:

      Es gibt ja auch ein paar Stücke, in denen sich Rhythmus, Harmonie und Melodie komplett überschneiden. Schuberts Impromptu As-Dur (D.935) ist so ein Beispiel. Hier reicht die Harmonielehre dann sowieso nicht wirklich aus, um den ganzen Zauber zu verstehen.
      Ist das nicht immer so bei tonaler Musik?
      Naja, das Impromptu sollte nur ein Extrembeispiel für die Konvergenz der drei sein. Das Allegretto aus Beethovens 7. Symphonie wäre vielleicht ein anderes.
      Bei Minimal-Musik würde ich aber sagen, dass Harmonielehre einem da gar nicht viel nützt, sondern vor allem ein gutes Rhythmusgefühl.
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams