Eben gehört und geguckt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Leos Janacek (1854-1928)
      Aus einem Totenhaus



      Bo Skovhus, Peter Rose, Evgeniya Sotnikova, Ales Briscein, Charles Workman
      Chor der Bayerischen Staatsoper
      Bayerisches Staatsorchester
      Simone Young



      Castorfs skurril-hektische Aufbereitung der reichlich herben Urversion von Janceks letztem Werk, der Gulak-Oper "Aus eine Totenhaus", erschließt sich mir nicht sofort. Vielleicht ist zuviel (künstliche?) Ablenkung auf der Bühne ... und was soll der Pepsi-Reklameturm über dem Gefängnis? Direkten Zugang finden bei mir allerdings das Orchester und das ausgezeichnete und homogene Sangesensemble (ohne jeglichen Ausfall) unter dem Dirigat von Simone Young. Eventuell könnte ich mir die musikalische Ausführungen noch expressiver vorstellen - bin aber kein Janacek-Experte. Die nächsten Tage kommt das nochmal vor Ohren und Augen. Die Musik ist es wert und dann die Inszenierung auch ...


      Gruß
      Josquin
    • Dieses Großod, eine der letzten Kompositionen von Mozart, ist bestimmt nicht totgenudelt:

      Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
      La Clemenza di Tito



      Susan Graham, Hannah Esther Minutillo, Catherine Naglestad, Ekaterina Siurina, Roland Bracht, Christoph Pregardien
      Orchestre et Chœur du Theatre National de l'Opéra de Paris
      Sylvain Cambreling



      Gruß
      Josquin
    • Carl Maria von Weber (1786-1826)
      Euryanthe



      Norman Reinhardt, Jacquelyn Wagner, Andrew Foster-Williams, Theresa Kronthaler, Stefan Cerny, Eva Maria Neubauer
      Arnold Schoenberg Chor
      ORF Radio-Symphonieorchester Wien
      Constantin Trinks



      Oh, das war richtig schön. Ich hoffe, es ist nicht schlimm, wenn ich sage, die Euryanthe gefällt mir besser als der Freischütz.


      Gruß
      Josquin
    • Josquin schrieb:

      Leos Janacek (1854-1928)
      Aus einem Totenhaus

      Josquin schrieb:

      Carl Maria von Weber (1786-1826)
      Euryanthe
      Ich war bei beiden Produktionen live im Publikum (ich wusste nicht, dass es davon Bild-Aufnahmen gibt). Das Totenhaus hat mir super gefallen, ich würde allerdings an Deiner Stelle gar nicht besonders gründlich nach einem tieferen Sinn in der Castorf-Aufbereitung (inkl. Pepsi-Turm) suchen, das ist einfach Castorf bzw. Denić: hunderte Dinge passieren gleichzeitig - kann man mögen, muss man nicht.
      Die Euryanthe war für mich nicht so toll.
    • Sadko schrieb:

      ich würde allerdings an Deiner Stelle gar nicht besonders gründlich nach einem tieferen Sinn in der Castorf-Aufbereitung (inkl. Pepsi-Turm) suchen, das ist einfach Castorf bzw. Denić: t.
      Die Euryanthe war für mich nicht so toll.
      Castorf: Oh, dann war meine Einschätzung unterbewusst. Ich bin immer gegen sinnloses Leid. Scherz beiseite - prima Aufnahme.

      Das lichte und klassizistische Einheitsbild in allen Akten und die Inszenierung fand ich bei der Euryanthe sehr einleuchtend. Sicher nicht Weltbewegendes, aber ich war vielleicht entspannt, mal eine durchkomponierte deutschsprachige Oper zu hören, ohne ständig auf Untertitel zu luchsen.


      Derweil:

      aus

      Ravel: Valses nobles et sentimentales
      Bartok: Klavierkonzert Nr. 1
      Strawinsky: Der Feuervogel

      Salzburger Festspiele 2008 - Eröffnungskonzert
      Daniel Barenboim
      Wiener Philharmoniker
      Pierre Boulez



      Sehr fein. Toller Klang in 5.1!


      Gruß
      Josquin
    • Gioacchino Rossini (1792-1868)
      Guillaume Tell



      Nicola Alaimo, Veronica Simeoni, Juan Diego Flórez, Marina Rebeka, Amanda Forsythe, Simón Orfila, Celso Albelo
      Orchestra del Teatro Comunale di Bologna
      Michele Mariotti


      Regie: Graham Vick


      Die Schlussszene verursacht bei mir Gänsehaut - und das bei Rossini! Die Werk ist ungekürzt aufgeführt (4 Stunden). Die Inszenierung finde ich sehr vergnüglich. Den und diesen Tell sollte man haben, auch wenn man nicht unbedingt Rossini-Fan ist.


      Gruß
      Josquin
    • Ich schaue mir auch Richard III mit Vergnügen an, wenn die Schauspieler gut sind und weil es ein Schauspiel ist. Das Vergnügen bei mir besteht darin, die kunstvoll gedrechselten Texte anzuhören, die Schauspieler gut schauspielern zu sehen und ergriffen zu werden. So ähnlich ist es auch bei dem Tell. Ich würde Rossini nie dafür kritisieren, dass er für diesen Stoff, aus den heutigen Ohren gehört und nach meinem früheren persönlichem Empfinden, zu vergnügliche Musik schrieb.

      Das Wort Vergnügen würde ich allerdings nicht bei Janaceks Aus einem Totenhaus verwenden. Seine Musik Musik erweckt anderes ...

      Hier noch 2 Rezensionen zur Oper:

      omm.de/veranstaltungen/festspi…-2013-guillaume-tell.html

      operalounge.de/dvd/oper-dvd/florez-als-rossinis-arnold


      Gruß
      Josquin
    • Matinee mit Maag , Rossini und einer Elster

      Ich schätze Peter Maag außerordentlich und freue mich immer , wenn ich etwas für mich Neues mit ihm entdecke . Heute gab es :

      G.Rossini - La Gazza Ladra - Palermo 1996

      Außer der Overture kannte ich das Werk nicht , habe mich aber vorher schlau gemacht , was da so passiert . (Gleichzeitig Libretto lesen kann ich immer noch , wenn ich nur den Ton höre ) . Zur Overture gab es einen Zeichentrickfilm , was mich gleich so richtig einstimmte . Und dann ging es so richtig los !
      Nun bin ich ja nicht der Opernkenner , und daher würde mich natürlich auch interessieren , wie unsere versammelte Kennerschaft ( Streifen-Peter , Waldi , Philbert und wie sie alle heißen ) das Dargebotene wahrnimmt . Mir jedenfalls hat das , was der damals 75jährige Maag mit seinen Kulturschaffenden vor Aug' und Ohr führt , außerordentlich gut gefallen . Die Zeit verging wie im Flug !

      Hier nun der Link : youtube.com/watch?v=jV9SLgZDKSM
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Neu

      Aus dem Laser-Ring.

      Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen

      Vorabend. Das Rheingold.

      Wotan - John Tomlinson
      Alberich - Günter von Kannen
      Mime - Helmut Pampuch
      Loge - Graham Clark
      Fricka - Linda Finnie
      Freia - Eva Johannson
      Erda - Birgitta Svendén
      Fasolt - Matthias Hölle
      Fafner - Philip Kang
      Donner - Bodo Brinkmann
      Froh - Kurt Schreibmayer
      Woglinde - Hilde Leidland
      Wellgunde - Annette Küttenbaum
      Floßhilde - Jane Turner
      Orchester der Bayreuther Festspiele
      Daniel Barenboim



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Nur Hexenverbrennung und Lynchmord gibt es bei uns nicht mehr so oft. Das haben wir erfolgreich in soziale Netzwerke ausgelagert." (Axel Weidemann im Artikel "Dorfkinder über #Dorfkinder" in der Online-Version der FAZ)
    • Neu

      Gestern und heute gehört - aus der Box im obigen Beitrag.

      Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen

      Erster Abend. Die Walküre.

      Siegmund - Poul Elming
      Sieglinde - Nadine Secunde
      Hunding - Matthias Hölle
      Wotan - John Tomlinson
      Brünnhilde - Anne Evans
      Fricka - Linda Finnie
      Orchester der Bayreuther Festspiele
      Daniel Barenboim

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Nur Hexenverbrennung und Lynchmord gibt es bei uns nicht mehr so oft. Das haben wir erfolgreich in soziale Netzwerke ausgelagert." (Axel Weidemann im Artikel "Dorfkinder über #Dorfkinder" in der Online-Version der FAZ)