Eben gehört und geguckt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Informationen zum Capriccio-Verein als Betreiber des Forums finden sich hier.
    • Auch damals gab es schon die sogenannte Umgangssprache.

      Ob sich nun 'La ragazza dell'ovest' besser anhört? La ragazza del West und dann zur Handlung (und zur handlungsgebenden Lady) passend: La Fanciulla del West. Die Uraufführung war die erste Opernaufführung in der Met (Toscanini dirigiert) - der Titel ist sicher auch dem Uraufführungsland ein wenig geschuldet, vom Ort der Handlung (Kalifornien - der amerikanische Westen) ganz zu schweigen.


      Gruß
      Josquin
    • Josquin schrieb:

      Die Uraufführung war die erste Opernaufführung in der Met (Toscanini dirigiert) - der Titel ist sicher auch dem Uraufführungsland ein wenig geschuldet, vom Ort der Handlung (Kalifornien - der amerikanische Westen) ganz zu schweigen.

      Philbert schrieb:

      it.m.wikipedia.org/wiki/West
      Okay, das verstehe ich dann.

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Nochmal der von Puccini veroperte Groschenroman:


      Giacomo Puccini (1858-1924)
      La Fanciulla del West



      Jonas Kaufmann, Nina Stemme, Thomasz Konieczny
      Chor der Wiener Staatsoper
      Orchester der Wiener Staatsoper
      Franz Welser-Möst



      Wieder bestens gesungen und wieder Nina Stemme als Minnie in Bestform. Die Inszenierung von Christoph Loy aus Stockholm finde ich jedoch um einiges homogener und auch schauspielerisch engagierter. Besonders der Bezug der 'Boys' zu Minnie ist dort wesentlich inniger herausgearbeitet. Aleksandrs Antonenkos Verkörperung des Dick lässt einen mitfiebern - Jonas Kaufmann singt ihn dagegen aber statisch gekonnt schön. Woher bloß die Luftgondel in Regenbogenfarben so plötzlich im Finale in der Wiener Inszenierung von Marco Arturo Marelli kommt? Dabei hat sich Puccini doch so sehr bemüht in der Partitur seriös zu wirken.


      Gruß
      Josquin
    • In guter Qualität:
      youtube.com/watch?v=HrY6XHdvQ6I
      Gioachino Rossini: Semiramide

      Semiramide Jessica Pratt
      Arsace Teresa Iervolino
      Assur Alex Esposito
      Idreno Enea Scala
      Azema Marta Mari
      Oroe Simon Lim
      Mitrane Enrico Iviglia
      L’ombra di Nino Francesco Milanese

      Dirigent Riccardo Frizza
      Regie Cecilia Ligorio

      Teatro La Fenice Oktober 2018

      Ein HD-Video von einer französischen Produktionsgesellschaft mit der das Theater La Fenice zusammenarbeitet. Deshalb konnte das Theater das Video offiziell hochladen (Frage ist, wie lange) und deshalb gibt es auch Untertitel auf Französisch.

      Mehr vielleicht im Semiramide-Thread. Nur soviel, dass es mir gefallen hat. Die Regie ist nicht besonders gewagt, aber funktioniert gut (und zwar steigert sie sich kontinuierlich). Für mich besser als der Babylon-Kitsch von der Met. Die Sänger sind ganz gut, auch schauspielerisch (keine Callas oder so, aber in schauspielerischer Hinsicht geht es von ganz Ok - Pratt - bis sehr überzeugend - Esposito). Teresa Iervolino war für mich hier eine echte positive Überraschung, da ihre Andromaca in Ermione mich nicht überzeugen konnte. Enea Scala muss seine Arien nicht entschärfen!
      Riccardo Frizza hat alles sehr gut im Griff und sorgt für den dramatischen Fluß.

      Noch ein Detail: kein einziger Takt wurde gestrichen.
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Hans Werner Henze (1926 - 2012)
      Der Prinz von Homburg



      Helene Schneiderman, Vera-Lotte Böcker, Robin Adams, Stefan Margita
      Staatsorchester Stuttgart
      Cornelius Meister
      Regie: Stephan Kimmig




      Inzwischen scheint sich ein anonymer Ort, genauer gesagt ein weiß gekacheltes Kellerloch mit schäbiger Patina, als Standartgrundausstattung bei vielen Opernaufführungen zu etablieren. So ist es dem Betrachter überlassen, ob man sich nun in einem Duschraum, einem Gefängnis, einer Toilette, einer Schlachterei oder im Abschreckraum einer psychiatrischen Anstalt befindet. Persönlich mag ich das ja nicht mehr sehen. Ansonsten das Übliche: Trainingsanzüge als Uniform, die männlichen Hauptprotagonisten oft ohne Hose, die Frauen stehen im Businessanzug da und T-Shirts mit bedruckten Worten, damit ja auch jeder die Aussage versteht. Die Personenregie dieser Aufnahmen des Stuttgart finde ich da gelungener und spannender.

      Vollends überzeugt haben mich Dirigent, Orchester und die Sänger, ohne jetzt irgendeinen Vergleich zu haben. Es gibt aber noch eine DVD mit Sawallisch, die demnächst zu Gemüte geführt wird. Cornelius Meister dirigiert sehr lustvoll. Besonders die kunstvollen instrumentalen Zwischenstücke von Henzes gefallen mir sehr gut.

      Die Blu-ray hat guten Stereo-Ton, kein Mehrkanal.

      Der Prinz von Homburg

      in Stuttgart

      Gruß
      Josquin
    • Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven:
      Berlin feiert Beethoven
      ZDF "live" (Aufzeichnung vom Open-Air Konzert auf dem Bebelplatz Berlin, 6.9.2020)
      Anne-Sophie Mutter, Daniel Barenboim, Staatsopernchor, Staatskapelle Berlin
      Julia Kleiter, Waltraud Meier, Andreas Schager, René Pape

      Egmont Ouvertüre
      2 Violinromanzen
      9. Sinonie

      zdf.de/kultur/musik-und-theate…feiert-beethoven-100.html

      Sehr beeindruckend unter diesen Bedingungen.


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • maticus schrieb:

      Sehr beeindruckend unter diesen Bedingungen.
      Ja, fand ich auch! Ich habe sehr gerne zugesehen.

      Vor allem eine tolle Leistung des Orchesters bleibt mir in Erinnerung (präzise, konzentriert, klangschön, trotz der widrigen Bedingungen)!
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Für mich war eine große "Entdeckung" die zweite Violinromanze. Da ich die Melodie "sehr gut" kenne, sie aber nicht zuordnen konnte. Nicht einmal, dass sie von Beethoven ist.

      Toll fand ich auch die Solisten Waltraud Meier (Alt) und René Pape (Bass).

      Interessieren würde mich, wie der Klang auf dem Platz war. Da wurde sicherlich viel elektronisch verstärkt? (Schon allein für die Musiker als Monitor.)


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Neu

      Gestern gehört und gesehen:

      André Messager (1853-1929)
      Fortinuo



      Cyrille Dubois, Anne-Catherine Gillet, Franck Leguérinel, Jean-Sébastien Bou, Philippe-Nicolas Martin, Thomas Dear, Aliénor Feix, Luc Bertin-Hugault
      Choeur Les Elements
      Orchester des Champs- Elysees
      Louis Langrée
      Regisseur, Denis Podalydès



      Die Geschichte ist schnell erzählt und moralisch zur Zeit der Uraufführung nicht astrein - eine Ménage-à-quatre: Eine junge Frau, die mit einem alten Anwalt verheiratet ist, betrügt ihn mit einem Soldaten. Damit die Sache nicht auffällt, soll ein Alibi-Liebhaber (Fortinuo) her, der von der Affäre ablenken soll. Fortinuo ist verliebt, sie nicht und dann nach Wirrungen beide ineinander - aber was ist mit dem gehörnten Ehemann?...

      Messagers Musik ist entzückend melodisch, jedoch keine Operette. Le Figaro bezeichnet das für mich sehr zutreffend: 'als hätten sich Debussy, Massenet und Offenbach zusammengetan..' Die Inszenierung (hier aufgenommen 2019, Produktion aus 2009) in realistischer Umgebung ist angenehm unterhaltsam.


      Gruß
      Josquin
    • Neu

      Danach:
      Mit Klobürste und Toilettendeckel gegen den Ventilator.


      Jules Massenet (1842-1912)
      Don Quixotte



      Gábor Bretz, David Stout, Anna Goryachova, Leonie Renaud, Vera Maria Bitter, Paul Schweinester, Patrick Reiter, Elie Chapus, Felix Defèr
      Prague Philharmonic Choir
      Wiener Symphoniker
      Daniel Cohen
      Inszenierung: Mariame Clément




      Perfekt! Massenet ist eine genialer Opernkomponist. Volle Punktzahl für Musik und und die originelle Inszenierung!

      Opernmagazin
      BR
      OnlineMerker



      Gruß
      Josquin